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Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza. - Panizza, Oskar
(*)
Panizza, Oskar:
Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza. - signiertes Exemplar

1895, ISBN: 512fe3ef6bde52b21874e79972e19372

Gebundene Ausgabe, Erstausgabe, ID: 30423176140

Gebraucht, sehr guter Zustand, [SC: 3.0], [PU: Zürich:Verlags-Magazin (J. Schabelitz) 1895 (recte 1894).], PANIZZA, OSKAR: DAS LIEBESKONZIL. EINE HIMMELS-TRAGÖDIE IN FÜNF AUFZÜGEN VON OSKAR PANIZZA. ERSTAUSGABE. ZÜRICH:VERLAGS-MAGAZIN (J. SCHABELITZ) 1895 (RECTE 1894)., (10), 78, (2) Seiten. Frakturdruck. Titelillustration des Originalumschlags von Max Hagen. Zweifarbiger Titel in rot-schwarzem Druck. Erstausgabe des radikal antikatholischen, in Deutschland verbotenen Hauptwerkes Panizzas von beeindruckender Provenienz und mit Widmung des Verfassers. - WG 11. - Handschriftliche Widmung Panizzas "Patiens patienti.-" mit Tinte auf dem Vortitel. Für Otto Julius Bierbaum (1865-1910), den berühmten Schriftsteller und Librettisten, Redakteur und Herausgeber der Zeitschriften "Die Freie Bühne", "Die Insel" und "Pan". Bierbaum pflegte freundschaftlichen Kontakt zu Künstlerzirkeln in München und Berlin, während er über den George-Kreis spottend formulierte "Feierlich sein ist alles! Sei dumm wie ein Thunfisch, temperamentlos wie eine Qualle, stier besessen wie ein narkotisierter Frosch, aber sei feierlich, und du wirst plötzlich Leute um dich sehen, die vor Bewunderung nicht mehr mäh sagen können." Mit Exlibris Bierbaums auf dem fliegenden Vorsatz verso. Nach dem Tod des Widmungsempfängers mutmaßlich auf dem Umweg über niedrige Regalbretter eines Münchener Antiquariats gelangte das vorliegende Exemplar in die große Bibliothek des bekannten, aus baltischem Adel stammenden Münchner Malers, Buchillustrators, Bohemiens und Bibliophilen Rolf von Hoerschelmann (1885-1947; wegen seiner Körpergröße auch "Der kleine Hoerschel"), Illustrator des Simplicissimus und der Fliegenden Blätter, Mitglied der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde, Freund von Alfred Kubin, Carl Georg von Maassen, Max Unold, Thomas Mann, Karl Wolfskehl, Franziska von Reventlow, Ricarda Huch und vielen anderen Schwabinger Künstlern der Zeit. Hoerschelmanns Bibliotheksetikett auf dem vorderen Innendeckel. - Der Arzt und Schriftsteller Leopold Hermann Oskar Panizza (1853-1921) attackierte in seinen teils grotesken, teils satirischen Schriften den wilhelminischen Obrigkeitsstaat, die katholische Kirche, sexuelle Tabus und bürgerliche Moralvorstellungen. Der Individualist schrieb spontan, flüchtig, unkonventionell und bediente sich ab 1893 einer phonetischen Orthographie. Das von Literaturskandalen begleitete Werk Panizzas ist kaum von seiner bewegten Lebensgeschichte zu trennen: Nach einer streng pietistischen Erziehung und einer von Leistungsverweigerung geprägten Schulzeit wurde er Assistenzarzt in der Psychiatrie, wandte sich aber bald der Literatur zu. Seine blasphemischen Provokationen brachten ihn nach einem aufsehenerregenden Prozess 1895 ein Jahr lang wegen Gotteslästerung ins Gefängnis. Er ging ins Exil nach Zürich und, nachdem er dort ausgewiesen worden war, nach Paris. Der Gedichtband Parisjana von 1899 provozierte eine internationale steckbriefliche Fahndung wegen Majestätsbeleidigung und sein in Deutschland verbliebenes Vermögen wurde eingezogen. Wieder in Deutschland endete Panizza, der sich offenbar während seines Studiums mit Syphilis infiziert hatte, selbst als paranoider, von Wahnvorstellungen und Halluzinationen beherrschter Geisteskranker in einer Nervenklinik. Nach 16 Jahren in der Heilanstalt starb er 1921 im Bewusstsein, als Dichter gescheitert zu sein: „Ich hab umsunst gelebt". - Das Liebeskonzil darf als Panizzas Hauptwerk gelten. Die in der Literaturgeschichte beispiellose antikatholische Groteske erklärt das plötzliche Auftreten der Syphilis Ende des 15. Jahrhunderts als göttliches Auftragswerk des Teufels, um eine verkommene Menschheit zu strafen, und thematisiert das katholische Gottesbild, heuchlerische Frömmigkeit sowie die Dekadenz der Renaissancepäpste. Das Werk ist dem Andenken Ulrich von Huttens gewidmet, der an der Syphilis erkrankt war und nach langem Leiden daran starb. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Erscheinen wurde es in Deutschland konfisziert und verboten, der Verfasser wegen Blasphemie angeklagt. Entgegen dem Rat seiner Freunde und einiger Journalisten, darunter Otto Bierbaum, die ihm nach der Lektüre ihrer vorab erhaltenen Exemplare zur Flucht ins Ausland geraten hatten, suchte Panizza die gerichtliche Auseinandersetzung und unterlag dramatisch. - Der Einband an Kanten inimal, an Außengelenken und Kapitalen etwas stärker berieben, mit kleineren EInrissen am oberen Kapital. Schnitte gebräunt und leicht angestaubt, Kopfschnitt zudem leicht fleckig. Provenienznotiz mit Bleistift auf dem vorderen Innendeckel, darunter Bibliotheksschild Hoerschelmanns. Der Originalumschlag mit eingebunden; vorderer Umschlag, mit der schwarz-weiß-roten Titelillustration Hagens, leicht angeschmutzt und mit zwei kleineren Einrissen sowie einem etwas grob getilgtem Besitzeintrag am unteren Rand. Innendeckel schwach braunfleckig. Innen gelegentlich minimale Braunflecken oder marginale Knickspuren am gleichmäßig leicht gebräunten Papier, sonst jedoch gut erhaltenes Exemplar. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1001 8° (19 x 13,5 cm). Priv.-Pappband mit Buntpapierbezug und goldgeprägtem Titelschild auf dem Rücken über dem illustrierten Originalumschlag. [Hardcover / fest gebunden]., Books

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Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza. - Panizza, Oskar
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Panizza, Oskar:
Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza. - signiertes Exemplar

1895, ISBN: 512fe3ef6bde52b21874e79972e19372

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Gebraucht, sehr guter Zustand, [PU: Zürich:Verlags-Magazin (J. Schabelitz) 1895 (recte 1894).], PANIZZA, OSKAR: DAS LIEBESKONZIL. EINE HIMMELS-TRAGÖDIE IN FÜNF AUFZÜGEN VON OSKAR PANIZZA. ERSTAUSGABE. ZÜRICH:VERLAGS-MAGAZIN (J. SCHABELITZ) 1895 (RECTE 1894)., (10), 78, (2) Seiten. Frakturdruck. Titelillustration des Originalumschlags von Max Hagen. Zweifarbiger Titel in rot-schwarzem Druck. Erstausgabe des radikal antikatholischen, in Deutschland verbotenen Hauptwerkes Panizzas von beeindruckender Provenienz und mit Widmung des Verfassers. - WG 11. - Handschriftliche Widmung Panizzas "Patiens patienti.-" mit Tinte auf dem Vortitel. Für Otto Julius Bierbaum (1865-1910), den berühmten Schriftsteller und Librettisten, Redakteur und Herausgeber der Zeitschriften "Die Freie Bühne", "Die Insel" und "Pan". Bierbaum pflegte freundschaftlichen Kontakt zu Künstlerzirkeln in München und Berlin, während er über den George-Kreis spottend formulierte "Feierlich sein ist alles! Sei dumm wie ein Thunfisch, temperamentlos wie eine Qualle, stier besessen wie ein narkotisierter Frosch, aber sei feierlich, und du wirst plötzlich Leute um dich sehen, die vor Bewunderung nicht mehr mäh sagen können." Mit Exlibris Bierbaums auf dem fliegenden Vorsatz verso. Nach dem Tod des Widmungsempfängers mutmaßlich auf dem Umweg über niedrige Regalbretter eines Münchener Antiquariats gelangte das vorliegende Exemplar in die große Bibliothek des bekannten, aus baltischem Adel stammenden Münchner Malers, Buchillustrators, Bohemiens und Bibliophilen Rolf von Hoerschelmann (1885-1947; wegen seiner Körpergröße auch "Der kleine Hoerschel"), Illustrator des Simplicissimus und der Fliegenden Blätter, Mitglied der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde, Freund von Alfred Kubin, Carl Georg von Maassen, Max Unold, Thomas Mann, Karl Wolfskehl, Franziska von Reventlow, Ricarda Huch und vielen anderen Schwabinger Künstlern der Zeit. Hoerschelmanns Bibliotheksetikett auf dem vorderen Innendeckel. - Der Arzt und Schriftsteller Leopold Hermann Oskar Panizza (1853-1921) attackierte in seinen teils grotesken, teils satirischen Schriften den wilhelminischen Obrigkeitsstaat, die katholische Kirche, sexuelle Tabus und bürgerliche Moralvorstellungen. Der Individualist schrieb spontan, flüchtig, unkonventionell und bediente sich ab 1893 einer phonetischen Orthographie. Das von Literaturskandalen begleitete Werk Panizzas ist kaum von seiner bewegten Lebensgeschichte zu trennen: Nach einer streng pietistischen Erziehung und einer von Leistungsverweigerung geprägten Schulzeit wurde er Assistenzarzt in der Psychiatrie, wandte sich aber bald der Literatur zu. Seine blasphemischen Provokationen brachten ihn nach einem aufsehenerregenden Prozess 1895 ein Jahr lang wegen Gotteslästerung ins Gefängnis. Er ging ins Exil nach Zürich und, nachdem er dort ausgewiesen worden war, nach Paris. Der Gedichtband Parisjana von 1899 provozierte eine internationale steckbriefliche Fahndung wegen Majestätsbeleidigung und sein in Deutschland verbliebenes Vermögen wurde eingezogen. Wieder in Deutschland endete Panizza, der sich offenbar während seines Studiums mit Syphilis infiziert hatte, selbst als paranoider, von Wahnvorstellungen und Halluzinationen beherrschter Geisteskranker in einer Nervenklinik. Nach 16 Jahren in der Heilanstalt starb er 1921 im Bewusstsein, als Dichter gescheitert zu sein: „Ich hab umsunst gelebt". - Das Liebeskonzil darf als Panizzas Hauptwerk gelten. Die in der Literaturgeschichte beispiellose antikatholische Groteske erklärt das plötzliche Auftreten der Syphilis Ende des 15. Jahrhunderts als göttliches Auftragswerk des Teufels, um eine verkommene Menschheit zu strafen, und thematisiert das katholische Gottesbild, heuchlerische Frömmigkeit sowie die Dekadenz der Renaissancepäpste. Das Werk ist dem Andenken Ulrich von Huttens gewidmet, der an der Syphilis erkrankt war und nach langem Leiden daran starb. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Erscheinen wurde es in Deutschland konfisziert und verboten, der Verfasser wegen Blasphemie angeklagt. Entgegen dem Rat seiner Freunde und einiger Journalisten, darunter Otto Bierbaum, die ihm nach der Lektüre ihrer vorab erhaltenen Exemplare zur Flucht ins Ausland geraten hatten, suchte Panizza die gerichtliche Auseinandersetzung und unterlag dramatisch. - Der Einband an Kanten inimal, an Außengelenken und Kapitalen etwas stärker berieben, mit kleineren EInrissen am oberen Kapital. Schnitte gebräunt und leicht angestaubt, Kopfschnitt zudem leicht fleckig. Provenienznotiz mit Bleistift auf dem vorderen Innendeckel, darunter Bibliotheksschild Hoerschelmanns. Der Originalumschlag mit eingebunden; vorderer Umschlag, mit der schwarz-weiß-roten Titelillustration Hagens, leicht angeschmutzt und mit zwei kleineren Einrissen sowie einem etwas grob getilgtem Besitzeintrag am unteren Rand. Innendeckel schwach braunfleckig. Innen gelegentlich minimale Braunflecken oder marginale Knickspuren am gleichmäßig leicht gebräunten Papier, sonst jedoch gut erhaltenes Exemplar. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1001 8° (19 x 13,5 cm). Priv.-Pappband mit Buntpapierbezug und goldgeprägtem Titelschild auf dem Rücken über dem illustrierten Originalumschlag. [Hardcover / fest gebunden]., Books

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Panizza, Oskar:
Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza. - Erstausgabe

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Sei dumm wie ein Thunfisch, temperamentlos wie eine Qualle, stier besessen wie ein narkotisierter Frosch, aber sei feierlich, und du wirst plötzlich Leute um dich sehen, die vor Bewunderung nicht mehr mäh sagen können." Mit Exlibris Bierbaums auf dem fliegenden Vorsatz verso. Nach dem Tod des Widmungsempfängers mutmaßlich auf dem Umweg über niedrige Regalbretter eines Münchener Antiquariats gelangte das vorliegende Exemplar in die große Bibliothek des bekannten, aus baltischem Adel stammenden Münchner Malers, Buchillustrators, Bohemiens und Bibliophilen Rolf von Hoerschelmann (1885-1947 wegen seiner Körpergröße auch "Der kleine Hoerschel"), Illustrator des Simplicissimus und der Fliegenden Blätter, Mitglied der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde, Freund von Alfred Kubin, Carl Georg von Maassen, Max Unold, Thomas Mann, Karl Wolfskehl, Franziska von Reventlow, Ricarda Huch und vielen anderen Schwabinger Künstlern der Zeit. Hoerschelmanns Bibliotheksetikett auf dem vorderen Innendeckel. - Der Arzt und Schriftsteller Leopold Hermann Oskar Panizza (1853-1921) attackierte in seinen teils grotesken, teils satirischen Schriften den wilhelminischen Obrigkeitsstaat, die katholische Kirche, sexuelle Tabus und bürgerliche Moralvorstellungen. Der Individualist schrieb spontan, flüchtig, unkonventionell und bediente sich ab 1893 einer phonetischen Orthographie. Das von Literaturskandalen begleitete Werk Panizzas ist kaum von seiner bewegten Lebensgeschichte zu trennen: Nach einer streng pietistischen Erziehung und einer von Leistungsverweigerung geprägten Schulzeit wurde er Assistenzarzt in der Psychiatrie, wandte sich aber bald der Literatur zu. Seine blasphemischen Provokationen brachten ihn nach einem aufsehenerregenden Prozess 1895 ein Jahr lang wegen Gotteslästerung ins Gefängnis. Er ging ins Exil nach Zürich und, nachdem er dort ausgewiesen worden war, nach Paris. Der Gedichtband Parisjana von 1899 provozierte eine internationale steckbriefliche Fahndung wegen Majestätsbeleidigung und sein in Deutschland verbliebenes Vermögen wurde eingezogen. Wieder in Deutschland endete Panizza, der sich offenbar während seines Studiums mit Syphilis infiziert hatte, selbst als paranoider, von Wahnvorstellungen und Halluzinationen beherrschter Geisteskranker in einer Nervenklinik. Nach 16 Jahren in der Heilanstalt starb er 1921 im Bewusstsein, als Dichter gescheitert zu sein: Ich hab umsunst gelebt. - Das Liebeskonzil darf als Panizzas Hauptwerk gelten. Die in der Literaturgeschichte beispiellose antikatholische Groteske erklärt das plötzliche Auftreten der Syphilis Ende des 15. Jahrhunderts als göttliches Auftragswerk des Teufels, um eine verkommene Menschheit zu strafen, und thematisiert das katholische Gottesbild, heuchlerische Frömmigkeit sowie die Dekadenz der Renaissancepäpste. Das Werk ist dem Andenken Ulrich von Huttens gewidmet, der an der Syphilis erkrankt war und nach langem Leiden daran starb. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Erscheinen wurde es in Deutschland konfisziert und verboten, der Verfasser wegen Blasphemie angeklagt. Entgegen dem Rat seiner Freunde und einiger Journalisten, darunter Otto Bierbaum, die ihm nach der Lektüre ihrer vorab erhaltenen Exemplare zur Flucht ins Ausland geraten hatten, suchte Panizza die gerichtliche Auseinandersetzung und unterlag dramatisch. - Der Einband an Kanten inimal, an Außengelenken und Kapitalen etwas stärker berieben, mit kleineren EInrissen am oberen Kapital. Schnitte gebräunt und leicht angestaubt, Kopfschnitt zudem leicht fleckig. Provenienznotiz mit Bleistift auf dem vorderen Innendeckel, darunter Bibliotheksschild Hoerschelmanns. Der Originalumschlag mit eingebunden vorderer Umschlag, mit der schwarz-weiß-roten Titelillustration Hagens, leicht angeschmutzt und mit zwei kleineren Einrissen sowie einem etwas grob getilgtem Besitzeintrag am unteren Rand. Innendeckel schwach braunfleckig. Innen gelegentlich minimale Braunflecken oder marginale Knickspuren am gleichmäßig leicht gebräunten Papier, sonst jedoch gut erhaltenes Exemplar., DE, [SC: 5.50], Sammlerstück gut, gewerbliches Angebot, [GW: 1001g], Erstausgabe., offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung, Internationaler Versand

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Das Liebeskonzil Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen Oskar, Panizza und Hrsg.
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Das Liebeskonzil Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen Oskar, Panizza und Hrsg. - gebrauchtes Buch

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Das Liebeskonzil : e. Himmels-Tragödie in 5 Aufzügen. Panizza, Oskar:
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Detailangaben zum Buch - Das Liebeskonzil. Eine Himmels-Tragödie in fünf Aufzügen von Oskar Panizza.


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Erscheinungsjahr: 1988
Herausgeber: Zürich:Verlags-Magazin (J. Schabelitz)

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