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Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz  3.auflage - Werner Bauer
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Werner Bauer:
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz 3.auflage - gebrauchtes Buch

1972, ISBN: b173da33c5162d2941dfe6c149097890

ID: 592129451

3.auflage 22 cm. 238 seiten. Leineneinband ohne OU gebrauchs und Lagerspuren,das leinen hat vor und hinten einen fleck. "...Du wirst glauben, ich hätte mir das ausgedacht", begann Steffen nach einer Pause. "Aber es ist die volle Wahrheit. Du darfst nicht erschrecken. Ich weiß, daß dir Hollenbeck gefällt. aber ich habe herausgefunden - ich würde es dir nicht erzählen, wenn ich es nicht genau wüßte. Bei uns in der Stadt gibt es nämlich tatsächlich eine Bande, und Hollenbeck ist der Boß"In eine böse Geschichte ist Marianne Hartlow geraten, sie. die vorbildliche FDI-Sekretärin. Lehrling im Kaltwalzwerk. Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben, der Mann ist fremd im Ort. charmant, weltmännisch, und nun . Aufregende Vorgänge halten die kleine Stadt Kremmenburg eine ganze Weile in Atem. Werner Bauer weiß so interessant davon zu berichten, daß die Spannung bis zum Schluß nicht abreißt. .das war am Abend gewesen. Jetzt, nach Mitternacht, schleppten sie die Stämme ans Ufer. Hollenbeck hatte, ohne mit dieser Notlösung zu rechnen, zwei Wäscheleinen eingepackt. Die kamen ihnen nun zugute. Sie banden die Stämme einzeln aneinander, und nach anderthalb Stunde lag das Floß fertig auf dem Sand. In den Stunden vor Mitternacht hatte HoIIenbeck aus einem in der Nähe liegenden Dorf zwei Bretter geholt. Er schnitzte je ein Ende zu einem Griff. "Was ist? Habt ihr es euch überlegt?" fragte er, als alles fertig war."Eh ich mir von die Stasi einbuchten lasse ..sagte Otwin. Sie brachten das Floß zu Wasser.Plötzlich leuchteten Taschenlampen auf. Von drei Seiten konzentrierte sich ihr Lidit auf das Floß. Grenzsoldaten, die Maschinenpistolen schußbereit, riegelten jeden Fluchtweg ab. Eine Männerstimme rief: "Ministerium für Staatssicherheit, Sie sind festgenommen." Hollenbeck und die Brüder Schuster hoben die Hände. Später, auf dem Weg zur Kompanieunterkunft, sagte ein Grenzsoldat: "Ihr Blödiane. Euretwegen mußten wir die halbe Nacht im Gebüsch liegen." Ein anderer sagte: "Und halbtot gelacht haben wir uns, wie ihr das Ding zusammengebastelt habt."Schlag fünf Uhr klingelte Oberleutnant Scmlin bei Lauenhain. Er mußte mehrere Male auf den Knopf drücken, bis Herr Lauenhain endlich die Tür öffnete. "Ministerium für Staatssicherheit", sagte Semlin. "Bitte führen Sie uns zu Ihrem Sohn."An drei weiteren Türen klingelte es zu dieser Stunde, bei Dolny, Rudnik und Clemens.November. Nebel und Regen wechseln wie Nacht und Tag, lassen die Stadt nicht mehr aus der Dämmerung steigen. Die Quecksilbersäule wandert auf und nieder. Dann plötzlidi bleibt sie stehen. Bei vier Grad unter null. Dicke Schneesterne setzen sich überall ab, auf Dächern und Straßen, Bäumen und Zäunen. Weiß und hell wird die Stadt. Winterprobe.In der mächtigen Walzwerkhalle ist davon nichts zu merken. Nur wenn eines der Tore geöffnet wird, treibt der Wind einen Schwall Schnee herein. Einen Augenblick tanzten die Flocken im Licht der Quarzlampen. Bevor sie den Betonboden erreichen, hat die warme, trockene Luft sie aufgesaugt.Am Längsteilaggregat läuft alles wie an jedem Tag. Die Großversuche sind abgeschlossen. Erfolgreich, Der Bereichsleiter hat dem Lehrlingskollektiv für hervorragende Leistungen eine Urkunde überreicht. Sic hängt bei Elmar Kringelbach im Meisterbüro. Doch das ist nicht alles. Im Dezember werden die besten Lehrlinge ins Elektromotorenwerk Werbigroda fahren. Marianne wird dabeisein, der lange Erhard, David und wahrscheinlich auch Doris. Eines allerdings wissen sie alle noch nicht. Drei Monate später nämlich, im März, wird der Elektromotor, der mit ihrem Dynamoband produziert wird, auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aber das ist Zukunftsmusik, und im Moment haben die Lehrlinge andere Sorgen.Heute ist der vierte Tag. Elmar Kringelbach, Marianne, Doris und der lange Erhard sind in die Bezirksstadt gefahren. Ins Bezirksgericht. Dort wird heute vom 1. Strafsenat das Urteil in "Sache Lauenhain und andere" verkündet.Die Zuschauerhälfte des Verhandlungssaals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bedrückende Stille herrscht im Saal. Kein Aktenblatt knistert, nicht einmal ein verhaltenes Schluchzen ist zu hören. Nur der eisige Wind draußen vor den großen Fenstern.Marianne sitzt zwischen ihren Eltern. Sie muß häufig schlucken, um gefaßt zu bleiben. Die Mutter hält wieder ihr Taschentuch in der Hand . Der Vater blickt auf die Tür, durch die das hohe Gericht erscheinen wird. Auch Steffens Vater blickt auf diese Tür. Seine rechte Hand hat er auf die linke seiner Frau gelegt. Elmar Kringelbach. Doris und der lange Erhard sitzen hinter ihnen. Kringelbach hat ein Gesicht aufgesetzt, als wäre er bei einer Beerdigung. Doris hat dunkle Ränder um die Augen, und sie kuschelt sich in sidi, als friere sie. Der lange Erhard lugt verstohlen zu Steffen. Alle aber warten, mehr oder weniger erregt, auf den Urteilsspruch. Audi die Angeklagten warten darauf. Vielleicht denkt der eine oder der andere jetzt an Hollenbeck, den Boß; doch keiner weiß, daß sein Prozeß vor dem Militärgeridit heute beginnt. Acht Jahre Freiheitsentzug wird das Urteil lauten. Doch das können sie nicht wissen. Es würde sie wohl auch nicht interessieren, jetzt, wo sie auf ihr Urteil warten.Lauenhain und Dolny starren auf ein und dasselbe Fenster, als rechneten sie damit, auf Jahre hinaus keine Schneeflocke mehr zu sehen. Clemens sucht immer wieder Doris Blick. Wirst du auch auf mich warten? will er wohl fragen. Ohvin Sdiuster spielt mit den Fingern, und hin und wieder sieht er Dolny an. so wie: Nun hat es uns also erwischt. Rudnik und Udo machen auf gleichgültig. Einzig bei Roland und Steffen zeidinet sich Hoffnung ab.Das hohe Gericht tritt ein. Alle erheben sich. Wie am ersten Tag der Verhandlung ist die kalte Stille für einen Augenblick durchbrochen. Dennoch wird sie gerade dadurch deutlich. Die Abgeschlossenheit wird deutlich. Die Trennlinien im Saal zeichnen sich ab. Und das Getrenntsein von der Welt draußen.Oberrichter Kleemann verliest das Urteil.In der Strafsache gegen Lauenhain und andere hat der 1. Strafsenat des Bezirksgeridits nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:We gen Bandenbildung und Vorbereitung eines bewaffneten Grenzdurchbrudis, ausgeübter Spionage an militärischen Objekten und Vorbereitung der Zerstörung militärischer Objekte und Teilnahme an zwei kriminellen Verbredien werden verurteilt:..Auszüge aus dem Buch Versand D: 1,90 EUR [Marianne kennt den Boss, verdacht, republikflucht , Beweis, Freundschaft , ande, charme, liebe, vorbildlich , eifersucht, verrat, ermittlung, verurteilung, staatssicherheit, verhalten, schwäche, kriminalität, sabotage, Zusammenhalt , liebe, furcht, hoffnung], [PU:kinderbuchverlag : Berlin. 1972]

gebrauchtes bzw. antiquarisches Buch Buchfreund.de
Lausitzer Buchversand, 01994 Drochow
Versandkosten:Versandkosten innerhalb der BRD. (EUR 1.90)
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(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz  1. Auflage - Bauer, Werner
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
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Bauer, Werner:
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz 1. Auflage - gebrauchtes Buch

1972, ISBN: b173da33c5162d2941dfe6c149097890

ID: 592129618

1. Auflage 22 cm. 238 seiten. Leineneinband mit OU leichte Gebrauchsspuren, OU mit starken Läsuren. "...Du wirst glauben, ich hätte mir das ausgedacht", begann Steffen nach einer Pause. "Aber es ist die volle Wahrheit. Du darfst nicht erschrecken. Ich weiß, daß dir Hollenbeck gefällt. aber ich habe herausgefunden - ich würde es dir nicht erzählen, wenn ich es nicht genau wüßte. Bei uns in der Stadt gibt es nämlich tatsächlich eine Bande, und Hollenbeck ist der Boß"In eine böse Geschichte ist Marianne Hartlow geraten, sie. die vorbildliche FDI-Sekretärin. Lehrling im Kaltwalzwerk. Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben, der Mann ist fremd im Ort. charmant, weltmännisch, und nun . Aufregende Vorgänge halten die kleine Stadt Kremmenburg eine ganze Weile in Atem. Werner Bauer weiß so interessant davon zu berichten, daß die Spannung bis zum Schluß nicht abreißt. .das war am Abend gewesen. Jetzt, nach Mitternacht, schleppten sie die Stämme ans Ufer. Hollenbeck hatte, ohne mit dieser Notlösung zu rechnen, zwei Wäscheleinen eingepackt. Die kamen ihnen nun zugute. Sie banden die Stämme einzeln aneinander, und nach anderthalb Stunde lag das Floß fertig auf dem Sand. In den Stunden vor Mitternacht hatte HoIIenbeck aus einem in der Nähe liegenden Dorf zwei Bretter geholt. Er schnitzte je ein Ende zu einem Griff. "Was ist? Habt ihr es euch überlegt?" fragte er, als alles fertig war."Eh ich mir von die Stasi einbuchten lasse ..sagte Otwin. Sie brachten das Floß zu Wasser.Plötzlich leuchteten Taschenlampen auf. Von drei Seiten konzentrierte sich ihr Lidit auf das Floß. Grenzsoldaten, die Maschinenpistolen schußbereit, riegelten jeden Fluchtweg ab. Eine Männerstimme rief: "Ministerium für Staatssicherheit, Sie sind festgenommen." Hollenbeck und die Brüder Schuster hoben die Hände. Später, auf dem Weg zur Kompanieunterkunft, sagte ein Grenzsoldat: "Ihr Blödiane. Euretwegen mußten wir die halbe Nacht im Gebüsch liegen." Ein anderer sagte: "Und halbtot gelacht haben wir uns, wie ihr das Ding zusammengebastelt habt."Schlag fünf Uhr klingelte Oberleutnant Scmlin bei Lauenhain. Er mußte mehrere Male auf den Knopf drücken, bis Herr Lauenhain endlich die Tür öffnete. "Ministerium für Staatssicherheit", sagte Semlin. "Bitte führen Sie uns zu Ihrem Sohn."An drei weiteren Türen klingelte es zu dieser Stunde, bei Dolny, Rudnik und Clemens.November. Nebel und Regen wechseln wie Nacht und Tag, lassen die Stadt nicht mehr aus der Dämmerung steigen. Die Quecksilbersäule wandert auf und nieder. Dann plötzlidi bleibt sie stehen. Bei vier Grad unter null. Dicke Schneesterne setzen sich überall ab, auf Dächern und Straßen, Bäumen und Zäunen. Weiß und hell wird die Stadt. Winterprobe.In der mächtigen Walzwerkhalle ist davon nichts zu merken. Nur wenn eines der Tore geöffnet wird, treibt der Wind einen Schwall Schnee herein. Einen Augenblick tanzten die Flocken im Licht der Quarzlampen. Bevor sie den Betonboden erreichen, hat die warme, trockene Luft sie aufgesaugt.Am Längsteilaggregat läuft alles wie an jedem Tag. Die Großversuche sind abgeschlossen. Erfolgreich, Der Bereichsleiter hat dem Lehrlingskollektiv für hervorragende Leistungen eine Urkunde überreicht. Sic hängt bei Elmar Kringelbach im Meisterbüro. Doch das ist nicht alles. Im Dezember werden die besten Lehrlinge ins Elektromotorenwerk Werbigroda fahren. Marianne wird dabeisein, der lange Erhard, David und wahrscheinlich auch Doris. Eines allerdings wissen sie alle noch nicht. Drei Monate später nämlich, im März, wird der Elektromotor, der mit ihrem Dynamoband produziert wird, auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aber das ist Zukunftsmusik, und im Moment haben die Lehrlinge andere Sorgen.Heute ist der vierte Tag. Elmar Kringelbach, Marianne, Doris und der lange Erhard sind in die Bezirksstadt gefahren. Ins Bezirksgericht. Dort wird heute vom 1. Strafsenat das Urteil in "Sache Lauenhain und andere" verkündet.Die Zuschauerhälfte des Verhandlungssaals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bedrückende Stille herrscht im Saal. Kein Aktenblatt knistert, nicht einmal ein verhaltenes Schluchzen ist zu hören. Nur der eisige Wind draußen vor den großen Fenstern.Marianne sitzt zwischen ihren Eltern. Sie muß häufig schlucken, um gefaßt zu bleiben. Die Mutter hält wieder ihr Taschentuch in der Hand . Der Vater blickt auf die Tür, durch die das hohe Gericht erscheinen wird. Auch Steffens Vater blickt auf diese Tür. Seine rechte Hand hat er auf die linke seiner Frau gelegt. Elmar Kringelbach. Doris und der lange Erhard sitzen hinter ihnen. Kringelbach hat ein Gesicht aufgesetzt, als wäre er bei einer Beerdigung. Doris hat dunkle Ränder um die Augen, und sie kuschelt sich in sidi, als friere sie. Der lange Erhard lugt verstohlen zu Steffen. Alle aber warten, mehr oder weniger erregt, auf den Urteilsspruch. Audi die Angeklagten warten darauf. Vielleicht denkt der eine oder der andere jetzt an Hollenbeck, den Boß; doch keiner weiß, daß sein Prozeß vor dem Militärgeridit heute beginnt. Acht Jahre Freiheitsentzug wird das Urteil lauten. Doch das können sie nicht wissen. Es würde sie wohl auch nicht interessieren, jetzt, wo sie auf ihr Urteil warten.Lauenhain und Dolny starren auf ein und dasselbe Fenster, als rechneten sie damit, auf Jahre hinaus keine Schneeflocke mehr zu sehen. Clemens sucht immer wieder Doris Blick. Wirst du auch auf mich warten? will er wohl fragen. Ohvin Sdiuster spielt mit den Fingern, und hin und wieder sieht er Dolny an. so wie: Nun hat es uns also erwischt. Rudnik und Udo machen auf gleichgültig. Einzig bei Roland und Steffen zeidinet sich Hoffnung ab.Das hohe Gericht tritt ein. Alle erheben sich. Wie am ersten Tag der Verhandlung ist die kalte Stille für einen Augenblick durchbrochen. Dennoch wird sie gerade dadurch deutlich. Die Abgeschlossenheit wird deutlich. Die Trennlinien im Saal zeichnen sich ab. Und das Getrenntsein von der Welt draußen.Oberrichter Kleemann verliest das Urteil.In der Strafsache gegen Lauenhain und andere hat der 1. Strafsenat des Bezirksgeridits nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:We gen Bandenbildung und Vorbereitung eines bewaffneten Grenzdurchbrudis, ausgeübter Spionage an militärischen Objekten und Vorbereitung der Zerstörung militärischer Objekte und Teilnahme an zwei kriminellen Verbredien werden verurteilt:..Auszüge aus dem Buch Versand D: 1,90 EUR [Marianne kennt den Boss, verdacht, republikflucht , Beweis, Freundschaft , ande, charme, liebe, vorbildlich , eifersucht, verrat, ermittlung, verurteilung, staatssicherheit, verhalten, schwäche, kriminalität, sabotage, Zusammenhalt , liebe, furcht, hoffnung], [PU:Berlin : Kinderbuchverlag. 1972]

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Werner Bauer:
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz - gebrauchtes Buch

1972, ISBN: b173da33c5162d2941dfe6c149097890

[ED: Leineneinband ohne OU], [PU: Berlin], gebrauchs und Lagerspuren,das leinen hat vor und hinten einen fleck "...Du wirst glauben, ich hätte mir das ausgedacht", begann Steffen nach einer Pause. "Aber es ist die volle Wahrheit. Du darfst nicht erschrecken. Ich weiß, daß dir Hollenbeck gefällt. aber ich habe herausgefunden - ich würde es dir nicht erzählen, wenn ich es nicht genau wüßte. Bei uns in der Stadt gibt es nämlich tatsächlich eine Bande, und Hollenbeck ist der Boß"In eine böse Geschichte ist Marianne Hartlow geraten, sie. die vorbildliche FDI-Sekretärin. Lehrling im Kaltwalzwerk. Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben, der Mann ist fremd im Ort. charmant, weltmännisch, und nun . Aufregende Vorgänge halten die kleine Stadt Kremmenburg eine ganze Weile in Atem. Werner Bauer weiß so interessant davon zu berichten, daß die Spannung bis zum Schluß nicht abreißt. .das war am Abend gewesen. Jetzt, nach Mitternacht, schleppten sie die Stämme ans Ufer. Hollenbeck hatte, ohne mit dieser Notlösung zu rechnen, zwei Wäscheleinen eingepackt. Die kamen ihnen nun zugute. Sie banden die Stämme einzeln aneinander, und nach anderthalb Stunde lag das Floß fertig auf dem Sand. In den Stunden vor Mitternacht hatte HoIIenbeck aus einem in der Nähe liegenden Dorf zwei Bretter geholt. Er schnitzte je ein Ende zu einem Griff. "Was ist? Habt ihr es euch überlegt?" fragte er, als alles fertig war."Eh ich mir von die Stasi einbuchten lasse ..sagte Otwin. Sie brachten das Floß zu Wasser.Plötzlich leuchteten Taschenlampen auf. Von drei Seiten konzentrierte sich ihr Lidit auf das Floß. Grenzsoldaten, die Maschinenpistolen schußbereit, riegelten jeden Fluchtweg ab. Eine Männerstimme rief: "Ministerium für Staatssicherheit, Sie sind festgenommen." Hollenbeck und die Brüder Schuster hoben die Hände. Später, auf dem Weg zur Kompanieunterkunft, sagte ein Grenzsoldat: "Ihr Blödiane. Euretwegen mußten wir die halbe Nacht im Gebüsch liegen." Ein anderer sagte: "Und halbtot gelacht haben wir uns, wie ihr das Ding zusammengebastelt habt."Schlag fünf Uhr klingelte Oberleutnant Scmlin bei Lauenhain. Er mußte mehrere Male auf den Knopf drücken, bis Herr Lauenhain endlich die Tür öffnete. "Ministerium für Staatssicherheit", sagte Semlin. "Bitte führen Sie uns zu Ihrem Sohn."An drei weiteren Türen klingelte es zu dieser Stunde, bei Dolny, Rudnik und Clemens.November. Nebel und Regen wechseln wie Nacht und Tag, lassen die Stadt nicht mehr aus der Dämmerung steigen. Die Quecksilbersäule wandert auf und nieder. Dann plötzlidi bleibt sie stehen. Bei vier Grad unter null. Dicke Schneesterne setzen sich überall ab, auf Dächern und Straßen, Bäumen und Zäunen. Weiß und hell wird die Stadt. Winterprobe.In der mächtigen Walzwerkhalle ist davon nichts zu merken. Nur wenn eines der Tore geöffnet wird, treibt der Wind einen Schwall Schnee herein. Einen Augenblick tanzten die Flocken im Licht der Quarzlampen. Bevor sie den Betonboden erreichen, hat die warme, trockene Luft sie aufgesaugt.Am Längsteilaggregat läuft alles wie an jedem Tag. Die Großversuche sind abgeschlossen. Erfolgreich, Der Bereichsleiter hat dem Lehrlingskollektiv für hervorragende Leistungen eine Urkunde überreicht. Sic hängt bei Elmar Kringelbach im Meisterbüro. Doch das ist nicht alles. Im Dezember werden die besten Lehrlinge ins Elektromotorenwerk Werbigroda fahren. Marianne wird dabeisein, der lange Erhard, David und wahrscheinlich auch Doris. Eines allerdings wissen sie alle noch nicht. Drei Monate später nämlich, im März, wird der Elektromotor, der mit ihrem Dynamoband produziert wird, auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aber das ist Zukunftsmusik, und im Moment haben die Lehrlinge andere Sorgen.Heute ist der vierte Tag. Elmar Kringelbach, Marianne, Doris und der lange Erhard sind in die Bezirksstadt gefahren. Ins Bezirksgericht. Dort wird heute vom 1. Strafsenat das Urteil in "Sache Lauenhain und andere" verkündet.Die Zuschauerhälfte des Verhandlungssaals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bedrückende Stille herrscht im Saal. Kein Aktenblatt knistert, nicht einmal ein verhaltenes Schluchzen ist zu hören. Nur der eisige Wind draußen vor den großen Fenstern.Marianne sitzt zwischen ihren Eltern. Sie muß häufig schlucken, um gefaßt zu bleiben. Die Mutter hält wieder ihr Taschentuch in der Hand . Der Vater blickt auf die Tür, durch die das hohe Gericht erscheinen wird. Auch Steffens Vater blickt auf diese Tür. Seine rechte Hand hat er auf die linke seiner Frau gelegt. Elmar Kringelbach. Doris und der lange Erhard sitzen hinter ihnen. Kringelbach hat ein Gesicht aufgesetzt, als wäre er bei einer Beerdigung. Doris hat dunkle Ränder um die Augen, und sie kuschelt sich in sidi, als friere sie. Der lange Erhard lugt verstohlen zu Steffen. Alle aber warten, mehr oder weniger erregt, auf den Urteilsspruch. Audi die Angeklagten warten darauf. Vielleicht denkt der eine oder der andere jetzt an Hollenbeck, den Boß doch keiner weiß, daß sein Prozeß vor dem Militärgeridit heute beginnt. Acht Jahre Freiheitsentzug wird das Urteil lauten. Doch das können sie nicht wissen. Es würde sie wohl auch nicht interessieren, jetzt, wo sie auf ihr Urteil warten.Lauenhain und Dolny starren auf ein und dasselbe Fenster, als rechneten sie damit, auf Jahre hinaus keine Schneeflocke mehr zu sehen. Clemens sucht immer wieder Doris Blick. Wirst du auch auf mich warten? will er wohl fragen. Ohvin Sdiuster spielt mit den Fingern, und hin und wieder sieht er Dolny an. so wie: Nun hat es uns also erwischt. Rudnik und Udo machen auf gleichgültig. Einzig bei Roland und Steffen zeidinet sich Hoffnung ab.Das hohe Gericht tritt ein. Alle erheben sich. Wie am ersten Tag der Verhandlung ist die kalte Stille für einen Augenblick durchbrochen. Dennoch wird sie gerade dadurch deutlich. Die Abgeschlossenheit wird deutlich. Die Trennlinien im Saal zeichnen sich ab. Und das Getrenntsein von der Welt draußen.Oberrichter Kleemann verliest das Urteil.In der Strafsache gegen Lauenhain und andere hat der 1. Strafsenat des Bezirksgeridits nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:We gen Bandenbildung und Vorbereitung eines bewaffneten Grenzdurchbrudis, ausgeübter Spionage an militärischen Objekten und Vorbereitung der Zerstörung militärischer Objekte und Teilnahme an zwei kriminellen Verbredien werden verurteilt:..Auszüge aus dem Buch, DE, [SC: 1.90], gewerbliches Angebot, 22 cm, 238 seiten, [GW: 470g], [PU: kinderbuchverlag], 3.auflage, offene Rechnung, Internationaler Versand

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Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz - Bauer, Werner
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Bauer, Werner:
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz - Erstausgabe

1972, ISBN: b173da33c5162d2941dfe6c149097890

[ED: Leineneinband mit OU], [PU: Kinderbuchverlag], leichte Gebrauchsspuren, OU mit starken Läsuren "...Du wirst glauben, ich hätte mir das ausgedacht", begann Steffen nach einer Pause. "Aber es ist die volle Wahrheit. Du darfst nicht erschrecken. Ich weiß, daß dir Hollenbeck gefällt. aber ich habe herausgefunden - ich würde es dir nicht erzählen, wenn ich es nicht genau wüßte. Bei uns in der Stadt gibt es nämlich tatsächlich eine Bande, und Hollenbeck ist der Boß"In eine böse Geschichte ist Marianne Hartlow geraten, sie. die vorbildliche FDI-Sekretärin. Lehrling im Kaltwalzwerk. Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben, der Mann ist fremd im Ort. charmant, weltmännisch, und nun . Aufregende Vorgänge halten die kleine Stadt Kremmenburg eine ganze Weile in Atem. Werner Bauer weiß so interessant davon zu berichten, daß die Spannung bis zum Schluß nicht abreißt. .das war am Abend gewesen. Jetzt, nach Mitternacht, schleppten sie die Stämme ans Ufer. Hollenbeck hatte, ohne mit dieser Notlösung zu rechnen, zwei Wäscheleinen eingepackt. Die kamen ihnen nun zugute. Sie banden die Stämme einzeln aneinander, und nach anderthalb Stunde lag das Floß fertig auf dem Sand. In den Stunden vor Mitternacht hatte HoIIenbeck aus einem in der Nähe liegenden Dorf zwei Bretter geholt. Er schnitzte je ein Ende zu einem Griff. "Was ist? Habt ihr es euch überlegt?" fragte er, als alles fertig war."Eh ich mir von die Stasi einbuchten lasse ..sagte Otwin. Sie brachten das Floß zu Wasser.Plötzlich leuchteten Taschenlampen auf. Von drei Seiten konzentrierte sich ihr Lidit auf das Floß. Grenzsoldaten, die Maschinenpistolen schußbereit, riegelten jeden Fluchtweg ab. Eine Männerstimme rief: "Ministerium für Staatssicherheit, Sie sind festgenommen." Hollenbeck und die Brüder Schuster hoben die Hände. Später, auf dem Weg zur Kompanieunterkunft, sagte ein Grenzsoldat: "Ihr Blödiane. Euretwegen mußten wir die halbe Nacht im Gebüsch liegen." Ein anderer sagte: "Und halbtot gelacht haben wir uns, wie ihr das Ding zusammengebastelt habt."Schlag fünf Uhr klingelte Oberleutnant Scmlin bei Lauenhain. Er mußte mehrere Male auf den Knopf drücken, bis Herr Lauenhain endlich die Tür öffnete. "Ministerium für Staatssicherheit", sagte Semlin. "Bitte führen Sie uns zu Ihrem Sohn."An drei weiteren Türen klingelte es zu dieser Stunde, bei Dolny, Rudnik und Clemens.November. Nebel und Regen wechseln wie Nacht und Tag, lassen die Stadt nicht mehr aus der Dämmerung steigen. Die Quecksilbersäule wandert auf und nieder. Dann plötzlidi bleibt sie stehen. Bei vier Grad unter null. Dicke Schneesterne setzen sich überall ab, auf Dächern und Straßen, Bäumen und Zäunen. Weiß und hell wird die Stadt. Winterprobe.In der mächtigen Walzwerkhalle ist davon nichts zu merken. Nur wenn eines der Tore geöffnet wird, treibt der Wind einen Schwall Schnee herein. Einen Augenblick tanzten die Flocken im Licht der Quarzlampen. Bevor sie den Betonboden erreichen, hat die warme, trockene Luft sie aufgesaugt.Am Längsteilaggregat läuft alles wie an jedem Tag. Die Großversuche sind abgeschlossen. Erfolgreich, Der Bereichsleiter hat dem Lehrlingskollektiv für hervorragende Leistungen eine Urkunde überreicht. Sic hängt bei Elmar Kringelbach im Meisterbüro. Doch das ist nicht alles. Im Dezember werden die besten Lehrlinge ins Elektromotorenwerk Werbigroda fahren. Marianne wird dabeisein, der lange Erhard, David und wahrscheinlich auch Doris. Eines allerdings wissen sie alle noch nicht. Drei Monate später nämlich, im März, wird der Elektromotor, der mit ihrem Dynamoband produziert wird, auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aber das ist Zukunftsmusik, und im Moment haben die Lehrlinge andere Sorgen.Heute ist der vierte Tag. Elmar Kringelbach, Marianne, Doris und der lange Erhard sind in die Bezirksstadt gefahren. Ins Bezirksgericht. Dort wird heute vom 1. Strafsenat das Urteil in "Sache Lauenhain und andere" verkündet.Die Zuschauerhälfte des Verhandlungssaals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bedrückende Stille herrscht im Saal. Kein Aktenblatt knistert, nicht einmal ein verhaltenes Schluchzen ist zu hören. Nur der eisige Wind draußen vor den großen Fenstern.Marianne sitzt zwischen ihren Eltern. Sie muß häufig schlucken, um gefaßt zu bleiben. Die Mutter hält wieder ihr Taschentuch in der Hand . Der Vater blickt auf die Tür, durch die das hohe Gericht erscheinen wird. Auch Steffens Vater blickt auf diese Tür. Seine rechte Hand hat er auf die linke seiner Frau gelegt. Elmar Kringelbach. Doris und der lange Erhard sitzen hinter ihnen. Kringelbach hat ein Gesicht aufgesetzt, als wäre er bei einer Beerdigung. Doris hat dunkle Ränder um die Augen, und sie kuschelt sich in sidi, als friere sie. Der lange Erhard lugt verstohlen zu Steffen. Alle aber warten, mehr oder weniger erregt, auf den Urteilsspruch. Audi die Angeklagten warten darauf. Vielleicht denkt der eine oder der andere jetzt an Hollenbeck, den Boß doch keiner weiß, daß sein Prozeß vor dem Militärgeridit heute beginnt. Acht Jahre Freiheitsentzug wird das Urteil lauten. Doch das können sie nicht wissen. Es würde sie wohl auch nicht interessieren, jetzt, wo sie auf ihr Urteil warten.Lauenhain und Dolny starren auf ein und dasselbe Fenster, als rechneten sie damit, auf Jahre hinaus keine Schneeflocke mehr zu sehen. Clemens sucht immer wieder Doris Blick. Wirst du auch auf mich warten? will er wohl fragen. Ohvin Sdiuster spielt mit den Fingern, und hin und wieder sieht er Dolny an. so wie: Nun hat es uns also erwischt. Rudnik und Udo machen auf gleichgültig. Einzig bei Roland und Steffen zeidinet sich Hoffnung ab.Das hohe Gericht tritt ein. Alle erheben sich. Wie am ersten Tag der Verhandlung ist die kalte Stille für einen Augenblick durchbrochen. Dennoch wird sie gerade dadurch deutlich. Die Abgeschlossenheit wird deutlich. Die Trennlinien im Saal zeichnen sich ab. Und das Getrenntsein von der Welt draußen.Oberrichter Kleemann verliest das Urteil.In der Strafsache gegen Lauenhain und andere hat der 1. Strafsenat des Bezirksgeridits nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:We gen Bandenbildung und Vorbereitung eines bewaffneten Grenzdurchbrudis, ausgeübter Spionage an militärischen Objekten und Vorbereitung der Zerstörung militärischer Objekte und Teilnahme an zwei kriminellen Verbredien werden verurteilt:..Auszüge aus dem Buch, DE, [SC: 1.90], gewerbliches Angebot, 22 cm, 238 seiten, [GW: 550g], [PU: Berlin], 1. Auflage, offene Rechnung, Internationaler Versand

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(*)
Bauer, Werner:
Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz - Erstausgabe

1972, ISBN: b173da33c5162d2941dfe6c149097890

[ED: Leineneinband mit OU], [PU: Kinderbuchverlag], leichte Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren "...Du wirst glauben, ich hätte mir das ausgedacht", begann Steffen nach einer Pause. "Aber es ist die volle Wahrheit. Du darfst nicht erschrecken. Ich weiß, daß dir Hollenbeck gefällt. aber ich habe herausgefunden - ich würde es dir nicht erzählen, wenn ich es nicht genau wüßte. Bei uns in der Stadt gibt es nämlich tatsächlich eine Bande, und Hollenbeck ist der Boß"In eine böse Geschichte ist Marianne Hartlow geraten, sie. die vorbildliche FDI-Sekretärin. Lehrling im Kaltwalzwerk. Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben, der Mann ist fremd im Ort. charmant, weltmännisch, und nun . Aufregende Vorgänge halten die kleine Stadt Kremmenburg eine ganze Weile in Atem. Werner Bauer weiß so interessant davon zu berichten, daß die Spannung bis zum Schluß nicht abreißt. .das war am Abend gewesen. Jetzt, nach Mitternacht, schleppten sie die Stämme ans Ufer. Hollenbeck hatte, ohne mit dieser Notlösung zu rechnen, zwei Wäscheleinen eingepackt. Die kamen ihnen nun zugute. Sie banden die Stämme einzeln aneinander, und nach anderthalb Stunde lag das Floß fertig auf dem Sand. In den Stunden vor Mitternacht hatte HoIIenbeck aus einem in der Nähe liegenden Dorf zwei Bretter geholt. Er schnitzte je ein Ende zu einem Griff. "Was ist? Habt ihr es euch überlegt?" fragte er, als alles fertig war."Eh ich mir von die Stasi einbuchten lasse ..sagte Otwin. Sie brachten das Floß zu Wasser.Plötzlich leuchteten Taschenlampen auf. Von drei Seiten konzentrierte sich ihr Lidit auf das Floß. Grenzsoldaten, die Maschinenpistolen schußbereit, riegelten jeden Fluchtweg ab. Eine Männerstimme rief: "Ministerium für Staatssicherheit, Sie sind festgenommen." Hollenbeck und die Brüder Schuster hoben die Hände. Später, auf dem Weg zur Kompanieunterkunft, sagte ein Grenzsoldat: "Ihr Blödiane. Euretwegen mußten wir die halbe Nacht im Gebüsch liegen." Ein anderer sagte: "Und halbtot gelacht haben wir uns, wie ihr das Ding zusammengebastelt habt."Schlag fünf Uhr klingelte Oberleutnant Scmlin bei Lauenhain. Er mußte mehrere Male auf den Knopf drücken, bis Herr Lauenhain endlich die Tür öffnete. "Ministerium für Staatssicherheit", sagte Semlin. "Bitte führen Sie uns zu Ihrem Sohn."An drei weiteren Türen klingelte es zu dieser Stunde, bei Dolny, Rudnik und Clemens.November. Nebel und Regen wechseln wie Nacht und Tag, lassen die Stadt nicht mehr aus der Dämmerung steigen. Die Quecksilbersäule wandert auf und nieder. Dann plötzlidi bleibt sie stehen. Bei vier Grad unter null. Dicke Schneesterne setzen sich überall ab, auf Dächern und Straßen, Bäumen und Zäunen. Weiß und hell wird die Stadt. Winterprobe.In der mächtigen Walzwerkhalle ist davon nichts zu merken. Nur wenn eines der Tore geöffnet wird, treibt der Wind einen Schwall Schnee herein. Einen Augenblick tanzten die Flocken im Licht der Quarzlampen. Bevor sie den Betonboden erreichen, hat die warme, trockene Luft sie aufgesaugt.Am Längsteilaggregat läuft alles wie an jedem Tag. Die Großversuche sind abgeschlossen. Erfolgreich, Der Bereichsleiter hat dem Lehrlingskollektiv für hervorragende Leistungen eine Urkunde überreicht. Sic hängt bei Elmar Kringelbach im Meisterbüro. Doch das ist nicht alles. Im Dezember werden die besten Lehrlinge ins Elektromotorenwerk Werbigroda fahren. Marianne wird dabeisein, der lange Erhard, David und wahrscheinlich auch Doris. Eines allerdings wissen sie alle noch nicht. Drei Monate später nämlich, im März, wird der Elektromotor, der mit ihrem Dynamoband produziert wird, auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aber das ist Zukunftsmusik, und im Moment haben die Lehrlinge andere Sorgen.Heute ist der vierte Tag. Elmar Kringelbach, Marianne, Doris und der lange Erhard sind in die Bezirksstadt gefahren. Ins Bezirksgericht. Dort wird heute vom 1. Strafsenat das Urteil in "Sache Lauenhain und andere" verkündet.Die Zuschauerhälfte des Verhandlungssaals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bedrückende Stille herrscht im Saal. Kein Aktenblatt knistert, nicht einmal ein verhaltenes Schluchzen ist zu hören. Nur der eisige Wind draußen vor den großen Fenstern.Marianne sitzt zwischen ihren Eltern. Sie muß häufig schlucken, um gefaßt zu bleiben. Die Mutter hält wieder ihr Taschentuch in der Hand . Der Vater blickt auf die Tür, durch die das hohe Gericht erscheinen wird. Auch Steffens Vater blickt auf diese Tür. Seine rechte Hand hat er auf die linke seiner Frau gelegt. Elmar Kringelbach. Doris und der lange Erhard sitzen hinter ihnen. Kringelbach hat ein Gesicht aufgesetzt, als wäre er bei einer Beerdigung. Doris hat dunkle Ränder um die Augen, und sie kuschelt sich in sidi, als friere sie. Der lange Erhard lugt verstohlen zu Steffen. Alle aber warten, mehr oder weniger erregt, auf den Urteilsspruch. Audi die Angeklagten warten darauf. Vielleicht denkt der eine oder der andere jetzt an Hollenbeck, den Boß doch keiner weiß, daß sein Prozeß vor dem Militärgeridit heute beginnt. Acht Jahre Freiheitsentzug wird das Urteil lauten. Doch das können sie nicht wissen. Es würde sie wohl auch nicht interessieren, jetzt, wo sie auf ihr Urteil warten.Lauenhain und Dolny starren auf ein und dasselbe Fenster, als rechneten sie damit, auf Jahre hinaus keine Schneeflocke mehr zu sehen. Clemens sucht immer wieder Doris Blick. Wirst du auch auf mich warten? will er wohl fragen. Ohvin Sdiuster spielt mit den Fingern, und hin und wieder sieht er Dolny an. so wie: Nun hat es uns also erwischt. Rudnik und Udo machen auf gleichgültig. Einzig bei Roland und Steffen zeidinet sich Hoffnung ab.Das hohe Gericht tritt ein. Alle erheben sich. Wie am ersten Tag der Verhandlung ist die kalte Stille für einen Augenblick durchbrochen. Dennoch wird sie gerade dadurch deutlich. Die Abgeschlossenheit wird deutlich. Die Trennlinien im Saal zeichnen sich ab. Und das Getrenntsein von der Welt draußen.Oberrichter Kleemann verliest das Urteil.In der Strafsache gegen Lauenhain und andere hat der 1. Strafsenat des Bezirksgeridits nach mündlicher Verhandlung für Recht erkannt:We gen Bandenbildung und Vorbereitung eines bewaffneten Grenzdurchbrudis, ausgeübter Spionage an militärischen Objekten und Vorbereitung der Zerstörung militärischer Objekte und Teilnahme an zwei kriminellen Verbredien werden verurteilt:..Auszüge aus dem Buch, DE, [SC: 1.90], gewerbliches Angebot, 22 cm, 238 seiten, [GW: 550g], [PU: Berlin], 1. Auflage, offene Rechnung, Internationaler Versand

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Details zum Buch

Detailangaben zum Buch - Marianne kennt den Boss eine Erzählung über eine geplante Flucht aus der DDR und ihr rechtlichen Folgen für die Flüchtlinge von Werner Bauer mit Illustration von Konrad Golz


Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr: 1972
Herausgeber: Kinderbuchverlag, Berlin

Buch in der Datenbank seit 22.04.2015 09:15:03
Buch zuletzt gefunden am 16.01.2019 18:32:11


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