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Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika - Daniela Brieschenk
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Daniela Brieschenk:
Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika - neues Buch

2010, ISBN: 9783842838420

ID: 9783842838420

Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verändert hat. So galt z.B. Südafrika von 1905 bis 2007 ununterbrochen als weltweit größter Goldproduzent, doch geriet durch die Apartheid weltweit in die negativen Schlagzeilen. Durch die strikte Rassentrennung, Ungerechtigkeit gegenüber der afrikanischen Bevölkerung und den Verstößen gegen die Menschenrechte von 1948 bis 1994 sind noch heute die Folgen im Land zu spüren. Von den Auswirkungen der Verarmung ist besonders die schwarze Bevölkerungsgruppe betroffen. Die Folgen dieser Armut konnte ich bei meinen letzten Aufenthalten in Südafrika selbst wahrnehmen, als ich in zwei Kinderheimen für Waisenkinder gearbeitet habe. Die Mittellosigkeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten wie z.B. Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder der Verlust der Eltern sind schlimme Schicksale, von denen ein Großteil der Kinder im Heim betroffen sind und psychische sowie physische Folgen mit sich bringt. Eine interessante Frage hierbei ist, mit welchen Möglichkeiten diesen geistigen und körperlichen Konsequenzen bei Kindern in südafrikanischen sozialen Einrichtungen so früh wie möglich entgegen gewirkt werden kann. Mir schien dafür das Konzept der Salutogenese, welches ich im Laufe meines Studiums kennengelernt habe und bei mir einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen hat, als sehr geeignet. Abb. 1 gibt vorab einen kleinen Einblick, worum es sich bei der Salutogenese handelt. Der Blickwinkel der Betrachtung stellt den entscheidenden Unterschied dar: Symptome belasten Menschen mit einer Bürde, machen ihn träge und mutlos - ganz im Gegenteil zu Ressourcen, die den Betroffenen Mut, Zuversicht und Hoffnung geben oder ganz einfach gesagt ¿beflügeln¿ lassen. (Abb. 1: Symptome vs. Ressourcen). Mein Anliegen ist es, die Salutogenese mit den Problemen in Südafrika zu verbinden und aufzuzeigen, dass durch seine Anwendung soziale Probleme verbessert bzw. gelöst werden können. Auf der Suche nach einer passenden Einrichtung stieß ich auf ¿Themba Care¿ in Athlone, ca. 25 Kilometer außerhalb von Kapstadt in Südafrika. Es handelt sich dabei um eine Non-Profit-Einrichtung, in der ich für vier Monate als freiwillige Mitarbeiterin gearbeitet habe um das dort einmalige Konzept kennenzulernen. Um deren Programm und Auswirkungen besser zu verdeutlichen, wurde jeweils ein Interview mit der zuständigen Ärztin und der Sozialarbeiterin durchgeführt, welches im Anhang zu finden ist. Im Laufe dieser Arbeit werde ich auf dieses Interview verweisen, um bestimmte südafrikanische Perspektiven zu verdeutlichen. Mit dieser Arbeit soll analysiert werden, in wie weit der Salutogenetische Ansatz in der südafrikanischen Einrichtung zutrifft, auch wenn die Salutogenese nicht konkret im Konzept der Einrichtung aufgeführt ist und nicht bewusst danach gehandelt wird. Die Frage dieser Arbeit lautet deshalb ¿Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika¿, wobei ich im ersten Abschnitt der Arbeit auf das Modell der Salutogenese und deren Perspektiven eingehe. Der zweite Hauptteil beschäftigt sich mit dem Land Südafrika, welche landestypischen Schwierigkeiten es dort gibt und welche bestimmten Einstellungen dort vorherrschen. Im späteren Verlauf werde ich auf die Einrichtung Themba Care zusprechen kommen, nach welchen Kriterien dort gearbeitet wird und ob die Betrachtungsweisen der Salutogenese dort zutreffen. Zum Ende der Arbeit werden die Ergebnisse aus Südafrika auf die Situation in Deutschland übertragen und geklärt, ob ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. Dem Glauben wird in Südafrika eine besonders starke Bedeutung zugewiesen und kann in das Konzept der Salutogenese mit eingebunden werden. Ich greife diesen Aspekt in der Arbeit umfassend auf, wobei ich durch die nahezu ausnahmslos christlich vertretene Glaubensrichtung lediglich auf die Christliche Religion eingehen werde.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abkürzungsverzeichnis4 Darstellungsverzeichnis5 1.Einleitung6 2.Definitionen8 2.1Was ist Gesundheit 8 2.2Was ist Krankheit 9 3.Modell der Salutogenese11 3.1Salutogenese versus Pathogenese12 3.2Kohärenzgefühl13 3.2.1Verstehbarkeit (Sense of Comprehensibility)15 3.2.2Handhabbarkeit (Sense of Manageability)15 3.2.3Bedeutsamkeit (Sense of Meaningfulness)16 3.3Bio-psycho-soziales Modell17 3.4Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz18 3.4.1Personenzentrierte Beratung19 3.4.2Empowerment22 3.4.3Case Management24 4.Salutogenetische Aspekte25 4.1Positive Lebenseinstellung25 4.2Glaube26 4.3Lebenssinn29 4.4Sozialer Rückhalt30 5.Südafrika31 5.1Gesundheitserleben in Südafrika32 5.1.1Situation der medizinischen Versorgung32 5.1.2Traditionelle Heiler34 5.1.3Umgang mit Tod am Beispiel der Zulus36 5.2Häufige Krankheiten38 5.2.1HIV/AIDS38 5.2.2Tuberkulose39 5.3Soziale Schwierigkeiten42 5.3.1Stigmatisierung von HIV/AIDS Erkrankten42 5.3.2Arbeitslosigkeit/Armut44 5.4Glaube als Antwort auf südafrikanische Probleme45 6.Am Beispiel ¿Themba Care Athlone¿47 6.1Konzept47 6.1.1Patienten48 6.1.2Familie49 6.2Anwendung Salutogenetischer Aspekte50 6.3Erfolge53 7.Relevanz der Ergebnisse für Deutschland53 8.Schluss55 Anhang A:Interview mit Dr. Theresa Jennings56 Anhang B:Interview mit der Sozialarbeiterin Virginia Tati60 Anhang C:Interview with Dr. Theresa Jennings63 Anhang D:Interview with the Social Worker Virginia Tati66 Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.4, Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz: Die Soziale Arbeit ist neben den wesentlichen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Hilfe und der Altenhilfe ebenso in der Gesundheitsförderung mit ca. 25 % aller Sozialarbeiter stark etabliert. Eine besondere Bedeutung im Gesundheitssektor wurde der Sozialen Arbeit durch die Ottawa-Charta der WHO von 1986 zugeschrieben, in der die Gesundheitshilfe in einer engen Wechselbeziehung zur Einzelfallhilfe, zur sozialen Gruppenhilfe und zur Gemeinwesenarbeit steht. Zudem wurde die Gesundheitsförderung als gesellschaftliche Aufgabe festgelegt, die ¿allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt¿ (WHO 1987). Dabei deckt sich der in der Sozialen Arbeit übliche lebensweltorientierte Ansatz mit dem salutogenen Ansatz und kann nahezu vollständig übertragen werden. Köppel verweist dabei auf die dreifache Hinsicht der Sozialen Arbeit im Gesundheitssektor, die in Anlehnung an Homfeldt (2002) als traditionelles Feld von Sozialarbeit im Gesundheitswesen, als Mitwirkungsmöglichkeit von Sozialarbeitern bei der Gesundheitsförderung in außerpädagogischen Feldern und als gesundheitsfördernde Tätigkeit von Sozialarbeitern in den Feldern der Sozialen Arbeit aufteilt werden kann. Soziale Arbeit hat sich in den letzten fünfzehn Jahren als klinische Sozialarbeit im Gesundheitssektor auf die Automatisierung und Wiederintegration von Klienten spezialisiert. Drei sehr bedeutende Konzepte in der Behandlung durch den Sozialarbeiter sind die Personenzentrierte Beratung, das Empowerment und das Case Management. 3.4.1, Personenzentrierte Beratung: Die Personenzentrierte Beratung wird als eine der einflussreichsten Methoden in der Humanistischen Psychologie gesehen. Ulrich Völker (1980) erfasst darunter folgendes: ¿In unserer heutigen Gesellschaft, die aus humanistischer Sicht durch eine tiefgreifende Kulturkrise (Entfremdung des Menschen von der Natur, von seiner Arbeit, seinen Mitmenschen und sich selbst, Verlust traditioneller Werte, Gefühl der Sinnlosigkeit trotz materiellen Wohlstands, Identitätsgefährdung vieler Menschen, psychosoziale Probleme usw.) gekennzeichnet ist, will die Humanistische Psychologie sich an der Aufgabe beteiligen, neue Antworten auf die Frage nach dem Sinn und der Darseinserfüllung des menschlichen Lebens in einer technologisch bestimmten Umwelt zu suchen.¿ (Völker 1980: 14). Viktor E. Frankl prägt den Begriff der Logotherapie, welches zum einen den Sinn und zum anderen das Geistige oder die Heilung meint, also eine Heilung durch Sinn. Unter der Logotherapie wird eine psychotherapeutische Behandlungsmethode verstanden, die als therapeutische Ausgestaltung ihren Ursprung in der Existenzanalyse findet. Bei den beiden Begriffen handelt es sich um dieselbe Theorie, wobei Existenzanalyse die zugehörige anthropologische Forschungsrichtung meint. Das Ziel dieser Logotherapie ist es, dem Klienten durch Erziehung zur Verantwortung eine Hilfe zur Bewältigung von Sinnkrisen zu bieten, die dem Ratsuchenden dazu verhilft, sein Leben sinnvoll zu gestalten. Dabei sieht Frankl das Leid des Menschen an der Frustration seiner Bedürfnisse nach Sinn und nicht wie Sigmund Freud die Ansicht nach der Frustration der sexuellen Bedürfnisse oder Alfred Adler das Verlangen nach Macht vertreten. Frankl sieht die Frage nach dem Sinn früher oder später immer mit dem Thema Gott verbunden, weshalb diese Therapieform offen für Religion ist und versucht, den göttlichen Funken immer wieder neu anzufachen, um Leid vermindern und Krisen bewältigen zu können. Durch eine drei- bis vierjährige berufsbegleitende Zusatzausbildung sollen vor allem Sozialarbeiter, Ärzte, Pädagogen, Pfarrer und Psychologen Erkenntnisse der Logotherapie näher gebracht werden um den Fachleuten die Gelegenheit zu geben, ihre berufliche Tätigkeit zu verbessern, aber auch um eine persönliche Weiterbildung zu vermitteln, um mit sich selbst und mit anderen besser umgehen zu lernen. Die s.g. ¿Encounter-Gruppen¿ (engl.: Begegnungs-Gruppen) stammen ebenfalls von Viktor Frankl. Ziel dieser Gruppen ist es, das Verständnis für Gruppeninteraktionen zu fördern, den Klienten dabei zu helfen, Sensitivität und Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Reaktionen zu entwickeln und zu lernen, das eigene Verhalten verändern zu können. Zu den heute bekannten Encounter-Gruppen zählen z.B. die Soziale Gruppe, die Gestalttherapie von Fritz Perls aber auch Meditationsformen wie die Aum- oder die Kundalini-Meditation von Osho. Carl Rogers entwickelte in den 40er Jahren des 20. Jh.s. in seiner sozialpädagogischen und psychotherapeutischen Praxis ebenfalls eine Form der von Frankl geprägten Encounter-Gruppen und schloss sich ihm durch die Personenzentrierte Beratung an. Dabei ging er vor allem der Frage nach, welche bestimmte Art der Gesprächsführung am besten eine Veränderung bei Klienten bewirkt. Ebenfalls bekannt unter den Namen ¿nicht-direkte¿ oder ¿Klientenzentrierte Beratung¿ wurde diese Form durch Reinhard und Annemarie Tausch unter dem Namen ¿Gesprächspsychotherapie¿ in Deutschland integriert. Im Zentrum dieser Gesprächsform steht die Persönlichkeitstheorie nach Rogers, bei der das Bestreben und die Stärke zur Selbstentfaltung im Vordergrund stehen. Durch die Stärkung der Entwicklungskräfte des Klienten löst sich das ursprüngliche Problem, das als Teil der persönlichen Entwicklung gesehen wird. ¿Dabei entscheidet nicht die technische Verwirklichung des Beziehungskonzeptes, sondern die reale Qualität der Beziehung¿ (Sander/Ziebertz 2010: 70). Es steht demzufolge also nicht in erster Linie ein Modell zur Verhaltensänderung des Klienten im Mittelpunkt, dafür aber die Beziehung zwischen Berater und Patienten, wobei der Berater Empathie, Akzeptanz und Echtheit als Grundvoraussetzungen in das Gespräch mit einbringen muss. Unter Empathie wird dabei die gedankliche und gefühlsmäßige Öffnung gemeint, durch die sich der Berater in die Sicht- und Erlebensweise des Klienten hineinversetzen kann, um dessen Gedanken und Charakteristiken zu verstehen. Wertschätzung, welche nicht abhängig von Vorgaben ist und das Annehmen von Gefühlen und Einstellungen wird durch die Akzeptanz vermittelt. Unter Echtheit versteht Rogers, seine eigenen ¿inneren Regungen, Haltungen [und] Gedanken mit seinen verbalen und nonverbalen Äußerungen in Deckung zu bringen. Was nach außen gezeigt wird, soll kongruent sein zum Inneren¿ (Schnebel 2007: 48), wobei mit kongruent Aufrichtigkeit und nicht unbeschränkte Offenheit gemeint ist. Die Befähigung des Klienten und die Ausschöpfung seines Potentials in einer angebrachten Umgebung ist daher die Hauptaufgabe der Beratung, die damit ebenso ressourcenorientiert wie die Salutogenese ausgerichtet ist. Rogers Menschenbild und somit auch sein Konzept der Gesprächsführung orientiert sich ¿vor allem an den folgenden Werten (..): Autonomie, soziale Interdependenz Selbstverwirklichung Ziel- und Sinnorientierung allen menschlichen Strebens und Ganzheit des Leib-Seelisch-Körperlichen.¿ (Sander/Ziebertz 2010: 61). Diese Werte stimmen zugleich mit denen der Salutogenese überein, bei der eine Eigenmitwirkung an erster Stelle steht und eine Behandlung gemäß des Salutogenetischen Trias durch `Leib ¿ Seele ¿ Körper¿ angewendet wird. Den Verlauf der Behandlung entscheidet dabei ausschließlich der Patient und nicht der Berater, weshalb auch von einer non-direktiven Methode gesprochen wird. Dies ist deshalb so wichtig, da die Patienten größtenteils im Vergleich zu den Leistungsanbietern/ -erbringern im Gesundheitssystem den schwächsten Standpunkt einnehmen. Laut Köppel hat sich aber gezeigt, dass die größten Erfolgschancen sehr viel von der Haltung der Patienten abhängt, also ob diese als ¿Experten in eigener Sache¿ (Köppel 2003: 33) agieren können. Nötig sind dafür die Bereitstellung von Informationen und Beratung direkt beim Klienten, welches auch den Stärkungsprozess für das Konzept Empowerment anstößt. Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika: Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verändert hat. So galt z.B. Südafrika von 1905 bis 2007 ununterbrochen als weltweit größter Goldproduzent, doch geriet durch die Apartheid weltweit in die negativen Schlagzeilen. Durch die strikte Rassentrennung, Ung, Diplomica Verlag

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Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika - Daniela Brieschenk
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Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika - neues Buch

2010, ISBN: 9783842838420

ID: 9783842838420

Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verändert hat. So galt z.B. Südafrika von 1905 bis 2007 ununterbrochen als weltweit größter Goldproduzent, doch geriet durch die Apartheid weltweit in die negativen Schlagzeilen. Durch die strikte Rassentrennung, Ungerechtigkeit gegenüber der afrikanischen Bevölkerung und den Verstößen gegen die Menschenrechte von 1948 bis 1994 sind noch heute die Folgen im Land zu spüren. Von den Auswirkungen der Verarmung ist besonders die schwarze Bevölkerungsgruppe betroffen. Die Folgen dieser Armut konnte ich bei meinen letzten Aufenthalten in Südafrika selbst wahrnehmen, als ich in zwei Kinderheimen für Waisenkinder gearbeitet habe. Die Mittellosigkeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten wie z.B. Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder der Verlust der Eltern sind schlimme Schicksale, von denen ein Großteil der Kinder im Heim betroffen sind und psychische sowie physische Folgen mit sich bringt. Eine interessante Frage hierbei ist, mit welchen Möglichkeiten diesen geistigen und körperlichen Konsequenzen bei Kindern in südafrikanischen sozialen Einrichtungen so früh wie möglich entgegen gewirkt werden kann. Mir schien dafür das Konzept der Salutogenese, welches ich im Laufe meines Studiums kennengelernt habe und bei mir einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen hat, als sehr geeignet. Abb. 1 gibt vorab einen kleinen Einblick, worum es sich bei der Salutogenese handelt. Der Blickwinkel der Betrachtung stellt den entscheidenden Unterschied dar: Symptome belasten Menschen mit einer Bürde, machen ihn träge und mutlos - ganz im Gegenteil zu Ressourcen, die den Betroffenen Mut, Zuversicht und Hoffnung geben oder ganz einfach gesagt ¿beflügeln¿ lassen. (Abb. 1: Symptome vs. Ressourcen). Mein Anliegen ist es, die Salutogenese mit den Problemen in Südafrika zu verbinden und aufzuzeigen, dass durch seine Anwendung soziale Probleme verbessert bzw. gelöst werden können. Auf der Suche nach einer passenden Einrichtung stieß ich auf ¿Themba Care¿ in Athlone, ca. 25 Kilometer außerhalb von Kapstadt in Südafrika. Es handelt sich dabei um eine Non-Profit-Einrichtung, in der ich für vier Monate als freiwillige Mitarbeiterin gearbeitet habe um das dort einmalige Konzept kennenzulernen. Um deren Programm und Auswirkungen besser zu verdeutlichen, wurde jeweils ein Interview mit der zuständigen Ärztin und der Sozialarbeiterin durchgeführt, welches im Anhang zu finden ist. Im Laufe dieser Arbeit werde ich auf dieses Interview verweisen, um bestimmte südafrikanische Perspektiven zu verdeutlichen. Mit dieser Arbeit soll analysiert werden, in wie weit der Salutogenetische Ansatz in der südafrikanischen Einrichtung zutrifft, auch wenn die Salutogenese nicht konkret im Konzept der Einrichtung aufgeführt ist und nicht bewusst danach gehandelt wird. Die Frage dieser Arbeit lautet deshalb ¿Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika¿, wobei ich im ersten Abschnitt der Arbeit auf das Modell der Salutogenese und deren Perspektiven eingehe. Der zweite Hauptteil beschäftigt sich mit dem Land Südafrika, welche landestypischen Schwierigkeiten es dort gibt und welche bestimmten Einstellungen dort vorherrschen. Im späteren Verlauf werde ich auf die Einrichtung Themba Care zusprechen kommen, nach welchen Kriterien dort gearbeitet wird und ob die Betrachtungsweisen der Salutogenese dort zutreffen. Zum Ende der Arbeit werden die Ergebnisse aus Südafrika auf die Situation in Deutschland übertragen und geklärt, ob ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. Dem Glauben wird in Südafrika eine besonders starke Bedeutung zugewiesen und kann in das Konzept der Salutogenese mit eingebunden werden. Ich greife diesen Aspekt in der Arbeit umfassend auf, wobei ich durch die nahezu ausnahmslos christlich vertretene Glaubensrichtung lediglich auf die Christliche Religion eingehen werde.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abkürzungsverzeichnis4 Darstellungsverzeichnis5 1.Einleitung6 2.Definitionen8 2.1Was ist Gesundheit 8 2.2Was ist Krankheit 9 3.Modell der Salutogenese11 3.1Salutogenese versus Pathogenese12 3.2Kohärenzgefühl13 3.2.1Verstehbarkeit (Sense of Comprehensibility)15 3.2.2Handhabbarkeit (Sense of Manageability)15 3.2.3Bedeutsamkeit (Sense of Meaningfulness)16 3.3Bio-psycho-soziales Modell17 3.4Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz18 3.4.1Personenzentrierte Beratung19 3.4.2Empowerment22 3.4.3Case Management24 4.Salutogenetische Aspekte25 4.1Positive Lebenseinstellung25 4.2Glaube26 4.3Lebenssinn29 4.4Sozialer Rückhalt30 5.Südafrika31 5.1Gesundheitserleben in Südafrika32 5.1.1Situation der medizinischen Versorgung32 5.1.2Traditionelle Heiler34 5.1.3Umgang mit Tod am Beispiel der Zulus36 5.2Häufige Krankheiten38 5.2.1HIV/AIDS38 5.2.2Tuberkulose39 5.3Soziale Schwierigkeiten42 5.3.1Stigmatisierung von HIV/AIDS Erkrankten42 5.3.2Arbeitslosigkeit/Armut44 5.4Glaube als Antwort auf südafrikanische Probleme45 6.Am Beispiel ¿Themba Care Athlone¿47 6.1Konzept47 6.1.1Patienten48 6.1.2Familie49 6.2Anwendung Salutogenetischer Aspekte50 6.3Erfolge53 7.Relevanz der Ergebnisse für Deutschland53 8.Schluss55 Anhang A:Interview mit Dr. Theresa Jennings56 Anhang B:Interview mit der Sozialarbeiterin Virginia Tati60 Anhang C:Interview with Dr. Theresa Jennings63 Anhang D:Interview with the Social Worker Virginia Tati66 Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.4, Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz: Die Soziale Arbeit ist neben den wesentlichen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Hilfe und der Altenhilfe ebenso in der Gesundheitsförderung mit ca. 25 % aller Sozialarbeiter stark etabliert. Eine besondere Bedeutung im Gesundheitssektor wurde der Sozialen Arbeit durch die Ottawa-Charta der WHO von 1986 zugeschrieben, in der die Gesundheitshilfe in einer engen Wechselbeziehung zur Einzelfallhilfe, zur sozialen Gruppenhilfe und zur Gemeinwesenarbeit steht. Zudem wurde die Gesundheitsförderung als gesellschaftliche Aufgabe festgelegt, die ¿allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt¿ (WHO 1987). Dabei deckt sich der in der Sozialen Arbeit übliche lebensweltorientierte Ansatz mit dem salutogenen Ansatz und kann nahezu vollständig übertragen werden. Köppel verweist dabei auf die dreifache Hinsicht der Sozialen Arbeit im Gesundheitssektor, die in Anlehnung an Homfeldt (2002) als traditionelles Feld von Sozialarbeit im Gesundheitswesen, als Mitwirkungsmöglichkeit von Sozialarbeitern bei der Gesundheitsförderung in außerpädagogischen Feldern und als gesundheitsfördernde Tätigkeit von Sozialarbeitern in den Feldern der Sozialen Arbeit aufteilt werden kann. Soziale Arbeit hat sich in den letzten fünfzehn Jahren als klinische Sozialarbeit im Gesundheitssektor auf die Automatisierung und Wiederintegration von Klienten spezialisiert. Drei sehr bedeutende Konzepte in der Behandlung durch den Sozialarbeiter sind die Personenzentrierte Beratung, das Empowerment und das Case Management. 3.4.1, Personenzentrierte Beratung: Die Personenzentrierte Beratung wird als eine der einflussreichsten Methoden in der Humanistischen Psychologie gesehen. Ulrich Völker (1980) erfasst darunter folgendes: ¿In unserer heutigen Gesellschaft, die aus humanistischer Sicht durch eine tiefgreifende Kulturkrise (Entfremdung des Menschen von der Natur, von seiner Arbeit, seinen Mitmenschen und sich selbst, Verlust traditioneller Werte, Gefühl der Sinnlosigkeit trotz materiellen Wohlstands, Identitätsgefährdung vieler Menschen, psychosoziale Probleme usw.) gekennzeichnet ist, will die Humanistische Psychologie sich an der Aufgabe beteiligen, neue Antworten auf die Frage nach dem Sinn und der Darseinserfüllung des menschlichen Lebens in einer technologisch bestimmten Umwelt zu suchen.¿ (Völker 1980: 14). Viktor E. Frankl prägt den Begriff der Logotherapie, welches zum einen den Sinn und zum anderen das Geistige oder die Heilung meint, also eine Heilung durch Sinn. Unter der Logotherapie wird eine psychotherapeutische Behandlungsmethode verstanden, die als therapeutische Ausgestaltung ihren Ursprung in der Existenzanalyse findet. Bei den beiden Begriffen handelt es sich um dieselbe Theorie, wobei Existenzanalyse die zugehörige anthropologische Forschungsrichtung meint. Das Ziel dieser Logotherapie ist es, dem Klienten durch Erziehung zur Verantwortung eine Hilfe zur Bewältigung von Sinnkrisen zu bieten, die dem Ratsuchenden dazu verhilft, sein Leben sinnvoll zu gestalten. Dabei sieht Frankl das Leid des Menschen an der Frustration seiner Bedürfnisse nach Sinn und nicht wie Sigmund Freud die Ansicht nach der Frustration der sexuellen Bedürfnisse oder Alfred Adler das Verlangen nach Macht vertreten. Frankl sieht die Frage nach dem Sinn früher oder später immer mit dem Thema Gott verbunden, weshalb diese Therapieform offen für Religion ist und versucht, den göttlichen Funken immer wieder neu anzufachen, um Leid vermindern und Krisen bewältigen zu können. Durch eine drei- bis vierjährige berufsbegleitende Zusatzausbildung sollen vor allem Sozialarbeiter, Ärzte, Pädagogen, Pfarrer und Psychologen Erkenntnisse der Logotherapie näher gebracht werden um den Fachleuten die Gelegenheit zu geben, ihre berufliche Tätigkeit zu verbessern, aber auch um eine persönliche Weiterbildung zu vermitteln, um mit sich selbst und mit anderen besser umgehen zu lernen. Die s.g. ¿Encounter-Gruppen¿ (engl.: Begegnungs-Gruppen) stammen ebenfalls von Viktor Frankl. Ziel dieser Gruppen ist es, das Verständnis für Gruppeninteraktionen zu fördern, den Klienten dabei zu helfen, Sensitivität und Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Reaktionen zu entwickeln und zu lernen, das eigene Verhalten verändern zu können. Zu den heute bekannten Encounter-Gruppen zählen z.B. die Soziale Gruppe, die Gestalttherapie von Fritz Perls aber auch Meditationsformen wie die Aum- oder die Kundalini-Meditation von Osho. Carl Rogers entwickelte in den 40er Jahren des 20. Jh.s. in seiner sozialpädagogischen und psychotherapeutischen Praxis ebenfalls eine Form der von Frankl geprägten Encounter-Gruppen und schloss sich ihm durch die Personenzentrierte Beratung an. Dabei ging er vor allem der Frage nach, welche bestimmte Art der Gesprächsführung am besten eine Veränderung bei Klienten bewirkt. Ebenfalls bekannt unter den Namen ¿nicht-direkte¿ oder ¿Klientenzentrierte Beratung¿ wurde diese Form durch Reinhard und Annemarie Tausch unter dem Namen ¿Gesprächspsychotherapie¿ in Deutschland integriert. Im Zentrum dieser Gesprächsform steht die Persönlichkeitstheorie nach Rogers, bei der das Bestreben und die Stärke zur Selbstentfaltung im Vordergrund stehen. Durch die Stärkung der Entwicklungskräfte des Klienten löst sich das ursprüngliche Problem, das als Teil der persönlichen Entwicklung gesehen wird. ¿Dabei entscheidet nicht die technische Verwirklichung des Beziehungskonzeptes, sondern die reale Qualität der Beziehung¿ (Sander/Ziebertz 2010: 70). Es steht demzufolge also nicht in erster Linie ein Modell zur Verhaltensänderung des Klienten im Mittelpunkt, dafür aber die Beziehung zwischen Berater und Patienten, wobei der Berater Empathie, Akzeptanz und Echtheit als Grundvoraussetzungen in das Gespräch mit einbringen muss. Unter Empathie wird dabei die gedankliche und gefühlsmäßige Öffnung gemeint, durch die sich der Berater in die Sicht- und Erlebensweise des Klienten hineinversetzen kann, um dessen Gedanken und Charakteristiken zu verstehen. Wertschätzung, welche nicht abhängig von Vorgaben ist und das Annehmen von Gefühlen und Einstellungen wird durch die Akzeptanz vermittelt. Unter Echtheit versteht Rogers, seine eigenen ¿inneren Regungen, Haltungen [und] Gedanken mit seinen verbalen und nonverbalen Äußerungen in Deckung zu bringen. Was nach außen gezeigt wird, soll kongruent sein zum Inneren¿ (Schnebel 2007: 48), wobei mit kongruent Aufrichtigkeit und nicht unbeschränkte Offenheit gemeint ist. Die Befähigung des Klienten und die Ausschöpfung seines Potentials in einer angebrachten Umgebung ist daher die Hauptaufgabe der Beratung, die damit ebenso ressourcenorientiert wie die Salutogenese ausgerichtet ist. Rogers Menschenbild und somit auch sein Konzept der Gesprächsführung orientiert sich ¿vor allem an den folgenden Werten (..): Autonomie, soziale Interdependenz Selbstverwirklichung Ziel- und Sinnorientierung allen menschlichen Strebens und Ganzheit des Leib-Seelisch-Körperlichen.¿ (Sander/Ziebertz 2010: 61). Diese Werte stimmen zugleich mit denen der Salutogenese überein, bei der eine Eigenmitwirkung an erster Stelle steht und eine Behandlung gemäß des Salutogenetischen Trias durch `Leib ¿ Seele ¿ Körper¿ angewendet wird. Den Verlauf der Behandlung entscheidet dabei ausschließlich der Patient und nicht der Berater, weshalb auch von einer non-direktiven Methode gesprochen wird. Dies ist deshalb so wichtig, da die Patienten größtenteils im Vergleich zu den Leistungsanbietern/ -erbringern im Gesundheitssystem den schwächsten Standpunkt einnehmen. Laut Köppel hat sich aber gezeigt, dass die größten Erfolgschancen sehr viel von der Haltung der Patienten abhängt, also ob diese als ¿Experten in eigener Sache¿ (Köppel 2003: 33) agieren können. Nötig sind dafür die Bereitstellung von Informationen und Beratung direkt beim Klienten, welches auch den Stärkungsprozess für das Konzept Empowerment anstößt. Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika: Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verändert hat. So galt z.B. Südafrika von 1905 bis 2007 ununterbrochen als weltweit größter Goldproduzent, doch geriet durch die Apartheid weltweit in die negativen Schlagzeilen. Durch die strikte Rassentrennung, Un, Diplomica Verlag

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Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verändert hat. So galt z.B. Südafrika von 1905 bis 2007 ununterbrochen als weltweit größter Goldproduzent, doch geriet durch die Apartheid weltweit in die negativen Schlagzeilen. Durch die strikte Rassentrennung, Ungerechtigkeit gegenüber der afrikanischen Bevölkerung und den Verstößen gegen die Menschenrechte von 1948 bis 1994 sind noch heute die Folgen im Land zu spüren. Von den Auswirkungen der Verarmung ist besonders die schwarze Bevölkerungsgruppe betroffen. Die Folgen dieser Armut konnte ich bei meinen letzten Aufenthalten in Südafrika selbst wahrnehmen, als ich in zwei Kinderheimen für Waisenkinder gearbeitet habe. Die Mittellosigkeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten wie z.B. Krankheiten, Arbeitslosigkeit oder der Verlust der Eltern sind schlimme Schicksale, von denen ein Großteil der Kinder im Heim betroffen sind und psychische sowie physische Folgen mit sich bringt. Eine interessante Frage hierbei ist, mit welchen Möglichkeiten diesen geistigen und körperlichen Konsequenzen bei Kindern in südafrikanischen sozialen Einrichtungen so früh wie möglich entgegen gewirkt werden kann. Mir schien dafür das Konzept der Salutogenese, welches ich im Laufe meines Studiums kennengelernt habe und bei mir einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen hat, als sehr geeignet. Abb. 1 gibt vorab einen kleinen Einblick, worum es sich bei der Salutogenese handelt. Der Blickwinkel der Betrachtung stellt den entscheidenden Unterschied dar: Symptome belasten Menschen mit einer Bürde, machen ihn träge und mutlos - ganz im Gegenteil zu Ressourcen, die den Betroffenen Mut, Zuversicht und Hoffnung geben oder ganz einfach gesagt ¿beflügeln¿ lassen. (Abb. 1: Symptome vs. Ressourcen). Mein Anliegen ist es, die Salutogenese mit den Problemen in Südafrika zu verbinden und aufzuzeigen, dass durch seine Anwendung soziale Probleme verbessert bzw. gelöst werden können. Auf der Suche nach einer passenden Einrichtung stieß ich auf ¿Themba Care¿ in Athlone, ca. 25 Kilometer außerhalb von Kapstadt in Südafrika. Es handelt sich dabei um eine Non-Profit-Einrichtung, in der ich für vier Monate als freiwillige Mitarbeiterin gearbeitet habe um das dort einmalige Konzept kennenzulernen. Um deren Programm und Auswirkungen besser zu verdeutlichen, wurde jeweils ein Interview mit der zuständigen Ärztin und der Sozialarbeiterin durchgeführt, welches im Anhang zu finden ist. Im Laufe dieser Arbeit werde ich auf dieses Interview verweisen, um bestimmte südafrikanische Perspektiven zu verdeutlichen. Mit dieser Arbeit soll analysiert werden, in wie weit der Salutogenetische Ansatz in der südafrikanischen Einrichtung zutrifft, auch wenn die Salutogenese nicht konkret im Konzept der Einrichtung aufgeführt ist und nicht bewusst danach gehandelt wird. Die Frage dieser Arbeit lautet deshalb ¿Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika¿, wobei ich im ersten Abschnitt der Arbeit auf das Modell der Salutogenese und deren Perspektiven eingehe. Der zweite Hauptteil beschäftigt sich mit dem Land Südafrika, welche landestypischen Schwierigkeiten es dort gibt und welche bestimmten Einstellungen dort vorherrschen. Im späteren Verlauf werde ich auf die Einrichtung Themba Care zusprechen kommen, nach welchen Kriterien dort gearbeitet wird und ob die Betrachtungsweisen der Salutogenese dort zutreffen. Zum Ende der Arbeit werden die Ergebnisse aus Südafrika auf die Situation in Deutschland übertragen und geklärt, ob ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. Dem Glauben wird in Südafrika eine besonders starke Bedeutung zugewiesen und kann in das Konzept der Salutogenese mit eingebunden werden. Ich greife diesen Aspekt in der Arbeit umfassend auf, wobei ich durch die nahezu ausnahmslos christlich vertretene Glaubensrichtung lediglich auf die Christliche Religion eingehen werde.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abkürzungsverzeichnis4 Darstellungsverzeichnis5 1.Einleitung6 2.Definitionen8 2.1Was ist Gesundheit 8 2.2Was ist Krankheit 9 3.Modell der Salutogenese11 3.1Salutogenese versus Pathogenese12 3.2Kohärenzgefühl13 3.2.1Verstehbarkeit (Sense of Comprehensibility)15 3.2.2Handhabbarkeit (Sense of Manageability)15 3.2.3Bedeutsamkeit (Sense of Meaningfulness)16 3.3Bio-psycho-soziales Modell17 3.4Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz18 3.4.1Personenzentrierte Beratung19 3.4.2Empowerment22 3.4.3Case Management24 4.Salutogenetische Aspekte25 4.1Positive Lebenseinstellung25 4.2Glaube26 4.3Lebenssinn29 4.4Sozialer Rückhalt30 5.Südafrika31 5.1Gesundheitserleben in Südafrika32 5.1.1Situation der medizinischen Versorgung32 5.1.2Traditionelle Heiler34 5.1.3Umgang mit Tod am Beispiel der Zulus36 5.2Häufige Krankheiten38 5.2.1HIV/AIDS38 5.2.2Tuberkulose39 5.3Soziale Schwierigkeiten42 5.3.1Stigmatisierung von HIV/AIDS Erkrankten42 5.3.2Arbeitslosigkeit/Armut44 5.4Glaube als Antwort auf südafrikanische Probleme45 6.Am Beispiel ¿Themba Care Athlone¿47 6.1Konzept47 6.1.1Patienten48 6.1.2Familie49 6.2Anwendung Salutogenetischer Aspekte50 6.3Erfolge53 7.Relevanz der Ergebnisse für Deutschland53 8.Schluss55 Anhang A:Interview mit Dr. Theresa Jennings56 Anhang B:Interview mit der Sozialarbeiterin Virginia Tati60 Anhang C:Interview with Dr. Theresa Jennings63 Anhang D:Interview with the Social Worker Virginia Tati66 Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.4, Soziale Arbeit im Salutogenetischen Ansatz: Die Soziale Arbeit ist neben den wesentlichen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Hilfe und der Altenhilfe ebenso in der Gesundheitsförderung mit ca. 25 % aller Sozialarbeiter stark etabliert. Eine besondere Bedeutung im Gesundheitssektor wurde der Sozialen Arbeit durch die Ottawa-Charta der WHO von 1986 zugeschrieben, in der die Gesundheitshilfe in einer engen Wechselbeziehung zur Einzelfallhilfe, zur sozialen Gruppenhilfe und zur Gemeinwesenarbeit steht. Zudem wurde die Gesundheitsförderung als gesellschaftliche Aufgabe festgelegt, die ¿allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt¿ (WHO 1987). Dabei deckt sich der in der Sozialen Arbeit übliche lebensweltorientierte Ansatz mit dem salutogenen Ansatz und kann nahezu vollständig übertragen werden. Köppel verweist dabei auf die dreifache Hinsicht der Sozialen Arbeit im Gesundheitssektor, die in Anlehnung an Homfeldt (2002) als traditionelles Feld von Sozialarbeit im Gesundheitswesen, als Mitwirkungsmöglichkeit von Sozialarbeitern bei der Gesundheitsförderung in außerpädagogischen Feldern und als gesundheitsfördernde Tätigkeit von Sozialarbeitern in den Feldern der Sozialen Arbeit aufteilt werden kann. Soziale Arbeit hat sich in den letzten fünfzehn Jahren als klinische Sozialarbeit im Gesundheitssektor auf die Automatisierung und Wiederintegration von Klienten spezialisiert. Drei sehr bedeutende Konzepte in der Behandlung durch den Sozialarbeiter sind die Personenzentrierte Beratung, das Empowerment und das Case Management. 3.4.1, Personenzentrierte Beratung: Die Personenzentrierte Beratung wird als eine der einflussreichsten Methoden in der Humanistischen Psychologie gesehen. Ulrich Völker (1980) erfasst darunter folgendes: ¿In unserer heutigen Gesellschaft, die aus humanistischer Sicht durch eine tiefgreifende Kulturkrise (Entfremdung des Menschen von der Natur, von seiner Arbeit, seinen Mitmenschen und sich selbst, Verlust traditioneller Werte, Gefühl der Sinnlosigkeit trotz materiellen Wohlstands, Identitätsgefährdung vieler Menschen, psychosoziale Probleme usw.) gekennzeichnet ist, will die Humanistische Psychologie sich an der Aufgabe beteiligen, neue Antworten auf die Frage nach dem Sinn und der Darseinserfüllung des menschlichen Lebens in einer technologisch bestimmten Umwelt zu suchen.¿ (Völker 1980: 14). Viktor E. Frankl prägt den Begriff der Logotherapie, welches zum einen den Sinn und zum anderen das Geistige oder die Heilung meint, also eine Heilung durch Sinn. Unter der Logotherapie wird eine psychotherapeutische Behandlungsmethode verstanden, die als therapeutische Ausgestaltung ihren Ursprung in der Existenzanalyse findet. Bei den beiden Begriffen handelt es sich um dieselbe Theorie, wobei Existenzanalyse die zugehörige anthropologische Forschungsrichtung meint. Das Ziel dieser Logotherapie ist es, dem Klienten durch Erziehung zur Verantwortung eine Hilfe zur Bewältigung von Sinnkrisen zu bieten, die dem Ratsuchenden dazu verhilft, sein Leben sinnvoll zu gestalten. Dabei sieht Frankl das Leid des Menschen an der Frustration seiner Bedürfnisse nach Sinn und nicht wie Sigmund Freud die Ansicht nach der Frustration der sexuellen Bedürfnisse oder Alfred Adler das Verlangen nach Macht vertreten. Frankl sieht die Frage nach dem Sinn früher oder später immer mit dem Thema Gott verbunden, weshalb diese Therapieform offen für Religion ist und versucht, den göttlichen Funken immer wieder neu anzufachen, um Leid vermindern und Krisen bewältigen zu können. Durch eine drei- bis vierjährige berufsbegleitende Zusatzausbildung sollen vor allem Sozialarbeiter, Ärzte, Pädagogen, Pfarrer und Psychologen Erkenntnisse der Logotherapie näher gebracht werden um den Fachleuten die Gelegenheit zu geben, ihre berufliche Tätigkeit zu verbessern, aber auch um eine persönliche Weiterbildung zu vermitteln, um mit sich selbst und mit anderen besser umgehen zu lernen. Die s.g. ¿Encounter-Gruppen¿ (engl.: Begegnungs-Gruppen) stammen ebenfalls von Viktor Frankl. Ziel dieser Gruppen ist es, das Verständnis für Gruppeninteraktionen zu fördern, den Klienten dabei zu helfen, Sensitivität und Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Reaktionen zu entwickeln und zu lernen, das eigene Verhalten verändern zu können. Zu den heute bekannten Encounter-Gruppen zählen z.B. die Soziale Gruppe, die Gestalttherapie von Fritz Perls aber auch Meditationsformen wie die Aum- oder die Kundalini-Meditation von Osho. Carl Rogers entwickelte in den 40er Jahren des 20. Jh.s. in seiner sozialpädagogischen und psychotherapeutischen Praxis ebenfalls eine Form der von Frankl geprägten Encounter-Gruppen und schloss sich ihm durch die Personenzentrierte Beratung an. Dabei ging er vor allem der Frage nach, welche bestimmte Art der Gesprächsführung am besten eine Veränderung bei Klienten bewirkt. Ebenfalls bekannt unter den Namen ¿nicht-direkte¿ oder ¿Klientenzentrierte Beratung¿ wurde diese Form durch Reinhard und Annemarie Tausch unter dem Namen ¿Gesprächspsychotherapie¿ in Deutschland integriert. Im Zentrum dieser Gesprächsform steht die Persönlichkeitstheorie nach Rogers, bei der das Bestreben und die Stärke zur Selbstentfaltung im Vordergrund stehen. Durch die Stärkung der Entwicklungskräfte des Klienten löst sich das ursprüngliche Problem, das als Teil der persönlichen Entwicklung gesehen wird. ¿Dabei entscheidet nicht die technische Verwirklichung des Beziehungskonzeptes, sondern die reale Qualität der Beziehung¿ (Sander/Ziebertz 2010: 70). Es steht demzufolge also nicht in erster Linie ein Modell zur Verhaltensänderung des Klienten im Mittelpunkt, dafür aber die Beziehung zwischen Berater und Patienten, wobei der Berater Empathie, Akzeptanz und Echtheit als Grundvoraussetzungen in das Gespräch mit einbringen muss. Unter Empathie wird dabei die gedankliche und gefühlsmäßige Öffnung gemeint, durch die sich der Berater in die Sicht- und Erlebensweise des Klienten hineinversetzen kann, um dessen Gedanken und Charakteristiken zu verstehen. Wertschätzung, welche nicht abhängig von Vorgaben ist und das Annehmen von Gefühlen und Einstellungen wird durch die Akzeptanz vermittelt. Unter Echtheit versteht Rogers, seine eigenen ¿inneren Regungen, Haltungen [und] Gedanken mit seinen verbalen und nonverbalen Äußerungen in Deckung zu bringen. Was nach außen gezeigt wird, soll kongruent sein zum Inneren¿ (Schnebel 2007: 48), wobei mit kongruent Aufrichtigkeit und nicht unbeschränkte Offenheit gemeint ist. Die Befähigung des Klienten und die Ausschöpfung seines Potentials in einer angebrachten Umgebung ist daher die Hauptaufgabe der Beratung, die damit ebenso ressourcenorientiert wie die Salutogenese ausgerichtet ist. Rogers Menschenbild und somit auch sein Konzept der Gesprächsführung orientiert sich ¿vor allem an den folgenden Werten (..): Autonomie, soziale Interdependenz Selbstverwirklichung Ziel- und Sinnorientierung allen menschlichen Strebens und Ganzheit des Leib-Seelisch-Körperlichen.¿ (Sander/Ziebertz 2010: 61). Diese Werte stimmen zugleich mit denen der Salutogenese überein, bei der eine Eigenmitwirkung an erster Stelle steht und eine Behandlung gemäß des Salutogenetischen Trias durch `Leib ¿ Seele ¿ Körper¿ angewendet wird. Den Verlauf der Behandlung entscheidet dabei ausschließlich der Patient und nicht der Berater, weshalb auch von einer non-direktiven Methode gesprochen wird. Dies ist deshalb so wichtig, da die Patienten größtenteils im Vergleich zu den Leistungsanbietern/ -erbringern im Gesundheitssystem den schwächsten Standpunkt einnehmen. Laut Köppel hat sich aber gezeigt, dass die größten Erfolgschancen sehr viel von der Haltung der Patienten abhängt, also ob diese als ¿Experten in eigener Sache¿ (Köppel 2003: 33) agieren können. Nötig sind dafür die Bereitstellung von Informationen und Beratung direkt beim Klienten, welches auch den Stärkungsprozess für das Konzept Empowerment anstößt. Salutogenetische Aspekte am Beispiel Südafrika: Inhaltsangabe:Einleitung: Afrika wird oft als einer der reichsten Kontinente in Bezug auf die natürlichen Ressourcen bezeichnet, ist zur gleichen Zeit aber nahezu eines der ärmsten Erdteile in der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung. Afrikas Öl und Gas ist eine der zentralen Stellen für Investoren und die Gewinne in den Ländern Afrikas für Bergbauindustrie steigen - während der Anteil der Menschen, die in Armut leben, sich während der letzten Jahre kaum verä, Diplomica Verlag

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