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Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes - Anne Schneider
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Anne Schneider:
Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes - neues Buch

ISBN: 9783842831544

ID: 9783842831544

Inhaltsangabe:Einleitung: 1649 veröffentlichte der französische Philosoph René Descartes seine Abhandlungen über die Leidenschaften der Seele (frz. Les passions de l¿âme). In diesem Werk beschäftigt er sich mit der Entstehung von Affekten und Gefühlen, die er nicht nur kategorisch einteilt, sondern auch versucht, ihre Existenz und ihr Auftreten zu erklären. Nach genauen Beobachtungen von Menschen und ihren Gefühlen, sowie der Erforschung des eigenen Körpers hat er Thesen aufgestellt, mit denen er Emotionen begreifen möchte. Descartes geht davon aus, dass alles, was unsere Seele erleidet, sei es Trauer, Hass, Liebe, Freude oder ähnliche Empfindungen, durch natürliche Zusammenhänge, also rein mechanisch wirkende Vorgänge, abläuft. In seinen Ausführungen versucht Descartes folglich alle körperlichen Funktionen, die zu den verschiedenen Gefühlslagen führen und nach seiner Meinung mit ihnen notwendig einhergehen, darzulegen. Zudem stellt er die These auf, dass alle Emotionen Wirkungen auf den Menschen, seine körperlichen Reaktionen und Handlungen haben, die gut oder schlecht für den Lebensalltag sind. Inwiefern die Leidenschaften für uns nützlich sind und auf welche Art und Weise wir auf sie hören oder sie lieber beseitigen sollen, möchte Descartes in seinem Werk aufzeigen. Doch das Thema der Emotionen ist kein einfaches und wurde nicht nur im 17. Jahrhundert thematisiert. In der antiken Philosophie wurden Gefühle in erster Linie in ethischen Debatten angeführt. Gefühlen wurden in jenen Zeiten kein hoher Wert zugesprochen, es galt sie zu zügeln, um moralisch korrektes Handeln ermöglichen zu können. Wer sich am wenigsten seinen Gefühlsregungen hingab, galt als starker und ethisch korrekter Mensch. Dass Gefühle einen rationalen Charakter haben könnten, so wie man bei Descartes¿ Theorien über ihren Nutzen für den Lebensalltag vermuten kann, beachtete man nicht. Viele Denker zur Zeit Descartes¿, im 19. Jahrhundert und sogar noch heute, debattieren schließlich weiter über Gefühle, entwickeln Descartes¿ Positionen weiter oder widersprechen seinen Behauptungen. Darüber, dass Gefühle einen bestimmten Nutzen für unser Leben haben, sind sich aber heute die meisten Philosophen einig. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern die Vernunft bei der Entstehung und der Erhaltung von Gefühlen eine Rolle spielt. Denn sind Emotionen für uns nützlich, beurteilen sie scheinbar Sachlagen und informieren uns über Situationen, in denen wir sie empfinden. Somit liegt es nahe, ihnen einen kognitiven Gehalt zuzusprechen. Ist ein solcher Gehalt denkbar oder sind Emotionen doch bloß phänomenale Erscheinungen Wenn eine Art von Kognition auszumachen ist, kann man diese Fähigkeit dann den Gefühlen selbst zuschreiben oder spielt doch unsere mehr oder weniger bewusste Bewertung eines Ereignisses eine Rolle bei der Entstehung und Empfindung von Gefühlen Zunächst möchte ich in meiner Arbeit die Ausführungen Descartes¿ durchleuchten, um daran das Auftreten der Emotionen zu erläutern und die Rolle der Kognition somit herauszustellen (Kapitel 2 und 3). Dabei soll vor allem sein Traktat über die Leidenschaften der Seele als Primärtext fungieren, aber auch andere Texte Descartes¿ als Grundlage dienen, die Aufschluss über die Frage nach der Kognition bei Gefühlen geben können. Anschließend möchte ich im vierten Kapitel das aufgegriffene Thema anhand der aktuellen Debatten durchleuchten, die teilweise auf Descartes¿ Überlegungen zurückgreifen und in dessen Ausführungen Hinweise auf einen in Emotionen selbst liegenden kognitiven Gehalt suchen, aber auch weitere Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage nach diesem kognitiven Gehalt geben. Um eine allgemeine Kritik an Descartes¿ frühen Theorien in der aktuellen Debatte werde ich dabei nicht umhinkommen. Dadurch soll deutlich werden, inwieweit Descartes¿ Werke die nachfolgenden Überlegungen in der philosophischen Emotionstheorie vorangebracht haben und wo es dennoch Streitpunkte oder Weiterentwicklungen gibt. Da sich diese Stellungnahmen nicht nur auf die Frage nach der Kognition beziehen, widme ich diesem Thema ein ganzes abschließendes Kapitel (Kapitel 5).Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung3 2.Gefühle und ihr positiver Nutzen5 3.Die Rolle der Kognition bei Emotionen im 17. Jahrhundert15 4.Das Problem der Kognition von Emotionen in der gegenwärtigen Debatte26 4.1Kritische Interpretationen der Theorien Descartes¿28 4.2Das Auftreten von Emotionen durch gesellschaftliche Prägung40 5.Kritische Positionen zu Descartes in der modernen Debatte52 6.Fazit67 Literaturverzeichnis71 Primärliteratur71 Sekundärliteratur71 Abbildungsverzeichnis72Textprobe:Textprobe: Kapitel 3., Die Rolle der Kognition bei Emotionen im 17. Jahrhundert: Kognitive Emotionstheorien werden besonders in der gegenwärtigen Debatte, wie sich in den nachfolgenden Kapiteln noch deutlicher zeigen wird, thematisiert. Kognitivismus bezeichnet in der Philosophie der Gefühle ¿eine Position, der zufolge Gefühle auf konstitutive Weise mit Urteilen, Wertungen oder Überzeugungen verbunden sind¿. In gegenwärtigen Theorien wird behauptet, dass ¿das Auftreten von Emotionen gegenüber einem Objekt ebenso wie deren Qualität und Intensität von dem Resultat bestimmter kognitiver Prozesse abhängt¿, was sagen soll, dass eine wahrnehmende Person einen Gegenstand bewertet oder einschätzt, sie also Urteilsfähigkeit besitzt. Dabei spielt die Relevanz des Objekts für die Ziele, Hoffnungen und Wünsche der Person eine große Rolle. Wenn beispielsweise der Partner einer Person gestorben ist, hat dies eine hohe Relevanz, denn die Hoffnung, bzw. der Wunsch nach einem gemeinsamen Zusammenleben, der ewigen Liebe und der Zweisamkeit ist nicht mehr erfüllbar. Hinzu kommt zu dieser Relevanz die Einschätzung des Ereignisses als nicht rückgängig zu machen und der Auffassung, dass die Situation für die Person nicht zu bewältigen ist. Diese Bewertungen führen schließlich bei den kognitiven Emotionstheoretikern zum Gefühl der Trauer. Hier stellt sich nun in Bezug auf unser Thema die Frage, ob nur vernunftbesitzende Lebewesen, wie die wahrnehmende Person, diese Fähigkeit zur Beurteilung besitzen, oder ob nicht auch bereits den Gefühlen selbst durch ihren Informationsgehalt eine Art von Kognition zugeschrieben werden können. Wie Descartes auch bemerkt, können uns Gefühle täuschen. Auch diese Befähigung scheint einen gewissen kognitiven Gehalt mit sich zu bringen. Wie die bisherigen Ausführungen im ersten Kapitel veranschaulichen, wollen uns Gefühle laut René Descartes¿ Auffassungen etwas mitteilen, nämlich was gut für unseren Körper und unsere Seele ist, was unserer Person folglich gut tut oder sogar unser Überleben sichert. Somit scheinen Gefühle Situationen oder äußere Objekte als gut oder schlecht für uns zu bewerten. Die Verwunderung selbst scheint darüber zu urteilen, was wichtig oder unwichtig für uns ist, sie scheint folglich die Entscheidung über die Relevanz eines äußeren Objekts für unsere Ziele und Wünsche zu übernehmen, und entscheidet schließlich durch die Stärke ihres Auftretens darüber, ob wir uns bewusst näher mit einer Sache beschäftigen oder nicht. Birgt sie somit einen kognitiven Gehalt Solchen Gehalt im Sinne von einer Bewertung durch eine urteilsfähige Person scheint Descartes den Gefühlen hier nicht zuzuschreiben. Wie bereits erwähnt, entstehen Emotionen, wie auch die Verwunderung, zunächst durch die Wahrnehmung eines äußeren Objekts. Dies geschieht scheinbar automatisch durch unsere Sinnesorgane und die mechanisch wirkende Arbeit der Lebensgeister und der Blutkörper in unseren Nervenbahnen, die uns den äußeren Gegenstand im Geiste repräsentiert. Damit eine Emotion entsteht, ist aber nicht nur die bloße Vorstellung, also ein Abbild dieses Gegenstands oder dieser wahrgenommenen Person im Geist erforderlich, sondern es ist auch die Art und Weise zu betrachten, wie das äußere Objekt auf die wahrnehmende Person wirkt. Dominik Perler spricht hier von ¿normativen Eigenschaften¿ eines Objekts, die bei Gefühlen zusätzlich zur sinnlichen Wahrnehmung dieses Objekts mitrepräsentiert werden. Es handelt sich dabei um Eigenschaften, die das Objekt nicht von Natur aus besitzt, ihm aber je nach Erfahrung, die der empfindende Mensch gemacht hat, und der Situation, in der er sich gerade befindet, von diesem zugeschrieben werden. Erlebnisse in der Vergangenheit einer Person, die noch in seinem Gedächtnis - vielleicht auch unbewusst - haften, aber nicht in den Gefühlen selbst liegen, spielen somit eine Rolle. Beispielsweise hat eine Person große Prüfungsangst, weil sie in der Vergangenheit schon oft die Erfahrung gemacht hat, Klausuren nicht zu bestehen. Nun könnte sie sich aber in einer Situation befinden, in der ein Test geschrieben werden soll, der allerdings nur zur eigenen Überprüfung gilt und nicht benotet wird. Die sonst so ängstliche Person kann folglich nicht durchfallen. Sie hat also keinen Grund, den vor ihr liegenden Test als mögliches Übel zu beurteilen. Solche normativen Zuschreibungen, die bei der Entstehung von Emotionen wichtig sind, grenzt René Descartes aber bewusst von kognitiven Beurteilungen ab, denn er sagt, dass bei Urteilen der Wille mitwirkt, der der Art und Weise, wie ein Objekt repräsentiert wird, zustimmt oder sie ablehnt, während man Gefühle wie Liebe auch einem Menschen entgegenbringen kann, ohne dies willentlich zu tun: So kann man sich auch in einen Menschen verlieben, obwohl dieser Charakterzüge hat, die man als schlecht beurteilt und sich eigentlich willentlich gegen das Gefühl der Liebe zu ihm entscheiden würde. Die Verwunderung an sich ist allerdings kein solcher Willensakt. Sie tritt lediglich auf, da ein für unseren Geist neues äußeres Objekt durch unsere Sinne und Nervenbahnen als Abbild dargestellt wird. Es wird sozusagen ¿ein neues Muster in das Gehirn eingestanzt¿. Ein solcher Vorgang geschieht aber automatisch, also ohne ein Zutun von vernünftigem Denken, einem Willensakt oder einer Urteilsbildung. ¿Ein Objekt wird dann als gut oder schlecht repräsentiert, wenn es im Körper einen physiologisch zuträglichen oder abträglichen Zustand auslöst.¿ Ein kognitiver Gehalt kann Gefühlen somit nur zugeschrieben werden, sofern sie uns durch ihre Repräsentation der äußeren Gegenstände, Personen und Situationen Informationen zukommen lassen und uns damit auf für unser Wohlergehen bedeutsame Dinge aufmerksam machen oder wenn sie uns täuschen, indem sie uns diese äußeren Objekte wertvoller oder harmloser präsentieren, als sie in Wahrheit sind. Allerdings lässt sich noch eine weitere Art der Kognition in Bezug auf Gefühle einführen, denn Descartes schreibt dem menschlichen Verstand die Fähigkeit zu, die Gefühle kognitiv zu kontrollieren. Wir können unsere Emotionsregungen rational zügeln und so auch ihre Wirkungen auf unser Handeln unterdrücken oder ändern. Nur so ist für uns Menschen moralisch korrektes Agieren denkbar, und damit lässt sich auch das im Anfang des ersten Kapitels angeführte Zitat Descartes erklären, dass wir mit der Kraft unserer Gefühle unser Leben positiv gestalten können [¿] Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes: Inhaltsangabe:Einleitung: 1649 veröffentlichte der französische Philosoph René Descartes seine Abhandlungen über die Leidenschaften der Seele (frz. Les passions de l¿âme). In diesem Werk beschäftigt er sich mit der Entstehung von Affekten und Gefühlen, die er nicht nur kategorisch einteilt, sondern auch versucht, ihre Existenz und ihr Auftreten zu erklären. Nach genauen Beobachtungen von Menschen und ihren Gefühlen, sowie der Erforschung des eigenen Körpers hat er Thesen aufgestellt, mit denen er Emotionen begreifen möchte. Descartes geht davon aus, dass alles, was unsere Seele erleidet, sei es Trauer, Hass, Liebe, Freude oder ähnliche Empfindungen, durch natürliche Zusammenhänge, also rein mechanisch wirkende Vorgänge, abläuft. In seinen Ausführungen versucht Descartes folglich alle körperlichen Funktionen, die zu den verschiedenen Gefühlslagen führen und nach seiner Meinung mit ihnen notwendig einhergehen, darzulegen. Zudem stellt er die These auf, dass alle Emotionen Wirkungen auf den Menschen, seine körperlichen Reaktionen und Handlungen haben, die gut oder schlecht für den Lebensalltag sind. Inwiefern die Leidenschaften für uns nützlich sind und auf welche Art und Weise wir auf sie hören oder sie lieber beseitigen sollen, möchte Descartes in seinem Werk aufzeigen. Doch das Thema der Emotionen ist kein einfaches und wurde nicht nur im 17. Jahrhundert thematisiert. In der antiken Philosophie wurden Gefühle in erster Linie in ethischen Debatten angeführt. Gefühlen wurden in jenen Zeiten kein hoher Wert zugesprochen, es galt sie zu zügeln, um moralisch korrektes Handeln ermöglichen zu können. Wer sich am wenigsten seinen Gefühlsregungen hingab, galt als starker und ethisch korrekter Mensch. Dass Gefühle einen rationalen Charakter haben könnten, so wie man bei Descartes¿ Theorien über ihren Nutzen für den Lebensalltag vermuten kann, beachtete man nicht. Viele Denker zur Zeit Descartes¿, im 19. Jahrhundert und sogar noch heute, debattieren schließlich weiter über Gefühle, entwickeln Descartes¿ Positionen weiter oder widersprechen seinen Behauptungen. Darüber, dass Gefühle einen bestimmten Nutzen für unser Leben haben, sind sich aber heute die meisten Philosophen einig. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern die Vernunft bei der Entstehung und der Erhaltung von Gefühlen eine Rolle spielt. Denn sind Emotionen für uns nützlich, beurteilen sie scheinbar Sachlagen und informieren uns über Situationen, in denen wir sie empfinden. Somit liegt es nahe, ihnen einen kognitiven Gehalt zuzusprechen. Ist ein solcher Gehalt denkbar oder sind Emotionen doch bloß phänomenale Erscheinungen Wenn eine Art von Kognition auszumachen ist, kann man diese Fähigkeit dann den Gefühlen selbst zuschreiben oder spielt doch unsere mehr oder weniger bewusste Bewertung eines Ereignisses eine Rolle bei der Entstehung und Empfindung von Gefühlen Zunächst möchte ich in meiner Arbeit die Ausführungen Descartes¿ durchleuchten, um daran das Auftreten der Emotionen zu erläutern und die Rolle der Kognition somit herauszustellen (Kapitel 2 und 3). Dabei soll vor allem sein Traktat über die Leidenschaften der Seele als Primärtext fungieren, aber auch andere Texte Descartes¿ als Grundlage dienen, die Aufschluss über die Frage nach der Kognition bei Gefühlen geben können. 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Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes - Anne Schneider
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Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes - neues Buch

2012, ISBN: 9783842831544

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Inhaltsangabe:Einleitung: 1649 veröffentlichte der französische Philosoph René Descartes seine Abhandlungen über die Leidenschaften der Seele (frz. Les passions de l‘âme). In diesem Werk beschäftigt er sich mit der Entstehung von Affekten und Gefühlen, die er nicht nur kategorisch einteilt, sondern auch versucht, ihre Existenz und ihr Auftreten zu erklären. Nach genauen Beobachtungen von Menschen und ihren Gefühlen, sowie der Erforschung des eigenen Körpers hat er Thesen aufgestellt, mit denen er Emotionen begreifen möchte. Descartes geht davon aus, dass alles, was unsere Seele erleidet, sei es Trauer, Hass, Liebe, Freude oder ähnliche Empfindungen, durch natürliche Zusammenhänge, also rein mechanisch wirkende Vorgänge, abläuft. In seinen Ausführungen versucht Descartes folglich alle körperlichen Funktionen, die zu den verschiedenen Gefühlslagen führen und nach seiner Meinung mit ihnen notwendig einhergehen, darzulegen. Zudem stellt er die These auf, dass alle Emotionen Wirkungen auf den Menschen, seine körperlichen Reaktionen und Handlungen haben, die gut oder schlecht für den Lebensalltag sind. Inwiefern die Leidenschaften für uns nützlich sind und auf welche Art und Weise wir auf sie hören oder sie lieber beseitigen sollen, möchte Descartes in seinem Werk aufzeigen. Doch das Thema der Emotionen ist kein einfaches und wurde nicht nur im 17. Jahrhundert thematisiert. In der antiken Philosophie wurden Gefühle in erster Linie in ethischen Debatten angeführt. Gefühlen wurden in jenen Zeiten kein hoher Wert zugesprochen, es galt sie zu zügeln, um moralisch korrektes Handeln ermöglichen zu können. Wer sich am wenigsten seinen Gefühlsregungen hingab, galt als starker und ethisch korrekter Mensch. Dass Gefühle einen rationalen Charakter haben könnten, so wie man bei Descartes‘ Theorien über ihren Nutzen für den Lebensalltag vermuten kann, beachtete man nicht. Viele Denker zur Zeit Descartes‘, im 19. Jahrhundert und sogar noch heute, debattieren schliesslich weiter über Gefühle, entwickeln Descartes‘ Positionen weiter oder widersprechen seinen Behauptungen. Darüber, dass Gefühle einen bestimmten Nutzen für unser Leben haben, sind sich aber heute die meisten Philosophen einig. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern die Vernunft bei der Entstehung und der Erhaltung von Gefühlen eine Rolle spielt. Denn sind Emotionen für uns nützlich, beurteilen sie scheinbar Sachlagen und informieren uns über Situationen, in denen wir sie empfinden. Somit liegt es nahe, ihnen einen kognitiven Gehalt zuzusprechen. Ist ein solcher Gehalt denkbar oder sind Emotionen doch bloss phänomenale Erscheinungen? Wenn eine Art von Kognition auszumachen ist, kann man diese Fähigkeit dann den Gefühlen selbst zuschreiben oder spielt doch unsere mehr oder weniger bewusste Bewertung eines Ereignisses eine Rolle bei der Entstehung und Empfindung von Gefühlen? Zunächst möchte ich in meiner Arbeit die Ausführungen Descartes‘ durchleuchten, um daran das Auftreten der Emotionen zu erläutern und die Rolle der Kognition somit herauszustellen (Kapitel 2 und 3). Dabei soll vor allem sein Traktat über die Leidenschaften der Seele als Primärtext fungieren, aber auch andere Texte Descartes‘ als Grundlage dienen, die Aufschluss über die Frage nach der Kognition bei Gefühlen geben können. Anschliessend möchte ich im vierten Kapitel das aufgegriffene Thema anhand der aktuellen Debatten durchleuchten, die teilweise auf Descartes‘ Überlegungen zurückgreifen und in dessen Ausführungen Hinweise auf einen in Emotionen selbst liegenden kognitiven Gehalt suchen, aber auch weitere Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage nach diesem kognitiven Gehalt geben. Um eine allgemeine Kritik an Descartes‘ frühen Theorien in der aktuellen Debatte werde ich dabei nicht umhinkommen. Dadurch soll deutlich werden, inwieweit Descartes‘ Werke die nachfolgenden Überlegungen in der philosophischen Emotionstheorie vorangebracht haben und wo es dennoch Streitpunkte oder Weiterentwicklungen gibt. Da sich diese Stellungnahmen nicht nur auf die Frage nach der Kognition beziehen, widme ich diesem Thema ein ganzes abschliessendes Kapitel (Kapitel 5). Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung3 2.Gefühle und ihr positiver Nutzen5 3.Die Rolle der Kognition bei Emotionen im 17. Jahrhundert15 4.Das Problem der Kognition von Emotionen in der gegenwärtigen Debatte26 4.1Kritisch Examensarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Neuzeit (ca. 1350 - 1600), Note: 1,3, Universität Paderborn (Kulturwissenschaften), Sprache: Deutsch eBook eBooks>Fachbücher>Philosophie, Diplom.de

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Das Verhältnis von Emotion und Kognition bei René Descartes - Anne Schneider
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2012, ISBN: 9783842831544

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Examensarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Neuzeit (ca. 1350 - 1600), Note: 1,3, Universität Paderborn (Kulturwissenschaften), Sprache: Deutsch Inhaltsangabe:Einleitung:1649 veröffentlichte der französische Philosoph René Descartes seine Abhandlungen über die Leidenschaften der Seele (frz. Les passions de l?âme). In diesem Werk beschäftigt er sich mit der Entstehung von Affekten und Gefühlen, die er nicht nur kategorisch einteilt, sondern auch versucht, ihre Existenz und ihr Auftreten zu erklären. Nach genauen Beobachtungen von Menschen und ihren Gefühlen, sowie der Erforschung des eigenen Körpers hat er Thesen aufgestellt, mit denen er Emotionen begreifen möchte. Descartes geht davon aus, dass alles, was unsere Seele erleidet, sei es Trauer, Hass, Liebe, Freude oder ähnliche Empfindungen, durch natürliche Zusammenhänge, also rein mechanisch wirkende Vorgänge, abläuft. In seinen Ausführungen versucht Descartes folglich alle körperlichen Funktionen, die zu den verschiedenen Gefühlslagen führen und nach seiner Meinung mit ihnen notwendig einhergehen, darzulegen. Zudem stellt er die These auf, dass alle Emotionen Wirkungen auf den Menschen, seine körperlichen Reaktionen und Handlungen haben, die gut oder schlecht für den Lebensalltag sind. Inwiefern die Leidenschaften für uns nützlich sind und auf welche Art und Weise wir auf sie hören oder sie lieber beseitigen sollen, möchte Descartes in seinem Werk aufzeigen. Doch das Thema der Emotionen ist kein einfaches und wurde nicht nur im 17. Jahrhundert thematisiert. In der antiken Philosophie wurden Gefühle in erster Linie in ethischen Debatten angeführt. Gefühlen wurden in jenen Zeiten kein hoher Wert zugesprochen, es galt sie zu zügeln, um moralisch korrektes Handeln ermöglichen zu können. Wer sich am wenigsten seinen Gefühlsregungen hingab, galt als starker und ethisch korrekter Mensch. Dass Gefühle einen rationalen Charakter haben könnten, so wie man bei Descartes? Theorien über ihren Nutzen für den Lebensalltag vermuten kann, beachtete man nicht. Viele Denker zur Zeit Descartes?, im 19. Jahrhundert und sogar noch heute, debattieren schließlich weiter über Gefühle, entwickeln Descartes? Positionen weiter oder widersprechen seinen Behauptungen. Darüber, dass Gefühle einen bestimmten Nutzen für unser Leben haben, sind sich aber heute die meisten Philosophen einig. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern die Vernunft bei der Entstehung und der Erhaltung von Gefühlen eine Rolle spielt. Denn sind Emotionen für uns nützlich, beurteilen sie scheinbar Sachlagen und informieren uns über Situationen, in denen wir sie empfinden. Somit liegt es nahe, ihnen einen kognitiven Gehalt zuzusprechen. Ist ein solcher Gehalt denkbar oder sind Emotionen doch bloß phänomenale Erscheinungen? Wenn eine Art von Kognition auszumachen ist, kann man diese Fähigkeit dann den Gefühlen selbst zuschreiben oder spielt doch unsere mehr oder weniger bewusste Bewertung eines Ereignisses eine Rolle bei der Entstehung und Empfindung von Gefühlen? Zunächst möchte ich in meiner Arbeit die Ausführungen Descartes? durchleuchten, um daran das Auftreten der Emotionen zu erläutern und die Rolle der Kognition somit herauszustellen (Kapitel 2 und 3). Dabei soll vor allem sein Traktat über die Leidenschaften der Seele als Primärtext fungieren, aber auch andere Texte Descartes? als Grundlage dienen, die Aufschluss über die Frage nach der Kognition bei Gefühlen geben können. Anschließend möchte ich im vierten Kapitel das aufgegriffene Thema anhand der aktuellen Debatten durchleuchten, die teilweise auf Descartes? Überlegungen zurückgreifen und in dessen Ausführungen Hinweise auf einen in Emotionen selbst liegenden kognitiven Gehalt suchen, aber auch weitere Anhaltspunkte zur Beantwortung der Frage nach diesem kognitiven Gehalt geben. Um eine allgemeine Kritik an Descartes? frühen Theorien in der aktuellen Debatte werde ich dabei nicht umhinkommen. Dadurch soll deutlich werden, inwieweit Descartes? Werke die nachfolgenden Überlegungen in der philosophischen Emotionstheorie vorangebracht haben und wo es dennoch Streitpunkte oder Weiter eBooks / Fachbücher / Philosophie, Diplom.de

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