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Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - Almut Döring
(*)
Almut Döring:
Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - neues Buch

ISBN: 9783842810297

ID: 9783842810297

Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem Wohin mit dem Streuwiesenmähgut - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuflächen durch geeignete Maßnahmen weitgehend in ihren vorigen Zustand zu versetzen und dadurch erneut größere Streuwiesenkomplexe zu entwickeln. Die heute als Streuwiesen bezeichneten Lebensraumtypen entstanden erst vor etwa 150 Jahren in Zeiten großer ¿Streunoth¿ (wie der Titel von Nowacki 1887 sagt), also aus einer landwirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Heute dagegen haben wir eine ¿Streuschwemme¿, denn wir mähen diese Wiesen, weil sie aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes mit dem allein ihnen eigenen Artenspektrum eine hohe Wertigkeit besitzen, welche nur durch regelmäßige Herbstmahd mit Abtransport des Mähgutes erhalten werden kann. Die Riedstreu findet jedoch in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Verwendung, denn der Bedarf an Stalleinstreumaterial wird heute größtenteils über Getreidestroh gedeckt. Läßt sich hier keine alternative, sinnvolle Nutzung des anfallenden Mähguts finden, wird dieses ¿Material aus der Landschaftspflege¿ schnell zum Problem. Was früher ein begehrtes Material war, wird heute oft zum Abfallprodukt, welches im ungünstigsten Falle energie- und kostenaufwendig entsorgt wird. So erwähnt noch Ellenberg, daß das abtransportierte Mähgut an anderem Ort verbrannt werden könne. Es bedarf hier der sorgfältigen Prüfung möglicher Nutzungen hinsichtlich ihrer Machbarkeit, ihrer Sinnhaftigkeit und ihrer Wirtschaftlichkeit. Vorliegende Arbeit möchte in der Diskussion um die Verwertung oder ¿Entsorgung¿ von Streuwiesenmähgut einen Beitrag leisten und zum einen mögliche Mähgutnutzungen aufzeigen, zum anderen diese bezüglich des notwendigen Aufwands und des jeweiligen Gewinns beleuchten. Sie will mitwirken, den Boden zu bereiten für eine unvoreingenommene Prüfung der Möglichkeiten, wie die Pflege von Streuwiesenlandschaften wirtschaftlicher und für die öffentliche Hand kostengünstiger zu gestalten wäre. Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf das bayerische Alpenvorland. Die Diskussion über andere Möglichkeiten der Landschaftsentwicklung oder Landbewirtschaftung alter Moorlandschaften, wie etwa über die Sinnhaftigkeit eines Brachfallenlassens von Streuwiesen, über die Vorteile von Sukzessionsflächen usw. ist nicht Gegenstand der Arbeit. Ausgangspunkt ist die heutige Pflegepraxis. Die Entstehung und Entwicklung des Systems ¿Streuwiese¿ sind Ergebnis der von diesem System ausgeübten Funktion und der zur Erreichung des funktionalen Zieles nötigen Nutzungsmethode, welche sich durchaus nach technischen und wirtschaftlichen Vorgaben im Laufe der Zeit wandeln kann . Verlieren die alten Streuwiesen ihre ursprüngliche Funktion als Einstreulieferanten, so werden sie sich entweder verändern, oder aber es finden sich neue Funktionen, die von den Streuwiesen übernommen werden, so daß die für den Lebensraum ¿Streuwiese¿ typischen Prozesse erhalten bleiben. In der heutigen Kulturlandschaft kommt den Streuwiesen vor allem die Funktion als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten zu, mit dessen Pflege die Naturschutzbehörden beauftragt sind. Eine Erweiterung der Funktion durch das Ausschöpfen der Nutzungsmöglichkeiten des Mähguts könnte den Erhalt dieses Systems auf eine solidere Grundlage stellen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Ausgangssituation3 1.1Themenstellung - Streuwiesenmähgut als Abfallproblem 3 1.2Geschichtlicher Überblick zur Entstehung der Streuwiesen im Alpenvorland4 1.3Streuwiesenrückgang und Streuwiesenpflege6 1.4Neue Nutzungen für Streuwiesenmähgut11 2.Untersuchungsrahmen15 2.1Betrachtungsgegenstand15 2.2Datenerfassung15 3.Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut17 3.1Stalleinstreu17 3.2Kompostierung25 3.3Thermische Verwertung27 3.4Methanisierung35 4.Arbeitszeit- und Energiebedarf der beschriebenen Nutzungen37 4.1Ernte und Transport: Arbeits- und Energieaufwand39 4.1.1Lose Bergung trockenen Mähguts44 4.1.2Bergung in Rundballen, trocken47 4.1.3Bergung in Quaderballen, trocken50 4.1.4Bergung als Pellets, trocken56 4.1.5Bergung in ungetrocknetem Zustand60 4.1.6Ernte: Zusammenfassende Übersicht über den Arbeits- und Energieaufwand65 4.1.7Zusätzlicher Transport66 4.1.8Energiebilanz für Ernte und Transport70 4.2Verwertung: Stoffströme, Arbeitsaufwand und Energiebedarf73 4.2.1Stalleinstreu73 4.2.2Kompostierung81 4.2.3Thermische Verwertung87 4.2.4Methanisierung95 4.2.5Verwertung: Zusammenfassende Übersicht über den Arbeits- und Energieaufwand103 5.Kostenaufstellungen zu den beschriebenen Nutzungen105 5.1Ernte- und Transportkosten107 5.1.1Lose Bergung108 5.1.2Bergung in Rundballen110 5.1.3Bergung in Quaderballen112 5.1.4Bergung als Pellets116 5.1.5Bergung in ungetrocknetem Zustand120 5.1.6Erntekosten: Zusammenfassende Übersicht124 5.1.7Kosten für zusätzlichen Transport126 5.2Kosten für die Nutzungen128 5.2.1Stalleinstreu128 5.2.2Kompostierung133 5.2.3Thermische Verwertung137 5.2.4Methanisierung140 5.2.5Gesamtkosten: Zusammenfassende Übersicht143 6.Diskussion144 6.1Energieaspekte144 6.2Kostenaspekte152 7.Zusammenfassung157 7.1Ausgangssituation157 7.2Untersuchungsrahmen157 7.3Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut158 7.4Arbeitszeit- und Energiebedarf158 7.5Kostenaufstellungen159 7.6Diskussion159 8.Quellen160 8.1Verwendete Literatur160 8.2Mündliche Informanden163 8.3Verwendete Abkürzungen164Textprobe:Textprobe: Kapitel 3, Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut: Von verschiedenen denkbaren Nutzungen erscheinen folgende vier Möglichkeiten ausreichend praxisnah für eine weitergehende Untersuchung: 1. Stalleinstreu. 2. Kompostierung. 3. Thermische Verwertung in Heizwerken. 4. Methanisierung in Biogasanlagen. Für jede dieser Nutzungen werden im folgenden kurz die Methoden beschrieben und die jeweiligen Qualitätsanforderungen an das Mähgut aufgeführt. 3.1, Stalleinstreu: Wozu braucht man Einstreumaterial Einstreu wird verwendet: 1. um den Tieren ein trockenes, [reinliches, weiches] und warmes Lager zu bereiten. 2. um Gase festzuhalten. 3. um die festen und flüssigen Ausscheidungen geeignet zu binden. 4. um die Düngermasse zu vermehren, sowie die Düngergüte zu verbessern. Je vollkommener ein Streumittel diese Eigenschaften in sich vereint, desto wertvoller ist sein Wirtschaftswert. Hinzu kommt die Bedeutung der Einstreu als Ort eines für die Gesundheit der Haustiere förderlichen Bakterienlebens. Symbiontische Bakterien (vor allem milchsäurebildende Bakterien) sind im gesamten System Wirtsorganismus-Mikroflora entscheidend für eine funktionierende Abwehr gegen Krankheitserreger. Dies ist von größter Bedeutung für den Fußbodenbereich bei Muttertieren. ¿Wenn in den Geburtswegen und sonstigen Körperöffnungen des Muttertieres gesunde Bakterien siedeln, dann gelangen diese während der Geburt und gleich danach durch Abschlecken auf das Jungtier und können die übermäßige Ausbreitung von Krankheitserregern verhindern. Ebenso können auch Dysbiosen beim Muttertier weitergegeben werden. Dann ist beim Jungtier von vornherein der erste Schutzwall gegen Infektionskrankheiten geschädigt.¿ Weiterhin sorgt Einstreumaterial für den Schutz der Hufe und Gliedmaßen, und sie ¿befördert das Wohlbefinden und Gedeihen der Tiere. Auf dem harten Boden können diese nicht so gut ausruhen, werden leicht naß, erkälten sich und können sich so eine Krankheit zuziehen¿. Daher hält Stebler für die Gesunderhaltung der Tiere die Einstreu in den meisten Fällen für ¿absolut notwendig¿. Diese einhundert Jahre alte Erkenntnis ist bis heute nicht glaubhaft widerlegt, im Vertrauen auf die Veterinärkunst jedoch vielfach mißachtet worden. Traditionell verteilt man die Streu von Hand mit der Mistgabel in den Ställen (meist Anbindeställe) und mistet ebenso mit der Gabel und dem Schubkarren wieder aus. Im Hof zu einem Misthaufen aufgerichtet, beginnt die mit dem Mist vermischte Streu zu verrotten und wird im Frühjahr auf die Futterwiesen und, falls vorhanden, die Äcker verteilt. Im Stall sowie beim Absetzen des Festmists auf dem Misthaufen sondert sich der flüssige Anteil der Viehausscheidungen als Jauche ab, die in Jauchegruben aufgefangen wird und im Sommer als Kopfdüngung auf die Felder gebracht wird. Die traditionelle Art der Einstreuwirtschaft verlangt sehr viel Handarbeit. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft halten heute in der Rinder- und Schweinehaltung neue Stallsysteme Einzug, die mit automatischen Einstreu- und Entmistungsanlagen ausgestattet sind und bei denen somit die Handarbeit auf ein Minimum reduziert wird. Weit verbreitet ist die strohlose Aufstallung mit Spaltenböden und automatischer Schwemmentmistung, bei der aus dem Gemisch von Kot, Urin und Wasser Gülle entsteht. Es gibt jedoch auch einige Varianten automatisierter Festmist-Ställe. Zur Arbeitsersparnis trotz Verwendung von Streu bieten sich Laufstallsysteme an, da sie leicht zu automatisieren sind. Solche modernen Festmist-Laufstallsysteme wurden in Getreideanbaugebieten bereits mit Stroh erprobt. Im Zuge der Umsetzung des Pflege- und Entwicklungsplanes Loisach-Kochelsee-Moore haben sich nun drei Landwirte bereiterklärt, mit der Modernisierung ihrer Rinderställe erstmals die Verwendung von Streuwiesenmähgut (Riedstreu) in Festmist-Laufstallsystemen zu ermöglichen. Im Folgenden werden drei mit Riedstreu arbeitende Laufstallsysteme für Rinder beschrieben. Exemplare solcher Ställe wurden bzw. werden in Benediktbeuren, Sindelsdorf und Ort bei Kochel gebaut. Die Riedstreu stammt aus den Loisach-Kochelsee-Mooren, einem Verlandungsmoorgebiet, welches südlich des Starnberger Sees am Fuße der Bayerischen Alpen liegt. Zweiraum-Streuschichtlaufstall: Der gegenüber dem betonierten Freßbereich tiefergelegene Liegebereich wird über einige Wochen hinweg regelmäßig alle zwei Tage reichlich eingestreut, so daß die Streu-Mist-Matratze kontinuierlich anwächst. Beginnt nach vier bis sechs Wochen die Saugleistung der Matratze nachzulassen, wird sie mit dem Frontlader insgesamt ausgeräumt und anschließend wird erneut mit dem Einstreuen begonnen. Als automatisierte Einstreuvorrichtung kann eine Krananlage bei Verwendung loser Streu oder ein Ballenauflöser bei Verwendung von Rundballen eingesetzt werden. Die Einstreumenge muß so bemessen sein, daß die gesamte im Liegebereich anfallende Flüssigkeit der Tierausscheidungen aufgesaugt wird. Somit entsteht bei diesem Stallsystem kein Flüssigdünger. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der Tiefstreulaufstall, nur sind hier die Intervalle zwischen dem Ausheben der Matratzen länger und der Einstreubedarf liegt geringfügig höher. Tretmistlaufstall: Der mit Streu bedeckte Teil des Stallbodens ist leicht geneigt (8 %) und dient als Liegefläche für das Vieh. Die frische Streu wird maschinell von einem fahrenden (Laufkatzen-) Ballenauflöser am höheren Ende der Liegeflächen über die bestehende Streumatratze verteilt. Durch die Tritte des Viehs wird sie allmählich nach unten befördert, wo sie schließlich, vermischt mit Kot und Urin und durch die mikrobielle Tätigkeit bereits angerottet, über eine Stufe in die ebene, betonierte Mistbahn fällt. Mit einem Faltschieber wird der Mist von Zeit zu Zeit abgeräumt und später mit dem Frontlader zum Misthaufen zusammengeschoben. Die Jauche fließt in der Mittelrinne des Faltschiebers ab und wird separat aufgefangen. Zum Fressen stehen die Tiere auf der betonierten Mistbahn, die auch als Auslauf dient. Ein fester Laufuntergrund entspricht den Bedürfnissen von Rindern. Variationsmöglichkeit: Läßt man den abgeräumten Mist vor dem Zusammenschieben auf den Misthaufen auf einer kleinen Fläche mit Spaltenboden eine Zeit lang im Regen liegen, so erhält man Gülle, die im Sommer als Kopfdünger für Grünland bestens geeignet ist. Eine Ausführung als Offenfrontstall mit drei geschlossenen und einer offenen Seite ist sinnvoll, da dies kostengünstiger ist als ein nicht isolierter, geschlossener Kaltstall und die Rinder dabei sehr gesund bleiben. Voraussetzung ist lediglich, daß die Streumatratze ausreichend gegen Kälte isoliert und es im Liegebereich keinen Durchzug gibt. Im dynamischen System des Tretmiststalles regelt sich die Matratzendicke selber. Während sich das Einstreumaterial auf den Liegeflächen befindet, bestimmen neben den Viehtritten die Mikroorganismen die Dynamik des Systems. Das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit, mit der sich die Matratze aufbaut und der Geschwindigkeit, mit der sie allmählich nach unten ¿fließt¿, ist parallel zur / entsprechend der mikrobiellen Tätigkeit temperaturabhängig. Im Winter verharrt das Streumaterial länger auf den Liegeflächen und die Matratze baut sich höher auf, im Sommer wird sie dagegen wieder dünner. Eingestreuter Liegeboxenlaufstall: Eine Kuh möchte auf hartem Boden laufen und auf weicher Unterlage liegen. Dieses Bedürfnis macht sich der Laufstall mit eingestreuten Liegeboxen zunutze. Als Auslauf dient die betonierte, mit Faltschieber ausgerüstete Mistachse. Sie ist ein- oder beidseitig von den reichlich eingestreuten Liegeboxen flankiert, die von den Kühen zum Ruhen aufgesucht werden. Beim Zurücktreten aus der Box wird ein Teil der Streu in die Mistachse gezogen. Sie bildet die Grundlage für den Festmist. Auch hier kann wie beim Tretmistlaufstall Gülle entstehen, wenn der abgeschobene Mist auf einer kleinen Spaltenbodenfläche vom Regen ausgewaschen wird, bevor er auf den Misthaufen gebracht wird. Im Normalfall gelangen keine Tierausscheidungen in die knapp bemessenen Liegeboxen, so daß die Tiere sehr sauber bleiben. Diese Stallart eignet sich daher gut für Milchvieh. Die dicke Streuunterlage isoliert so gut, daß ein eingestreuter Liegeboxenlaufstall als Kaltstall oder besser als Offenfrontstall ausgeführt werden kann. Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut: Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem Wohin mit dem Streuwiesenmähgut - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streufläch, Diplomica Verlag

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Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - Almut Döring
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Almut Döring:
Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - neues Buch

ISBN: 9783842810297

ID: 9783842810297

Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem Wohin mit dem Streuwiesenmähgut - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuflächen durch geeignete Maßnahmen weitgehend in ihren vorigen Zustand zu versetzen und dadurch erneut größere Streuwiesenkomplexe zu entwickeln. Die heute als Streuwiesen bezeichneten Lebensraumtypen entstanden erst vor etwa 150 Jahren in Zeiten großer ¿Streunoth¿ (wie der Titel von Nowacki 1887 sagt), also aus einer landwirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Heute dagegen haben wir eine ¿Streuschwemme¿, denn wir mähen diese Wiesen, weil sie aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes mit dem allein ihnen eigenen Artenspektrum eine hohe Wertigkeit besitzen, welche nur durch regelmäßige Herbstmahd mit Abtransport des Mähgutes erhalten werden kann. Die Riedstreu findet jedoch in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Verwendung, denn der Bedarf an Stalleinstreumaterial wird heute größtenteils über Getreidestroh gedeckt. Läßt sich hier keine alternative, sinnvolle Nutzung des anfallenden Mähguts finden, wird dieses ¿Material aus der Landschaftspflege¿ schnell zum Problem. Was früher ein begehrtes Material war, wird heute oft zum Abfallprodukt, welches im ungünstigsten Falle energie- und kostenaufwendig entsorgt wird. So erwähnt noch Ellenberg, daß das abtransportierte Mähgut an anderem Ort verbrannt werden könne. Es bedarf hier der sorgfältigen Prüfung möglicher Nutzungen hinsichtlich ihrer Machbarkeit, ihrer Sinnhaftigkeit und ihrer Wirtschaftlichkeit. Vorliegende Arbeit möchte in der Diskussion um die Verwertung oder ¿Entsorgung¿ von Streuwiesenmähgut einen Beitrag leisten und zum einen mögliche Mähgutnutzungen aufzeigen, zum anderen diese bezüglich des notwendigen Aufwands und des jeweiligen Gewinns beleuchten. Sie will mitwirken, den Boden zu bereiten für eine unvoreingenommene Prüfung der Möglichkeiten, wie die Pflege von Streuwiesenlandschaften wirtschaftlicher und für die öffentliche Hand kostengünstiger zu gestalten wäre. Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf das bayerische Alpenvorland. Die Diskussion über andere Möglichkeiten der Landschaftsentwicklung oder Landbewirtschaftung alter Moorlandschaften, wie etwa über die Sinnhaftigkeit eines Brachfallenlassens von Streuwiesen, über die Vorteile von Sukzessionsflächen usw. ist nicht Gegenstand der Arbeit. Ausgangspunkt ist die heutige Pflegepraxis. Die Entstehung und Entwicklung des Systems ¿Streuwiese¿ sind Ergebnis der von diesem System ausgeübten Funktion und der zur Erreichung des funktionalen Zieles nötigen Nutzungsmethode, welche sich durchaus nach technischen und wirtschaftlichen Vorgaben im Laufe der Zeit wandeln kann . Verlieren die alten Streuwiesen ihre ursprüngliche Funktion als Einstreulieferanten, so werden sie sich entweder verändern, oder aber es finden sich neue Funktionen, die von den Streuwiesen übernommen werden, so daß die für den Lebensraum ¿Streuwiese¿ typischen Prozesse erhalten bleiben. In der heutigen Kulturlandschaft kommt den Streuwiesen vor allem die Funktion als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten zu, mit dessen Pflege die Naturschutzbehörden beauftragt sind. Eine Erweiterung der Funktion durch das Ausschöpfen der Nutzungsmöglichkeiten des Mähguts könnte den Erhalt dieses Systems auf eine solidere Grundlage stellen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Ausgangssituation3 1.1Themenstellung - Streuwiesenmähgut als Abfallproblem 3 1.2Geschichtlicher Überblick zur Entstehung der Streuwiesen im Alpenvorland4 1.3Streuwiesenrückgang und Streuwiesenpflege6 1.4Neue Nutzungen für Streuwiesenmähgut11 2.Untersuchungsrahmen15 2.1Betrachtungsgegenstand15 2.2Datenerfassung15 3.Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut17 3.1Stalleinstreu17 3.2Kompostierung25 3.3Thermische Verwertung27 3.4Methanisierung35 4.Arbeitszeit- und Energiebedarf der beschriebenen Nutzungen37 4.1Ernte und Transport: Arbeits- und Energieaufwand39 4.1.1Lose Bergung trockenen Mähguts44 4.1.2Bergung in Rundballen, trocken47 4.1.3Bergung in Quaderballen, trocken50 4.1.4Bergung als Pellets, trocken56 4.1.5Bergung in ungetrocknetem Zustand60 4.1.6Ernte: Zusammenfassende Übersicht über den Arbeits- und Energieaufwand65 4.1.7Zusätzlicher Transport66 4.1.8Energiebilanz für Ernte und Transport70 4.2Verwertung: Stoffströme, Arbeitsaufwand und Energiebedarf73 4.2.1Stalleinstreu73 4.2.2Kompostierung81 4.2.3Thermische Verwertung87 4.2.4Methanisierung95 4.2.5Verwertung: Zusammenfassende Übersicht über den Arbeits- und Energieaufwand103 5.Kostenaufstellungen zu den beschriebenen Nutzungen105 5.1Ernte- und Transportkosten107 5.1.1Lose Bergung108 5.1.2Bergung in Rundballen110 5.1.3Bergung in Quaderballen112 5.1.4Bergung als Pellets116 5.1.5Bergung in ungetrocknetem Zustand120 5.1.6Erntekosten: Zusammenfassende Übersicht124 5.1.7Kosten für zusätzlichen Transport126 5.2Kosten für die Nutzungen128 5.2.1Stalleinstreu128 5.2.2Kompostierung133 5.2.3Thermische Verwertung137 5.2.4Methanisierung140 5.2.5Gesamtkosten: Zusammenfassende Übersicht143 6.Diskussion144 6.1Energieaspekte144 6.2Kostenaspekte152 7.Zusammenfassung157 7.1Ausgangssituation157 7.2Untersuchungsrahmen157 7.3Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut158 7.4Arbeitszeit- und Energiebedarf158 7.5Kostenaufstellungen159 7.6Diskussion159 8.Quellen160 8.1Verwendete Literatur160 8.2Mündliche Informanden163 8.3Verwendete Abkürzungen164Textprobe:Textprobe: Kapitel 3, Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut: Von verschiedenen denkbaren Nutzungen erscheinen folgende vier Möglichkeiten ausreichend praxisnah für eine weitergehende Untersuchung: 1. Stalleinstreu. 2. Kompostierung. 3. Thermische Verwertung in Heizwerken. 4. Methanisierung in Biogasanlagen. Für jede dieser Nutzungen werden im folgenden kurz die Methoden beschrieben und die jeweiligen Qualitätsanforderungen an das Mähgut aufgeführt. 3.1, Stalleinstreu: Wozu braucht man Einstreumaterial Einstreu wird verwendet: 1. um den Tieren ein trockenes, [reinliches, weiches] und warmes Lager zu bereiten. 2. um Gase festzuhalten. 3. um die festen und flüssigen Ausscheidungen geeignet zu binden. 4. um die Düngermasse zu vermehren, sowie die Düngergüte zu verbessern. Je vollkommener ein Streumittel diese Eigenschaften in sich vereint, desto wertvoller ist sein Wirtschaftswert. Hinzu kommt die Bedeutung der Einstreu als Ort eines für die Gesundheit der Haustiere förderlichen Bakterienlebens. Symbiontische Bakterien (vor allem milchsäurebildende Bakterien) sind im gesamten System Wirtsorganismus-Mikroflora entscheidend für eine funktionierende Abwehr gegen Krankheitserreger. Dies ist von größter Bedeutung für den Fußbodenbereich bei Muttertieren. ¿Wenn in den Geburtswegen und sonstigen Körperöffnungen des Muttertieres gesunde Bakterien siedeln, dann gelangen diese während der Geburt und gleich danach durch Abschlecken auf das Jungtier und können die übermäßige Ausbreitung von Krankheitserregern verhindern. Ebenso können auch Dysbiosen beim Muttertier weitergegeben werden. Dann ist beim Jungtier von vornherein der erste Schutzwall gegen Infektionskrankheiten geschädigt.¿ Weiterhin sorgt Einstreumaterial für den Schutz der Hufe und Gliedmaßen, und sie ¿befördert das Wohlbefinden und Gedeihen der Tiere. Auf dem harten Boden können diese nicht so gut ausruhen, werden leicht naß, erkälten sich und können sich so eine Krankheit zuziehen¿. Daher hält Stebler für die Gesunderhaltung der Tiere die Einstreu in den meisten Fällen für ¿absolut notwendig¿. Diese einhundert Jahre alte Erkenntnis ist bis heute nicht glaubhaft widerlegt, im Vertrauen auf die Veterinärkunst jedoch vielfach mißachtet worden. Traditionell verteilt man die Streu von Hand mit der Mistgabel in den Ställen (meist Anbindeställe) und mistet ebenso mit der Gabel und dem Schubkarren wieder aus. Im Hof zu einem Misthaufen aufgerichtet, beginnt die mit dem Mist vermischte Streu zu verrotten und wird im Frühjahr auf die Futterwiesen und, falls vorhanden, die Äcker verteilt. Im Stall sowie beim Absetzen des Festmists auf dem Misthaufen sondert sich der flüssige Anteil der Viehausscheidungen als Jauche ab, die in Jauchegruben aufgefangen wird und im Sommer als Kopfdüngung auf die Felder gebracht wird. Die traditionelle Art der Einstreuwirtschaft verlangt sehr viel Handarbeit. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft halten heute in der Rinder- und Schweinehaltung neue Stallsysteme Einzug, die mit automatischen Einstreu- und Entmistungsanlagen ausgestattet sind und bei denen somit die Handarbeit auf ein Minimum reduziert wird. Weit verbreitet ist die strohlose Aufstallung mit Spaltenböden und automatischer Schwemmentmistung, bei der aus dem Gemisch von Kot, Urin und Wasser Gülle entsteht. Es gibt jedoch auch einige Varianten automatisierter Festmist-Ställe. Zur Arbeitsersparnis trotz Verwendung von Streu bieten sich Laufstallsysteme an, da sie leicht zu automatisieren sind. Solche modernen Festmist-Laufstallsysteme wurden in Getreideanbaugebieten bereits mit Stroh erprobt. Im Zuge der Umsetzung des Pflege- und Entwicklungsplanes Loisach-Kochelsee-Moore haben sich nun drei Landwirte bereiterklärt, mit der Modernisierung ihrer Rinderställe erstmals die Verwendung von Streuwiesenmähgut (Riedstreu) in Festmist-Laufstallsystemen zu ermöglichen. Im Folgenden werden drei mit Riedstreu arbeitende Laufstallsysteme für Rinder beschrieben. Exemplare solcher Ställe wurden bzw. werden in Benediktbeuren, Sindelsdorf und Ort bei Kochel gebaut. Die Riedstreu stammt aus den Loisach-Kochelsee-Mooren, einem Verlandungsmoorgebiet, welches südlich des Starnberger Sees am Fuße der Bayerischen Alpen liegt. Zweiraum-Streuschichtlaufstall: Der gegenüber dem betonierten Freßbereich tiefergelegene Liegebereich wird über einige Wochen hinweg regelmäßig alle zwei Tage reichlich eingestreut, so daß die Streu-Mist-Matratze kontinuierlich anwächst. Beginnt nach vier bis sechs Wochen die Saugleistung der Matratze nachzulassen, wird sie mit dem Frontlader insgesamt ausgeräumt und anschließend wird erneut mit dem Einstreuen begonnen. Als automatisierte Einstreuvorrichtung kann eine Krananlage bei Verwendung loser Streu oder ein Ballenauflöser bei Verwendung von Rundballen eingesetzt werden. Die Einstreumenge muß so bemessen sein, daß die gesamte im Liegebereich anfallende Flüssigkeit der Tierausscheidungen aufgesaugt wird. Somit entsteht bei diesem Stallsystem kein Flüssigdünger. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der Tiefstreulaufstall, nur sind hier die Intervalle zwischen dem Ausheben der Matratzen länger und der Einstreubedarf liegt geringfügig höher. Tretmistlaufstall: Der mit Streu bedeckte Teil des Stallbodens ist leicht geneigt (8 %) und dient als Liegefläche für das Vieh. Die frische Streu wird maschinell von einem fahrenden (Laufkatzen-) Ballenauflöser am höheren Ende der Liegeflächen über die bestehende Streumatratze verteilt. Durch die Tritte des Viehs wird sie allmählich nach unten befördert, wo sie schließlich, vermischt mit Kot und Urin und durch die mikrobielle Tätigkeit bereits angerottet, über eine Stufe in die ebene, betonierte Mistbahn fällt. Mit einem Faltschieber wird der Mist von Zeit zu Zeit abgeräumt und später mit dem Frontlader zum Misthaufen zusammengeschoben. Die Jauche fließt in der Mittelrinne des Faltschiebers ab und wird separat aufgefangen. Zum Fressen stehen die Tiere auf der betonierten Mistbahn, die auch als Auslauf dient. Ein fester Laufuntergrund entspricht den Bedürfnissen von Rindern. Variationsmöglichkeit: Läßt man den abgeräumten Mist vor dem Zusammenschieben auf den Misthaufen auf einer kleinen Fläche mit Spaltenboden eine Zeit lang im Regen liegen, so erhält man Gülle, die im Sommer als Kopfdünger für Grünland bestens geeignet ist. Eine Ausführung als Offenfrontstall mit drei geschlossenen und einer offenen Seite ist sinnvoll, da dies kostengünstiger ist als ein nicht isolierter, geschlossener Kaltstall und die Rinder dabei sehr gesund bleiben. Voraussetzung ist lediglich, daß die Streumatratze ausreichend gegen Kälte isoliert und es im Liegebereich keinen Durchzug gibt. Im dynamischen System des Tretmiststalles regelt sich die Matratzendicke selber. Während sich das Einstreumaterial auf den Liegeflächen befindet, bestimmen neben den Viehtritten die Mikroorganismen die Dynamik des Systems. Das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit, mit der sich die Matratze aufbaut und der Geschwindigkeit, mit der sie allmählich nach unten ¿fließt¿, ist parallel zur / entsprechend der mikrobiellen Tätigkeit temperaturabhängig. Im Winter verharrt das Streumaterial länger auf den Liegeflächen und die Matratze baut sich höher auf, im Sommer wird sie dagegen wieder dünner. Eingestreuter Liegeboxenlaufstall: Eine Kuh möchte auf hartem Boden laufen und auf weicher Unterlage liegen. Dieses Bedürfnis macht sich der Laufstall mit eingestreuten Liegeboxen zunutze. Als Auslauf dient die betonierte, mit Faltschieber ausgerüstete Mistachse. Sie ist ein- oder beidseitig von den reichlich eingestreuten Liegeboxen flankiert, die von den Kühen zum Ruhen aufgesucht werden. Beim Zurücktreten aus der Box wird ein Teil der Streu in die Mistachse gezogen. Sie bildet die Grundlage für den Festmist. Auch hier kann wie beim Tretmistlaufstall Gülle entstehen, wenn der abgeschobene Mist auf einer kleinen Spaltenbodenfläche vom Regen ausgewaschen wird, bevor er auf den Misthaufen gebracht wird. Im Normalfall gelangen keine Tierausscheidungen in die knapp bemessenen Liegeboxen, so daß die Tiere sehr sauber bleiben. Diese Stallart eignet sich daher gut für Milchvieh. Die dicke Streuunterlage isoliert so gut, daß ein eingestreuter Liegeboxenlaufstall als Kaltstall oder besser als Offenfrontstall ausgeführt werden kann. Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut: Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem Wohin mit dem Streuwiesenmähgut - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuf, Diplomica Verlag

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Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - Almut Döring
(*)
Almut Döring:
Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - neues Buch

2011, ISBN: 9783842810297

ID: 16807576

Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem? Wohin mit dem Streuwiesenmähgut? - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuflächen durch geeignete Massnahmen weitgehend in ihren vorigen Zustand zu versetzen und dadurch erneut grössere Streuwiesenkomplexe zu entwickeln. Die heute als Streuwiesen bezeichneten Lebensraumtypen entstanden erst vor etwa 150 Jahren in Zeiten grosser ¿Streunoth¿ (wie der Titel von Nowacki 1887 sagt), also aus einer landwirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Heute dagegen haben wir eine ¿Streuschwemme¿, denn wir mähen diese Wiesen, weil sie aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes mit dem allein ihnen eigenen Artenspektrum eine hohe Wertigkeit besitzen, welche nur durch regelmässige Herbstmahd mit Abtransport des Mähgutes erhalten werden kann. Die Riedstreu findet jedoch in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Verwendung, denn der Bedarf an Stalleinstreumaterial wird heute grösstenteils über Getreidestroh gedeckt. Lässt sich hier keine alternative, sinnvolle Nutzung des anfallenden Mähguts finden, wird dieses ¿Material aus der Landschaftspflege¿ schnell zum Problem. Was früher ein begehrtes Material war, wird heute oft zum Abfallprodukt, welches im ungünstigsten Falle energie- und kostenaufwendig entsorgt wird. So erwähnt noch Ellenberg, dass das abtransportierte Mähgut an anderem Ort verbrannt werden könne. Es bedarf hier der sorgfältigen Prüfung möglicher Nutzungen hinsichtlich ihrer Machbarkeit, ihrer Sinnhaftigkeit und ihrer Wirtschaftlichkeit. Vorliegende Arbeit möchte in der Diskussion um die Verwertung oder ¿Entsorgung¿ von Streuwiesenmähgut einen Beitrag leisten und zum einen mögliche Mähgutnutzungen aufzeigen, zum anderen diese bezüglich des notwendigen Aufwands und des jeweiligen Gewinns beleuchten. Sie will mitwirken, den Boden zu bereiten für eine unvoreingenommene Prüfung der Möglichkeiten, wie die Pflege von Streuwiesenlandschaften wirtschaftlicher und für die öffentliche Hand kostengünstiger zu gestalten wäre. Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf das bayerische Alpenvorland. Die Diskussion über andere Möglichkeiten der Landschaftsentwicklung oder Landbewirtschaftung alter Moorlandschaften, wie etwa über die Sinnhaftigkeit eines Brachfallenlassens von Streuwiesen, über die Vorteile von Sukzessionsflächen usw. ist nicht Gegenstand der Arbeit. Ausgangspunkt ist die heutige Pflegepraxis. Die Entstehung und Entwicklung des Systems ¿Streuwiese¿ sind Ergebnis der von diesem System ausgeübten Funktion und der zur Erreichung des funktionalen Zieles nötigen Nutzungsmethode, welche sich durchaus nach technischen und wirtschaftlichen Vorgaben im Laufe der Zeit wandeln kann . Verlieren die alten Streuwiesen ihre ursprüngliche Funktion als Einstreulieferanten, so werden sie sich entweder verändern, oder aber es finden sich neue Funktionen, die von den Streuwiesen übernommen werden, so dass die für den Lebensraum ¿Streuwiese¿ typischen Prozesse erhalten bleiben. In der heutigen Kulturlandschaft kommt den Streuwiesen vor allem die Funktion als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten zu, mit dessen Pflege die Naturschutzbehörden beauftragt sind. Eine Erweiterung der Funktion durch das Ausschöpfen der Nutzungsmöglichkeiten des Mähguts könnte den Erhalt dieses Systems auf eine solidere Grundlage stellen. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Ausgangssituation3 1.1Themenstellung - Streuwiesenmähgut als Abfallproblem?3 1.2Geschichtlicher Überblick zur Entstehung der Streuwiesen im Alpenvorland4 1.3Streuwiesenrückgang und Streuwiesenpflege6 1.4Neue Nutzungen für Streuwiesenmähgut11 2.Untersuchungsrahmen15 2.1Betrachtungsgegenstand15 2.2Datenerfassung15 3.Unterschiedliche Nutzungen von Streuwiesenmähgut17 3.1Stalleinstreu17 3.2Kompostierung25 3.3Thermische Verwertung27 3.4Methanisierung35 4.Arbeitszeit- und Energiebedarf der beschriebenen Nutzungen37 4.1Ernte und Transport: Arbeits- und Energieaufwand39 4.1.1Lose Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem? Wohin mit dem Streuwiesenmähgut? - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu ... eBook PDF 02.02.2011 eBooks>Fachbücher>Sozialwissenschaft, Bedey Media GmbH, .201

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Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut - Almut Döring
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Almut Döring:
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2011, ISBN: 9783842810297

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Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem? Wohin mit dem Streuwiesenmähgut? - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu erhalten sowie brachgefallene oder aufgedüngte ehemalige Streuflächen durch geeignete Massnahmen weitgehend in ihren vorigen Zustand zu versetzen und dadurch erneut grössere Streuwiesenkomplexe zu entwickeln. Die heute als Streuwiesen bezeichneten Lebensraumtypen entstanden erst vor etwa 150 Jahren in Zeiten grosser Streunoth (wie der Titel von Nowacki 1887 sagt), also aus einer landwirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Heute dagegen haben wir eine Streuschwemme, denn wir mähen diese Wiesen, weil sie aus der Sicht des Arten- und Biotopschutzes mit dem allein ihnen eigenen Artenspektrum eine hohe Wertigkeit besitzen, welche nur durch regelmässige Herbstmahd mit Abtransport des Mähgutes erhalten werden kann. Die Riedstreu findet jedoch in der heutigen Landwirtschaft kaum mehr Verwendung, denn der Bedarf an Stalleinstreumaterial wird heute grösstenteils über Getreidestroh gedeckt. Lässt sich hier keine alternative, sinnvolle Nutzung des anfallenden Mähguts finden, wird dieses Material aus der Landschaftspflege schnell zum Problem. Was früher ein begehrtes Material war, wird heute oft zum Abfallprodukt, welches im ungünstigsten Falle energie- und kostenaufwendig entsorgt wird. So erwähnt noch Ellenberg, dass das abtransportierte Mähgut an anderem Ort verbrannt werden könne. Es bedarf hier der sorgfältigen Prüfung möglicher Nutzungen hinsichtlich ihrer Machbarkeit, ihrer Sinnhaftigkeit und ihrer Wirtschaftlichkeit. Vorliegende Arbeit möchte in der Diskussion um die Verwertung oder Entsorgung von Streuwiesenmähgut einen Beitrag leisten und zum einen mögliche Mähgutnutzungen aufzeigen, zum anderen diese bezüglich des notwendigen Aufwands und des jeweiligen Gewinns beleuchten. Sie will mitwirken, den Boden zu bereiten für eine unvoreingenommene Prüfung der Möglichkeiten, wie die Pflege von Streuwiesenlandschaften wirtschaftlicher und für die öffentliche Hand kostengünstiger zu gestalten wäre. Geographisch beschränkt sich die Arbeit auf das bayerische Alpenvorland. Die Diskussion über andere Möglichkeiten der Landschaftsentwicklung oder Landbewirtschaftung alter Moorlandschaften, wie etwa über die Sinnhaftigkeit [] Inhaltsangabe:Einleitung: Streuwiesenmähgut als Abfallproblem? Wohin mit dem Streuwiesenmähgut? - Diese Frage stellt sich in Bayern zu Zeiten zunehmender staatlich geförderter Pflegemahd immer öfter und dringlicher. Zum einen gibt es im Alpenvorland noch einige Streuwiesen, zum anderen ist es heute politisch gewollt, intakte Streuwiesen zu ... eBook PDF 02.02.2011 eBooks>Fachbücher>Biowissenschaften, Diplom.de, .201

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Detailangaben zum Buch - Energie- und Kostenbilanzen zu unterschiedlichen Nutzungen von Streuwiesenmähgut


EAN (ISBN-13): 9783842810297
Erscheinungsjahr: 2011
Herausgeber: Diplomica Verlag

Buch in der Datenbank seit 2008-05-17T22:27:00+02:00 (Berlin)
Detailseite zuletzt geändert am 2019-10-20T11:11:05+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 9783842810297

ISBN - alternative Schreibweisen:
978-3-8428-1029-7


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