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Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - K. Nirtak
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K. Nirtak:
Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - neues Buch

2009, ISBN: 9783842814219

ID: 9783842814219

Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastung der Abgeltungsteuer auf Zins- und Dividendenerträge wird im sechsten Kapitel dargestellt, sowie an Vergleichsrechnungen verstärkt. Kapitel sieben befasst sich ausschließlich mit privaten Veräußerungengeschäften und der Ausstattung der verschiedenen Kapitalanlagen. Im achten Kapitel wird die neue Verlustverrechnung vorgestellt. Die Wirkung der Abgeltungsteuereinführung auf verschiedene Vorsorgeverträge wird in Kapitel neun veranschaulicht. Schließlich wird in Kapitel zehn auf die Gefahren durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Somit schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung in Kapitel elf ab.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Ziel der Arbeit2 1.3Vorgehensweise der Bearbeitung3 2.Theoretische Grundlagen4 2.1Begriffsbestimmung4 2.2Gründe der Abgeltungsteuereinführung7 3.Auswirkung der Abgeltungsteuer auf Kapitalvermögen9 3.1Von der Abgeltungsteuer erfasstes Kapitalvermögen9 3.2Von der Abgeltungsteuer nicht erfasstes Kapitalvermögen10 4.Veranlagung zur Besteuerung13 4.1Pflichtveranlagung13 4.2Freiwillige Veranlagung14 5.Änderungen durch die Abgeltungsteuer15 5.1Werbungskosten15 5.2Sparerpauschbetrag15 5.3Kirchensteuer16 5.4Steuerbescheinigung17 5.5Depotübertragung18 6.Erträge aus Kapitalanlagen20 6.1Zinserträge20 6.1.1Vergleichsrechnungen zu Zinserträgen22 6.2Dividendenerträge23 6.2.1Vergleichsrechnungen zu Dividendenerträgen24 6.2.2Vom Halbeinkünfteverfahren zum Teileinkünfteverfahren25 7.Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte)26 7.1Direktanlagen26 7.1.1Aktien26 7.1.2Immobilien27 7.2Investmentfondsanlagen28 7.2.1Aktienfonds29 7.2.2Renten- und Geldmarktfonds32 7.2.3Offene Immobilienfonds33 7.2.4Dach- und Mischfonds35 7.2.5Fondssparpläne35 7.3Unternehmerische Beteiligungen36 7.3.1Geschlossene Immobilienfonds38 7.3.2Geschlossene Schiffsfonds40 7.3.3Geschlossene Containerfonds41 7.3.4Geschlossene Flugzeugfonds42 7.3.5Geschlossene Umweltfonds43 7.3.6Geschlossene Lebensversicherungsfonds43 7.4Sonstige Kapitalanlagen44 7.5Allgemeine Änderungen bei Spekulationsgeschäften46 8.Verlustverrechnung47 8.1Verlustverrechnungstöpfe47 8.2Verrechnung von Kapitalerträgen und Aktienveräußerungen48 8.2.1Fallbeispiel zur Verlustverrechnung49 8.2.2Verlustverrechnung bei Ehepaaren52 8.3Verrechnung von ausländischen Quellensteuern54 9.Auswirkungen auf die Besteuerung von Vorsorgeverträgen56 9.1Private Rentenversicherungen56 9.1.1Versorgungslücke57 9.2Riester-Rente58 9.3Rürup-Rente59 9.4Lebensversicherungen60 9.5Bausparen61 10.Drohende Gefahren durch die Abgeltungsteuer63 11.Zusammenfassung64 LiteraturverzeichnisVITextprobe:Textprobe: Kapitel 7, Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte): 7.1, Direktanlagen: Bei der Direktanlage, z. B. in Aktien oder Immobilien, steht und fällt die Rendite mit der Kursentwicklung eines einzigen Vermögenswertes. Dementsprechend hoch ist das Verlustrisiko bei Kursschwankungen. Allerdings bieten Direktanlagen auch enorme Gewinnchancen. Direktanlagen eignen sich besonders für vermögende Privatkunden, da sie über viel Kapital verfügen, das in der nächsten Zeit nicht benötigt wird. Denn nur größere Investitionen versprechen bei einer Direktanlage auch hohe Gewinne. 7.1.1, Aktien: Vermögende Privatkunden wurden durch die Abgeltungsteuereinführung schwer belastet, wenn sie ihr Vermögen in Aktienwerten angelegt haben. Dividendenerträge sind mittlerweile in voller Höhe steuerpflichtig, da das Halbeinkünfteverfahren für Privatvermögen abgeschafft wurde. Im Gegenzug hat der Staat allerdings auch die Unternehmensteuer gesenkt. Dies sollte für höhere Unternehmensgewinne und dadurch auch für höhere Dividenden, sowie größeres Kurspotenzial sorgen. Auch die einst steuerfreien Veräußerungsgewinne haben ihre Bedeutung verloren. Aktien konnten durch die Spekulationsfrist steuerfrei verkauft werden, sofern sie zwölf Monate im Depot verweilten. Betrug die Haltedauer weniger als ein Jahr, wurden die Veräußerungsgewinne durch das Halbeinkünfteverfahren lediglich zur Hälfte mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Mittlerweile erfolgt die uneingeschränkte Besteuerung von Kursgewinnen, da die Spekulationsfrist und das Halbeinkünfteverfahren für Aktienverkäufe weggefallen ist, wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist, was zu einer sinkenden Rentabilität in der Aktienanlage führt. Lediglich die bis zum 31.12.2008 gekauften Aktien unterliegen dem Bestandsschutz und bleiben steuerfrei, wenn sie nach Ablauf der einjährigen Haltedauer veräußert werden. Langfristig jedoch verspricht die Aktienanlage immer noch die höchste Rendite. Diese Chance lassen sich auch wohlhabende Privatkunden nicht entgehen. Zudem stellt die einjährige Spekulationsfrist für kurzfristig orientierte Anleger kein Hindernis bei der Verkaufsentscheidung mehr da. 7.1.2, Immobilien: Gewinne aus der privaten Veräußerung von Immobilien unterliegen nicht der Abgeltungsteuer, sofern es sich um eine eigen genutzte Immobilie handelt. Dabei ist Voraussetzung, dass der Eigentümer selbst Bauherr ist oder mindestens zwei Jahre in dem Wohneigentum gelebt hat. Bei einer vermieteten Immobilie und Gewerbeobjekten fallen ebenfalls, auch nach neuem Steuerrecht, keine abgeltungsteuerpflichtigen Veräußerungs erlöse an, wenn die Immobilie erst nach einer zehnjährigen Haltefrist weiterverkauft wird. Bei Verkauf innerhalb dieser Frist unterliegen die Gewinne dem persönlichen Einkommensteuersatz und nicht der Abgeltungsteuer. 7.2, Investmentfondsanlagen: Auch bei der Anlage in Fonds wurde der steuerfreie Verkauf nach einem Jahr Haltedauer abgeschafft. Gewinne aus der Veräußerung oder Rückgabe von Anteilen aus Investmentfonds sind demzufolge in vollem Umfang abgeltungsteuerpflichtig. Zudem wird seit dem Jahr 2009 bei der laufenden Besteuerung der Zins und Dividendenerträge zwischen Ausschüttung und Thesaurierung des Investmentfonds unterschieden. Ausschüttung: Bei der Ausschüttung unterliegen die Investmenterträge der sofortigen abgeltenden Besteuerung. Thesaurierung: Thesauriert der Investmentfonds die Erträge, sind diese vorab steuerfrei. Erst über die Erfassung des Wertzuwachses bei der Veräußerung des Investmentfonds, erfolgt eine nachträgliche Besteuerung (Stundungseffekt) Gewinne aus Anteilsveräußerungen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, unterliegen grundsätzlich noch der alten Spekulationsbesteuerung und sind demnach nach einjähriger Haltedauer steuerfrei. Bei Investmentfonds handelt es sich in der Regel um offene Fonds. Hierbei wird das Geld nach vorher festgelegten Prinzipien angelegt, z. B. in Aktien, Renten, am Geldmarkt, in offene Immobilienfonds oder in festverzinsliche Wertpapiere. Der Vorteil von offenen Fonds ist es, dass sich ein Kapitalanleger ab 50 Euro im Monat am Fondsvermögen beteiligen kann. Zudem werden sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht, was sie einerseits gegenüber einer Direktanlage sicherer macht, andererseits allerdings geringer Renditechancen bietet. Der Ausstieg aus den Vermögenswerten ist für den Anleger bei offenen Fonds grundsätzlich jederzeit möglich. 7.2.1, Aktienfonds: Aktienfonds verhalten sich bei der steuerliche Behandlung ähnlich wie Aktien in der Direktanlage. Denn sowohl die Kursgewinne aus Aktienveräußerungen, als auch die Erträge aus Fondsanteilen, werden mit der Abgeltungsteuer belastet. Neben der Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist, entfällt für Dividenden aus Aktienfonds das Halbeinkünfteverfahren. Allerdings besteht bei der Aktienfondsanlage der Vorteil, dass das Verlustrisiko durch breite Streuung der Aktienwerte reduziert werden kann und trotzdem konstante Wertsteigerungschancen möglich sind. Außerdem profitiert der Aktienfonds gegenüber der Aktiendirektanlage, dank der neu geschaffenen Verlustverrechnung, da mögliche Verluste mit Zinsen und Dividenden aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden können. Des Weiteren wird die langfristige Aktienfondsanlage aufgrund besserer Renditechancen, gegenüber Renten und Geldmarktfonds, belohnt. Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden: Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastun, Diplomica Verlag

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Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - K. Nirtak
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Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - neues Buch

2009, ISBN: 9783842814219

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Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastung der Abgeltungsteuer auf Zins- und Dividendenerträge wird im sechsten Kapitel dargestellt, sowie an Vergleichsrechnungen verstärkt. Kapitel sieben befasst sich ausschließlich mit privaten Veräußerungengeschäften und der Ausstattung der verschiedenen Kapitalanlagen. Im achten Kapitel wird die neue Verlustverrechnung vorgestellt. Die Wirkung der Abgeltungsteuereinführung auf verschiedene Vorsorgeverträge wird in Kapitel neun veranschaulicht. Schließlich wird in Kapitel zehn auf die Gefahren durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Somit schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung in Kapitel elf ab.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Ziel der Arbeit2 1.3Vorgehensweise der Bearbeitung3 2.Theoretische Grundlagen4 2.1Begriffsbestimmung4 2.2Gründe der Abgeltungsteuereinführung7 3.Auswirkung der Abgeltungsteuer auf Kapitalvermögen9 3.1Von der Abgeltungsteuer erfasstes Kapitalvermögen9 3.2Von der Abgeltungsteuer nicht erfasstes Kapitalvermögen10 4.Veranlagung zur Besteuerung13 4.1Pflichtveranlagung13 4.2Freiwillige Veranlagung14 5.Änderungen durch die Abgeltungsteuer15 5.1Werbungskosten15 5.2Sparerpauschbetrag15 5.3Kirchensteuer16 5.4Steuerbescheinigung17 5.5Depotübertragung18 6.Erträge aus Kapitalanlagen20 6.1Zinserträge20 6.1.1Vergleichsrechnungen zu Zinserträgen22 6.2Dividendenerträge23 6.2.1Vergleichsrechnungen zu Dividendenerträgen24 6.2.2Vom Halbeinkünfteverfahren zum Teileinkünfteverfahren25 7.Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte)26 7.1Direktanlagen26 7.1.1Aktien26 7.1.2Immobilien27 7.2Investmentfondsanlagen28 7.2.1Aktienfonds29 7.2.2Renten- und Geldmarktfonds32 7.2.3Offene Immobilienfonds33 7.2.4Dach- und Mischfonds35 7.2.5Fondssparpläne35 7.3Unternehmerische Beteiligungen36 7.3.1Geschlossene Immobilienfonds38 7.3.2Geschlossene Schiffsfonds40 7.3.3Geschlossene Containerfonds41 7.3.4Geschlossene Flugzeugfonds42 7.3.5Geschlossene Umweltfonds43 7.3.6Geschlossene Lebensversicherungsfonds43 7.4Sonstige Kapitalanlagen44 7.5Allgemeine Änderungen bei Spekulationsgeschäften46 8.Verlustverrechnung47 8.1Verlustverrechnungstöpfe47 8.2Verrechnung von Kapitalerträgen und Aktienveräußerungen48 8.2.1Fallbeispiel zur Verlustverrechnung49 8.2.2Verlustverrechnung bei Ehepaaren52 8.3Verrechnung von ausländischen Quellensteuern54 9.Auswirkungen auf die Besteuerung von Vorsorgeverträgen56 9.1Private Rentenversicherungen56 9.1.1Versorgungslücke57 9.2Riester-Rente58 9.3Rürup-Rente59 9.4Lebensversicherungen60 9.5Bausparen61 10.Drohende Gefahren durch die Abgeltungsteuer63 11.Zusammenfassung64 LiteraturverzeichnisVITextprobe:Textprobe: Kapitel 7, Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte): 7.1, Direktanlagen: Bei der Direktanlage, z. B. in Aktien oder Immobilien, steht und fällt die Rendite mit der Kursentwicklung eines einzigen Vermögenswertes. Dementsprechend hoch ist das Verlustrisiko bei Kursschwankungen. Allerdings bieten Direktanlagen auch enorme Gewinnchancen. Direktanlagen eignen sich besonders für vermögende Privatkunden, da sie über viel Kapital verfügen, das in der nächsten Zeit nicht benötigt wird. Denn nur größere Investitionen versprechen bei einer Direktanlage auch hohe Gewinne. 7.1.1, Aktien: Vermögende Privatkunden wurden durch die Abgeltungsteuereinführung schwer belastet, wenn sie ihr Vermögen in Aktienwerten angelegt haben. Dividendenerträge sind mittlerweile in voller Höhe steuerpflichtig, da das Halbeinkünfteverfahren für Privatvermögen abgeschafft wurde. Im Gegenzug hat der Staat allerdings auch die Unternehmensteuer gesenkt. Dies sollte für höhere Unternehmensgewinne und dadurch auch für höhere Dividenden, sowie größeres Kurspotenzial sorgen. Auch die einst steuerfreien Veräußerungsgewinne haben ihre Bedeutung verloren. Aktien konnten durch die Spekulationsfrist steuerfrei verkauft werden, sofern sie zwölf Monate im Depot verweilten. Betrug die Haltedauer weniger als ein Jahr, wurden die Veräußerungsgewinne durch das Halbeinkünfteverfahren lediglich zur Hälfte mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Mittlerweile erfolgt die uneingeschränkte Besteuerung von Kursgewinnen, da die Spekulationsfrist und das Halbeinkünfteverfahren für Aktienverkäufe weggefallen ist, wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist, was zu einer sinkenden Rentabilität in der Aktienanlage führt. Lediglich die bis zum 31.12.2008 gekauften Aktien unterliegen dem Bestandsschutz und bleiben steuerfrei, wenn sie nach Ablauf der einjährigen Haltedauer veräußert werden. Langfristig jedoch verspricht die Aktienanlage immer noch die höchste Rendite. Diese Chance lassen sich auch wohlhabende Privatkunden nicht entgehen. Zudem stellt die einjährige Spekulationsfrist für kurzfristig orientierte Anleger kein Hindernis bei der Verkaufsentscheidung mehr da. 7.1.2, Immobilien: Gewinne aus der privaten Veräußerung von Immobilien unterliegen nicht der Abgeltungsteuer, sofern es sich um eine eigen genutzte Immobilie handelt. Dabei ist Voraussetzung, dass der Eigentümer selbst Bauherr ist oder mindestens zwei Jahre in dem Wohneigentum gelebt hat. Bei einer vermieteten Immobilie und Gewerbeobjekten fallen ebenfalls, auch nach neuem Steuerrecht, keine abgeltungsteuerpflichtigen Veräußerungs erlöse an, wenn die Immobilie erst nach einer zehnjährigen Haltefrist weiterverkauft wird. Bei Verkauf innerhalb dieser Frist unterliegen die Gewinne dem persönlichen Einkommensteuersatz und nicht der Abgeltungsteuer. 7.2, Investmentfondsanlagen: Auch bei der Anlage in Fonds wurde der steuerfreie Verkauf nach einem Jahr Haltedauer abgeschafft. Gewinne aus der Veräußerung oder Rückgabe von Anteilen aus Investmentfonds sind demzufolge in vollem Umfang abgeltungsteuerpflichtig. Zudem wird seit dem Jahr 2009 bei der laufenden Besteuerung der Zins und Dividendenerträge zwischen Ausschüttung und Thesaurierung des Investmentfonds unterschieden. Ausschüttung: Bei der Ausschüttung unterliegen die Investmenterträge der sofortigen abgeltenden Besteuerung. Thesaurierung: Thesauriert der Investmentfonds die Erträge, sind diese vorab steuerfrei. Erst über die Erfassung des Wertzuwachses bei der Veräußerung des Investmentfonds, erfolgt eine nachträgliche Besteuerung (Stundungseffekt) Gewinne aus Anteilsveräußerungen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, unterliegen grundsätzlich noch der alten Spekulationsbesteuerung und sind demnach nach einjähriger Haltedauer steuerfrei. Bei Investmentfonds handelt es sich in der Regel um offene Fonds. Hierbei wird das Geld nach vorher festgelegten Prinzipien angelegt, z. B. in Aktien, Renten, am Geldmarkt, in offene Immobilienfonds oder in festverzinsliche Wertpapiere. Der Vorteil von offenen Fonds ist es, dass sich ein Kapitalanleger ab 50 Euro im Monat am Fondsvermögen beteiligen kann. Zudem werden sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht, was sie einerseits gegenüber einer Direktanlage sicherer macht, andererseits allerdings geringer Renditechancen bietet. Der Ausstieg aus den Vermögenswerten ist für den Anleger bei offenen Fonds grundsätzlich jederzeit möglich. 7.2.1, Aktienfonds: Aktienfonds verhalten sich bei der steuerliche Behandlung ähnlich wie Aktien in der Direktanlage. Denn sowohl die Kursgewinne aus Aktienveräußerungen, als auch die Erträge aus Fondsanteilen, werden mit der Abgeltungsteuer belastet. Neben der Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist, entfällt für Dividenden aus Aktienfonds das Halbeinkünfteverfahren. Allerdings besteht bei der Aktienfondsanlage der Vorteil, dass das Verlustrisiko durch breite Streuung der Aktienwerte reduziert werden kann und trotzdem konstante Wertsteigerungschancen möglich sind. Außerdem profitiert der Aktienfonds gegenüber der Aktiendirektanlage, dank der neu geschaffenen Verlustverrechnung, da mögliche Verluste mit Zinsen und Dividenden aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden können. Des Weiteren wird die langfristige Aktienfondsanlage aufgrund besserer Renditechancen, gegenüber Renten und Geldmarktfonds, belohnt. Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden: Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastu, Diplomica Verlag

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2009, ISBN: 9783842814219

ID: 9783842814219

Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastung der Abgeltungsteuer auf Zins- und Dividendenerträge wird im sechsten Kapitel dargestellt, sowie an Vergleichsrechnungen verstärkt. Kapitel sieben befasst sich ausschließlich mit privaten Veräußerungengeschäften und der Ausstattung der verschiedenen Kapitalanlagen. Im achten Kapitel wird die neue Verlustverrechnung vorgestellt. Die Wirkung der Abgeltungsteuereinführung auf verschiedene Vorsorgeverträge wird in Kapitel neun veranschaulicht. Schließlich wird in Kapitel zehn auf die Gefahren durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Somit schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung in Kapitel elf ab.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Ziel der Arbeit2 1.3Vorgehensweise der Bearbeitung3 2.Theoretische Grundlagen4 2.1Begriffsbestimmung4 2.2Gründe der Abgeltungsteuereinführung7 3.Auswirkung der Abgeltungsteuer auf Kapitalvermögen9 3.1Von der Abgeltungsteuer erfasstes Kapitalvermögen9 3.2Von der Abgeltungsteuer nicht erfasstes Kapitalvermögen10 4.Veranlagung zur Besteuerung13 4.1Pflichtveranlagung13 4.2Freiwillige Veranlagung14 5.Änderungen durch die Abgeltungsteuer15 5.1Werbungskosten15 5.2Sparerpauschbetrag15 5.3Kirchensteuer16 5.4Steuerbescheinigung17 5.5Depotübertragung18 6.Erträge aus Kapitalanlagen20 6.1Zinserträge20 6.1.1Vergleichsrechnungen zu Zinserträgen22 6.2Dividendenerträge23 6.2.1Vergleichsrechnungen zu Dividendenerträgen24 6.2.2Vom Halbeinkünfteverfahren zum Teileinkünfteverfahren25 7.Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte)26 7.1Direktanlagen26 7.1.1Aktien26 7.1.2Immobilien27 7.2Investmentfondsanlagen28 7.2.1Aktienfonds29 7.2.2Renten- und Geldmarktfonds32 7.2.3Offene Immobilienfonds33 7.2.4Dach- und Mischfonds35 7.2.5Fondssparpläne35 7.3Unternehmerische Beteiligungen36 7.3.1Geschlossene Immobilienfonds38 7.3.2Geschlossene Schiffsfonds40 7.3.3Geschlossene Containerfonds41 7.3.4Geschlossene Flugzeugfonds42 7.3.5Geschlossene Umweltfonds43 7.3.6Geschlossene Lebensversicherungsfonds43 7.4Sonstige Kapitalanlagen44 7.5Allgemeine Änderungen bei Spekulationsgeschäften46 8.Verlustverrechnung47 8.1Verlustverrechnungstöpfe47 8.2Verrechnung von Kapitalerträgen und Aktienveräußerungen48 8.2.1Fallbeispiel zur Verlustverrechnung49 8.2.2Verlustverrechnung bei Ehepaaren52 8.3Verrechnung von ausländischen Quellensteuern54 9.Auswirkungen auf die Besteuerung von Vorsorgeverträgen56 9.1Private Rentenversicherungen56 9.1.1Versorgungslücke57 9.2Riester-Rente58 9.3Rürup-Rente59 9.4Lebensversicherungen60 9.5Bausparen61 10.Drohende Gefahren durch die Abgeltungsteuer63 11.Zusammenfassung64 LiteraturverzeichnisVITextprobe:Textprobe: Kapitel 7, Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte): 7.1, Direktanlagen: Bei der Direktanlage, z. B. in Aktien oder Immobilien, steht und fällt die Rendite mit der Kursentwicklung eines einzigen Vermögenswertes. Dementsprechend hoch ist das Verlustrisiko bei Kursschwankungen. Allerdings bieten Direktanlagen auch enorme Gewinnchancen. Direktanlagen eignen sich besonders für vermögende Privatkunden, da sie über viel Kapital verfügen, das in der nächsten Zeit nicht benötigt wird. Denn nur größere Investitionen versprechen bei einer Direktanlage auch hohe Gewinne. 7.1.1, Aktien: Vermögende Privatkunden wurden durch die Abgeltungsteuereinführung schwer belastet, wenn sie ihr Vermögen in Aktienwerten angelegt haben. Dividendenerträge sind mittlerweile in voller Höhe steuerpflichtig, da das Halbeinkünfteverfahren für Privatvermögen abgeschafft wurde. Im Gegenzug hat der Staat allerdings auch die Unternehmensteuer gesenkt. Dies sollte für höhere Unternehmensgewinne und dadurch auch für höhere Dividenden, sowie größeres Kurspotenzial sorgen. Auch die einst steuerfreien Veräußerungsgewinne haben ihre Bedeutung verloren. Aktien konnten durch die Spekulationsfrist steuerfrei verkauft werden, sofern sie zwölf Monate im Depot verweilten. Betrug die Haltedauer weniger als ein Jahr, wurden die Veräußerungsgewinne durch das Halbeinkünfteverfahren lediglich zur Hälfte mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Mittlerweile erfolgt die uneingeschränkte Besteuerung von Kursgewinnen, da die Spekulationsfrist und das Halbeinkünfteverfahren für Aktienverkäufe weggefallen ist, wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist, was zu einer sinkenden Rentabilität in der Aktienanlage führt. Lediglich die bis zum 31.12.2008 gekauften Aktien unterliegen dem Bestandsschutz und bleiben steuerfrei, wenn sie nach Ablauf der einjährigen Haltedauer veräußert werden. Langfristig jedoch verspricht die Aktienanlage immer noch die höchste Rendite. Diese Chance lassen sich auch wohlhabende Privatkunden nicht entgehen. Zudem stellt die einjährige Spekulationsfrist für kurzfristig orientierte Anleger kein Hindernis bei der Verkaufsentscheidung mehr da. 7.1.2, Immobilien: Gewinne aus der privaten Veräußerung von Immobilien unterliegen nicht der Abgeltungsteuer, sofern es sich um eine eigen genutzte Immobilie handelt. Dabei ist Voraussetzung, dass der Eigentümer selbst Bauherr ist oder mindestens zwei Jahre in dem Wohneigentum gelebt hat. Bei einer vermieteten Immobilie und Gewerbeobjekten fallen ebenfalls, auch nach neuem Steuerrecht, keine abgeltungsteuerpflichtigen Veräußerungs erlöse an, wenn die Immobilie erst nach einer zehnjährigen Haltefrist weiterverkauft wird. Bei Verkauf innerhalb dieser Frist unterliegen die Gewinne dem persönlichen Einkommensteuersatz und nicht der Abgeltungsteuer. 7.2, Investmentfondsanlagen: Auch bei der Anlage in Fonds wurde der steuerfreie Verkauf nach einem Jahr Haltedauer abgeschafft. Gewinne aus der Veräußerung oder Rückgabe von Anteilen aus Investmentfonds sind demzufolge in vollem Umfang abgeltungsteuerpflichtig. Zudem wird seit dem Jahr 2009 bei der laufenden Besteuerung der Zins und Dividendenerträge zwischen Ausschüttung und Thesaurierung des Investmentfonds unterschieden. Ausschüttung: Bei der Ausschüttung unterliegen die Investmenterträge der sofortigen abgeltenden Besteuerung. Thesaurierung: Thesauriert der Investmentfonds die Erträge, sind diese vorab steuerfrei. Erst über die Erfassung des Wertzuwachses bei der Veräußerung des Investmentfonds, erfolgt eine nachträgliche Besteuerung (Stundungseffekt) Gewinne aus Anteilsveräußerungen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, unterliegen grundsätzlich noch der alten Spekulationsbesteuerung und sind demnach nach einjähriger Haltedauer steuerfrei. Bei Investmentfonds handelt es sich in der Regel um offene Fonds. Hierbei wird das Geld nach vorher festgelegten Prinzipien angelegt, z. B. in Aktien, Renten, am Geldmarkt, in offene Immobilienfonds oder in festverzinsliche Wertpapiere. Der Vorteil von offenen Fonds ist es, dass sich ein Kapitalanleger ab 50 Euro im Monat am Fondsvermögen beteiligen kann. Zudem werden sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht, was sie einerseits gegenüber einer Direktanlage sicherer macht, andererseits allerdings geringer Renditechancen bietet. Der Ausstieg aus den Vermögenswerten ist für den Anleger bei offenen Fonds grundsätzlich jederzeit möglich. 7.2.1, Aktienfonds: Aktienfonds verhalten sich bei der steuerliche Behandlung ähnlich wie Aktien in der Direktanlage. Denn sowohl die Kursgewinne aus Aktienveräußerungen, als auch die Erträge aus Fondsanteilen, werden mit der Abgeltungsteuer belastet. Neben der Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist, entfällt für Dividenden aus Aktienfonds das Halbeinkünfteverfahren. Allerdings besteht bei der Aktienfondsanlage der Vorteil, dass das Verlustrisiko durch breite Streuung der Aktienwerte reduziert werden kann und trotzdem konstante Wertsteigerungschancen möglich sind. Außerdem profitiert der Aktienfonds gegenüber der Aktiendirektanlage, dank der neu geschaffenen Verlustverrechnung, da mögliche Verluste mit Zinsen und Dividenden aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden können. Des Weiteren wird die langfristige Aktienfondsanlage aufgrund besserer Renditechancen, gegenüber Renten und Geldmarktfonds, belohnt. Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden: Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belast, Diplomica Verlag

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Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - K. Nirtak
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K. Nirtak:
Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - neues Buch

2009, ISBN: 9783842814219

ID: 9783842814219

Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Belastung der Abgeltungsteuer auf Zins- und Dividendenerträge wird im sechsten Kapitel dargestellt, sowie an Vergleichsrechnungen verstärkt. Kapitel sieben befasst sich ausschließlich mit privaten Veräußerungengeschäften und der Ausstattung der verschiedenen Kapitalanlagen. Im achten Kapitel wird die neue Verlustverrechnung vorgestellt. Die Wirkung der Abgeltungsteuereinführung auf verschiedene Vorsorgeverträge wird in Kapitel neun veranschaulicht. Schließlich wird in Kapitel zehn auf die Gefahren durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Somit schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung in Kapitel elf ab.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Ziel der Arbeit2 1.3Vorgehensweise der Bearbeitung3 2.Theoretische Grundlagen4 2.1Begriffsbestimmung4 2.2Gründe der Abgeltungsteuereinführung7 3.Auswirkung der Abgeltungsteuer auf Kapitalvermögen9 3.1Von der Abgeltungsteuer erfasstes Kapitalvermögen9 3.2Von der Abgeltungsteuer nicht erfasstes Kapitalvermögen10 4.Veranlagung zur Besteuerung13 4.1Pflichtveranlagung13 4.2Freiwillige Veranlagung14 5.Änderungen durch die Abgeltungsteuer15 5.1Werbungskosten15 5.2Sparerpauschbetrag15 5.3Kirchensteuer16 5.4Steuerbescheinigung17 5.5Depotübertragung18 6.Erträge aus Kapitalanlagen20 6.1Zinserträge20 6.1.1Vergleichsrechnungen zu Zinserträgen22 6.2Dividendenerträge23 6.2.1Vergleichsrechnungen zu Dividendenerträgen24 6.2.2Vom Halbeinkünfteverfahren zum Teileinkünfteverfahren25 7.Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte)26 7.1Direktanlagen26 7.1.1Aktien26 7.1.2Immobilien27 7.2Investmentfondsanlagen28 7.2.1Aktienfonds29 7.2.2Renten- und Geldmarktfonds32 7.2.3Offene Immobilienfonds33 7.2.4Dach- und Mischfonds35 7.2.5Fondssparpläne35 7.3Unternehmerische Beteiligungen36 7.3.1Geschlossene Immobilienfonds38 7.3.2Geschlossene Schiffsfonds40 7.3.3Geschlossene Containerfonds41 7.3.4Geschlossene Flugzeugfonds42 7.3.5Geschlossene Umweltfonds43 7.3.6Geschlossene Lebensversicherungsfonds43 7.4Sonstige Kapitalanlagen44 7.5Allgemeine Änderungen bei Spekulationsgeschäften46 8.Verlustverrechnung47 8.1Verlustverrechnungstöpfe47 8.2Verrechnung von Kapitalerträgen und Aktienveräußerungen48 8.2.1Fallbeispiel zur Verlustverrechnung49 8.2.2Verlustverrechnung bei Ehepaaren52 8.3Verrechnung von ausländischen Quellensteuern54 9.Auswirkungen auf die Besteuerung von Vorsorgeverträgen56 9.1Private Rentenversicherungen56 9.1.1Versorgungslücke57 9.2Riester-Rente58 9.3Rürup-Rente59 9.4Lebensversicherungen60 9.5Bausparen61 10.Drohende Gefahren durch die Abgeltungsteuer63 11.Zusammenfassung64 LiteraturverzeichnisVITextprobe:Textprobe: Kapitel 7, Private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte): 7.1, Direktanlagen: Bei der Direktanlage, z. B. in Aktien oder Immobilien, steht und fällt die Rendite mit der Kursentwicklung eines einzigen Vermögenswertes. Dementsprechend hoch ist das Verlustrisiko bei Kursschwankungen. Allerdings bieten Direktanlagen auch enorme Gewinnchancen. Direktanlagen eignen sich besonders für vermögende Privatkunden, da sie über viel Kapital verfügen, das in der nächsten Zeit nicht benötigt wird. Denn nur größere Investitionen versprechen bei einer Direktanlage auch hohe Gewinne. 7.1.1, Aktien: Vermögende Privatkunden wurden durch die Abgeltungsteuereinführung schwer belastet, wenn sie ihr Vermögen in Aktienwerten angelegt haben. Dividendenerträge sind mittlerweile in voller Höhe steuerpflichtig, da das Halbeinkünfteverfahren für Privatvermögen abgeschafft wurde. Im Gegenzug hat der Staat allerdings auch die Unternehmensteuer gesenkt. Dies sollte für höhere Unternehmensgewinne und dadurch auch für höhere Dividenden, sowie größeres Kurspotenzial sorgen. Auch die einst steuerfreien Veräußerungsgewinne haben ihre Bedeutung verloren. Aktien konnten durch die Spekulationsfrist steuerfrei verkauft werden, sofern sie zwölf Monate im Depot verweilten. Betrug die Haltedauer weniger als ein Jahr, wurden die Veräußerungsgewinne durch das Halbeinkünfteverfahren lediglich zur Hälfte mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Mittlerweile erfolgt die uneingeschränkte Besteuerung von Kursgewinnen, da die Spekulationsfrist und das Halbeinkünfteverfahren für Aktienverkäufe weggefallen ist, wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist, was zu einer sinkenden Rentabilität in der Aktienanlage führt. Lediglich die bis zum 31.12.2008 gekauften Aktien unterliegen dem Bestandsschutz und bleiben steuerfrei, wenn sie nach Ablauf der einjährigen Haltedauer veräußert werden. Langfristig jedoch verspricht die Aktienanlage immer noch die höchste Rendite. Diese Chance lassen sich auch wohlhabende Privatkunden nicht entgehen. Zudem stellt die einjährige Spekulationsfrist für kurzfristig orientierte Anleger kein Hindernis bei der Verkaufsentscheidung mehr da. 7.1.2, Immobilien: Gewinne aus der privaten Veräußerung von Immobilien unterliegen nicht der Abgeltungsteuer, sofern es sich um eine eigen genutzte Immobilie handelt. Dabei ist Voraussetzung, dass der Eigentümer selbst Bauherr ist oder mindestens zwei Jahre in dem Wohneigentum gelebt hat. Bei einer vermieteten Immobilie und Gewerbeobjekten fallen ebenfalls, auch nach neuem Steuerrecht, keine abgeltungsteuerpflichtigen Veräußerungs erlöse an, wenn die Immobilie erst nach einer zehnjährigen Haltefrist weiterverkauft wird. Bei Verkauf innerhalb dieser Frist unterliegen die Gewinne dem persönlichen Einkommensteuersatz und nicht der Abgeltungsteuer. 7.2, Investmentfondsanlagen: Auch bei der Anlage in Fonds wurde der steuerfreie Verkauf nach einem Jahr Haltedauer abgeschafft. Gewinne aus der Veräußerung oder Rückgabe von Anteilen aus Investmentfonds sind demzufolge in vollem Umfang abgeltungsteuerpflichtig. Zudem wird seit dem Jahr 2009 bei der laufenden Besteuerung der Zins und Dividendenerträge zwischen Ausschüttung und Thesaurierung des Investmentfonds unterschieden. Ausschüttung: Bei der Ausschüttung unterliegen die Investmenterträge der sofortigen abgeltenden Besteuerung. Thesaurierung: Thesauriert der Investmentfonds die Erträge, sind diese vorab steuerfrei. Erst über die Erfassung des Wertzuwachses bei der Veräußerung des Investmentfonds, erfolgt eine nachträgliche Besteuerung (Stundungseffekt) Gewinne aus Anteilsveräußerungen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, unterliegen grundsätzlich noch der alten Spekulationsbesteuerung und sind demnach nach einjähriger Haltedauer steuerfrei. Bei Investmentfonds handelt es sich in der Regel um offene Fonds. Hierbei wird das Geld nach vorher festgelegten Prinzipien angelegt, z. B. in Aktien, Renten, am Geldmarkt, in offene Immobilienfonds oder in festverzinsliche Wertpapiere. Der Vorteil von offenen Fonds ist es, dass sich ein Kapitalanleger ab 50 Euro im Monat am Fondsvermögen beteiligen kann. Zudem werden sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht, was sie einerseits gegenüber einer Direktanlage sicherer macht, andererseits allerdings geringer Renditechancen bietet. Der Ausstieg aus den Vermögenswerten ist für den Anleger bei offenen Fonds grundsätzlich jederzeit möglich. 7.2.1, Aktienfonds: Aktienfonds verhalten sich bei der steuerliche Behandlung ähnlich wie Aktien in der Direktanlage. Denn sowohl die Kursgewinne aus Aktienveräußerungen, als auch die Erträge aus Fondsanteilen, werden mit der Abgeltungsteuer belastet. Neben der Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist, entfällt für Dividenden aus Aktienfonds das Halbeinkünfteverfahren. Allerdings besteht bei der Aktienfondsanlage der Vorteil, dass das Verlustrisiko durch breite Streuung der Aktienwerte reduziert werden kann und trotzdem konstante Wertsteigerungschancen möglich sind. Außerdem profitiert der Aktienfonds gegenüber der Aktiendirektanlage, dank der neu geschaffenen Verlustverrechnung, da mögliche Verluste mit Zinsen und Dividenden aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden können. Des Weiteren wird die langfristige Aktienfondsanlage aufgrund besserer Renditechancen, gegenüber Renten und Geldmarktfonds, belohnt. Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden: Inhaltsangabe:Einleitung: Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass am 1. Januar 2009, die Abgeltungsteuer in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde. Dies geschah, nachdem sie der Bundestag am 25. Mai 2007 mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 verabschiedete und die Zustimmung des Bundesrats am 6. Juli 2007 erfolgte. Anfangs stark umstritten und belächelt, bahnt sich die Abgeltungsteuer mittlerweile ihren Weg durch den deutschen Finanz- und Steuerdschungel. Dabei bleibt die Frage, ob die verfolgten Ziele des Gesetzgebers durch die Abgeltungsteuer auch tatsächlich eingehalten werden können. Immer häufiger sind deutliche Kapitalabflüsse ins Ausland festzustellen, denen nur mit einer attraktiveren und wettbewerbsfähigeren Besteuerung von Kapitalanlagen entgegengewirkt werden kann. Grundsätzlich sind alle Anleger von der Abgeltungsteuer betroffen, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner. Die Besteuerung erfolgt bei allen Bürgern mit einem einheitlichen Abgeltungsteuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer + 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Durch diese Gleichberechtigung und einer attraktiveren Besteuerungsform sollen vermögende Privatkunden profitieren und eine wachsende Steuerflucht ins Ausland eingedämmt werden. Allerdings wurde bei der Einführung der Abgeltungsteuer übersehen, dass die Verwaltungsaufgaben für die Finanzinstitute, unter anderem bei der Kirchensteuerabwicklung, enorm angestiegen sind. Bei meiner beruflichen Tätigkeit in einer ländlichen Volksbank, werde ich in der Privatkundenbetreuung regelmäßig mit der Thematik ¿Abgeltungsteuer¿ konfrontiert. Dies begründet einerseits die Entscheidung für meine Themenwahl, andererseits hat mich privates Interesse dazu bewegt. Ziel der Arbeit ist es, zu verdeutlichen, welchen Nutzen die Abgeltungsteuer für jeden einzelnen Bürger und den Staat haben. Es ist fraglich, ob die ersehnte Gleichberechtigung zwischen den privaten Anlegern erfüllt wird oder ob weiterhin die Gefahr besteht, dass die vermögende Bevölkerungsschicht mit ihrem Geld ins Ausland abwandert. Um dies herauszufinden, werden einzelne wichtige Anlageformen daraufhin beleuchtet, ob sie trotz Abgeltungsteuer für den vermögenden Privatkunden als attraktiv gelten. Die Kapitalflucht ins Ausland lässt sich nur eindämmen, wenn auf dem deutschen Finanzmarkt ertragsstarke Anlageformen vorhanden sind und eine akzeptable Besteuerung von Erträgen möglich ist. Die Arbeit ist in elf Kapitel untergliedert. Nach der Einleitung, die die Probleme ausführlich darstellt, werden im zweiten Kapitel bei den theoretischen Grundlagen, die verschiedenen Begriffe zum Thema erläutert, und die Gründe der Abgeltungsteuereinführung aufgeführt. Das dritte Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf einzelne Kapitalanlagen. Im vierten Kapitel wird geklärt, wer zur Abgeltungsteuer herangezogen wird und wessen Kapitalerträge weiterhin mit dem individuellen Steuersatz veranschlagt werden. In Kapitel fünf wird dann auf die wesentlichen Änderungen durch die Abgeltungsteuer eingegangen. Die Be, Diplomica Verlag

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Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - K. Nirtak
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K. Nirtak:
Die Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf die Anlagestruktur vermögender Privatkunden - Erstausgabe

2011, ISBN: 9783842814219

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[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

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