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Anciennitätsheuristik - Ist Das Ältere Das Bessere? - Ingrid Manthei
(*)
Ingrid Manthei:
Anciennitätsheuristik - Ist Das Ältere Das Bessere? - neues Buch

ISBN: 9783836634618

ID: 9783836634618

Eine prozessorientierte Untersuchung anhand rivalisierender Cues Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmaß der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH), die auch Seniority-Heuristic (SH) genannt wird, abhängig vom Alter empirisch untersucht wird. Die Vorstellung eines rational handelnden Individuum sowie das ökonomische Modell des Homo Oeconomicus werden von KritikerInnen als unzureichend angesehen, um menschliches Entscheidungsverhalten zu beschreiben. Der Mensch führt keine komplizierten Rechenaufgaben in der Suche nach einer Entscheidung durch, noch stehen ihm unbegrenzte Ressourcen von Zeit, Wissen und Verarbeitungskapazität zur Verfügung. Es sind vielmehr die einfachen und schnellen Heuristiken, die den menschlichen Entscheidungsprozess in unsicheren Umwelten treffend zu beschreiben scheinen und den Optimierungsmodellen den Kampf ansagen. Heuristiken basieren auf dem Postulat der begrenzten Rationalität sowie der Satisficingregel von Simon. Vitouch ist der Begründer der AH, die ebenfalls auf dem Konzept von Simon aufbaut. Die AH ist eine Entscheidungsregel, die die Präferenz für das Ältere beinhaltet (z. B. das Gründungsjahr einer Institution) und in Situationen der Unsicherheit Anwendung findet. Vitouch postuliert, dass die AH besonders häufig verwendet wird, wenn mit Informationen über das Alter (Gründungsjahr) von unbekannten Optionen der Eindruck des Sich-Bewährt-Habens verbunden ist (Standing the Test of Time). In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob ältere Menschen (45¿60 Jahre) eher dazu tendieren Informationen über die Anciennität einer Institution im Entscheidungsprozess zu verwenden, als jüngere Menschen (20¿35 Jahre). Die vorgeschlagene Prominenz von Altershinweisen wird erörtert, indem die entsprechende Verwendungshäufigkeit des Gründungsjahres (Seniority-Cue) mit der von weiteren, rivalisierenden und validen Cues verglichen wird. In einem intuitiven Wissensspiel werden den TeilnehmerInnen (N = 160) 136 Entscheidungsaufgaben aus vier Wissensdomänen vorgelegt. Die Verwendung bestimmter Cues wird mit Hilfe des Mouselab (ML), einer prozessorientierten Methode, erfasst. Die Aufgabe besteht darin zu schätzen, welche von zwei Domänen den höheren Wert auf einem Kriterium hat. Die Namen der Domänen sind in kyrillischer Schrift dargeboten, um Effekte der Wiedererkennung (Rekognitionsheuristik) auszuschließen. Nach dem intuitiven Wissensspiel folgt ein Online-Fragebogen (OFB), der zusätzlich Rückschlüsse darüber geben soll, welche Hinweise bei der Entscheidungsfindung als besonders hilfreich bzw. nicht hilfreich empfunden wurden. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass ältere Personen das Gründungsjahr zur Entscheidungsfindung effektiv häufiger verwenden als jüngere Personen. Zudem stellt sich das Gründungsjahr als domänenunabhängiger Hinweis dar. Somit wird der Seniority-Cue von Vitouch zurecht als Universal-Cue bezeichnet. Im Vergleich mit den anderen Hinweisen wird der Seniority-Cue weniger oft zur Entscheidungshilfe herangezogen. Vergleicht man die Häufigkeit wie oft ein Hinweis im ML gewählt wurde mit seiner anschließenden Bewertung im OFB, zeigen sich keine ausgeprägten Zusammenhänge. Abstract The present work offers a contribution to human decision-making with the use of Seniority Heuristic (SH), also called Anciennitätsheuristik (AH), on the basis of a process oriented investigation method. The conception of rational decision making models and the economic model of the homo oeconimicus are being criticized for their inability to explain human decision making in the real world. The idea that people are making decisions in an uncertain environment on having all information available, having endless time and cognition ressources, and having a more sophisticated algorithm becomes less important. However, there is a currently change in research of decision making. Fast and frugal heuristics are the more effective and realistic concepts as the optimizing models to analyse and understand human decision behavior. Heuristics are decision rules based on the concept of satisficing strategies and on the postulate of bounded rationality, designed by the economist Simon. Vitouch is the originator of the SH, which is also based on the model of bounded rationality. This decision-rule describes the idea of priority of age (seniority) in a decision process. A person favours the older option in making a decision under uncertainty, because the older one is the better. Vitouch postulates that the SH works effectively if the founding year (seniority-cue) of an unknown option gives the impression that the option or the organisation is the better one, because of its older founding year (standing the test of time). This study analyses the hypothesis whether older people (age 45¿60) tend to use information of the founding year in a decision-process more often than younger ones (age 20¿35). The use of the founding year will be compared to the use of different valid and competing cues. In an intuitive knowledge game 136 decision problems were presented to the probands (N = 160). These passes includes four domains. The application of certain cues has been recorded with the mouselab design (ML). This method is often used in decision theory, because it makes it possible to record precisly the decision process. The probands¿ task was to assume, which of two options has the higher value on a criterium. The titels of the domains were presented in cyrillic lettering. This was necessary to eliminate recognition effects (recognition heuristic). After the intuitive knowledge game the probands have to complete an online questionnaire (OFB). This OFB provides results about the importance of the chosen cues in the game. The results support the hypotheses that older people are using the seniority-cue more often in the decision process than younger ones. A further insight shows that the seniority-cue is independent of domains. Therefore Vitouch¿s assumption that the seniority-cue is an universal-cue insofar as it allows a person to make a fast and efficient choice and inferences is evidenced. In contrast to the other cues, the founding year is used fewer times. A comparison between evaluation of the cues in the game and in the OFB shows no pronounced coherence.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Persönlicher Zugang1 2.Zusammenfassung / Abstract2 2.1Zusammenfassung2 2.2Abstract3 3.Einleitung5 3.1Herleitung des Themas5 3.2Überblick über die vorliegende Diplomarbeit8 THEORETISCHER TEIL12 4.Grundlegende Konzepte der Entscheidungsforschung12 4.1Definition des Begriffs Entscheidung12 4.2Module einer Entscheidungssituation13 4.2.1Handlungsoptionen und ihre Charakterisierung14 4.2.2Ziele und Präferenzen15 4.2.3Umwelteinflüsse und Konsequenzen17 4.3Theorien zur Entscheidungsforschung21 5.Entstehungsgeschichte der Entscheidungsforschung23 5.1Beiträge aus der Philosophie und der Mathematik23 5.2Rationalitätskonzepte31 5.2.1Homo Oeconomicus31 5.2.2Bounded Rationality34 6.Entscheidungsregeln und Suchmuster39 6.1Kompensatorische Entscheidungsregeln40 6.2Nicht-kompensatorische Entscheidungsregeln42 7.Heuristiken45 7.1Schnelle und einfache Heuristiken47 7.1.1Rekognitionsheuristik52 7.1.1.1Weniger-ist-mehr-Effekt57 7.1.1.2Studien zur Rekognitionsheuristik59 7.2Heuristiken aus dem adaptiven Werkzeugkasten im Überblick61 7.3Anciennitätsheuristik bzw. Seniority Heuristic66 7.3.1Alltagsnahe Domänen der Anciennität71 7.3.1.1Der Senat71 7.3.1.2Erbfolgeordnungen72 7.3.1.3Unternehmen und Hersteller73 7.3.1.4Universitäten77 7.3.2Aktueller Forschungsstand der Anciennitätsheuristik80 7.4Zusammenfassung83 8.Methodologische Zugänge in derEntscheidungsforschung84 8.1Der strukturorientierte Zugang84 8.2Der prozessorientierte Zugang85 8.3Prozessorientierte Untersuchungsmethoden88 8.3.1Die Informationstafel89 8.3.2Das Mouselab91 8.3.3Das verbale Protokoll93 8.3.4Die Methode der Blickaufzeichnungen95 8.3.5Untersuchungen anhand der prozessorientierten Methoden96 8.3.6Informationsbeschaffung und kognitiver Aufwand100 8.4Zusammenfassung104 EMPIRISCHER TEIL106 9.Methodenwahl und empirische Fragestellungen106 9.1Forschungsmethoden106 9.2Explikation der Fragestellung und Hypothesen109 9.2.1Herleitung der Fragestellungen109 9.2.2Hypothesenbildung110 10.Versuchsmaterial und -aufbau117 10.1Inferenzentscheidungen118 10.2Erstellung der Domänen119 10.2.1Domäne russische Universitäten120 10.2.2Domäne russische Aktiengesellschaften120 10.2.3Domäne russische Wodkahersteller121 10.2.4Domäne russische Rechtsanwaltskanzleien122 10.3Auswahl der Cues124 10.4Erstellung der Cue-Werte126 10.5Versuchsplan131 10.6Abhängige und Unabhängige Variablen133 10.7Kontrolle der Störvariablen134 10.8Pilottestung137 10.8.1Durchführung der Pilottestung138 10.8.2Adaptierung138 11.Ergebnisse142 11.1Stichprobe142 11.1.1Rekrutierung142 11.1.2Demographische Stichprobenbeschreibung144 11.2Deskriptiver Datenüberblick145 11.3Unterschiede in der Informationssuche in den einzelnen Domänen148 11.3.1Hypothesenprüfung der aufgedeckten Informationen150 11.3.2Zusammenfassung der Anzahl der aufgedeckten Cues auf der Domänenebene155 11.4Wahl der älteren Option156 11.4.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen159 11.4.2Zusammenfassend die Ergebnisse bei der Wahl der älteren Option162 11.5Datenauswertung auf der Cueebene162 11.5.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen auf der Cueebene165 11.5.2Zusammenfassung der Ergebnisse auf der Cueebene171 11.6Bewertung der Cues nach ihrer Wichtigkeit172 11.7Wahl des Seniority-Cue bei Wahl der älteren Option178 11.8Analyse und Interpretation184 12.Diskussion und offene Fragen187 V.ResumeeVII VI.LiteraturIX VII.AbbildungsverzeichnisXVIII VIII.AnhangXXTextprobe:Textprobe: Kapitel 4, Methodologische Zugänge in der Entscheidungsforschung: Autoren wie Svenson oder Harte und Koele teilen methodologische Zugänge in der psychologischen Entscheidungsforschung in einen strukturorientierten (¿structural modelling¿ und in einen prozessorientierten (¿process tracing¿) Ansatz ein. Beide Zugänge haben die psychologische Entscheidungsforschung in den letzten 40 Jahren bedeutend geprägt. Der strukturorientierte Zugang: Zuerst hat sich die psychologische Entscheidungsforschung hauptsächlich am Entwurf der subjektiven Wahrscheinlichkeit orientiert. WissenschaftlerInnen erhoben dazu numerische Wahrscheinlichkeitsurteile, die dann anhand der Axiome der Wahrscheinlichkeitstheorie geprüft wurden. Dieser Zugang wird in der psychologischen Entscheidungsforschung auch als struktur-orientierter Zugang definiert, da der Fokus primär auf das Ergebnis einer Entscheidung gelegt wird. Input- und Output-Variablen werden aktiv manipuliert und können mit Hilfe statistischer Modelle menschliches Entscheidungsverhalten prognostizieren. Svenson definiert diesen Zugang folgend: (...) a structural research approach relates choices and ratings to input variables (e.g., the maximum amount that can be gained, the variability across alternatives in gains and/or probabilities). Psychological intervening variables are derived from psychological theory and behavioral patterns in decision tasks. However, no attempts are made in strucutral approaches to assess the psychological process at different stages from problem presentation to final decision. Hier sind die normativen und präskriptiven Entscheidungstheorien sowie die SEU-Theorie und der Homo Oeconomicus einzureihen. Modelle, die im strukturorientierten Zugang verwendet werden, sind die algebraischen Modelle ¿additive or nonadditive¿ (additive oder nicht-additive) und ¿linear or nonlinear¿ (lineare und nicht-lineare Modell). Svenson führt an, dass im strukturorientierten Ansatz der Prozess einer Entscheidung noch weitgehend ignoriert wird. Seiner Meinung nach erfordert eine Entscheidung mehr Aufmerksamkeit als nur für den Moment, in dem die Wahl erfolgt, um eine Vorhersage einer bestimmte Präferenz zu ermöglichen. Im nächsten Kapitel werden AutorInnen angeführt, die nicht nur das Ergebnis, sondern den Entscheidungsprozess, wie es zu einer Entscheidung kommt, untersuchen. Der prozessorientierte Zugang: Für Svenson kann eine Entscheidung nicht mit der Beschreibung des finalen Ergebnisses abgeschlossen sein, weil eine Entscheidung von Emotionen, Wahrnehmungen und und weitere kognitiven Fähigkeiten beeinflusst wird. Um Einflüsse und das Zustandekommen einer Entscheidung besser zur verstehen, wird die Entscheidung als Prozess verstanden und in verschiedene Phasen eingeteilt. Nach Adam beinhaltet der Entscheidungsprozess eine (i) Anregungsphase, (ii) Suchphase, (iii) Entscheidungsfindungsphase und eine (iv) Durchsetzungsphase. Die Abgrenzungen der einzelnen Phasen erklärt Heinen wie folgt: (i) In der ersten Phase analysiert und bewertet der/die EntscheiderIn die Situation. (ii) Die Suchphase beinhaltet das Suchen von adäquaten Informationen und ihren Konsequenzen sowie das Suchen nach Optionen oder Handlungen. Es werden dazu Informationen aus der Umwelt aufgenommen oder auf Erfahrung zurückgegriffen. In weiterer Folge werden Bewertungen vorgenommen. (iii) In der nächsten Phase versucht der/die EntscheiderIn zwischen den Problemen und Variablen Zusammenhänge zu finden und eine optimale Entscheidung zu planen. Die Entscheidung wird vorbereitet. (iv) Die letzte Phase ist der Vollzug der Entscheidung. Ab hier kann die Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nach der Entscheidung beginnt die Phase, in welcher der/die EntscheiderIn Erfahrungen für die nächste Entscheidung gesammelt und/oder gelernt hat, wie er/sie sich in der nächsten ähnlichen Situation verhalten wird. Nach Mag laufen die Phasen nicht unbedingt linear ab, sondern sie können öfters durchlaufen werden. Der Entscheidungsprozess kann von vorne beginnen, wenn die Person z.B. einen Sachverhalt falsch interpretiert hat oder neue Informationen zur Verfügung stehen. Payne und Svenson sehen einen Entscheidungsprozess differenzierter, da mit der Wahl einer Option der Prozess nicht abgeschlossen ist. Die Autoren kontrastieren den Entscheidungsprozess in einen Pre- und Post-Decision Process oder Phase (Vor- und Danach-Phase). In der Phase vor der Entscheidung sind für die Forschung Fragen wie ¿werden Handlungsoptionen generiert, wie wird das Problem kognitiv strukturiert, welches Wissen wird herangezogen ¿ relevant. Die der Phase nach der Entscheidung analysieren WissenschaftlerInnen, wie gut der/die EntscheiderIn die Entscheidung erinnert, wie er/sie die Inform, Diplomica Verlag

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Anciennitätsheuristik - Ist das Ältere das Bessere? - Ingrid Manthei
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Anciennitätsheuristik - Ist das Ältere das Bessere? - neues Buch

ISBN: 9783836634618

ID: 9783836634618

Eine prozessorientierte Untersuchung anhand rivalisierender Cues Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmaß der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH), die auch Seniority-Heuristic (SH) genannt wird, abhängig vom Alter empirisch untersucht wird. Die Vorstellung eines rational handelnden Individuum sowie das ökonomische Modell des Homo Oeconomicus werden von KritikerInnen als unzureichend angesehen, um menschliches Entscheidungsverhalten zu beschreiben. Der Mensch führt keine komplizierten Rechenaufgaben in der Suche nach einer Entscheidung durch, noch stehen ihm unbegrenzte Ressourcen von Zeit, Wissen und Verarbeitungskapazität zur Verfügung. Es sind vielmehr die einfachen und schnellen Heuristiken, die den menschlichen Entscheidungsprozess in unsicheren Umwelten treffend zu beschreiben scheinen und den Optimierungsmodellen den Kampf ansagen. Heuristiken basieren auf dem Postulat der begrenzten Rationalität sowie der Satisficingregel von Simon. Vitouch ist der Begründer der AH, die ebenfalls auf dem Konzept von Simon aufbaut. Die AH ist eine Entscheidungsregel, die die Präferenz für das Ältere beinhaltet (z. B. das Gründungsjahr einer Institution) und in Situationen der Unsicherheit Anwendung findet. Vitouch postuliert, dass die AH besonders häufig verwendet wird, wenn mit Informationen über das Alter (Gründungsjahr) von unbekannten Optionen der Eindruck des Sich-Bewährt-Habens verbunden ist (Standing the Test of Time). In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob ältere Menschen (45¿60 Jahre) eher dazu tendieren Informationen über die Anciennität einer Institution im Entscheidungsprozess zu verwenden, als jüngere Menschen (20¿35 Jahre). Die vorgeschlagene Prominenz von Altershinweisen wird erörtert, indem die entsprechende Verwendungshäufigkeit des Gründungsjahres (Seniority-Cue) mit der von weiteren, rivalisierenden und validen Cues verglichen wird. In einem intuitiven Wissensspiel werden den TeilnehmerInnen (N = 160) 136 Entscheidungsaufgaben aus vier Wissensdomänen vorgelegt. Die Verwendung bestimmter Cues wird mit Hilfe des Mouselab (ML), einer prozessorientierten Methode, erfasst. Die Aufgabe besteht darin zu schätzen, welche von zwei Domänen den höheren Wert auf einem Kriterium hat. Die Namen der Domänen sind in kyrillischer Schrift dargeboten, um Effekte der Wiedererkennung (Rekognitionsheuristik) auszuschließen. Nach dem intuitiven Wissensspiel folgt ein Online-Fragebogen (OFB), der zusätzlich Rückschlüsse darüber geben soll, welche Hinweise bei der Entscheidungsfindung als besonders hilfreich bzw. nicht hilfreich empfunden wurden. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass ältere Personen das Gründungsjahr zur Entscheidungsfindung effektiv häufiger verwenden als jüngere Personen. Zudem stellt sich das Gründungsjahr als domänenunabhängiger Hinweis dar. Somit wird der Seniority-Cue von Vitouch zurecht als Universal-Cue bezeichnet. Im Vergleich mit den anderen Hinweisen wird der Seniority-Cue weniger oft zur Entscheidungshilfe herangezogen. Vergleicht man die Häufigkeit wie oft ein Hinweis im ML gewählt wurde mit seiner anschließenden Bewertung im OFB, zeigen sich keine ausgeprägten Zusammenhänge. Abstract The present work offers a contribution to human decision-making with the use of Seniority Heuristic (SH), also called Anciennitätsheuristik (AH), on the basis of a process oriented investigation method. The conception of rational decision making models and the economic model of the homo oeconimicus are being criticized for their inability to explain human decision making in the real world. The idea that people are making decisions in an uncertain environment on having all information available, having endless time and cognition ressources, and having a more sophisticated algorithm becomes less important. However, there is a currently change in research of decision making. Fast and frugal heuristics are the more effective and realistic concepts as the optimizing models to analyse and understand human decision behavior. Heuristics are decision rules based on the concept of satisficing strategies and on the postulate of bounded rationality, designed by the economist Simon. Vitouch is the originator of the SH, which is also based on the model of bounded rationality. This decision-rule describes the idea of priority of age (seniority) in a decision process. A person favours the older option in making a decision under uncertainty, because the older one is the better. Vitouch postulates that the SH works effectively if the founding year (seniority-cue) of an unknown option gives the impression that the option or the organisation is the better one, because of its older founding year (standing the test of time). This study analyses the hypothesis whether older people (age 45¿60) tend to use information of the founding year in a decision-process more often than younger ones (age 20¿35). The use of the founding year will be compared to the use of different valid and competing cues. In an intuitive knowledge game 136 decision problems were presented to the probands (N = 160). These passes includes four domains. The application of certain cues has been recorded with the mouselab design (ML). This method is often used in decision theory, because it makes it possible to record precisly the decision process. The probands¿ task was to assume, which of two options has the higher value on a criterium. The titels of the domains were presented in cyrillic lettering. This was necessary to eliminate recognition effects (recognition heuristic). After the intuitive knowledge game the probands have to complete an online questionnaire (OFB). This OFB provides results about the importance of the chosen cues in the game. The results support the hypotheses that older people are using the seniority-cue more often in the decision process than younger ones. A further insight shows that the seniority-cue is independent of domains. Therefore Vitouch¿s assumption that the seniority-cue is an universal-cue insofar as it allows a person to make a fast and efficient choice and inferences is evidenced. In contrast to the other cues, the founding year is used fewer times. A comparison between evaluation of the cues in the game and in the OFB shows no pronounced coherence.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Persönlicher Zugang1 2.Zusammenfassung / Abstract2 2.1Zusammenfassung2 2.2Abstract3 3.Einleitung5 3.1Herleitung des Themas5 3.2Überblick über die vorliegende Diplomarbeit8 THEORETISCHER TEIL12 4.Grundlegende Konzepte der Entscheidungsforschung12 4.1Definition des Begriffs Entscheidung12 4.2Module einer Entscheidungssituation13 4.2.1Handlungsoptionen und ihre Charakterisierung14 4.2.2Ziele und Präferenzen15 4.2.3Umwelteinflüsse und Konsequenzen17 4.3Theorien zur Entscheidungsforschung21 5.Entstehungsgeschichte der Entscheidungsforschung23 5.1Beiträge aus der Philosophie und der Mathematik23 5.2Rationalitätskonzepte31 5.2.1Homo Oeconomicus31 5.2.2Bounded Rationality34 6.Entscheidungsregeln und Suchmuster39 6.1Kompensatorische Entscheidungsregeln40 6.2Nicht-kompensatorische Entscheidungsregeln42 7.Heuristiken45 7.1Schnelle und einfache Heuristiken47 7.1.1Rekognitionsheuristik52 7.1.1.1Weniger-ist-mehr-Effekt57 7.1.1.2Studien zur Rekognitionsheuristik59 7.2Heuristiken aus dem adaptiven Werkzeugkasten im Überblick61 7.3Anciennitätsheuristik bzw. Seniority Heuristic66 7.3.1Alltagsnahe Domänen der Anciennität71 7.3.1.1Der Senat71 7.3.1.2Erbfolgeordnungen72 7.3.1.3Unternehmen und Hersteller73 7.3.1.4Universitäten77 7.3.2Aktueller Forschungsstand der Anciennitätsheuristik80 7.4Zusammenfassung83 8.Methodologische Zugänge in derEntscheidungsforschung84 8.1Der strukturorientierte Zugang84 8.2Der prozessorientierte Zugang85 8.3Prozessorientierte Untersuchungsmethoden88 8.3.1Die Informationstafel89 8.3.2Das Mouselab91 8.3.3Das verbale Protokoll93 8.3.4Die Methode der Blickaufzeichnungen95 8.3.5Untersuchungen anhand der prozessorientierten Methoden96 8.3.6Informationsbeschaffung und kognitiver Aufwand100 8.4Zusammenfassung104 EMPIRISCHER TEIL106 9.Methodenwahl und empirische Fragestellungen106 9.1Forschungsmethoden106 9.2Explikation der Fragestellung und Hypothesen109 9.2.1Herleitung der Fragestellungen109 9.2.2Hypothesenbildung110 10.Versuchsmaterial und -aufbau117 10.1Inferenzentscheidungen118 10.2Erstellung der Domänen119 10.2.1Domäne russische Universitäten120 10.2.2Domäne russische Aktiengesellschaften120 10.2.3Domäne russische Wodkahersteller121 10.2.4Domäne russische Rechtsanwaltskanzleien122 10.3Auswahl der Cues124 10.4Erstellung der Cue-Werte126 10.5Versuchsplan131 10.6Abhängige und Unabhängige Variablen133 10.7Kontrolle der Störvariablen134 10.8Pilottestung137 10.8.1Durchführung der Pilottestung138 10.8.2Adaptierung138 11.Ergebnisse142 11.1Stichprobe142 11.1.1Rekrutierung142 11.1.2Demographische Stichprobenbeschreibung144 11.2Deskriptiver Datenüberblick145 11.3Unterschiede in der Informationssuche in den einzelnen Domänen148 11.3.1Hypothesenprüfung der aufgedeckten Informationen150 11.3.2Zusammenfassung der Anzahl der aufgedeckten Cues auf der Domänenebene155 11.4Wahl der älteren Option156 11.4.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen159 11.4.2Zusammenfassend die Ergebnisse bei der Wahl der älteren Option162 11.5Datenauswertung auf der Cueebene162 11.5.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen auf der Cueebene165 11.5.2Zusammenfassung der Ergebnisse auf der Cueebene171 11.6Bewertung der Cues nach ihrer Wichtigkeit172 11.7Wahl des Seniority-Cue bei Wahl der älteren Option178 11.8Analyse und Interpretation184 12.Diskussion und offene Fragen187 V.ResumeeVII VI.LiteraturIX VII.AbbildungsverzeichnisXVIII VIII.AnhangXXTextprobe:Textprobe: Kapitel 4, Methodologische Zugänge in der Entscheidungsforschung: Autoren wie Svenson oder Harte und Koele teilen methodologische Zugänge in der psychologischen Entscheidungsforschung in einen strukturorientierten (¿structural modelling¿ und in einen prozessorientierten (¿process tracing¿) Ansatz ein. Beide Zugänge haben die psychologische Entscheidungsforschung in den letzten 40 Jahren bedeutend geprägt. Der strukturorientierte Zugang: Zuerst hat sich die psychologische Entscheidungsforschung hauptsächlich am Entwurf der subjektiven Wahrscheinlichkeit orientiert. WissenschaftlerInnen erhoben dazu numerische Wahrscheinlichkeitsurteile, die dann anhand der Axiome der Wahrscheinlichkeitstheorie geprüft wurden. Dieser Zugang wird in der psychologischen Entscheidungsforschung auch als struktur-orientierter Zugang definiert, da der Fokus primär auf das Ergebnis einer Entscheidung gelegt wird. Input- und Output-Variablen werden aktiv manipuliert und können mit Hilfe statistischer Modelle menschliches Entscheidungsverhalten prognostizieren. Svenson definiert diesen Zugang folgend: (...) a structural research approach relates choices and ratings to input variables (e.g., the maximum amount that can be gained, the variability across alternatives in gains and/or probabilities). Psychological intervening variables are derived from psychological theory and behavioral patterns in decision tasks. However, no attempts are made in strucutral approaches to assess the psychological process at different stages from problem presentation to final decision. Hier sind die normativen und präskriptiven Entscheidungstheorien sowie die SEU-Theorie und der Homo Oeconomicus einzureihen. Modelle, die im strukturorientierten Zugang verwendet werden, sind die algebraischen Modelle ¿additive or nonadditive¿ (additive oder nicht-additive) und ¿linear or nonlinear¿ (lineare und nicht-lineare Modell). Svenson führt an, dass im strukturorientierten Ansatz der Prozess einer Entscheidung noch weitgehend ignoriert wird. Seiner Meinung nach erfordert eine Entscheidung mehr Aufmerksamkeit als nur für den Moment, in dem die Wahl erfolgt, um eine Vorhersage einer bestimmte Präferenz zu ermöglichen. Im nächsten Kapitel werden AutorInnen angeführt, die nicht nur das Ergebnis, sondern den Entscheidungsprozess, wie es zu einer Entscheidung kommt, untersuchen. Der prozessorientierte Zugang: Für Svenson kann eine Entscheidung nicht mit der Beschreibung des finalen Ergebnisses abgeschlossen sein, weil eine Entscheidung von Emotionen, Wahrnehmungen und und weitere kognitiven Fähigkeiten beeinflusst wird. Um Einflüsse und das Zustandekommen einer Entscheidung besser zur verstehen, wird die Entscheidung als Prozess verstanden und in verschiedene Phasen eingeteilt. Nach Adam beinhaltet der Entscheidungsprozess eine (i) Anregungsphase, (ii) Suchphase, (iii) Entscheidungsfindungsphase und eine (iv) Durchsetzungsphase. Die Abgrenzungen der einzelnen Phasen erklärt Heinen wie folgt: (i) In der ersten Phase analysiert und bewertet der/die EntscheiderIn die Situation. (ii) Die Suchphase beinhaltet das Suchen von adäquaten Informationen und ihren Konsequenzen sowie das Suchen nach Optionen oder Handlungen. Es werden dazu Informationen aus der Umwelt aufgenommen oder auf Erfahrung zurückgegriffen. In weiterer Folge werden Bewertungen vorgenommen. (iii) In der nächsten Phase versucht der/die EntscheiderIn zwischen den Problemen und Variablen Zusammenhänge zu finden und eine optimale Entscheidung zu planen. Die Entscheidung wird vorbereitet. (iv) Die letzte Phase ist der Vollzug der Entscheidung. Ab hier kann die Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nach der Entscheidung beginnt die Phase, in welcher der/die EntscheiderIn Erfahrungen für die nächste Entscheidung gesammelt und/oder gelernt hat, wie er/sie sich in der nächsten ähnlichen Situation verhalten wird. Nach Mag laufen die Phasen nicht unbedingt linear ab, sondern sie können öfters durchlaufen werden. Der Entscheidungsprozess kann von vorne beginnen, wenn die Person z.B. einen Sachverhalt falsch interpretiert hat oder neue Informationen zur Verfügung stehen. Payne und Svenson sehen einen Entscheidungsprozess differenzierter, da mit der Wahl einer Option der Prozess nicht abgeschlossen ist. Die Autoren kontrastieren den Entscheidungsprozess in einen Pre- und Post-Decision Process oder Phase (Vor- und Danach-Phase). In der Phase vor der Entscheidung sind für die Forschung Fragen wie ¿werden Handlungsoptionen generiert, wie wird das Problem kognitiv strukturiert, welches Wissen wird herangezogen ¿ relevant. Die der Phase nach der Entscheidung analysieren WissenschaftlerInnen, wie gut der/die EntscheiderIn die Ents, Diplomica Verlag

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ISBN: 9783836634618

ID: 9783836634618

Eine prozessorientierte Untersuchung anhand rivalisierender Cues Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmaß der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH), die auch Seniority-Heuristic (SH) genannt wird, abhängig vom Alter empirisch untersucht wird. Die Vorstellung eines rational handelnden Individuum sowie das ökonomische Modell des Homo Oeconomicus werden von KritikerInnen als unzureichend angesehen, um menschliches Entscheidungsverhalten zu beschreiben. Der Mensch führt keine komplizierten Rechenaufgaben in der Suche nach einer Entscheidung durch, noch stehen ihm unbegrenzte Ressourcen von Zeit, Wissen und Verarbeitungskapazität zur Verfügung. Es sind vielmehr die einfachen und schnellen Heuristiken, die den menschlichen Entscheidungsprozess in unsicheren Umwelten treffend zu beschreiben scheinen und den Optimierungsmodellen den Kampf ansagen. Heuristiken basieren auf dem Postulat der begrenzten Rationalität sowie der Satisficingregel von Simon. Vitouch ist der Begründer der AH, die ebenfalls auf dem Konzept von Simon aufbaut. Die AH ist eine Entscheidungsregel, die die Präferenz für das Ältere beinhaltet (z. B. das Gründungsjahr einer Institution) und in Situationen der Unsicherheit Anwendung findet. Vitouch postuliert, dass die AH besonders häufig verwendet wird, wenn mit Informationen über das Alter (Gründungsjahr) von unbekannten Optionen der Eindruck des Sich-Bewährt-Habens verbunden ist (Standing the Test of Time). In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob ältere Menschen (45¿60 Jahre) eher dazu tendieren Informationen über die Anciennität einer Institution im Entscheidungsprozess zu verwenden, als jüngere Menschen (20¿35 Jahre). Die vorgeschlagene Prominenz von Altershinweisen wird erörtert, indem die entsprechende Verwendungshäufigkeit des Gründungsjahres (Seniority-Cue) mit der von weiteren, rivalisierenden und validen Cues verglichen wird. In einem intuitiven Wissensspiel werden den TeilnehmerInnen (N = 160) 136 Entscheidungsaufgaben aus vier Wissensdomänen vorgelegt. Die Verwendung bestimmter Cues wird mit Hilfe des Mouselab (ML), einer prozessorientierten Methode, erfasst. Die Aufgabe besteht darin zu schätzen, welche von zwei Domänen den höheren Wert auf einem Kriterium hat. Die Namen der Domänen sind in kyrillischer Schrift dargeboten, um Effekte der Wiedererkennung (Rekognitionsheuristik) auszuschließen. Nach dem intuitiven Wissensspiel folgt ein Online-Fragebogen (OFB), der zusätzlich Rückschlüsse darüber geben soll, welche Hinweise bei der Entscheidungsfindung als besonders hilfreich bzw. nicht hilfreich empfunden wurden. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass ältere Personen das Gründungsjahr zur Entscheidungsfindung effektiv häufiger verwenden als jüngere Personen. Zudem stellt sich das Gründungsjahr als domänenunabhängiger Hinweis dar. Somit wird der Seniority-Cue von Vitouch zurecht als Universal-Cue bezeichnet. Im Vergleich mit den anderen Hinweisen wird der Seniority-Cue weniger oft zur Entscheidungshilfe herangezogen. Vergleicht man die Häufigkeit wie oft ein Hinweis im ML gewählt wurde mit seiner anschließenden Bewertung im OFB, zeigen sich keine ausgeprägten Zusammenhänge. Abstract The present work offers a contribution to human decision-making with the use of Seniority Heuristic (SH), also called Anciennitätsheuristik (AH), on the basis of a process oriented investigation method. The conception of rational decision making models and the economic model of the homo oeconimicus are being criticized for their inability to explain human decision making in the real world. The idea that people are making decisions in an uncertain environment on having all information available, having endless time and cognition ressources, and having a more sophisticated algorithm becomes less important. However, there is a currently change in research of decision making. Fast and frugal heuristics are the more effective and realistic concepts as the optimizing models to analyse and understand human decision behavior. Heuristics are decision rules based on the concept of satisficing strategies and on the postulate of bounded rationality, designed by the economist Simon. Vitouch is the originator of the SH, which is also based on the model of bounded rationality. This decision-rule describes the idea of priority of age (seniority) in a decision process. A person favours the older option in making a decision under uncertainty, because the older one is the better. Vitouch postulates that the SH works effectively if the founding year (seniority-cue) of an unknown option gives the impression that the option or the organisation is the better one, because of its older founding year (standing the test of time). This study analyses the hypothesis whether older people (age 45¿60) tend to use information of the founding year in a decision-process more often than younger ones (age 20¿35). The use of the founding year will be compared to the use of different valid and competing cues. In an intuitive knowledge game 136 decision problems were presented to the probands (N = 160). These passes includes four domains. The application of certain cues has been recorded with the mouselab design (ML). This method is often used in decision theory, because it makes it possible to record precisly the decision process. The probands¿ task was to assume, which of two options has the higher value on a criterium. The titels of the domains were presented in cyrillic lettering. This was necessary to eliminate recognition effects (recognition heuristic). After the intuitive knowledge game the probands have to complete an online questionnaire (OFB). This OFB provides results about the importance of the chosen cues in the game. The results support the hypotheses that older people are using the seniority-cue more often in the decision process than younger ones. A further insight shows that the seniority-cue is independent of domains. Therefore Vitouch¿s assumption that the seniority-cue is an universal-cue insofar as it allows a person to make a fast and efficient choice and inferences is evidenced. In contrast to the other cues, the founding year is used fewer times. A comparison between evaluation of the cues in the game and in the OFB shows no pronounced coherence.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Persönlicher Zugang1 2.Zusammenfassung / Abstract2 2.1Zusammenfassung2 2.2Abstract3 3.Einleitung5 3.1Herleitung des Themas5 3.2Überblick über die vorliegende Diplomarbeit8 THEORETISCHER TEIL12 4.Grundlegende Konzepte der Entscheidungsforschung12 4.1Definition des Begriffs Entscheidung12 4.2Module einer Entscheidungssituation13 4.2.1Handlungsoptionen und ihre Charakterisierung14 4.2.2Ziele und Präferenzen15 4.2.3Umwelteinflüsse und Konsequenzen17 4.3Theorien zur Entscheidungsforschung21 5.Entstehungsgeschichte der Entscheidungsforschung23 5.1Beiträge aus der Philosophie und der Mathematik23 5.2Rationalitätskonzepte31 5.2.1Homo Oeconomicus31 5.2.2Bounded Rationality34 6.Entscheidungsregeln und Suchmuster39 6.1Kompensatorische Entscheidungsregeln40 6.2Nicht-kompensatorische Entscheidungsregeln42 7.Heuristiken45 7.1Schnelle und einfache Heuristiken47 7.1.1Rekognitionsheuristik52 7.1.1.1Weniger-ist-mehr-Effekt57 7.1.1.2Studien zur Rekognitionsheuristik59 7.2Heuristiken aus dem adaptiven Werkzeugkasten im Überblick61 7.3Anciennitätsheuristik bzw. Seniority Heuristic66 7.3.1Alltagsnahe Domänen der Anciennität71 7.3.1.1Der Senat71 7.3.1.2Erbfolgeordnungen72 7.3.1.3Unternehmen und Hersteller73 7.3.1.4Universitäten77 7.3.2Aktueller Forschungsstand der Anciennitätsheuristik80 7.4Zusammenfassung83 8.Methodologische Zugänge in derEntscheidungsforschung84 8.1Der strukturorientierte Zugang84 8.2Der prozessorientierte Zugang85 8.3Prozessorientierte Untersuchungsmethoden88 8.3.1Die Informationstafel89 8.3.2Das Mouselab91 8.3.3Das verbale Protokoll93 8.3.4Die Methode der Blickaufzeichnungen95 8.3.5Untersuchungen anhand der prozessorientierten Methoden96 8.3.6Informationsbeschaffung und kognitiver Aufwand100 8.4Zusammenfassung104 EMPIRISCHER TEIL106 9.Methodenwahl und empirische Fragestellungen106 9.1Forschungsmethoden106 9.2Explikation der Fragestellung und Hypothesen109 9.2.1Herleitung der Fragestellungen109 9.2.2Hypothesenbildung110 10.Versuchsmaterial und -aufbau117 10.1Inferenzentscheidungen118 10.2Erstellung der Domänen119 10.2.1Domäne russische Universitäten120 10.2.2Domäne russische Aktiengesellschaften120 10.2.3Domäne russische Wodkahersteller121 10.2.4Domäne russische Rechtsanwaltskanzleien122 10.3Auswahl der Cues124 10.4Erstellung der Cue-Werte126 10.5Versuchsplan131 10.6Abhängige und Unabhängige Variablen133 10.7Kontrolle der Störvariablen134 10.8Pilottestung137 10.8.1Durchführung der Pilottestung138 10.8.2Adaptierung138 11.Ergebnisse142 11.1Stichprobe142 11.1.1Rekrutierung142 11.1.2Demographische Stichprobenbeschreibung144 11.2Deskriptiver Datenüberblick145 11.3Unterschiede in der Informationssuche in den einzelnen Domänen148 11.3.1Hypothesenprüfung der aufgedeckten Informationen150 11.3.2Zusammenfassung der Anzahl der aufgedeckten Cues auf der Domänenebene155 11.4Wahl der älteren Option156 11.4.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen159 11.4.2Zusammenfassend die Ergebnisse bei der Wahl der älteren Option162 11.5Datenauswertung auf der Cueebene162 11.5.1Inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen auf der Cueebene165 11.5.2Zusammenfassung der Ergebnisse auf der Cueebene171 11.6Bewertung der Cues nach ihrer Wichtigkeit172 11.7Wahl des Seniority-Cue bei Wahl der älteren Option178 11.8Analyse und Interpretation184 12.Diskussion und offene Fragen187 V.ResumeeVII VI.LiteraturIX VII.AbbildungsverzeichnisXVIII VIII.AnhangXXTextprobe:Textprobe: Kapitel 4, Methodologische Zugänge in der Entscheidungsforschung: Autoren wie Svenson oder Harte und Koele teilen methodologische Zugänge in der psychologischen Entscheidungsforschung in einen strukturorientierten (¿structural modelling¿ und in einen prozessorientierten (¿process tracing¿) Ansatz ein. Beide Zugänge haben die psychologische Entscheidungsforschung in den letzten 40 Jahren bedeutend geprägt. Der strukturorientierte Zugang: Zuerst hat sich die psychologische Entscheidungsforschung hauptsächlich am Entwurf der subjektiven Wahrscheinlichkeit orientiert. WissenschaftlerInnen erhoben dazu numerische Wahrscheinlichkeitsurteile, die dann anhand der Axiome der Wahrscheinlichkeitstheorie geprüft wurden. Dieser Zugang wird in der psychologischen Entscheidungsforschung auch als struktur-orientierter Zugang definiert, da der Fokus primär auf das Ergebnis einer Entscheidung gelegt wird. Input- und Output-Variablen werden aktiv manipuliert und können mit Hilfe statistischer Modelle menschliches Entscheidungsverhalten prognostizieren. Svenson definiert diesen Zugang folgend: (...) a structural research approach relates choices and ratings to input variables (e.g., the maximum amount that can be gained, the variability across alternatives in gains and/or probabilities). Psychological intervening variables are derived from psychological theory and behavioral patterns in decision tasks. However, no attempts are made in strucutral approaches to assess the psychological process at different stages from problem presentation to final decision. Hier sind die normativen und präskriptiven Entscheidungstheorien sowie die SEU-Theorie und der Homo Oeconomicus einzureihen. Modelle, die im strukturorientierten Zugang verwendet werden, sind die algebraischen Modelle ¿additive or nonadditive¿ (additive oder nicht-additive) und ¿linear or nonlinear¿ (lineare und nicht-lineare Modell). Svenson führt an, dass im strukturorientierten Ansatz der Prozess einer Entscheidung noch weitgehend ignoriert wird. Seiner Meinung nach erfordert eine Entscheidung mehr Aufmerksamkeit als nur für den Moment, in dem die Wahl erfolgt, um eine Vorhersage einer bestimmte Präferenz zu ermöglichen. Im nächsten Kapitel werden AutorInnen angeführt, die nicht nur das Ergebnis, sondern den Entscheidungsprozess, wie es zu einer Entscheidung kommt, untersuchen. Der prozessorientierte Zugang: Für Svenson kann eine Entscheidung nicht mit der Beschreibung des finalen Ergebnisses abgeschlossen sein, weil eine Entscheidung von Emotionen, Wahrnehmungen und und weitere kognitiven Fähigkeiten beeinflusst wird. Um Einflüsse und das Zustandekommen einer Entscheidung besser zur verstehen, wird die Entscheidung als Prozess verstanden und in verschiedene Phasen eingeteilt. Nach Adam beinhaltet der Entscheidungsprozess eine (i) Anregungsphase, (ii) Suchphase, (iii) Entscheidungsfindungsphase und eine (iv) Durchsetzungsphase. Die Abgrenzungen der einzelnen Phasen erklärt Heinen wie folgt: (i) In der ersten Phase analysiert und bewertet der/die EntscheiderIn die Situation. (ii) Die Suchphase beinhaltet das Suchen von adäquaten Informationen und ihren Konsequenzen sowie das Suchen nach Optionen oder Handlungen. Es werden dazu Informationen aus der Umwelt aufgenommen oder auf Erfahrung zurückgegriffen. In weiterer Folge werden Bewertungen vorgenommen. (iii) In der nächsten Phase versucht der/die EntscheiderIn zwischen den Problemen und Variablen Zusammenhänge zu finden und eine optimale Entscheidung zu planen. Die Entscheidung wird vorbereitet. (iv) Die letzte Phase ist der Vollzug der Entscheidung. Ab hier kann die Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nach der Entscheidung beginnt die Phase, in welcher der/die EntscheiderIn Erfahrungen für die nächste Entscheidung gesammelt und/oder gelernt hat, wie er/sie sich in der nächsten ähnlichen Situation verhalten wird. Nach Mag laufen die Phasen nicht unbedingt linear ab, sondern sie können öfters durchlaufen werden. Der Entscheidungsprozess kann von vorne beginnen, wenn die Person z.B. einen Sachverhalt falsch interpretiert hat oder neue Informationen zur Verfügung stehen. Payne und Svenson sehen einen Entscheidungsprozess differenzierter, da mit der Wahl einer Option der Prozess nicht abgeschlossen ist. Die Autoren kontrastieren den Entscheidungsprozess in einen Pre- und Post-Decision Process oder Phase (Vor- und Danach-Phase). In der Phase vor der Entscheidung sind für die Forschung Fragen wie ¿werden Handlungsoptionen generiert, wie wird das Problem kognitiv strukturiert, welches Wissen wird herangezogen ¿ relevant. Die der Phase nach der Entscheidung analysieren WissenschaftlerInnen, wie gut der/die EntscheiderIn die En, Diplomica Verlag

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2009, ISBN: 9783836634618

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Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmass der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH), die auch Seniority-Heuristic (SH) genannt wird, abhängig vom Alter empirisch untersucht wird. Die Vorstellung eines rational handelnden Individuum sowie das ökonomische Modell des Homo Oeconomicus werden von KritikerInnen als unzureichend angesehen, um menschliches Entscheidungsverhalten zu beschreiben. Der Mensch führt keine komplizierten Rechenaufgaben in der Suche nach einer Entscheidung durch, noch stehen ihm unbegrenzte Ressourcen von Zeit, Wissen und Verarbeitungskapazität zur Verfügung. Es sind vielmehr die einfachen und schnellen Heuristiken, die den menschlichen Entscheidungsprozess in unsicheren Umwelten treffend zu beschreiben scheinen und den Optimierungsmodellen den Kampf ansagen. Heuristiken basieren auf dem Postulat der begrenzten Rationalität sowie der Satisficingregel von Simon. Vitouch ist der Begründer der AH, die ebenfalls auf dem Konzept von Simon aufbaut. Die AH ist eine Entscheidungsregel, die die Präferenz für das Ältere beinhaltet (z. B. das Gründungsjahr einer Institution) und in Situationen der Unsicherheit Anwendung findet. Vitouch postuliert, dass die AH besonders häufig verwendet wird, wenn mit Informationen über das Alter (Gründungsjahr) von unbekannten Optionen der Eindruck des Sich-Bewährt-Habens verbunden ist (Standing the Test of Time). In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob ältere Menschen (4560 Jahre) eher dazu tendieren Informationen über die Anciennität einer Institution im Entscheidungsprozess zu verwenden, als jüngere Menschen (2035 Jahre). Die vorgeschlagene Prominenz von Altershinweisen wird erörtert, indem die entsprechende Verwendungshäufigkeit des Gründungsjahres (Seniority-Cue) mit der von weiteren, rivalisierenden und validen Cues verglichen wird. In einem intuitiven Wissensspiel werden den TeilnehmerInnen (N = 160) 136 Entscheidungsaufgaben aus vier Wissensdomänen vorgelegt. Die Verwendung bestimmter Cues wird mit Hilfe des Mouselab (ML), einer prozessorientierten Methode, erfasst. Die Aufgabe besteht darin zu schätzen, welche von zwei Domänen den höheren Wert auf einem Kriterium hat. Die Namen der Domänen sind in kyrillischer Schrift dargeboten, um Effekte der Wiedererkennung (Rekognitionsheuristik) auszuschliessen. Nach dem intuitiven Wissensspiel folgt ein Online-Fragebogen (OFB), der zusätzlich [] Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur psychologischen Entscheidungsforschung, indem das Ausmass der Verwendung der Anciennitätsheuristik (AH), die auch Seniority-Heuristic (SH) genannt wird, abhängig vom Alter empirisch untersucht wird. Die Vorstellung eines rational handelnden Individuum sowie das ... eBook PDF 28.08.2009 eBooks>Fachbücher>Medizin, Diplom.de, .200

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Detailangaben zum Buch - Anciennitätsheuristik - Ist das Ältere das Bessere?


EAN (ISBN-13): 9783836634618
Erscheinungsjahr: 2009
Herausgeber: Diplomica Verlag

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ISBN/EAN: 9783836634618

ISBN - alternative Schreibweisen:
978-3-8366-3461-8


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