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Cross-Border M&A In China - Mischa Marx
(*)
Mischa Marx:
Cross-Border M&A In China - neues Buch

2010, ISBN: 9783842810600

ID: 9783842810600

Implikationen und Handlungsempfehlungen für ein modifiziertes Phasenmodell Inhaltsangabe:Einleitung: 1.1, Problemstellung: Cross-border Mergers und Akquisitionen (M& A) stellen in einer globalen Wirtschaft ein bedeutendes strategisches Instrument für das Wachstum von Unternehmen dar. Der rapide Anstieg von cross-border M& A ab Mitte der 1990iger ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie die Liberalisierung von Handel und Investitionen, die Deregulierung von Dienstleistungen, die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Lockerung von staatlichen Kontrollen (Chen & Findlay, 2003). 1993 belief sich der Nettowert von weltweiten cross-border M& A Käufen und Verkäufen noch auf 69 Mrd. US-Dollar. 2008 hatte dieser sich bis auf 673 Mrd. US-Dollar fast verzehnfacht. Als cross-border M& A wird jede Art der Transaktion von Vermögen zwischen zwei aus verschiedenen Volkswirtschaften stammenden Unternehmen definiert. Cross-border M& A stellen die bevorzugte Form der ausländischen Direktinvestition und des Einstiegs in fremde Märkte während der letzten zwei Dekaden des 20. Jahrhunderts dar. Andererseits ist der Anteil von cross-border M& A am gesamten M& A Markt, der im Jahr 2008 3 Bill. US-Dollar betrug, mit ca. 20% eher gering. Da cross-border M& A jedoch einen wachsenden Prozentsatz aller ausländischen Direktinvestitionen bilden, haben sie sich zu einem wichtigen Medium der Integration und der Vernetzung der globalen Wirtschaft entwickelt. Im Folgenden sollen am Beispiel Chinas die Möglichkeiten und Grenzen von cross-border M& A unter strukturellen und deskriptiven Gesichtspunkten analysiert werden. Vier miteinander verknüpfte Begründungen sprechen für den Einsatz von cross-border M& A. Als strategische Motive gelten mögliche Synergieeffekte, größere Marktmacht, der Zugang zu besonderem Know-how, der Einstieg in neue Technologien und die Erschließung von komplementären Ressourcen. Als ökonomische Motive die Realisierung von Skalen- und Diversifikationseffekten, die Kostenreduktion und die Risikoreduktion. Persönliche Motive betreffen das Prinzipal-Agent-Problem der Agenturtheorie und die Management Hybris. Als zentrales marktwirtschaftliches Motiv gilt der erleichterte Eintritt in einen neuen Markt. Cross-border M& A bieten eine schnellere Alternative zu Greenfield Investitionen, um einen direkten Zugang zu den lokalen Lieferantennetzwerken, den Marketing Channels und den Kunden zu erhalten. Cross-border M& A sind zugleich mit großen Herausforderungen und Risiken verbunden, da Akquisitionsaktivitäten oft nicht die gewünschte Wertsteigerung erzielen. Über 50% der cross-border M& A scheitern. Dies lässt sich besonders an aufstrebenden Schwellenländern wie China aufzeigen, das im Dezember 2001 mit dem Eintritt in die World Trade Organisation (WTO) zu einem der attraktivsten Standorte für Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum avancierte. Cross-border M& A sind für Länder im Übergang von der plan- zur marktwirtschaftlichen Ordnung ein relativ neues Phänomen sie spielen jedoch bei der Restrukturierung von Staatsunternehmen eine entscheidende Rolle. Von den 130.000 Staatsbetrieben (SOE) werden in China jedes Jahr geschätzte 4.000 privatisiert. Strategisches M& A mit Unternehmen in China überschneidet sich teilweise mit herkömmlichen M& A, jedoch treten in diesem Fall Idiosynkrasien für M& A auf. Die institutionellen Rahmenbedingungen und der Grad der Rechtsverbindlichkeit von Gesetzesvorschriften weichen von der westlichen Normengebung erheblich ab und verlaufen nicht parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung Chinas. Der mangelhafte Schutz von geistigem Eigentum, ungenügende Markttransparenz und ausufernde Bürokratie stellen erschwerende Hindernisse für cross-border M& A in China dar. Trotz der Liberalisierung vieler Bereiche bleibt Chinas Regierung zurückhaltend bei Firmenkäufen in sensiblen Industriesektoren, wie der Rohstoffversorgung und dem Ausbau der Infrastruktur, die als Sektoren potenzieller Gefährdung der wirtschaftlichen und politischen Stabilität Chinas gesehen werden. In einer fragilen rechtlichen Umwelt wird die Rolle von sozialen Netzwerken maßgeblich. Guanxi ist tief verankert in der chinesischen Kultur und muss als ein integrales Element wirtschaftlicher Transaktionen bezeichnet werden, das sich entscheidend auf die Verlaufsphasen auswirkt. Die Mittelrolle der im Ausland lebenden Chinesen aus Taiwan, Hongkong und Singapur, die über die Kenntnis westlicher Managementpraktiken und gleichzeitig über soziale Netzwerke in China verfügen, kann bei der Lösung von Problemen hilfreich sein. 1.2, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Cross-border M& A in China bietet ein hoch komplexes und relevantes Thema für eine wissenschaftliche Untersuchung, in der sowohl die Praxis wie die Theorie von M& A berücksichtigt werden. Literatur zum Thema cross-border M& A in China liegt zum jetzigen Zeitpunkt nur in geringem Ausmaß vor. Nach Lin et al. (2009) beschränkt sich die spezifische Forschung zu M& A in China auf Case Studies und deskriptive Statistiken, während sich zahlreiche Untersuchungen dem übergreifenden Modell von cross-border M& A widmen. Es stellt sich die Frage, ob sich diese für Industrieländer entwickelten Modelle auf China anwenden lassen oder ob nicht vielmehr modifizierte Erklärungsmodelle benötigt werden. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, die spezifischen Merkmale von cross-border M& A in China auf der Grundlage des in der Literatur aufgestellten Phasenmodells von M& A zu analysieren. Dieses Modell impliziert einen schematischen Verlauf von M& A Prozessen, der den Rahmen für den möglichen Erfolg umreißt und damit Handlungsempfehlungen für den Einsatz von M& A unter den gewählten Voraussetzungen ermöglicht. In einem ersten Schritt werden Begriffsabgrenzung Klassifizierung Konkretisierung von Motiven und Risiken, sowie Phasenverlauf von cross-border M& A vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Charakteristika von cross-border M& A auf dem chinesischen Markt aus der Perspektive ausländischer Unternehmen spezifiziert, wobei der Kontext der aktuellen wirtschaftlichen, institutionellen, politischen und kulturellen Entwicklung in China miteinbezogen wird. In einem letzten Schritt werden die erzielten Ergebnisse in der Weise auf das Phasenmodell (Pre-M& A Phase, M& A Phase und Post-M& A Phase) von M& A abgebildet, dass sich daraus eine Formulierung von Handlungsempfehlungen für cross-border M& A in China ableiten lässt.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnisv Abkürzungsverzeichnisvi 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Zielsetzungund Aufbau der Arbeit3 2.Cross-border Mergers und Akquisitionen3 2.1Begriffsabgrenzungen und Klassifikation3 2.1.1Weitere und engere Begriffsdefinition4 2.1.2Klassifikation von M& A6 2.1.3Abgrenzung von cross-border M& A7 2.1.4Einordnung in die Formen ausländischen Direktinvestition8 2.2Motive10 2.2.1Strategische Motive10 2.2.2Ökonomische Motive11 2.2.3Personelle Motive12 2.2.4Marktwirtschaftliche Motive13 2.3Risiken13 2.3.1Institutionelle Barrieren14 2.3.2Kulturelle Herausforderung15 2.3.3Performance16 2.4Das M& A Phasenmodell18 2.4.1Pre-M& A Phasen19 2.4.1.1Strategieformulierung19 2.4.1.2Partnersuche und Auswahl19 2.4.2M& A Phasen20 2.4.2.1Kontaktaufnahme20 2.4.2.2Due Diligence21 2.4.2.3Unternehmensbewertung21 2.4.2.4Verhandlung22 2.4.2.5Vertragsgestaltung und -abschluss23 2.4.3Post-M& A Phasen23 2.4.3.1Integration23 2.4.3.2Kommunikation24 2.4.3.3Kontrolle25 3.Cross-border M& A im chinesischen Kontext25 3.1Die chinesische Wirtschaft im Wandel26 3.1.1Chinas wirtschaftliche Situation in 201026 3.1.2Wirtschaftliche Entwicklung28 3.1.3Zukunftsaussichten30 3.2Der institutionelle Rahmen Chinas im internationalen Kontext31 3.2.1Beitritt in die WTO 200132 3.2.2Rechtliche Strukturen33 3.2.3Geistiges Eigentum in China35 3.3Die Rolle der Regierung36 3.3.1Zentralregierung und föderale Struktur37 3.3.2Sonderwirtschaftszonen und Aktienmärkte39 3.3.3Charakteristika chinesischer Unternehmen41 3.4Das soziale Netzwerk42 3.4.1Guanxi in der chinesischen Kultur43 3.4.2Rolle der Auslandschinesen45 4.Ein modifiziertes Phasenmodell für China46 4.1Implikationen für die Pre-M& A Phasen48 4.1.1Strategieformulierung48 4.1.2Aufbau einer Repräsentanz51 4.1.3Kontaktaufnahme51 4.1.4Kommunikation52 4.1.5Partnersuche und Auswahl53 4.1.6Compliance Management55 4.2Implikationen für die M& A Phasen56 4.2.1Due Diligence56 4.2.2Unternehmensbewertung57 4.2.3Verhandlung58 4.2.4Vertragsgestaltung und -abschluss60 4.3Implikationen für die Post-M& A Phasen61 4.3.1Integration61 4.3.2Kontrolle63 5.Fazit65 6.Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 2.2, Motive für cross-border M& A: Die vielfältigen Motive für cross-border M& A werden nach Klassifizierungen geordnet, die zumeist eine Kombination dieser Motive zu Grunde legen. Die folgenden Ausführungen lehnen sich an Hopkins an, der nach strategischen, ökonomischen, personellen und marktwirtschaftlichen Motiven unterscheidet. 2.2.1, Strategische Motive: Unter den zahlreichen strategischen Motiven erscheinen die folgenden Gesichtspunkte bedeutsam. Synergie-Effekte: Dieses Motiv zielt auf die Verbesserung der Effizienz der Unternehmensstrategie durch Steigerung der Synergieeffekte zwischen den beteiligten Unternehmen. Nach der Synergie-Hypothese ist die Realisierung von M& A dann wahrscheinlich, wenn der Wert des gemeinsamen Unternehmens größer ist als die Summe der Werte der einzelnen Unternehmen. Synergien können unterschiedlich modelliert werden. In strategischer Sicht sind sie ein Instrument, um das Wachstum und den Zugang zu wichtigen Ressourcen des Unternehmens zu verbessern. Synergien können durch Umstrukturierung und Neueinsatz von Ressourcen mittels M& A entstehen. Sie ermöglichen es, die eigenen Wettbewerbsvorteile besser zu nutzen, indem eigenes Know-How in dem akquirierten Unternehmen eingesetzt wird, um dessen Wettbewerbsposition zu verbessern. Auf der anderen Seite können mit dem Erwerb von komplementären Ressourcen die Wettbewerbschancen des eigenen Unternehmens erhöht werden. Als Nebeneffekt ergeben sich daraus Erfahrungen, die das akquirierende Unternehmen aus dem Eingliedern organisatorischer Routinen und Ressourcen des fremden Unternehmens gewinnt. Spezielles Know-How ist ein Schlüsselfaktor, der meist nicht über den Markt erworben werden kann. Optimierung der Wettbewerbskräfte: Nach dem Wettbewerbsansatz von Michael Porter wird ein Unternehmen in jeder Branche von fünf Wettbewerbskräften bestimmt: Die Verhandlungsmacht der Lieferanten und Kunden / die potenzielle Gefahr vor Ersatzprodukten / der Eintritt neuer Marktteilnehmer / der Wettbewerb innerhalb der Branche. M& A können der Optimierung dieser Wettbewerbskräfte dienen, in dem die Wettbewerbsposition eines Unternehmens innerhalb einer Branche gestärkt wird. Eine strategische Überlegung für M& A ist die potenziell größere Marktmacht, die durch einen erhöhten Marktanteil erzielt wird. Gegenüber den Lieferanten bedeutet dies eine verbesserte Verhandlungsposition, während für die Kunden ein breiteres und tieferes Sortiment zur Verfügung steht. Oft wird durch M& A auf horizontaler Ebene ein Konkurrent übernommen, was innerhalb einer Branche den Wettbewerb reduziert und die Konzentration erhöht. M& A dienen ebenfalls dazu, Marktbarrieren zu durchbrechen und sich in einem Sektor zu etablieren, dessen Zugang durch andere Eintrittsformen nicht möglich ist. 2.2.2, Ökonomische Motive: Ökonomische Motive sind aufgrund der nachträglichen Bewertung von M& A durch finanzielle Kennzahlen von hoher Bedeutung. Skaleneffekte: Synergien aus ökonomischer Sicht beziehen sich vordergründig auf die Kostensenkung. Bei einer Vergrößerung des Unternehmens durch M& A entstehen Skaleneffekte (Economies of Scale). Die Senkung von Stückkosten mit wachsender Produktion und festen Fixkosten kann in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Absatz, Organisation, F& E, Marketing etc. anfallen. Allerdings ist die Realisierung von Skaleneffekten durch eine externe Wachstumsform wie cross-border M& A umstritten. Dies zeigt der Zusammenschluss von Daimler und Chrysler 1998, der mit großen Kosteneinsparungen durch die Zusammenlegung vieler Bereiche einhergehen sollte, jedoch nicht die gewünschten Skaleneffekten erbrachte. 2007 trennte sich Daimler vom Verlustgeschäft Chrysler. Diversifikationsvorteile: Wird ein Unternehmen aus einer nicht verwandten Branche akquiriert, können Diversifikationsvorteile (Economies of Scope) entstehen. Nach der Portfolio-Theorie von Henry Markowitz streut das akquirierte Unternehmen sein Operationsrisiko auf mehrere Bereiche und ist damit in der Lage, Nachfragerückgänge in der einen Branche durch Gewinne in der anderen auszugleichen. Das damit implizierte kapitalmarkttheoretische Konzept unterstellt, dass die Anlagestreuung auf mehrere Investitionen das Risiko des gesamten Anlegerportfolios reduziert. Der Nutzen eines Anlageportfolios bewertet sich nach der Kombination aus erzielbarer Rendite und dem eingegangenem Risiko. Die Möglichkeit, die Beziehung von Rendite und Risiko mittels des Capital Asset Pricing Model (CAPM) in den 70iger Jahren zu analysieren, favorisierte neben der Fokussierung auf Risikostreuung die vermehrte Gründung diversifizierter Unternehmen. In den 90iger Jahren wurde diese Strategie durch eine Re-Fokussierung auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens modifiziert. Dennoch gibt es auch heute Mischkonzerne und Konglomerate, weil Diversifikationsvorteile auch durch M& A entstehen. Unterbewertung des Börsenwertes: Eine weitere ökonomische Begründung für M& A ist die Unterbewertung des Unternehmens an der Börse. Ist der Aktienkurs eines Unternehmens auf Grund von wirtschaftlichen Krisen oder unternehmerischen Misserfolgen sehr niedrig, wird das Unternehmen u.U. schnell zum Übernahmekandidaten. Ein Beispiel hierfür liefert der Energiekonzern BP, dessen Aktienkurs seit dem mangelhaften Krisenmanagement der Ölkatastrophe im Golf von Mexico im Juli 2010 vorübergehend um fast 50% gefallen war, wodurch der Konzern zeitweise zu einem potenziellen Übernahmekandidaten wurde. Gonzales, Vasconcellos & Kish untersuchen in ihrer Studie die finanziellen Charakteristika von US- und Nicht-US-amerikanischen Unternehmen, die in cross-border M& A involviert waren. Sie belegen empirisch, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Unternehmen, Übernahmekandidat zu werden, steigt, wenn es auf dem Aktienm, Diplomica Verlag

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Cross-border M&A in China - Mischa Marx
(*)
Mischa Marx:
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2010, ISBN: 9783842810600

ID: 9783842810600

Implikationen und Handlungsempfehlungen für ein modifiziertes Phasenmodell Inhaltsangabe:Einleitung: 1.1, Problemstellung: Cross-border Mergers und Akquisitionen (M& A) stellen in einer globalen Wirtschaft ein bedeutendes strategisches Instrument für das Wachstum von Unternehmen dar. Der rapide Anstieg von cross-border M& A ab Mitte der 1990iger ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie die Liberalisierung von Handel und Investitionen, die Deregulierung von Dienstleistungen, die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Lockerung von staatlichen Kontrollen (Chen & Findlay, 2003). 1993 belief sich der Nettowert von weltweiten cross-border M& A Käufen und Verkäufen noch auf 69 Mrd. US-Dollar. 2008 hatte dieser sich bis auf 673 Mrd. US-Dollar fast verzehnfacht. Als cross-border M& A wird jede Art der Transaktion von Vermögen zwischen zwei aus verschiedenen Volkswirtschaften stammenden Unternehmen definiert. Cross-border M& A stellen die bevorzugte Form der ausländischen Direktinvestition und des Einstiegs in fremde Märkte während der letzten zwei Dekaden des 20. Jahrhunderts dar. Andererseits ist der Anteil von cross-border M& A am gesamten M& A Markt, der im Jahr 2008 3 Bill. US-Dollar betrug, mit ca. 20% eher gering. Da cross-border M& A jedoch einen wachsenden Prozentsatz aller ausländischen Direktinvestitionen bilden, haben sie sich zu einem wichtigen Medium der Integration und der Vernetzung der globalen Wirtschaft entwickelt. Im Folgenden sollen am Beispiel Chinas die Möglichkeiten und Grenzen von cross-border M& A unter strukturellen und deskriptiven Gesichtspunkten analysiert werden. Vier miteinander verknüpfte Begründungen sprechen für den Einsatz von cross-border M& A. Als strategische Motive gelten mögliche Synergieeffekte, größere Marktmacht, der Zugang zu besonderem Know-how, der Einstieg in neue Technologien und die Erschließung von komplementären Ressourcen. Als ökonomische Motive die Realisierung von Skalen- und Diversifikationseffekten, die Kostenreduktion und die Risikoreduktion. Persönliche Motive betreffen das Prinzipal-Agent-Problem der Agenturtheorie und die Management Hybris. Als zentrales marktwirtschaftliches Motiv gilt der erleichterte Eintritt in einen neuen Markt. Cross-border M& A bieten eine schnellere Alternative zu Greenfield Investitionen, um einen direkten Zugang zu den lokalen Lieferantennetzwerken, den Marketing Channels und den Kunden zu erhalten. Cross-border M& A sind zugleich mit großen Herausforderungen und Risiken verbunden, da Akquisitionsaktivitäten oft nicht die gewünschte Wertsteigerung erzielen. Über 50% der cross-border M& A scheitern. Dies lässt sich besonders an aufstrebenden Schwellenländern wie China aufzeigen, das im Dezember 2001 mit dem Eintritt in die World Trade Organisation (WTO) zu einem der attraktivsten Standorte für Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum avancierte. Cross-border M& A sind für Länder im Übergang von der plan- zur marktwirtschaftlichen Ordnung ein relativ neues Phänomen sie spielen jedoch bei der Restrukturierung von Staatsunternehmen eine entscheidende Rolle. Von den 130.000 Staatsbetrieben (SOE) werden in China jedes Jahr geschätzte 4.000 privatisiert. Strategisches M& A mit Unternehmen in China überschneidet sich teilweise mit herkömmlichen M& A, jedoch treten in diesem Fall Idiosynkrasien für M& A auf. Die institutionellen Rahmenbedingungen und der Grad der Rechtsverbindlichkeit von Gesetzesvorschriften weichen von der westlichen Normengebung erheblich ab und verlaufen nicht parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung Chinas. Der mangelhafte Schutz von geistigem Eigentum, ungenügende Markttransparenz und ausufernde Bürokratie stellen erschwerende Hindernisse für cross-border M& A in China dar. Trotz der Liberalisierung vieler Bereiche bleibt Chinas Regierung zurückhaltend bei Firmenkäufen in sensiblen Industriesektoren, wie der Rohstoffversorgung und dem Ausbau der Infrastruktur, die als Sektoren potenzieller Gefährdung der wirtschaftlichen und politischen Stabilität Chinas gesehen werden. In einer fragilen rechtlichen Umwelt wird die Rolle von sozialen Netzwerken maßgeblich. Guanxi ist tief verankert in der chinesischen Kultur und muss als ein integrales Element wirtschaftlicher Transaktionen bezeichnet werden, das sich entscheidend auf die Verlaufsphasen auswirkt. Die Mittelrolle der im Ausland lebenden Chinesen aus Taiwan, Hongkong und Singapur, die über die Kenntnis westlicher Managementpraktiken und gleichzeitig über soziale Netzwerke in China verfügen, kann bei der Lösung von Problemen hilfreich sein. 1.2, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Cross-border M& A in China bietet ein hoch komplexes und relevantes Thema für eine wissenschaftliche Untersuchung, in der sowohl die Praxis wie die Theorie von M& A berücksichtigt werden. Literatur zum Thema cross-border M& A in China liegt zum jetzigen Zeitpunkt nur in geringem Ausmaß vor. Nach Lin et al. (2009) beschränkt sich die spezifische Forschung zu M& A in China auf Case Studies und deskriptive Statistiken, während sich zahlreiche Untersuchungen dem übergreifenden Modell von cross-border M& A widmen. Es stellt sich die Frage, ob sich diese für Industrieländer entwickelten Modelle auf China anwenden lassen oder ob nicht vielmehr modifizierte Erklärungsmodelle benötigt werden. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, die spezifischen Merkmale von cross-border M& A in China auf der Grundlage des in der Literatur aufgestellten Phasenmodells von M& A zu analysieren. Dieses Modell impliziert einen schematischen Verlauf von M& A Prozessen, der den Rahmen für den möglichen Erfolg umreißt und damit Handlungsempfehlungen für den Einsatz von M& A unter den gewählten Voraussetzungen ermöglicht. In einem ersten Schritt werden Begriffsabgrenzung Klassifizierung Konkretisierung von Motiven und Risiken, sowie Phasenverlauf von cross-border M& A vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Charakteristika von cross-border M& A auf dem chinesischen Markt aus der Perspektive ausländischer Unternehmen spezifiziert, wobei der Kontext der aktuellen wirtschaftlichen, institutionellen, politischen und kulturellen Entwicklung in China miteinbezogen wird. In einem letzten Schritt werden die erzielten Ergebnisse in der Weise auf das Phasenmodell (Pre-M& A Phase, M& A Phase und Post-M& A Phase) von M& A abgebildet, dass sich daraus eine Formulierung von Handlungsempfehlungen für cross-border M& A in China ableiten lässt.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnisv Abkürzungsverzeichnisvi 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Zielsetzungund Aufbau der Arbeit3 2.Cross-border Mergers und Akquisitionen3 2.1Begriffsabgrenzungen und Klassifikation3 2.1.1Weitere und engere Begriffsdefinition4 2.1.2Klassifikation von M& A6 2.1.3Abgrenzung von cross-border M& A7 2.1.4Einordnung in die Formen ausländischen Direktinvestition8 2.2Motive10 2.2.1Strategische Motive10 2.2.2Ökonomische Motive11 2.2.3Personelle Motive12 2.2.4Marktwirtschaftliche Motive13 2.3Risiken13 2.3.1Institutionelle Barrieren14 2.3.2Kulturelle Herausforderung15 2.3.3Performance16 2.4Das M& A Phasenmodell18 2.4.1Pre-M& A Phasen19 2.4.1.1Strategieformulierung19 2.4.1.2Partnersuche und Auswahl19 2.4.2M& A Phasen20 2.4.2.1Kontaktaufnahme20 2.4.2.2Due Diligence21 2.4.2.3Unternehmensbewertung21 2.4.2.4Verhandlung22 2.4.2.5Vertragsgestaltung und -abschluss23 2.4.3Post-M& A Phasen23 2.4.3.1Integration23 2.4.3.2Kommunikation24 2.4.3.3Kontrolle25 3.Cross-border M& A im chinesischen Kontext25 3.1Die chinesische Wirtschaft im Wandel26 3.1.1Chinas wirtschaftliche Situation in 201026 3.1.2Wirtschaftliche Entwicklung28 3.1.3Zukunftsaussichten30 3.2Der institutionelle Rahmen Chinas im internationalen Kontext31 3.2.1Beitritt in die WTO 200132 3.2.2Rechtliche Strukturen33 3.2.3Geistiges Eigentum in China35 3.3Die Rolle der Regierung36 3.3.1Zentralregierung und föderale Struktur37 3.3.2Sonderwirtschaftszonen und Aktienmärkte39 3.3.3Charakteristika chinesischer Unternehmen41 3.4Das soziale Netzwerk42 3.4.1Guanxi in der chinesischen Kultur43 3.4.2Rolle der Auslandschinesen45 4.Ein modifiziertes Phasenmodell für China46 4.1Implikationen für die Pre-M& A Phasen48 4.1.1Strategieformulierung48 4.1.2Aufbau einer Repräsentanz51 4.1.3Kontaktaufnahme51 4.1.4Kommunikation52 4.1.5Partnersuche und Auswahl53 4.1.6Compliance Management55 4.2Implikationen für die M& A Phasen56 4.2.1Due Diligence56 4.2.2Unternehmensbewertung57 4.2.3Verhandlung58 4.2.4Vertragsgestaltung und -abschluss60 4.3Implikationen für die Post-M& A Phasen61 4.3.1Integration61 4.3.2Kontrolle63 5.Fazit65 6.Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 2.2, Motive für cross-border M& A: Die vielfältigen Motive für cross-border M& A werden nach Klassifizierungen geordnet, die zumeist eine Kombination dieser Motive zu Grunde legen. Die folgenden Ausführungen lehnen sich an Hopkins an, der nach strategischen, ökonomischen, personellen und marktwirtschaftlichen Motiven unterscheidet. 2.2.1, Strategische Motive: Unter den zahlreichen strategischen Motiven erscheinen die folgenden Gesichtspunkte bedeutsam. Synergie-Effekte: Dieses Motiv zielt auf die Verbesserung der Effizienz der Unternehmensstrategie durch Steigerung der Synergieeffekte zwischen den beteiligten Unternehmen. Nach der Synergie-Hypothese ist die Realisierung von M& A dann wahrscheinlich, wenn der Wert des gemeinsamen Unternehmens größer ist als die Summe der Werte der einzelnen Unternehmen. Synergien können unterschiedlich modelliert werden. In strategischer Sicht sind sie ein Instrument, um das Wachstum und den Zugang zu wichtigen Ressourcen des Unternehmens zu verbessern. Synergien können durch Umstrukturierung und Neueinsatz von Ressourcen mittels M& A entstehen. Sie ermöglichen es, die eigenen Wettbewerbsvorteile besser zu nutzen, indem eigenes Know-How in dem akquirierten Unternehmen eingesetzt wird, um dessen Wettbewerbsposition zu verbessern. Auf der anderen Seite können mit dem Erwerb von komplementären Ressourcen die Wettbewerbschancen des eigenen Unternehmens erhöht werden. Als Nebeneffekt ergeben sich daraus Erfahrungen, die das akquirierende Unternehmen aus dem Eingliedern organisatorischer Routinen und Ressourcen des fremden Unternehmens gewinnt. Spezielles Know-How ist ein Schlüsselfaktor, der meist nicht über den Markt erworben werden kann. Optimierung der Wettbewerbskräfte: Nach dem Wettbewerbsansatz von Michael Porter wird ein Unternehmen in jeder Branche von fünf Wettbewerbskräften bestimmt: Die Verhandlungsmacht der Lieferanten und Kunden / die potenzielle Gefahr vor Ersatzprodukten / der Eintritt neuer Marktteilnehmer / der Wettbewerb innerhalb der Branche. M& A können der Optimierung dieser Wettbewerbskräfte dienen, in dem die Wettbewerbsposition eines Unternehmens innerhalb einer Branche gestärkt wird. Eine strategische Überlegung für M& A ist die potenziell größere Marktmacht, die durch einen erhöhten Marktanteil erzielt wird. Gegenüber den Lieferanten bedeutet dies eine verbesserte Verhandlungsposition, während für die Kunden ein breiteres und tieferes Sortiment zur Verfügung steht. Oft wird durch M& A auf horizontaler Ebene ein Konkurrent übernommen, was innerhalb einer Branche den Wettbewerb reduziert und die Konzentration erhöht. M& A dienen ebenfalls dazu, Marktbarrieren zu durchbrechen und sich in einem Sektor zu etablieren, dessen Zugang durch andere Eintrittsformen nicht möglich ist. 2.2.2, Ökonomische Motive: Ökonomische Motive sind aufgrund der nachträglichen Bewertung von M& A durch finanzielle Kennzahlen von hoher Bedeutung. Skaleneffekte: Synergien aus ökonomischer Sicht beziehen sich vordergründig auf die Kostensenkung. Bei einer Vergrößerung des Unternehmens durch M& A entstehen Skaleneffekte (Economies of Scale). Die Senkung von Stückkosten mit wachsender Produktion und festen Fixkosten kann in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Absatz, Organisation, F& E, Marketing etc. anfallen. Allerdings ist die Realisierung von Skaleneffekten durch eine externe Wachstumsform wie cross-border M& A umstritten. Dies zeigt der Zusammenschluss von Daimler und Chrysler 1998, der mit großen Kosteneinsparungen durch die Zusammenlegung vieler Bereiche einhergehen sollte, jedoch nicht die gewünschten Skaleneffekten erbrachte. 2007 trennte sich Daimler vom Verlustgeschäft Chrysler. Diversifikationsvorteile: Wird ein Unternehmen aus einer nicht verwandten Branche akquiriert, können Diversifikationsvorteile (Economies of Scope) entstehen. Nach der Portfolio-Theorie von Henry Markowitz streut das akquirierte Unternehmen sein Operationsrisiko auf mehrere Bereiche und ist damit in der Lage, Nachfragerückgänge in der einen Branche durch Gewinne in der anderen auszugleichen. Das damit implizierte kapitalmarkttheoretische Konzept unterstellt, dass die Anlagestreuung auf mehrere Investitionen das Risiko des gesamten Anlegerportfolios reduziert. Der Nutzen eines Anlageportfolios bewertet sich nach der Kombination aus erzielbarer Rendite und dem eingegangenem Risiko. Die Möglichkeit, die Beziehung von Rendite und Risiko mittels des Capital Asset Pricing Model (CAPM) in den 70iger Jahren zu analysieren, favorisierte neben der Fokussierung auf Risikostreuung die vermehrte Gründung diversifizierter Unternehmen. In den 90iger Jahren wurde diese Strategie durch eine Re-Fokussierung auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens modifiziert. Dennoch gibt es auch heute Mischkonzerne und Konglomerate, weil Diversifikationsvorteile auch durch M& A entstehen. Unterbewertung des Börsenwertes: Eine weitere ökonomische Begründung für M& A ist die Unterbewertung des Unternehmens an der Börse. Ist der Aktienkurs eines Unternehmens auf Grund von wirtschaftlichen Krisen oder unternehmerischen Misserfolgen sehr niedrig, wird das Unternehmen u.U. schnell zum Übernahmekandidaten. Ein Beispiel hierfür liefert der Energiekonzern BP, dessen Aktienkurs seit dem mangelhaften Krisenmanagement der Ölkatastrophe im Golf von Mexico im Juli 2010 vorübergehend um fast 50% gefallen war, wodurch der Konzern zeitweise zu einem potenziellen Übernahmekandidaten wurde. Gonzales, Vasconcellos & Kish untersuchen in ihrer Studie die finanziellen Charakteristika von US- und Nicht-US-amerikanischen Unternehmen, die in cross-border M& A involviert waren. 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ID: 9783842810600

Implikationen und Handlungsempfehlungen für ein modifiziertes Phasenmodell Inhaltsangabe:Einleitung: 1.1, Problemstellung: Cross-border Mergers und Akquisitionen (M& A) stellen in einer globalen Wirtschaft ein bedeutendes strategisches Instrument für das Wachstum von Unternehmen dar. Der rapide Anstieg von cross-border M& A ab Mitte der 1990iger ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie die Liberalisierung von Handel und Investitionen, die Deregulierung von Dienstleistungen, die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Lockerung von staatlichen Kontrollen (Chen & Findlay, 2003). 1993 belief sich der Nettowert von weltweiten cross-border M& A Käufen und Verkäufen noch auf 69 Mrd. US-Dollar. 2008 hatte dieser sich bis auf 673 Mrd. US-Dollar fast verzehnfacht. Als cross-border M& A wird jede Art der Transaktion von Vermögen zwischen zwei aus verschiedenen Volkswirtschaften stammenden Unternehmen definiert. Cross-border M& A stellen die bevorzugte Form der ausländischen Direktinvestition und des Einstiegs in fremde Märkte während der letzten zwei Dekaden des 20. Jahrhunderts dar. Andererseits ist der Anteil von cross-border M& A am gesamten M& A Markt, der im Jahr 2008 3 Bill. US-Dollar betrug, mit ca. 20% eher gering. Da cross-border M& A jedoch einen wachsenden Prozentsatz aller ausländischen Direktinvestitionen bilden, haben sie sich zu einem wichtigen Medium der Integration und der Vernetzung der globalen Wirtschaft entwickelt. Im Folgenden sollen am Beispiel Chinas die Möglichkeiten und Grenzen von cross-border M& A unter strukturellen und deskriptiven Gesichtspunkten analysiert werden. Vier miteinander verknüpfte Begründungen sprechen für den Einsatz von cross-border M& A. Als strategische Motive gelten mögliche Synergieeffekte, größere Marktmacht, der Zugang zu besonderem Know-how, der Einstieg in neue Technologien und die Erschließung von komplementären Ressourcen. Als ökonomische Motive die Realisierung von Skalen- und Diversifikationseffekten, die Kostenreduktion und die Risikoreduktion. Persönliche Motive betreffen das Prinzipal-Agent-Problem der Agenturtheorie und die Management Hybris. Als zentrales marktwirtschaftliches Motiv gilt der erleichterte Eintritt in einen neuen Markt. Cross-border M& A bieten eine schnellere Alternative zu Greenfield Investitionen, um einen direkten Zugang zu den lokalen Lieferantennetzwerken, den Marketing Channels und den Kunden zu erhalten. Cross-border M& A sind zugleich mit großen Herausforderungen und Risiken verbunden, da Akquisitionsaktivitäten oft nicht die gewünschte Wertsteigerung erzielen. Über 50% der cross-border M& A scheitern. Dies lässt sich besonders an aufstrebenden Schwellenländern wie China aufzeigen, das im Dezember 2001 mit dem Eintritt in die World Trade Organisation (WTO) zu einem der attraktivsten Standorte für Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum avancierte. Cross-border M& A sind für Länder im Übergang von der plan- zur marktwirtschaftlichen Ordnung ein relativ neues Phänomen sie spielen jedoch bei der Restrukturierung von Staatsunternehmen eine entscheidende Rolle. Von den 130.000 Staatsbetrieben (SOE) werden in China jedes Jahr geschätzte 4.000 privatisiert. Strategisches M& A mit Unternehmen in China überschneidet sich teilweise mit herkömmlichen M& A, jedoch treten in diesem Fall Idiosynkrasien für M& A auf. Die institutionellen Rahmenbedingungen und der Grad der Rechtsverbindlichkeit von Gesetzesvorschriften weichen von der westlichen Normengebung erheblich ab und verlaufen nicht parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung Chinas. Der mangelhafte Schutz von geistigem Eigentum, ungenügende Markttransparenz und ausufernde Bürokratie stellen erschwerende Hindernisse für cross-border M& A in China dar. Trotz der Liberalisierung vieler Bereiche bleibt Chinas Regierung zurückhaltend bei Firmenkäufen in sensiblen Industriesektoren, wie der Rohstoffversorgung und dem Ausbau der Infrastruktur, die als Sektoren potenzieller Gefährdung der wirtschaftlichen und politischen Stabilität Chinas gesehen werden. In einer fragilen rechtlichen Umwelt wird die Rolle von sozialen Netzwerken maßgeblich. Guanxi ist tief verankert in der chinesischen Kultur und muss als ein integrales Element wirtschaftlicher Transaktionen bezeichnet werden, das sich entscheidend auf die Verlaufsphasen auswirkt. Die Mittelrolle der im Ausland lebenden Chinesen aus Taiwan, Hongkong und Singapur, die über die Kenntnis westlicher Managementpraktiken und gleichzeitig über soziale Netzwerke in China verfügen, kann bei der Lösung von Problemen hilfreich sein. 1.2, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Cross-border M& A in China bietet ein hoch komplexes und relevantes Thema für eine wissenschaftliche Untersuchung, in der sowohl die Praxis wie die Theorie von M& A berücksichtigt werden. Literatur zum Thema cross-border M& A in China liegt zum jetzigen Zeitpunkt nur in geringem Ausmaß vor. Nach Lin et al. (2009) beschränkt sich die spezifische Forschung zu M& A in China auf Case Studies und deskriptive Statistiken, während sich zahlreiche Untersuchungen dem übergreifenden Modell von cross-border M& A widmen. Es stellt sich die Frage, ob sich diese für Industrieländer entwickelten Modelle auf China anwenden lassen oder ob nicht vielmehr modifizierte Erklärungsmodelle benötigt werden. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, die spezifischen Merkmale von cross-border M& A in China auf der Grundlage des in der Literatur aufgestellten Phasenmodells von M& A zu analysieren. Dieses Modell impliziert einen schematischen Verlauf von M& A Prozessen, der den Rahmen für den möglichen Erfolg umreißt und damit Handlungsempfehlungen für den Einsatz von M& A unter den gewählten Voraussetzungen ermöglicht. In einem ersten Schritt werden Begriffsabgrenzung Klassifizierung Konkretisierung von Motiven und Risiken, sowie Phasenverlauf von cross-border M& A vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Charakteristika von cross-border M& A auf dem chinesischen Markt aus der Perspektive ausländischer Unternehmen spezifiziert, wobei der Kontext der aktuellen wirtschaftlichen, institutionellen, politischen und kulturellen Entwicklung in China miteinbezogen wird. In einem letzten Schritt werden die erzielten Ergebnisse in der Weise auf das Phasenmodell (Pre-M& A Phase, M& A Phase und Post-M& A Phase) von M& A abgebildet, dass sich daraus eine Formulierung von Handlungsempfehlungen für cross-border M& A in China ableiten lässt.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnisv Abkürzungsverzeichnisvi 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Zielsetzungund Aufbau der Arbeit3 2.Cross-border Mergers und Akquisitionen3 2.1Begriffsabgrenzungen und Klassifikation3 2.1.1Weitere und engere Begriffsdefinition4 2.1.2Klassifikation von M& A6 2.1.3Abgrenzung von cross-border M& A7 2.1.4Einordnung in die Formen ausländischen Direktinvestition8 2.2Motive10 2.2.1Strategische Motive10 2.2.2Ökonomische Motive11 2.2.3Personelle Motive12 2.2.4Marktwirtschaftliche Motive13 2.3Risiken13 2.3.1Institutionelle Barrieren14 2.3.2Kulturelle Herausforderung15 2.3.3Performance16 2.4Das M& A Phasenmodell18 2.4.1Pre-M& A Phasen19 2.4.1.1Strategieformulierung19 2.4.1.2Partnersuche und Auswahl19 2.4.2M& A Phasen20 2.4.2.1Kontaktaufnahme20 2.4.2.2Due Diligence21 2.4.2.3Unternehmensbewertung21 2.4.2.4Verhandlung22 2.4.2.5Vertragsgestaltung und -abschluss23 2.4.3Post-M& A Phasen23 2.4.3.1Integration23 2.4.3.2Kommunikation24 2.4.3.3Kontrolle25 3.Cross-border M& A im chinesischen Kontext25 3.1Die chinesische Wirtschaft im Wandel26 3.1.1Chinas wirtschaftliche Situation in 201026 3.1.2Wirtschaftliche Entwicklung28 3.1.3Zukunftsaussichten30 3.2Der institutionelle Rahmen Chinas im internationalen Kontext31 3.2.1Beitritt in die WTO 200132 3.2.2Rechtliche Strukturen33 3.2.3Geistiges Eigentum in China35 3.3Die Rolle der Regierung36 3.3.1Zentralregierung und föderale Struktur37 3.3.2Sonderwirtschaftszonen und Aktienmärkte39 3.3.3Charakteristika chinesischer Unternehmen41 3.4Das soziale Netzwerk42 3.4.1Guanxi in der chinesischen Kultur43 3.4.2Rolle der Auslandschinesen45 4.Ein modifiziertes Phasenmodell für China46 4.1Implikationen für die Pre-M& A Phasen48 4.1.1Strategieformulierung48 4.1.2Aufbau einer Repräsentanz51 4.1.3Kontaktaufnahme51 4.1.4Kommunikation52 4.1.5Partnersuche und Auswahl53 4.1.6Compliance Management55 4.2Implikationen für die M& A Phasen56 4.2.1Due Diligence56 4.2.2Unternehmensbewertung57 4.2.3Verhandlung58 4.2.4Vertragsgestaltung und -abschluss60 4.3Implikationen für die Post-M& A Phasen61 4.3.1Integration61 4.3.2Kontrolle63 5.Fazit65 6.Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 2.2, Motive für cross-border M& A: Die vielfältigen Motive für cross-border M& A werden nach Klassifizierungen geordnet, die zumeist eine Kombination dieser Motive zu Grunde legen. Die folgenden Ausführungen lehnen sich an Hopkins an, der nach strategischen, ökonomischen, personellen und marktwirtschaftlichen Motiven unterscheidet. 2.2.1, Strategische Motive: Unter den zahlreichen strategischen Motiven erscheinen die folgenden Gesichtspunkte bedeutsam. Synergie-Effekte: Dieses Motiv zielt auf die Verbesserung der Effizienz der Unternehmensstrategie durch Steigerung der Synergieeffekte zwischen den beteiligten Unternehmen. Nach der Synergie-Hypothese ist die Realisierung von M& A dann wahrscheinlich, wenn der Wert des gemeinsamen Unternehmens größer ist als die Summe der Werte der einzelnen Unternehmen. Synergien können unterschiedlich modelliert werden. In strategischer Sicht sind sie ein Instrument, um das Wachstum und den Zugang zu wichtigen Ressourcen des Unternehmens zu verbessern. Synergien können durch Umstrukturierung und Neueinsatz von Ressourcen mittels M& A entstehen. Sie ermöglichen es, die eigenen Wettbewerbsvorteile besser zu nutzen, indem eigenes Know-How in dem akquirierten Unternehmen eingesetzt wird, um dessen Wettbewerbsposition zu verbessern. Auf der anderen Seite können mit dem Erwerb von komplementären Ressourcen die Wettbewerbschancen des eigenen Unternehmens erhöht werden. Als Nebeneffekt ergeben sich daraus Erfahrungen, die das akquirierende Unternehmen aus dem Eingliedern organisatorischer Routinen und Ressourcen des fremden Unternehmens gewinnt. Spezielles Know-How ist ein Schlüsselfaktor, der meist nicht über den Markt erworben werden kann. Optimierung der Wettbewerbskräfte: Nach dem Wettbewerbsansatz von Michael Porter wird ein Unternehmen in jeder Branche von fünf Wettbewerbskräften bestimmt: Die Verhandlungsmacht der Lieferanten und Kunden / die potenzielle Gefahr vor Ersatzprodukten / der Eintritt neuer Marktteilnehmer / der Wettbewerb innerhalb der Branche. M& A können der Optimierung dieser Wettbewerbskräfte dienen, in dem die Wettbewerbsposition eines Unternehmens innerhalb einer Branche gestärkt wird. Eine strategische Überlegung für M& A ist die potenziell größere Marktmacht, die durch einen erhöhten Marktanteil erzielt wird. Gegenüber den Lieferanten bedeutet dies eine verbesserte Verhandlungsposition, während für die Kunden ein breiteres und tieferes Sortiment zur Verfügung steht. Oft wird durch M& A auf horizontaler Ebene ein Konkurrent übernommen, was innerhalb einer Branche den Wettbewerb reduziert und die Konzentration erhöht. M& A dienen ebenfalls dazu, Marktbarrieren zu durchbrechen und sich in einem Sektor zu etablieren, dessen Zugang durch andere Eintrittsformen nicht möglich ist. 2.2.2, Ökonomische Motive: Ökonomische Motive sind aufgrund der nachträglichen Bewertung von M& A durch finanzielle Kennzahlen von hoher Bedeutung. Skaleneffekte: Synergien aus ökonomischer Sicht beziehen sich vordergründig auf die Kostensenkung. Bei einer Vergrößerung des Unternehmens durch M& A entstehen Skaleneffekte (Economies of Scale). Die Senkung von Stückkosten mit wachsender Produktion und festen Fixkosten kann in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Absatz, Organisation, F& E, Marketing etc. anfallen. Allerdings ist die Realisierung von Skaleneffekten durch eine externe Wachstumsform wie cross-border M& A umstritten. Dies zeigt der Zusammenschluss von Daimler und Chrysler 1998, der mit großen Kosteneinsparungen durch die Zusammenlegung vieler Bereiche einhergehen sollte, jedoch nicht die gewünschten Skaleneffekten erbrachte. 2007 trennte sich Daimler vom Verlustgeschäft Chrysler. Diversifikationsvorteile: Wird ein Unternehmen aus einer nicht verwandten Branche akquiriert, können Diversifikationsvorteile (Economies of Scope) entstehen. Nach der Portfolio-Theorie von Henry Markowitz streut das akquirierte Unternehmen sein Operationsrisiko auf mehrere Bereiche und ist damit in der Lage, Nachfragerückgänge in der einen Branche durch Gewinne in der anderen auszugleichen. Das damit implizierte kapitalmarkttheoretische Konzept unterstellt, dass die Anlagestreuung auf mehrere Investitionen das Risiko des gesamten Anlegerportfolios reduziert. Der Nutzen eines Anlageportfolios bewertet sich nach der Kombination aus erzielbarer Rendite und dem eingegangenem Risiko. Die Möglichkeit, die Beziehung von Rendite und Risiko mittels des Capital Asset Pricing Model (CAPM) in den 70iger Jahren zu analysieren, favorisierte neben der Fokussierung auf Risikostreuung die vermehrte Gründung diversifizierter Unternehmen. In den 90iger Jahren wurde diese Strategie durch eine Re-Fokussierung auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens modifiziert. Dennoch gibt es auch heute Mischkonzerne und Konglomerate, weil Diversifikationsvorteile auch durch M& A entstehen. Unterbewertung des Börsenwertes: Eine weitere ökonomische Begründung für M& A ist die Unterbewertung des Unternehmens an der Börse. Ist der Aktienkurs eines Unternehmens auf Grund von wirtschaftlichen Krisen oder unternehmerischen Misserfolgen sehr niedrig, wird das Unternehmen u.U. schnell zum Übernahmekandidaten. Ein Beispiel hierfür liefert der Energiekonzern BP, dessen Aktienkurs seit dem mangelhaften Krisenmanagement der Ölkatastrophe im Golf von Mexico im Juli 2010 vorübergehend um fast 50% gefallen war, wodurch der Konzern zeitweise zu einem potenziellen Übernahmekandidaten wurde. Gonzales, Vasconcellos & Kish untersuchen in ihrer Studie die finanziellen Charakteristika von US- und Nicht-US-amerikanischen Unternehmen, die in cross-border M& A involviert waren. Sie belegen empirisch, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Unternehmen, Übernahmekandida, Diplomica Verlag

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Cross-border M&A in China - Mischa Marx
(*)
Mischa Marx:
Cross-border M&A in China - neues Buch

2010, ISBN: 9783842810600

ID: 9783842810600

Implikationen und Handlungsempfehlungen für ein modifiziertes Phasenmodell Inhaltsangabe:Einleitung: 1.1, Problemstellung: Cross-border Mergers und Akquisitionen (M&A) stellen in einer globalen Wirtschaft ein bedeutendes strategisches Instrument für das Wachstum von Unternehmen dar. Der rapide Anstieg von cross-border M&A ab Mitte der 1990iger ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie die Liberalisierung von Handel und Investitionen, die Deregulierung von Dienstleistungen, die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Lockerung von staatlichen Kontrollen (Chen & Findlay, 2003). 1993 belief sich der Nettowert von weltweiten cross-border M&A Käufen und Verkäufen noch auf 69 Mrd. US-Dollar. 2008 hatte dieser sich bis auf 673 Mrd. US-Dollar fast verzehnfacht. Als cross-border M&A wird jede Art der Transaktion von Vermögen zwischen zwei aus verschiedenen Volkswirtschaften stammenden Unternehmen definiert. Cross-border M&A stellen die bevorzugte Form der ausländischen Direktinvestition und des Einstiegs in fremde Märkte während der letzten zwei Dekaden des 20. Jahrhunderts dar. Andererseits ist der Anteil von cross-border M&A am gesamten M&A Markt, der im Jahr 2008 3 Bill. US-Dollar betrug, mit ca. 20% eher gering. Da cross-border M&A jedoch einen wachsenden Prozentsatz aller ausländischen Direktinvestitionen bilden, haben sie sich zu einem wichtigen Medium der Integration und der Vernetzung der globalen Wirtschaft entwickelt. Im Folgenden sollen am Beispiel Chinas die Möglichkeiten und Grenzen von cross-border M&A unter strukturellen und deskriptiven Gesichtspunkten analysiert werden. Vier miteinander verknüpfte Begründungen sprechen für den Einsatz von cross-border M&A. Als strategische Motive gelten mögliche Synergieeffekte, größere Marktmacht, der Zugang zu besonderem Know-how, der Einstieg in neue Technologien und die Erschließung von komplementären Ressourcen. Als ökonomische Motive die Realisierung von Skalen- und Diversifikationseffekten, die Kostenreduktion und die Risikoreduktion. Persönliche Motive betreffen das Prinzipal-Agent-Problem der Agenturtheorie und die Management Hybris. Als zentrales marktwirtschaftliches Motiv gilt der erleichterte Eintritt in einen neuen Markt. Cross-border M&A bieten eine schnellere Alternative zu Greenfield Investitionen, um einen direkten Zugang zu den lokalen Lieferantennetzwerken, den Marketing Channels und den Kunden zu erhalten. Cross-border M&A sind zugleich mit großen Herausforderungen und Risiken verbunden, da Akquisitionsaktivitäten oft nicht die gewünschte Wertsteigerung erzielen. Über 50% der cross-border M&A scheitern. Dies lässt sich besonders an aufstrebenden Schwellenländern wie China aufzeigen, das im Dezember 2001 mit dem Eintritt in die World Trade Organisation (WTO) zu einem der attraktivsten Standorte für Investitionen im asiatisch-pazifischen Raum avancierte. Cross-border M&A sind für Länder im Übergang von der plan- zur marktwirtschaftlichen Ordnung ein relativ neues Phänomen sie spielen jedoch bei der Restrukturierung von Staatsunternehmen eine entscheidende Rolle. Von den 130.000 Staatsbetrieben (SOE) werden in China jedes Jahr geschätzte 4.000 privatisiert. Strategisches M&A mit Unternehmen in China überschneidet sich teilweise mit herkömmlichen M&A, jedoch treten in diesem Fall Idiosynkrasien für M&A auf. Die institutionellen Rahmenbedingungen und der Grad der Rechtsverbindlichkeit von Gesetzesvorschriften weichen von der westlichen Normengebung erheblich ab und verlaufen nicht parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung Chinas. Der mangelhafte Schutz von geistigem Eigentum, ungenügende Markttransparenz und ausufernde Bürokratie stellen erschwerende Hindernisse für cross-border M&A in China dar. Trotz der Liberalisierung vieler Bereiche bleibt Chinas Regierung zurückhaltend bei Firmenkäufen in sensiblen Industriesektoren, wie der Rohstoffversorgung und dem Ausbau der Infrastruktur, die als Sektoren potenzieller Gefährdung der wirtschaftlichen und politischen Stabilität Chinas gesehen werden. In einer fragilen rechtlichen Umwelt wird die Rolle von sozialen Netzwerken maßgeblich. Guanxi ist tief verankert in der chinesischen Kultur und muss als ein integrales Element wirtschaftlicher Transaktionen bezeichnet werden, das sich entscheidend auf die Verlaufsphasen auswirkt. Die Mittelrolle der im Ausland lebenden Chinesen aus Taiwan, Hongkong und Singapur, die über die Kenntnis westlicher Managementpraktiken und gleichzeitig über soziale Netzwerke in China verfügen, kann bei der Lösung von Problemen hilfreich sein. 1.2, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Cross-border M&A in China bietet ein hoch komplexes und relevantes Thema für eine wissenschaftliche Untersuchung, in der sowohl die Praxis wie die Theorie von M&A berücksichtigt werden. Literatur zum Thema cross-border M&A in China liegt zum jetzigen Zeitpunkt nur in geringem Ausmaß vor. Nach Lin et al. (2009) beschränkt sich die spezifische Forschung zu M&A in China auf Case Studies und deskriptive Statistiken, während sich zahlreiche Untersuchungen dem übergreifenden Modell von cross-border M&A widmen. Es stellt sich die Frage, ob sich diese für Industrieländer entwickelten Modelle auf China anwenden lassen oder ob nicht vielmehr modifizierte Erklärungsmodelle benötigt werden. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, die spezifischen Merkmale von cross-border M&A in China auf der Grundlage des in der Literatur aufgestellten Phasenmodells von M&A zu analysieren. Dieses Modell impliziert einen schematischen Verlauf von M&A Prozessen, der den Rahmen für den möglichen Erfolg umreißt und damit Handlungsempfehlungen für den Einsatz von M&A unter den gewählten Voraussetzungen ermöglicht. In einem ersten Schritt werden Begriffsabgrenzung Klassifizierung Konkretisierung von Motiven und Risiken, sowie Phasenverlauf von cross-border M&A vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Charakteristika von cross-border M&A auf dem chinesischen Markt aus der Perspektive ausländischer Unternehmen spezifiziert, wobei der Kontext der aktuellen wirtschaftlichen, institutionellen, politischen und kulturellen Entwicklung in China miteinbezogen wird. In einem letzten Schritt werden die erzielten Ergebnisse in der Weise auf das Phasenmodell (Pre-M&A Phase, M&A Phase und Post-M&A Phase) von M&A abgebildet, dass sich daraus eine Formulierung von Handlungsempfehlungen für cross-border M&A in China ableiten lässt.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnisv Abkürzungsverzeichnisvi 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Zielsetzungund Aufbau der Arbeit3 2.Cross-border Mergers und Akquisitionen3 2.1Begriffsabgrenzungen und Klassifikation3 2.1.1Weitere und engere Begriffsdefinition4 2.1.2Klassifikation von M&A6 2.1.3Abgrenzung von cross-border M&A7 2.1.4Einordnung in die Formen ausländischen Direktinvestition8 2.2Motive10 2.2.1Strategische Motive10 2.2.2Ökonomische Motive11 2.2.3Personelle Motive12 2.2.4Marktwirtschaftliche Motive13 2.3Risiken13 2.3.1Institutionelle Barrieren14 2.3.2Kulturelle Herausforderung15 2.3.3Performance16 2.4Das M&A Phasenmodell18 2.4.1Pre-M&A Phasen19 2.4.1.1Strategieformulierung19 2.4.1.2Partnersuche und Auswahl19 2.4.2M&A Phasen20 2.4.2.1Kontaktaufnahme20 2.4.2.2Due Diligence21 2.4.2.3Unternehmensbewertung21 2.4.2.4Verhandlung22 2.4.2.5Vertragsgestaltung und -abschluss23 2.4.3Post-M&A Phasen23 2.4.3.1Integration23 2.4.3.2Kommunikation24 2.4.3.3Kontrolle25 3.Cross-border M&A im chinesischen Kontext25 3.1Die chinesische Wirtschaft im Wandel26 3.1.1Chinas wirtschaftliche Situation in 201026 3.1.2Wirtschaftliche Entwicklung28 3.1.3Zukunftsaussichten30 3.2Der institutionelle Rahmen Chinas im internationalen Kontext31 3.2.1Beitritt in die WTO 200132 3.2.2Rechtliche Strukturen33 3.2.3Geistiges Eigentum in China35 3.3Die Rolle der Regierung36 3.3.1Zentralregierung und föderale Struktur37 3.3.2Sonderwirtschaftszonen und Aktienmärkte39 3.3.3Charakteristika chinesischer Unternehmen41 3.4Das soziale Netzwerk42 3.4.1Guanxi in der chinesischen Kultur43 3.4.2Rolle der Auslandschinesen45 4.Ein modifiziertes Phasenmodell für China46 4.1Implikationen für die Pre-M&A Phasen48 4.1.1Strategieformulierung48 4.1.2Aufbau einer Repräsentanz51 4.1.3Kontaktaufnahme51 4.1.4Kommunikation52 4.1.5Partnersuche und Auswahl53 4.1.6Compliance Management55 4.2Implikationen für die M&A Phasen56 4.2.1Due Diligence56 4.2.2Unternehmensbewertung57 4.2.3Verhandlung58 4.2.4Vertragsgestaltung und -abschluss60 4.3Implikationen für die Post-M&A Phasen61 4.3.1Integration61 4.3.2Kontrolle63 5.Fazit65 6.Literaturverzeichnis69Textprobe:Textprobe: Kapitel 2.2, Motive für cross-border M&A: Die vielfältigen Motive für cross-border M&A werden nach Klassifizierungen geordnet, die zumeist eine Kombination dieser Motive zu Grunde legen. Die folgenden Ausführungen lehnen sich an Hopkins an, der nach strategischen, ökonomischen, personellen und marktwirtschaftlichen Motiven unterscheidet. 2.2.1, Strategische Motive: Unter den zahlreichen strategischen Motiven erscheinen die folgenden Gesichtspunkte bedeutsam. Synergie-Effekte: Dieses Motiv zielt auf die Verbesserung der Effizienz der Unternehmensstrategie durch Steigerung der Synergieeffekte zwischen den beteiligten Unternehmen. Nach der Synergie-Hypothese ist die Realisierung von M&A dann wahrscheinlich, wenn der Wert des gemeinsamen Unternehmens größer ist als die Summe der Werte der einzelnen Unternehmen. Synergien können unterschiedlich modelliert werden. In strategischer Sicht sind sie ein Instrument, um das Wachstum und den Zugang zu wichtigen Ressourcen des Unternehmens zu verbessern. Synergien können durch Umstrukturierung und Neueinsatz von Ressourcen mittels M&A entstehen. Sie ermöglichen es, die eigenen Wettbewerbsvorteile besser zu nutzen, indem eigenes Know-How in dem akquirierten Unternehmen eingesetzt wird, um dessen Wettbewerbsposition zu verbessern. Auf der anderen Seite können mit dem Erwerb von komplementären Ressourcen die Wettbewerbschancen des eigenen Unternehmens erhöht werden. Als Nebeneffekt ergeben sich daraus Erfahrungen, die das akquirierende Unternehmen aus dem Eingliedern organisatorischer Routinen und Ressourcen des fremden Unternehmens gewinnt. Spezielles Know-How ist ein Schlüsselfaktor, der meist nicht über den Markt erworben werden kann. Optimierung der Wettbewerbskräfte: Nach dem Wettbewerbsansatz von Michael Porter wird ein Unternehmen in jeder Branche von fünf Wettbewerbskräften bestimmt: Die Verhandlungsmacht der Lieferanten und Kunden / die potenzielle Gefahr vor Ersatzprodukten / der Eintritt neuer Marktteilnehmer / der Wettbewerb innerhalb der Branche. M&A können der Optimierung dieser Wettbewerbskräfte dienen, in dem die Wettbewerbsposition eines Unternehmens innerhalb einer Branche gestärkt wird. Eine strategische Überlegung für M&A ist die potenziell größere Marktmacht, die durch einen erhöhten Marktanteil erzielt wird. Gegenüber den Lieferanten bedeutet dies eine verbesserte Verhandlungsposition, während für die Kunden ein breiteres und tieferes Sortiment zur Verfügung steht. Oft wird durch M&A auf horizontaler Ebene ein Konkurrent übernommen, was innerhalb einer Branche den Wettbewerb reduziert und die Konzentration erhöht. M&A dienen ebenfalls dazu, Marktbarrieren zu durchbrechen und sich in einem Sektor zu etablieren, dessen Zugang durch andere Eintrittsformen nicht möglich ist. 2.2.2, Ökonomische Motive: Ökonomische Motive sind aufgrund der nachträglichen Bewertung von M&A durch finanzielle Kennzahlen von hoher Bedeutung. Skaleneffekte: Synergien aus ökonomischer Sicht beziehen sich vordergründig auf die Kostensenkung. Bei einer Vergrößerung des Unternehmens durch M&A entstehen Skaleneffekte (Economies of Scale). Die Senkung von Stückkosten mit wachsender Produktion und festen Fixkosten kann in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Absatz, Organisation, F&E, Marketing etc. anfallen. Allerdings ist die Realisierung von Skaleneffekten durch eine externe Wachstumsform wie cross-border M&A umstritten. Dies zeigt der Zusammenschluss von Daimler und Chrysler 1998, der mit großen Kosteneinsparungen durch die Zusammenlegung vieler Bereiche einhergehen sollte, jedoch nicht die gewünschten Skaleneffekten erbrachte. 2007 trennte sich Daimler vom Verlustgeschäft Chrysler. Diversifikationsvorteile: Wird ein Unternehmen aus einer nicht verwandten Branche akquiriert, können Diversifikationsvorteile (Economies of Scope) entstehen. Nach der Portfolio-Theorie von Henry Markowitz streut das akquirierte Unternehmen sein Operationsrisiko auf mehrere Bereiche und ist damit in der Lage, Nachfragerückgänge in der einen Branche durch Gewinne in der anderen auszugleichen. Das damit implizierte kapitalmarkttheoretische Konzept unterstellt, dass die Anlagestreuung auf mehrere Investitionen das Risiko des gesamten Anlegerportfolios reduziert. Der Nutzen eines Anlageportfolios bewertet sich nach der Kombination aus erzielbarer Rendite und dem eingegangenem Risiko. Die Möglichkeit, die Beziehung von Rendite und Risiko mittels des Capital Asset Pricing Model (CAPM) in den 70iger Jahren zu analysieren, favorisierte neben der Fokussierung auf Risikostreuung die vermehrte Gründung diversifizierter Unternehmen. In den 90iger Jahren wurde diese Strategie durch eine Re-Fokussierung auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens modifiziert. Dennoch gibt es auch heute Mischkonzerne und Konglomerate, weil Diversifikationsvorteile auch durch M&A entstehen. Unterbewertung des Börsenwertes: Eine weitere ökonomische Begründung für M&A ist die Unterbewertung des Unternehmens an der Börse. Ist der Aktienkurs eines Unternehmens auf Grund von wirtschaftlichen Krisen oder unternehmerischen Misserfolgen sehr niedrig, wird das Unternehmen u.U. schnell zum Übernahmekandidaten. Ein Beispiel hierfür liefert der Energiekonzern BP, dessen Aktienkurs seit dem mangelhaften Krisenmanagement der Ölkatastrophe im Golf von Mexico im Juli 2010 vorübergehend um fast 50% gefallen war, wodurch der Konzern zeitweise zu einem potenziellen Übernahmekandidaten wurde. Gonzales, Vasconcellos & Kish untersuchen in ihrer Studie die finanziellen Charakteristika von US- und Nicht-US-amerikanischen Unternehmen, die in cross-border M&A involviert waren. Sie belegen empirisch, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Unternehmen, Übernahmekandidat zu werden, steigt, wenn es auf dem Aktienmarkt unterbewertet scheint. Cross-border M&A in China: Inhaltsangabe:Einleitung: 1.1, Problemstellung: Cross-border Mergers und Akquisitionen (M&A) stellen in einer globalen Wirtschaft ein bedeutendes, Diplomica Verlag

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Cross-border M&A in China - Mischa Marx
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Mischa Marx:
Cross-border M&A in China - Erstausgabe

2011, ISBN: 9783842810600

ID: 28264093

Implikationen und Handlungsempfehlungen für ein modifiziertes Phasenmodell, [ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

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Details zum Buch

Detailangaben zum Buch - Cross-border M A in China


EAN (ISBN-13): 9783842810600
Erscheinungsjahr: 2008
Herausgeber: Diplomica Verlag

Buch in der Datenbank seit 2007-08-24T07:52:31+02:00 (Berlin)
Detailseite zuletzt geändert am 2018-04-13T16:47:20+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 9783842810600

ISBN - alternative Schreibweisen:
978-3-8428-1060-0


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