Deutsch
Deutschland
Anmelden
Tipp von eurobuch.com
Ähnliche Bücher
Weitere, andere Bücher, die diesem Buch sehr ähnlich sein könnten:
Buch verkaufen
Anbieter, die das Buch mit der ISBN 9783836630849 ankaufen:
Suchtools
Buchtipps
Aktuelles
FILTER
- 0 Ergebnisse
Kleinster Preis: 48,00 €, größter Preis: 48,00 €, Mittelwert: 48,00 €
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Anja Rehatschek
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Anja Rehatschek:
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - neues Buch

ISBN: 9783836630849

ID: 9783836630849

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ein Umdenken vom Einzelnen und von ganzen Gruppen erfordert. Es müssen neue Maßstäbe für die Energiegewinnung und den Energiekonsum gesetzt werden. Menschen werden gebraucht, die sich dieser Sache annehmen. Ein wichtiger Bestandteil für diesen Wandel ist die Erforschung und der Einsatz von erneuerbaren Energien. Viele Länder der Erde beschäftigen sich bereits damit. Ein noch recht kleiner, aber hoffnungsvoller Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, sind die Bemühungen von kommunalen Bioenergieprojekten. Bei diesen Projekten werden vornehmlich Dörfer und kleine Orte mit Energie aus erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Holz, Wind, Sonne oder Biomasse, versorgt. Die Projekte entstehen in Eigenregie durch die Bürger in den Orten. Sie setzen ihre Ideen um und werden am Energiegewinn beteiligt. Ziel dieser ehrgeizigen Projekte ist es, eine autarke Versorgung mit Energie zu erhalten, die aus regional vorhanden Quellen gespeist wird, welche sich wieder regenerieren können. Beim Betrachten der Versuche zur Organisation kommunaler Bioenergieprojekte, z.B. auf deren Internetseiten, fällt schnell auf, dass nahezu jede Initiative ihren eigenen Weg zu gehen versucht ¿ mehr oder weniger erfolgreich. Für die erfolgreiche Initiierung solcher Projekte wird die Kraft der Gemeinschaft, aber auch eine Führung durch Einzelpersonen benötigt. Welche Voraussetzungen und Motive der Initiatoren beeinflussen den Umsetzungsprozess Unter welchen Bedingungen gelangen sie an ihr Ziel Welche kognitiven Fähigkeiten, Motivationsstrategien und Erfahrungen treten bei der Arbeit zur Umsetzung besonders hervor Gang der Untersuchung: Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Handeln der Initiatoren bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben. Nach der Einleitung werden in Kapitel 2 Theorie und Praxis zu kommunalen Bioenergieprojekten erläutert, die damit verbundenen Begrifflichkeiten erklärt und es wird ein Ausblick zum Stand der Forschung gegeben. Anschließend werden in Kapitel 3 die Fragestellung und die Zielsetzung der Arbeit vorgestellt. In Kapitel 4 werden die Forschungsmethoden zur empirischen Arbeit beschrieben. Der qualitative Forschungsansatz wird ebenso erläutert, wie die Datenerhebung durch Interviews und deren Auswertungsmethoden. Es folgt ein kurzer Abriss zu den Gütekriterien qualitativer Forschung. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Darstellung der Ergebnisse. Dazu dienen Teile der Globalauswertung und die Beschreibung der gefundenen Kategorien im paradigmatischen Modell nach der Grounded Theory Methodologie. Mit den Erläuterungen und Interpretationen aller Ebenen des Modells, unter Anführung von Zitaten aus den Interviews, endet dieses Kapitel. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse und das methodische Vorgehen diskutiert und Antworten auf die Fragestellung gegeben. Es folgen Ausführungen zur praktischen Relevanz der Arbeit und Anregungen für die weitere Forschung. Eine Zusammenfassung der Arbeit bildet den Abschluss in Kapitel 7.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnis6 Tabellenverzeichnis6 Abkürzungsverzeichnis7 Vorwort8 1.Einleitung9 2.Theorie und Praxis kommunaler Bioenergieprojekte11 2.1Bioenergie als erneuerbare Energie11 2.2Kommunale Bioenergieprojekte12 2.2.1Nachhaltigkeit als oberstes Ziel13 2.2.2Die Person des Initiators13 2.2.3Bürgerbeteiligung14 2.2.4Herausforderungen an die Initiatoren14 2.3Kognitive Fähigkeiten der Initiatoren15 2.4Motivationsstrategien der Initiatoren15 2.5Stand der Forschung16 3.Forschungsfragen18 3.1Fragestellung18 3.2Zielsetzung18 4.Forschungsmethoden19 4.1Qualitative Forschung19 4.1.1Datengewinnung: das problemzentrierte Interview19 4.1.2Auswertungsmethoden: Grounded Theory und Globalauswertung21 4.2Erhebung der Daten21 4.2.1Interviewleitfaden21 4.2.2Interviewteilnehmer22 4.2.3Interviewdurchführung25 4.3Auswertung der Daten25 4.3.1Transkription25 4.3.2Globalauswertung25 4.3.3Offenes Kodieren: Konzeptualisieren und Kategorisieren von Daten26 4.3.4Axiales Kodieren27 4.3.5Das paradigmatische Modell27 4.3.6Selektives Kodieren28 4.3.7Anwendung der Methoden der Grounded Theory28 4.4Gütekriterien qualitativer Forschung29 5.Ergebnisse31 5.1Globalauswertungen der Interviews31 5.1.1Interview mit Herrn DE zum geplanten Holzhackschnitzelheizwerk31 5.1.2Interview mit Frau WE zur geplanten Biogasanlage32 5.1.3Interview mit Herrn RS zur geplanten Biogasanlage33 5.1.4Interview mit Herrn RL zum betriebenen Holzhackschnitzelheizwerk34 5.1.5Interview mit Herrn LF zu betriebenen Windrädern35 5.2Ergebnisdarstellung im paradigmatischen Modell37 5.3Erläuterung der einzelnen Ebenen38 5.3.1Das zentrale Phänomen: Leben und Wirken im Spannungsfeld zwischen Projekt und Alltag38 5.3.2Ursächliche Bedingungen40 5.3.2.1Eigenschaften, Erfahrungen & Einstellungen des Initiators41 5.3.2.2Erwartungen des Initiators an das Projekt43 5.3.2.3Grundmotive des Initiators zum Projekt44 5.3.2.4Projektbedingungen: Standort und Bevölkerung46 5.3.2.5Selbsteinschätzung48 5.3.3Kontext- und intervenierende Bedingungen50 5.3.3.1Bedingungen in der Bevölkerung50 5.3.3.2Begrenzte Mittel: Zeit- und Arbeitsaufwand57 5.3.3.3Einfluss von Ungewissheit58 5.3.3.4Strukturelle Einflüsse61 5.3.3.5Zusammenarbeit mit Helfern65 5.3.4Handlungs- und interaktionale Strategien68 5.3.4.1Akzeptieren der Gegebenheiten und Finden von Kompromissen68 5.3.4.2Erhalten und Stärken der eigenen Motivation70 5.3.4.3Gewinnen und Motivieren der Bürger und Helfer76 5.3.4.4Organisieren: Bioenergieeinsatz und Finanzierung78 5.3.4.5Überwachen und Modifizieren der Projektentwicklung81 5.3.4.6Überwachen und Modifizieren des Projektkonzeptes83 5.3.5Konsequenzen84 5.3.5.1Abschließende Beurteilung des Projekts84 5.3.5.2Anliegen und Forderungen des Initiators87 5.3.5.3Auswirkungen auf den Initiator während der Umsetzung90 5.3.5.4Fehler und mögliche Abwandlungen93 5.3.5.5Neue Erfahrungen95 5.3.5.6Risikoempfinden97 6.Diskussion und Ausblick100 6.1Diskussion der Ergebnisse100 6.2Diskussion des methodischen Vorgehens112 6.3Praktische Relevanz113 6.4Ausblick114 7Zusammenfassung117 Anhang118 Literaturverzeichnis125Textprobe:Textprobe: Kapitel 4.2, Erhebung der Daten: Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit der Entwicklung des Interviewleitfadens, der Auswahl und Gewinnung der Interviewteilnehmer sowie der Beschreibung der Interviewdurchführung. Interviewleitfaden: Nach einer Problemanalyse zur Generierung der Forschungsfragen wurde der Interviewleitfaden zu den interessierenden Problemfeldern gestaltet und strukturiert. Die Fragen wurden für die zu interviewenden Projekte angepasst. Die Autorin verzichtete auf einen Kurzfragebogen. Die vertrauensvolle Atmosphäre sollte nicht durch das bürokratische Ausfüllen des Bogens gestört werden. Der Leitfaden (siehe Anhang A.1) für das problemzentrierte Interview bestand aus acht Themenblöcken, denen eine Frage oder Aufforderung vorangestellt wurde, auf die die Interviewten frei antworten konnten. Zu jedem Block wurden Alternativ- und Ergänzungsfragen notiert, die eingesetzt werden konnten, falls ein Gesprächspartner weniger gesprächsfreudig sein sollte oder um genauere Nachfragen stellen zu können. Die Interviews begannen mit einer Einstiegsfrage, die zugleich als ¿Türöffner¿ fungieren sollte. Die interviewten Personen sollten über die Entstehung und den derzeitigen Stand ihres Projekts berichten. Die Annahme dahinter war einerseits, dass die Initiatoren gerne über ihr Projekt sprachen und es bereits gewohnt waren. Andererseits galt diese Frage der Aktivierung. Sie mussten sich den Beginn ihrer Arbeit in Erinnerung rufen und über die zurückliegende Zeit mit dem Projekt reflektieren. Im zweiten und dritten Frageblock wurden die Motive für die Arbeit am Projekt sowie die Motivation während der Projektarbeit thematisiert. Die Initiatoren wurden gefragt, warum sie die Arbeit auf sich genommen hatten und was ihnen besonders wichtig war. Es wurde ebenfalls nach der persönlichen Bedeutung ihrer Umwelt, bzw. des Dienstes für die Mitbürger, des Naturschutzes und nach der Unabhängigkeit von Energiekonzernen gefragt. Zu den Motivationsfragen wurden die Gefühle bei positiven und negativen Erfahrungen erfragt. Weiterhin ging es darum, wie sich die Initiatoren bei Problemen verhielten und wie sie mit Kritikern umgingen. Im Zentrum des vierten und fünften Frageblocks stand die Person des Initiators. Sie sollten sich selbst beschreiben und ihre Stärken nennen. Falls dies zu schwer fiel, gab es die Frage, wie andere sie beschreiben würden. Es folgten Fragen zur persönlichen Lebensweise, zu Dingen, die glücklich machen und Kraft spenden, zur Naturverbundenheit und zur Selbstverwirklichung. Die Frageblöcke sechs, sieben und acht bezogen sich hauptsächlich auf die Beurteilung des Projekts. Es wurden die Zufriedenheit und neue Erfahrungen erfragt sowie mögliche Auswirkungen auf die Initiatoren und das Wir-Gefühl in der Gemeinschaft. Außerdem gab es eine Frage zur Selbstwirksamkeit und die Frage, ob sie sich noch einmal auf diese Arbeit einlassen würden. Im letzten Frageblock wurden die Initiatoren nach ihrem Gesamtfazit befragt und konnten als Experten Ratschläge für andere Projekte geben sowie Verbesserungsvorschläge nennen. Das Interview endete mit der nicht ganz ernst gemeinten Frage: ¿Wenn sie drei Wünsche frei hätten, was würden sie wählen ¿ Diese Frage diente der Auflockerung und für einen positiven und humorvollen Abschluss des Gesprächs. Interviewteilnehmer: In der quantitativen Forschung basiert die Stichprobenauswahl (Sampling) meistens aus der Auswahl eines Teils einer Population. Dieser Ausschnitt soll möglichst die gesamte Population repräsentieren, auf die generalisiert werden möchte. In der Methodologie der Grounded Theory von Strauss & Corbin wird dies auch berücksichtigt, jedoch anders umgesetzt. Das Kriterium beim theoretischen Sampling liegt auf der Repräsentativität der entdeckten Konzepte in ihren abgewandelten Formen. Es wird nach Ereignissen und Vorfällen gesucht, die Indikatoren für Phänomene sind. Je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Beweiskraft entsteht. Es wird nach Variationen gesucht, die letztendlich zu einer größeren Dichte führen. Dadurch entsteht eine breiter anwendbare Theorie, da mehr verschiedenartige Sätze von Bedingungen gefunden werden, die das zentrale Phänomen beeinflussen. Damit sind die Umstände gemeint, unter denen das Phänomen auftritt, die Handlungen und Interaktionen, die sich auf das Phänomen beziehen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Anhand der gefundenen Bedingungen wird eine Theorie formuliert. Strauss & Corbin verstehen das theoretische Sampling als ¿ein Aspekt der vergleichenden Analyse, der das gezielte Suchen und Erkennen von Indikatoren für die Konzepte in den Daten ermöglicht¿. Das bedeutet, dass während des Interpretierens bereits erhobener Daten die Datenerhebung fortgesetzt wird und zwar solange, bis eine Sättigung in den gefundenen Kategorien erreicht ist. Die Dauer und Ausführlichkeit dieser Vorgehensweise hängen vom möglichen Forschungsaufwand und der Fragestellung ab. In der vorliegenden Untersuchung gab es begrenzte Kapazitäten, vor allem zeitlich und finanziell, die das theoretische Sampling eingrenzten. Dennoch wurde versucht, den Anforderungen nach Möglichkeit zu entsprechen. Für die Auswahl einer Stichprobe wurde im ersten Schritt eine deutschlandweite Internetrecherche durchgeführt, um möglichst alle geeigneten kommunalen Bioenergieprojekte zu erfassen. Danach wurden Kriterien für die Auswahl bestimmt, die eine breite Variation versprachen. Es sollten Daten zu Projekten erhoben werden, die in Planung, die abgeschlossen oder gescheitert waren. Die Projekte sollten möglichst aus weiten Teilen Deutschlands sein, um regionale Unterschiede auszumachen. Dies sollte auch West- und Ostdeutschland einschließen. Weiterhin sollten sich die angewendeten EE-Arten unterscheiden und als Initiatoren sollten Männer und Frauen vertreten sein. Der so enthaltene Pool an potentiellen Interviewpartnern bestand aus wenigen ostdeutschen Projekten und enthielt kaum weibliche Initiatoren. Die Initiatoren wurden per E-Mail und telefonisch kontaktiert und um einen ca. zweistündigen Interviewtermin gebeten. Als Ergebnis und in Abstimmung mit dem vertretbaren Aufwand ergaben sich sechs Interviewtermine zu kommunalen Bioenergieprojekten, die vor Ort durchgeführt werden sollten (siehe Tabelle 1). Herr TS sagte seinen Termin kurzfristig ab und war nicht an einem Ersatztermin interessiert. Dadurch konnte kein Initiator zu einem bereits gescheiterten und einem ostdeutschen Bioenergieprojekt befragt werden. Dennoch scheiterte mindestens ein Projekt (Frau WE) nach dem Interviewtermin, was diese Kategorie, quasi a posteriori, noch erfüllte. Eine nähere Beschreibung zu den Projekten und Initiatoren findet sich in den Globalauswertungen in den Abschnitten 5.1.1 bis 5.1.5. Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte: Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ei, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Anja Rehatschek
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Anja Rehatschek:
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - neues Buch

ISBN: 9783836630849

ID: 9783836630849

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ein Umdenken vom Einzelnen und von ganzen Gruppen erfordert. Es müssen neue Maßstäbe für die Energiegewinnung und den Energiekonsum gesetzt werden. Menschen werden gebraucht, die sich dieser Sache annehmen. Ein wichtiger Bestandteil für diesen Wandel ist die Erforschung und der Einsatz von erneuerbaren Energien. Viele Länder der Erde beschäftigen sich bereits damit. Ein noch recht kleiner, aber hoffnungsvoller Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, sind die Bemühungen von kommunalen Bioenergieprojekten. Bei diesen Projekten werden vornehmlich Dörfer und kleine Orte mit Energie aus erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Holz, Wind, Sonne oder Biomasse, versorgt. Die Projekte entstehen in Eigenregie durch die Bürger in den Orten. Sie setzen ihre Ideen um und werden am Energiegewinn beteiligt. Ziel dieser ehrgeizigen Projekte ist es, eine autarke Versorgung mit Energie zu erhalten, die aus regional vorhanden Quellen gespeist wird, welche sich wieder regenerieren können. Beim Betrachten der Versuche zur Organisation kommunaler Bioenergieprojekte, z.B. auf deren Internetseiten, fällt schnell auf, dass nahezu jede Initiative ihren eigenen Weg zu gehen versucht ¿ mehr oder weniger erfolgreich. Für die erfolgreiche Initiierung solcher Projekte wird die Kraft der Gemeinschaft, aber auch eine Führung durch Einzelpersonen benötigt. Welche Voraussetzungen und Motive der Initiatoren beeinflussen den Umsetzungsprozess Unter welchen Bedingungen gelangen sie an ihr Ziel Welche kognitiven Fähigkeiten, Motivationsstrategien und Erfahrungen treten bei der Arbeit zur Umsetzung besonders hervor Gang der Untersuchung: Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Handeln der Initiatoren bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben. Nach der Einleitung werden in Kapitel 2 Theorie und Praxis zu kommunalen Bioenergieprojekten erläutert, die damit verbundenen Begrifflichkeiten erklärt und es wird ein Ausblick zum Stand der Forschung gegeben. Anschließend werden in Kapitel 3 die Fragestellung und die Zielsetzung der Arbeit vorgestellt. In Kapitel 4 werden die Forschungsmethoden zur empirischen Arbeit beschrieben. Der qualitative Forschungsansatz wird ebenso erläutert, wie die Datenerhebung durch Interviews und deren Auswertungsmethoden. Es folgt ein kurzer Abriss zu den Gütekriterien qualitativer Forschung. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Darstellung der Ergebnisse. Dazu dienen Teile der Globalauswertung und die Beschreibung der gefundenen Kategorien im paradigmatischen Modell nach der Grounded Theory Methodologie. Mit den Erläuterungen und Interpretationen aller Ebenen des Modells, unter Anführung von Zitaten aus den Interviews, endet dieses Kapitel. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse und das methodische Vorgehen diskutiert und Antworten auf die Fragestellung gegeben. Es folgen Ausführungen zur praktischen Relevanz der Arbeit und Anregungen für die weitere Forschung. Eine Zusammenfassung der Arbeit bildet den Abschluss in Kapitel 7.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnis6 Tabellenverzeichnis6 Abkürzungsverzeichnis7 Vorwort8 1.Einleitung9 2.Theorie und Praxis kommunaler Bioenergieprojekte11 2.1Bioenergie als erneuerbare Energie11 2.2Kommunale Bioenergieprojekte12 2.2.1Nachhaltigkeit als oberstes Ziel13 2.2.2Die Person des Initiators13 2.2.3Bürgerbeteiligung14 2.2.4Herausforderungen an die Initiatoren14 2.3Kognitive Fähigkeiten der Initiatoren15 2.4Motivationsstrategien der Initiatoren15 2.5Stand der Forschung16 3.Forschungsfragen18 3.1Fragestellung18 3.2Zielsetzung18 4.Forschungsmethoden19 4.1Qualitative Forschung19 4.1.1Datengewinnung: das problemzentrierte Interview19 4.1.2Auswertungsmethoden: Grounded Theory und Globalauswertung21 4.2Erhebung der Daten21 4.2.1Interviewleitfaden21 4.2.2Interviewteilnehmer22 4.2.3Interviewdurchführung25 4.3Auswertung der Daten25 4.3.1Transkription25 4.3.2Globalauswertung25 4.3.3Offenes Kodieren: Konzeptualisieren und Kategorisieren von Daten26 4.3.4Axiales Kodieren27 4.3.5Das paradigmatische Modell27 4.3.6Selektives Kodieren28 4.3.7Anwendung der Methoden der Grounded Theory28 4.4Gütekriterien qualitativer Forschung29 5.Ergebnisse31 5.1Globalauswertungen der Interviews31 5.1.1Interview mit Herrn DE zum geplanten Holzhackschnitzelheizwerk31 5.1.2Interview mit Frau WE zur geplanten Biogasanlage32 5.1.3Interview mit Herrn RS zur geplanten Biogasanlage33 5.1.4Interview mit Herrn RL zum betriebenen Holzhackschnitzelheizwerk34 5.1.5Interview mit Herrn LF zu betriebenen Windrädern35 5.2Ergebnisdarstellung im paradigmatischen Modell37 5.3Erläuterung der einzelnen Ebenen38 5.3.1Das zentrale Phänomen: Leben und Wirken im Spannungsfeld zwischen Projekt und Alltag38 5.3.2Ursächliche Bedingungen40 5.3.2.1Eigenschaften, Erfahrungen & Einstellungen des Initiators41 5.3.2.2Erwartungen des Initiators an das Projekt43 5.3.2.3Grundmotive des Initiators zum Projekt44 5.3.2.4Projektbedingungen: Standort und Bevölkerung46 5.3.2.5Selbsteinschätzung48 5.3.3Kontext- und intervenierende Bedingungen50 5.3.3.1Bedingungen in der Bevölkerung50 5.3.3.2Begrenzte Mittel: Zeit- und Arbeitsaufwand57 5.3.3.3Einfluss von Ungewissheit58 5.3.3.4Strukturelle Einflüsse61 5.3.3.5Zusammenarbeit mit Helfern65 5.3.4Handlungs- und interaktionale Strategien68 5.3.4.1Akzeptieren der Gegebenheiten und Finden von Kompromissen68 5.3.4.2Erhalten und Stärken der eigenen Motivation70 5.3.4.3Gewinnen und Motivieren der Bürger und Helfer76 5.3.4.4Organisieren: Bioenergieeinsatz und Finanzierung78 5.3.4.5Überwachen und Modifizieren der Projektentwicklung81 5.3.4.6Überwachen und Modifizieren des Projektkonzeptes83 5.3.5Konsequenzen84 5.3.5.1Abschließende Beurteilung des Projekts84 5.3.5.2Anliegen und Forderungen des Initiators87 5.3.5.3Auswirkungen auf den Initiator während der Umsetzung90 5.3.5.4Fehler und mögliche Abwandlungen93 5.3.5.5Neue Erfahrungen95 5.3.5.6Risikoempfinden97 6.Diskussion und Ausblick100 6.1Diskussion der Ergebnisse100 6.2Diskussion des methodischen Vorgehens112 6.3Praktische Relevanz113 6.4Ausblick114 7Zusammenfassung117 Anhang118 Literaturverzeichnis125Textprobe:Textprobe: Kapitel 4.2, Erhebung der Daten: Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit der Entwicklung des Interviewleitfadens, der Auswahl und Gewinnung der Interviewteilnehmer sowie der Beschreibung der Interviewdurchführung. Interviewleitfaden: Nach einer Problemanalyse zur Generierung der Forschungsfragen wurde der Interviewleitfaden zu den interessierenden Problemfeldern gestaltet und strukturiert. Die Fragen wurden für die zu interviewenden Projekte angepasst. Die Autorin verzichtete auf einen Kurzfragebogen. Die vertrauensvolle Atmosphäre sollte nicht durch das bürokratische Ausfüllen des Bogens gestört werden. Der Leitfaden (siehe Anhang A.1) für das problemzentrierte Interview bestand aus acht Themenblöcken, denen eine Frage oder Aufforderung vorangestellt wurde, auf die die Interviewten frei antworten konnten. Zu jedem Block wurden Alternativ- und Ergänzungsfragen notiert, die eingesetzt werden konnten, falls ein Gesprächspartner weniger gesprächsfreudig sein sollte oder um genauere Nachfragen stellen zu können. Die Interviews begannen mit einer Einstiegsfrage, die zugleich als ¿Türöffner¿ fungieren sollte. Die interviewten Personen sollten über die Entstehung und den derzeitigen Stand ihres Projekts berichten. Die Annahme dahinter war einerseits, dass die Initiatoren gerne über ihr Projekt sprachen und es bereits gewohnt waren. Andererseits galt diese Frage der Aktivierung. Sie mussten sich den Beginn ihrer Arbeit in Erinnerung rufen und über die zurückliegende Zeit mit dem Projekt reflektieren. Im zweiten und dritten Frageblock wurden die Motive für die Arbeit am Projekt sowie die Motivation während der Projektarbeit thematisiert. Die Initiatoren wurden gefragt, warum sie die Arbeit auf sich genommen hatten und was ihnen besonders wichtig war. Es wurde ebenfalls nach der persönlichen Bedeutung ihrer Umwelt, bzw. des Dienstes für die Mitbürger, des Naturschutzes und nach der Unabhängigkeit von Energiekonzernen gefragt. Zu den Motivationsfragen wurden die Gefühle bei positiven und negativen Erfahrungen erfragt. Weiterhin ging es darum, wie sich die Initiatoren bei Problemen verhielten und wie sie mit Kritikern umgingen. Im Zentrum des vierten und fünften Frageblocks stand die Person des Initiators. Sie sollten sich selbst beschreiben und ihre Stärken nennen. Falls dies zu schwer fiel, gab es die Frage, wie andere sie beschreiben würden. Es folgten Fragen zur persönlichen Lebensweise, zu Dingen, die glücklich machen und Kraft spenden, zur Naturverbundenheit und zur Selbstverwirklichung. Die Frageblöcke sechs, sieben und acht bezogen sich hauptsächlich auf die Beurteilung des Projekts. Es wurden die Zufriedenheit und neue Erfahrungen erfragt sowie mögliche Auswirkungen auf die Initiatoren und das Wir-Gefühl in der Gemeinschaft. Außerdem gab es eine Frage zur Selbstwirksamkeit und die Frage, ob sie sich noch einmal auf diese Arbeit einlassen würden. Im letzten Frageblock wurden die Initiatoren nach ihrem Gesamtfazit befragt und konnten als Experten Ratschläge für andere Projekte geben sowie Verbesserungsvorschläge nennen. Das Interview endete mit der nicht ganz ernst gemeinten Frage: ¿Wenn sie drei Wünsche frei hätten, was würden sie wählen ¿ Diese Frage diente der Auflockerung und für einen positiven und humorvollen Abschluss des Gesprächs. Interviewteilnehmer: In der quantitativen Forschung basiert die Stichprobenauswahl (Sampling) meistens aus der Auswahl eines Teils einer Population. Dieser Ausschnitt soll möglichst die gesamte Population repräsentieren, auf die generalisiert werden möchte. In der Methodologie der Grounded Theory von Strauss & Corbin wird dies auch berücksichtigt, jedoch anders umgesetzt. Das Kriterium beim theoretischen Sampling liegt auf der Repräsentativität der entdeckten Konzepte in ihren abgewandelten Formen. Es wird nach Ereignissen und Vorfällen gesucht, die Indikatoren für Phänomene sind. Je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Beweiskraft entsteht. Es wird nach Variationen gesucht, die letztendlich zu einer größeren Dichte führen. Dadurch entsteht eine breiter anwendbare Theorie, da mehr verschiedenartige Sätze von Bedingungen gefunden werden, die das zentrale Phänomen beeinflussen. Damit sind die Umstände gemeint, unter denen das Phänomen auftritt, die Handlungen und Interaktionen, die sich auf das Phänomen beziehen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Anhand der gefundenen Bedingungen wird eine Theorie formuliert. Strauss & Corbin verstehen das theoretische Sampling als ¿ein Aspekt der vergleichenden Analyse, der das gezielte Suchen und Erkennen von Indikatoren für die Konzepte in den Daten ermöglicht¿. Das bedeutet, dass während des Interpretierens bereits erhobener Daten die Datenerhebung fortgesetzt wird und zwar solange, bis eine Sättigung in den gefundenen Kategorien erreicht ist. Die Dauer und Ausführlichkeit dieser Vorgehensweise hängen vom möglichen Forschungsaufwand und der Fragestellung ab. In der vorliegenden Untersuchung gab es begrenzte Kapazitäten, vor allem zeitlich und finanziell, die das theoretische Sampling eingrenzten. Dennoch wurde versucht, den Anforderungen nach Möglichkeit zu entsprechen. Für die Auswahl einer Stichprobe wurde im ersten Schritt eine deutschlandweite Internetrecherche durchgeführt, um möglichst alle geeigneten kommunalen Bioenergieprojekte zu erfassen. Danach wurden Kriterien für die Auswahl bestimmt, die eine breite Variation versprachen. Es sollten Daten zu Projekten erhoben werden, die in Planung, die abgeschlossen oder gescheitert waren. Die Projekte sollten möglichst aus weiten Teilen Deutschlands sein, um regionale Unterschiede auszumachen. Dies sollte auch West- und Ostdeutschland einschließen. Weiterhin sollten sich die angewendeten EE-Arten unterscheiden und als Initiatoren sollten Männer und Frauen vertreten sein. Der so enthaltene Pool an potentiellen Interviewpartnern bestand aus wenigen ostdeutschen Projekten und enthielt kaum weibliche Initiatoren. Die Initiatoren wurden per E-Mail und telefonisch kontaktiert und um einen ca. zweistündigen Interviewtermin gebeten. Als Ergebnis und in Abstimmung mit dem vertretbaren Aufwand ergaben sich sechs Interviewtermine zu kommunalen Bioenergieprojekten, die vor Ort durchgeführt werden sollten (siehe Tabelle 1). Herr TS sagte seinen Termin kurzfristig ab und war nicht an einem Ersatztermin interessiert. Dadurch konnte kein Initiator zu einem bereits gescheiterten und einem ostdeutschen Bioenergieprojekt befragt werden. Dennoch scheiterte mindestens ein Projekt (Frau WE) nach dem Interviewtermin, was diese Kategorie, quasi a posteriori, noch erfüllte. Eine nähere Beschreibung zu den Projekten und Initiatoren findet sich in den Globalauswertungen in den Abschnitten 5.1.1 bis 5.1.5. Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte: Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie e, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Anja Rehatschek
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Anja Rehatschek:
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - neues Buch

ISBN: 9783836630849

ID: 9783836630849

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ein Umdenken vom Einzelnen und von ganzen Gruppen erfordert. Es müssen neue Maßstäbe für die Energiegewinnung und den Energiekonsum gesetzt werden. Menschen werden gebraucht, die sich dieser Sache annehmen. Ein wichtiger Bestandteil für diesen Wandel ist die Erforschung und der Einsatz von erneuerbaren Energien. Viele Länder der Erde beschäftigen sich bereits damit. Ein noch recht kleiner, aber hoffnungsvoller Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, sind die Bemühungen von kommunalen Bioenergieprojekten. Bei diesen Projekten werden vornehmlich Dörfer und kleine Orte mit Energie aus erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Holz, Wind, Sonne oder Biomasse, versorgt. Die Projekte entstehen in Eigenregie durch die Bürger in den Orten. Sie setzen ihre Ideen um und werden am Energiegewinn beteiligt. Ziel dieser ehrgeizigen Projekte ist es, eine autarke Versorgung mit Energie zu erhalten, die aus regional vorhanden Quellen gespeist wird, welche sich wieder regenerieren können. Beim Betrachten der Versuche zur Organisation kommunaler Bioenergieprojekte, z.B. auf deren Internetseiten, fällt schnell auf, dass nahezu jede Initiative ihren eigenen Weg zu gehen versucht ¿ mehr oder weniger erfolgreich. Für die erfolgreiche Initiierung solcher Projekte wird die Kraft der Gemeinschaft, aber auch eine Führung durch Einzelpersonen benötigt. Welche Voraussetzungen und Motive der Initiatoren beeinflussen den Umsetzungsprozess Unter welchen Bedingungen gelangen sie an ihr Ziel Welche kognitiven Fähigkeiten, Motivationsstrategien und Erfahrungen treten bei der Arbeit zur Umsetzung besonders hervor Gang der Untersuchung: Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Handeln der Initiatoren bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben. Nach der Einleitung werden in Kapitel 2 Theorie und Praxis zu kommunalen Bioenergieprojekten erläutert, die damit verbundenen Begrifflichkeiten erklärt und es wird ein Ausblick zum Stand der Forschung gegeben. Anschließend werden in Kapitel 3 die Fragestellung und die Zielsetzung der Arbeit vorgestellt. In Kapitel 4 werden die Forschungsmethoden zur empirischen Arbeit beschrieben. Der qualitative Forschungsansatz wird ebenso erläutert, wie die Datenerhebung durch Interviews und deren Auswertungsmethoden. Es folgt ein kurzer Abriss zu den Gütekriterien qualitativer Forschung. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Darstellung der Ergebnisse. Dazu dienen Teile der Globalauswertung und die Beschreibung der gefundenen Kategorien im paradigmatischen Modell nach der Grounded Theory Methodologie. Mit den Erläuterungen und Interpretationen aller Ebenen des Modells, unter Anführung von Zitaten aus den Interviews, endet dieses Kapitel. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse und das methodische Vorgehen diskutiert und Antworten auf die Fragestellung gegeben. Es folgen Ausführungen zur praktischen Relevanz der Arbeit und Anregungen für die weitere Forschung. Eine Zusammenfassung der Arbeit bildet den Abschluss in Kapitel 7.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnis6 Tabellenverzeichnis6 Abkürzungsverzeichnis7 Vorwort8 1.Einleitung9 2.Theorie und Praxis kommunaler Bioenergieprojekte11 2.1Bioenergie als erneuerbare Energie11 2.2Kommunale Bioenergieprojekte12 2.2.1Nachhaltigkeit als oberstes Ziel13 2.2.2Die Person des Initiators13 2.2.3Bürgerbeteiligung14 2.2.4Herausforderungen an die Initiatoren14 2.3Kognitive Fähigkeiten der Initiatoren15 2.4Motivationsstrategien der Initiatoren15 2.5Stand der Forschung16 3.Forschungsfragen18 3.1Fragestellung18 3.2Zielsetzung18 4.Forschungsmethoden19 4.1Qualitative Forschung19 4.1.1Datengewinnung: das problemzentrierte Interview19 4.1.2Auswertungsmethoden: Grounded Theory und Globalauswertung21 4.2Erhebung der Daten21 4.2.1Interviewleitfaden21 4.2.2Interviewteilnehmer22 4.2.3Interviewdurchführung25 4.3Auswertung der Daten25 4.3.1Transkription25 4.3.2Globalauswertung25 4.3.3Offenes Kodieren: Konzeptualisieren und Kategorisieren von Daten26 4.3.4Axiales Kodieren27 4.3.5Das paradigmatische Modell27 4.3.6Selektives Kodieren28 4.3.7Anwendung der Methoden der Grounded Theory28 4.4Gütekriterien qualitativer Forschung29 5.Ergebnisse31 5.1Globalauswertungen der Interviews31 5.1.1Interview mit Herrn DE zum geplanten Holzhackschnitzelheizwerk31 5.1.2Interview mit Frau WE zur geplanten Biogasanlage32 5.1.3Interview mit Herrn RS zur geplanten Biogasanlage33 5.1.4Interview mit Herrn RL zum betriebenen Holzhackschnitzelheizwerk34 5.1.5Interview mit Herrn LF zu betriebenen Windrädern35 5.2Ergebnisdarstellung im paradigmatischen Modell37 5.3Erläuterung der einzelnen Ebenen38 5.3.1Das zentrale Phänomen: Leben und Wirken im Spannungsfeld zwischen Projekt und Alltag38 5.3.2Ursächliche Bedingungen40 5.3.2.1Eigenschaften, Erfahrungen & Einstellungen des Initiators41 5.3.2.2Erwartungen des Initiators an das Projekt43 5.3.2.3Grundmotive des Initiators zum Projekt44 5.3.2.4Projektbedingungen: Standort und Bevölkerung46 5.3.2.5Selbsteinschätzung48 5.3.3Kontext- und intervenierende Bedingungen50 5.3.3.1Bedingungen in der Bevölkerung50 5.3.3.2Begrenzte Mittel: Zeit- und Arbeitsaufwand57 5.3.3.3Einfluss von Ungewissheit58 5.3.3.4Strukturelle Einflüsse61 5.3.3.5Zusammenarbeit mit Helfern65 5.3.4Handlungs- und interaktionale Strategien68 5.3.4.1Akzeptieren der Gegebenheiten und Finden von Kompromissen68 5.3.4.2Erhalten und Stärken der eigenen Motivation70 5.3.4.3Gewinnen und Motivieren der Bürger und Helfer76 5.3.4.4Organisieren: Bioenergieeinsatz und Finanzierung78 5.3.4.5Überwachen und Modifizieren der Projektentwicklung81 5.3.4.6Überwachen und Modifizieren des Projektkonzeptes83 5.3.5Konsequenzen84 5.3.5.1Abschließende Beurteilung des Projekts84 5.3.5.2Anliegen und Forderungen des Initiators87 5.3.5.3Auswirkungen auf den Initiator während der Umsetzung90 5.3.5.4Fehler und mögliche Abwandlungen93 5.3.5.5Neue Erfahrungen95 5.3.5.6Risikoempfinden97 6.Diskussion und Ausblick100 6.1Diskussion der Ergebnisse100 6.2Diskussion des methodischen Vorgehens112 6.3Praktische Relevanz113 6.4Ausblick114 7Zusammenfassung117 Anhang118 Literaturverzeichnis125Textprobe:Textprobe: Kapitel 4.2, Erhebung der Daten: Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit der Entwicklung des Interviewleitfadens, der Auswahl und Gewinnung der Interviewteilnehmer sowie der Beschreibung der Interviewdurchführung. Interviewleitfaden: Nach einer Problemanalyse zur Generierung der Forschungsfragen wurde der Interviewleitfaden zu den interessierenden Problemfeldern gestaltet und strukturiert. Die Fragen wurden für die zu interviewenden Projekte angepasst. Die Autorin verzichtete auf einen Kurzfragebogen. Die vertrauensvolle Atmosphäre sollte nicht durch das bürokratische Ausfüllen des Bogens gestört werden. Der Leitfaden (siehe Anhang A.1) für das problemzentrierte Interview bestand aus acht Themenblöcken, denen eine Frage oder Aufforderung vorangestellt wurde, auf die die Interviewten frei antworten konnten. Zu jedem Block wurden Alternativ- und Ergänzungsfragen notiert, die eingesetzt werden konnten, falls ein Gesprächspartner weniger gesprächsfreudig sein sollte oder um genauere Nachfragen stellen zu können. Die Interviews begannen mit einer Einstiegsfrage, die zugleich als ¿Türöffner¿ fungieren sollte. Die interviewten Personen sollten über die Entstehung und den derzeitigen Stand ihres Projekts berichten. Die Annahme dahinter war einerseits, dass die Initiatoren gerne über ihr Projekt sprachen und es bereits gewohnt waren. Andererseits galt diese Frage der Aktivierung. Sie mussten sich den Beginn ihrer Arbeit in Erinnerung rufen und über die zurückliegende Zeit mit dem Projekt reflektieren. Im zweiten und dritten Frageblock wurden die Motive für die Arbeit am Projekt sowie die Motivation während der Projektarbeit thematisiert. Die Initiatoren wurden gefragt, warum sie die Arbeit auf sich genommen hatten und was ihnen besonders wichtig war. Es wurde ebenfalls nach der persönlichen Bedeutung ihrer Umwelt, bzw. des Dienstes für die Mitbürger, des Naturschutzes und nach der Unabhängigkeit von Energiekonzernen gefragt. Zu den Motivationsfragen wurden die Gefühle bei positiven und negativen Erfahrungen erfragt. Weiterhin ging es darum, wie sich die Initiatoren bei Problemen verhielten und wie sie mit Kritikern umgingen. Im Zentrum des vierten und fünften Frageblocks stand die Person des Initiators. Sie sollten sich selbst beschreiben und ihre Stärken nennen. Falls dies zu schwer fiel, gab es die Frage, wie andere sie beschreiben würden. Es folgten Fragen zur persönlichen Lebensweise, zu Dingen, die glücklich machen und Kraft spenden, zur Naturverbundenheit und zur Selbstverwirklichung. Die Frageblöcke sechs, sieben und acht bezogen sich hauptsächlich auf die Beurteilung des Projekts. Es wurden die Zufriedenheit und neue Erfahrungen erfragt sowie mögliche Auswirkungen auf die Initiatoren und das Wir-Gefühl in der Gemeinschaft. Außerdem gab es eine Frage zur Selbstwirksamkeit und die Frage, ob sie sich noch einmal auf diese Arbeit einlassen würden. Im letzten Frageblock wurden die Initiatoren nach ihrem Gesamtfazit befragt und konnten als Experten Ratschläge für andere Projekte geben sowie Verbesserungsvorschläge nennen. Das Interview endete mit der nicht ganz ernst gemeinten Frage: ¿Wenn sie drei Wünsche frei hätten, was würden sie wählen ¿ Diese Frage diente der Auflockerung und für einen positiven und humorvollen Abschluss des Gesprächs. Interviewteilnehmer: In der quantitativen Forschung basiert die Stichprobenauswahl (Sampling) meistens aus der Auswahl eines Teils einer Population. Dieser Ausschnitt soll möglichst die gesamte Population repräsentieren, auf die generalisiert werden möchte. In der Methodologie der Grounded Theory von Strauss & Corbin wird dies auch berücksichtigt, jedoch anders umgesetzt. Das Kriterium beim theoretischen Sampling liegt auf der Repräsentativität der entdeckten Konzepte in ihren abgewandelten Formen. Es wird nach Ereignissen und Vorfällen gesucht, die Indikatoren für Phänomene sind. Je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Beweiskraft entsteht. Es wird nach Variationen gesucht, die letztendlich zu einer größeren Dichte führen. Dadurch entsteht eine breiter anwendbare Theorie, da mehr verschiedenartige Sätze von Bedingungen gefunden werden, die das zentrale Phänomen beeinflussen. Damit sind die Umstände gemeint, unter denen das Phänomen auftritt, die Handlungen und Interaktionen, die sich auf das Phänomen beziehen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Anhand der gefundenen Bedingungen wird eine Theorie formuliert. Strauss & Corbin verstehen das theoretische Sampling als ¿ein Aspekt der vergleichenden Analyse, der das gezielte Suchen und Erkennen von Indikatoren für die Konzepte in den Daten ermöglicht¿. Das bedeutet, dass während des Interpretierens bereits erhobener Daten die Datenerhebung fortgesetzt wird und zwar solange, bis eine Sättigung in den gefundenen Kategorien erreicht ist. Die Dauer und Ausführlichkeit dieser Vorgehensweise hängen vom möglichen Forschungsaufwand und der Fragestellung ab. In der vorliegenden Untersuchung gab es begrenzte Kapazitäten, vor allem zeitlich und finanziell, die das theoretische Sampling eingrenzten. Dennoch wurde versucht, den Anforderungen nach Möglichkeit zu entsprechen. Für die Auswahl einer Stichprobe wurde im ersten Schritt eine deutschlandweite Internetrecherche durchgeführt, um möglichst alle geeigneten kommunalen Bioenergieprojekte zu erfassen. Danach wurden Kriterien für die Auswahl bestimmt, die eine breite Variation versprachen. Es sollten Daten zu Projekten erhoben werden, die in Planung, die abgeschlossen oder gescheitert waren. Die Projekte sollten möglichst aus weiten Teilen Deutschlands sein, um regionale Unterschiede auszumachen. Dies sollte auch West- und Ostdeutschland einschließen. Weiterhin sollten sich die angewendeten EE-Arten unterscheiden und als Initiatoren sollten Männer und Frauen vertreten sein. Der so enthaltene Pool an potentiellen Interviewpartnern bestand aus wenigen ostdeutschen Projekten und enthielt kaum weibliche Initiatoren. Die Initiatoren wurden per E-Mail und telefonisch kontaktiert und um einen ca. zweistündigen Interviewtermin gebeten. Als Ergebnis und in Abstimmung mit dem vertretbaren Aufwand ergaben sich sechs Interviewtermine zu kommunalen Bioenergieprojekten, die vor Ort durchgeführt werden sollten (siehe Tabelle 1). Herr TS sagte seinen Termin kurzfristig ab und war nicht an einem Ersatztermin interessiert. Dadurch konnte kein Initiator zu einem bereits gescheiterten und einem ostdeutschen Bioenergieprojekt befragt werden. Dennoch scheiterte mindestens ein Projekt (Frau WE) nach dem Interviewtermin, was diese Kategorie, quasi a posteriori, noch erfüllte. Eine nähere Beschreibung zu den Projekten und Initiatoren findet sich in den Globalauswertungen in den Abschnitten 5.1.1 bis 5.1.5. Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte: Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ein Umdenken, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Anja Rehatschek
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Anja Rehatschek:
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - neues Buch

ISBN: 9783836630849

ID: 9783836630849

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie ein Umdenken vom Einzelnen und von ganzen Gruppen erfordert. Es müssen neue Maßstäbe für die Energiegewinnung und den Energiekonsum gesetzt werden. Menschen werden gebraucht, die sich dieser Sache annehmen. Ein wichtiger Bestandteil für diesen Wandel ist die Erforschung und der Einsatz von erneuerbaren Energien. Viele Länder der Erde beschäftigen sich bereits damit. Ein noch recht kleiner, aber hoffnungsvoller Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, sind die Bemühungen von kommunalen Bioenergieprojekten. Bei diesen Projekten werden vornehmlich Dörfer und kleine Orte mit Energie aus erneuerbaren Energieträgern, wie z.B. Holz, Wind, Sonne oder Biomasse, versorgt. Die Projekte entstehen in Eigenregie durch die Bürger in den Orten. Sie setzen ihre Ideen um und werden am Energiegewinn beteiligt. Ziel dieser ehrgeizigen Projekte ist es, eine autarke Versorgung mit Energie zu erhalten, die aus regional vorhanden Quellen gespeist wird, welche sich wieder regenerieren können. Beim Betrachten der Versuche zur Organisation kommunaler Bioenergieprojekte, z.B. auf deren Internetseiten, fällt schnell auf, dass nahezu jede Initiative ihren eigenen Weg zu gehen versucht ¿ mehr oder weniger erfolgreich. Für die erfolgreiche Initiierung solcher Projekte wird die Kraft der Gemeinschaft, aber auch eine Führung durch Einzelpersonen benötigt. Welche Voraussetzungen und Motive der Initiatoren beeinflussen den Umsetzungsprozess Unter welchen Bedingungen gelangen sie an ihr Ziel Welche kognitiven Fähigkeiten, Motivationsstrategien und Erfahrungen treten bei der Arbeit zur Umsetzung besonders hervor Gang der Untersuchung: Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht das Handeln der Initiatoren bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben. Nach der Einleitung werden in Kapitel 2 Theorie und Praxis zu kommunalen Bioenergieprojekten erläutert, die damit verbundenen Begrifflichkeiten erklärt und es wird ein Ausblick zum Stand der Forschung gegeben. Anschließend werden in Kapitel 3 die Fragestellung und die Zielsetzung der Arbeit vorgestellt. In Kapitel 4 werden die Forschungsmethoden zur empirischen Arbeit beschrieben. Der qualitative Forschungsansatz wird ebenso erläutert, wie die Datenerhebung durch Interviews und deren Auswertungsmethoden. Es folgt ein kurzer Abriss zu den Gütekriterien qualitativer Forschung. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Darstellung der Ergebnisse. Dazu dienen Teile der Globalauswertung und die Beschreibung der gefundenen Kategorien im paradigmatischen Modell nach der Grounded Theory Methodologie. Mit den Erläuterungen und Interpretationen aller Ebenen des Modells, unter Anführung von Zitaten aus den Interviews, endet dieses Kapitel. In Kapitel 6 werden die Ergebnisse und das methodische Vorgehen diskutiert und Antworten auf die Fragestellung gegeben. Es folgen Ausführungen zur praktischen Relevanz der Arbeit und Anregungen für die weitere Forschung. Eine Zusammenfassung der Arbeit bildet den Abschluss in Kapitel 7.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Abbildungsverzeichnis6 Tabellenverzeichnis6 Abkürzungsverzeichnis7 Vorwort8 1.Einleitung9 2.Theorie und Praxis kommunaler Bioenergieprojekte11 2.1Bioenergie als erneuerbare Energie11 2.2Kommunale Bioenergieprojekte12 2.2.1Nachhaltigkeit als oberstes Ziel13 2.2.2Die Person des Initiators13 2.2.3Bürgerbeteiligung14 2.2.4Herausforderungen an die Initiatoren14 2.3Kognitive Fähigkeiten der Initiatoren15 2.4Motivationsstrategien der Initiatoren15 2.5Stand der Forschung16 3.Forschungsfragen18 3.1Fragestellung18 3.2Zielsetzung18 4.Forschungsmethoden19 4.1Qualitative Forschung19 4.1.1Datengewinnung: das problemzentrierte Interview19 4.1.2Auswertungsmethoden: Grounded Theory und Globalauswertung21 4.2Erhebung der Daten21 4.2.1Interviewleitfaden21 4.2.2Interviewteilnehmer22 4.2.3Interviewdurchführung25 4.3Auswertung der Daten25 4.3.1Transkription25 4.3.2Globalauswertung25 4.3.3Offenes Kodieren: Konzeptualisieren und Kategorisieren von Daten26 4.3.4Axiales Kodieren27 4.3.5Das paradigmatische Modell27 4.3.6Selektives Kodieren28 4.3.7Anwendung der Methoden der Grounded Theory28 4.4Gütekriterien qualitativer Forschung29 5.Ergebnisse31 5.1Globalauswertungen der Interviews31 5.1.1Interview mit Herrn DE zum geplanten Holzhackschnitzelheizwerk31 5.1.2Interview mit Frau WE zur geplanten Biogasanlage32 5.1.3Interview mit Herrn RS zur geplanten Biogasanlage33 5.1.4Interview mit Herrn RL zum betriebenen Holzhackschnitzelheizwerk34 5.1.5Interview mit Herrn LF zu betriebenen Windrädern35 5.2Ergebnisdarstellung im paradigmatischen Modell37 5.3Erläuterung der einzelnen Ebenen38 5.3.1Das zentrale Phänomen: Leben und Wirken im Spannungsfeld zwischen Projekt und Alltag38 5.3.2Ursächliche Bedingungen40 5.3.2.1Eigenschaften, Erfahrungen & Einstellungen des Initiators41 5.3.2.2Erwartungen des Initiators an das Projekt43 5.3.2.3Grundmotive des Initiators zum Projekt44 5.3.2.4Projektbedingungen: Standort und Bevölkerung46 5.3.2.5Selbsteinschätzung48 5.3.3Kontext- und intervenierende Bedingungen50 5.3.3.1Bedingungen in der Bevölkerung50 5.3.3.2Begrenzte Mittel: Zeit- und Arbeitsaufwand57 5.3.3.3Einfluss von Ungewissheit58 5.3.3.4Strukturelle Einflüsse61 5.3.3.5Zusammenarbeit mit Helfern65 5.3.4Handlungs- und interaktionale Strategien68 5.3.4.1Akzeptieren der Gegebenheiten und Finden von Kompromissen68 5.3.4.2Erhalten und Stärken der eigenen Motivation70 5.3.4.3Gewinnen und Motivieren der Bürger und Helfer76 5.3.4.4Organisieren: Bioenergieeinsatz und Finanzierung78 5.3.4.5Überwachen und Modifizieren der Projektentwicklung81 5.3.4.6Überwachen und Modifizieren des Projektkonzeptes83 5.3.5Konsequenzen84 5.3.5.1Abschließende Beurteilung des Projekts84 5.3.5.2Anliegen und Forderungen des Initiators87 5.3.5.3Auswirkungen auf den Initiator während der Umsetzung90 5.3.5.4Fehler und mögliche Abwandlungen93 5.3.5.5Neue Erfahrungen95 5.3.5.6Risikoempfinden97 6.Diskussion und Ausblick100 6.1Diskussion der Ergebnisse100 6.2Diskussion des methodischen Vorgehens112 6.3Praktische Relevanz113 6.4Ausblick114 7Zusammenfassung117 Anhang118 Literaturverzeichnis125Textprobe:Textprobe: Kapitel 4.2, Erhebung der Daten: Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit der Entwicklung des Interviewleitfadens, der Auswahl und Gewinnung der Interviewteilnehmer sowie der Beschreibung der Interviewdurchführung. Interviewleitfaden: Nach einer Problemanalyse zur Generierung der Forschungsfragen wurde der Interviewleitfaden zu den interessierenden Problemfeldern gestaltet und strukturiert. Die Fragen wurden für die zu interviewenden Projekte angepasst. Die Autorin verzichtete auf einen Kurzfragebogen. Die vertrauensvolle Atmosphäre sollte nicht durch das bürokratische Ausfüllen des Bogens gestört werden. Der Leitfaden (siehe Anhang A.1) für das problemzentrierte Interview bestand aus acht Themenblöcken, denen eine Frage oder Aufforderung vorangestellt wurde, auf die die Interviewten frei antworten konnten. Zu jedem Block wurden Alternativ- und Ergänzungsfragen notiert, die eingesetzt werden konnten, falls ein Gesprächspartner weniger gesprächsfreudig sein sollte oder um genauere Nachfragen stellen zu können. Die Interviews begannen mit einer Einstiegsfrage, die zugleich als ¿Türöffner¿ fungieren sollte. Die interviewten Personen sollten über die Entstehung und den derzeitigen Stand ihres Projekts berichten. Die Annahme dahinter war einerseits, dass die Initiatoren gerne über ihr Projekt sprachen und es bereits gewohnt waren. Andererseits galt diese Frage der Aktivierung. Sie mussten sich den Beginn ihrer Arbeit in Erinnerung rufen und über die zurückliegende Zeit mit dem Projekt reflektieren. Im zweiten und dritten Frageblock wurden die Motive für die Arbeit am Projekt sowie die Motivation während der Projektarbeit thematisiert. Die Initiatoren wurden gefragt, warum sie die Arbeit auf sich genommen hatten und was ihnen besonders wichtig war. Es wurde ebenfalls nach der persönlichen Bedeutung ihrer Umwelt, bzw. des Dienstes für die Mitbürger, des Naturschutzes und nach der Unabhängigkeit von Energiekonzernen gefragt. Zu den Motivationsfragen wurden die Gefühle bei positiven und negativen Erfahrungen erfragt. Weiterhin ging es darum, wie sich die Initiatoren bei Problemen verhielten und wie sie mit Kritikern umgingen. Im Zentrum des vierten und fünften Frageblocks stand die Person des Initiators. Sie sollten sich selbst beschreiben und ihre Stärken nennen. Falls dies zu schwer fiel, gab es die Frage, wie andere sie beschreiben würden. Es folgten Fragen zur persönlichen Lebensweise, zu Dingen, die glücklich machen und Kraft spenden, zur Naturverbundenheit und zur Selbstverwirklichung. Die Frageblöcke sechs, sieben und acht bezogen sich hauptsächlich auf die Beurteilung des Projekts. Es wurden die Zufriedenheit und neue Erfahrungen erfragt sowie mögliche Auswirkungen auf die Initiatoren und das Wir-Gefühl in der Gemeinschaft. Außerdem gab es eine Frage zur Selbstwirksamkeit und die Frage, ob sie sich noch einmal auf diese Arbeit einlassen würden. Im letzten Frageblock wurden die Initiatoren nach ihrem Gesamtfazit befragt und konnten als Experten Ratschläge für andere Projekte geben sowie Verbesserungsvorschläge nennen. Das Interview endete mit der nicht ganz ernst gemeinten Frage: ¿Wenn sie drei Wünsche frei hätten, was würden sie wählen ¿ Diese Frage diente der Auflockerung und für einen positiven und humorvollen Abschluss des Gesprächs. Interviewteilnehmer: In der quantitativen Forschung basiert die Stichprobenauswahl (Sampling) meistens aus der Auswahl eines Teils einer Population. Dieser Ausschnitt soll möglichst die gesamte Population repräsentieren, auf die generalisiert werden möchte. In der Methodologie der Grounded Theory von Strauss & Corbin wird dies auch berücksichtigt, jedoch anders umgesetzt. Das Kriterium beim theoretischen Sampling liegt auf der Repräsentativität der entdeckten Konzepte in ihren abgewandelten Formen. Es wird nach Ereignissen und Vorfällen gesucht, die Indikatoren für Phänomene sind. Je mehr Daten erhoben werden, desto mehr Beweiskraft entsteht. Es wird nach Variationen gesucht, die letztendlich zu einer größeren Dichte führen. Dadurch entsteht eine breiter anwendbare Theorie, da mehr verschiedenartige Sätze von Bedingungen gefunden werden, die das zentrale Phänomen beeinflussen. Damit sind die Umstände gemeint, unter denen das Phänomen auftritt, die Handlungen und Interaktionen, die sich auf das Phänomen beziehen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Anhand der gefundenen Bedingungen wird eine Theorie formuliert. Strauss & Corbin verstehen das theoretische Sampling als ¿ein Aspekt der vergleichenden Analyse, der das gezielte Suchen und Erkennen von Indikatoren für die Konzepte in den Daten ermöglicht¿. Das bedeutet, dass während des Interpretierens bereits erhobener Daten die Datenerhebung fortgesetzt wird und zwar solange, bis eine Sättigung in den gefundenen Kategorien erreicht ist. Die Dauer und Ausführlichkeit dieser Vorgehensweise hängen vom möglichen Forschungsaufwand und der Fragestellung ab. In der vorliegenden Untersuchung gab es begrenzte Kapazitäten, vor allem zeitlich und finanziell, die das theoretische Sampling eingrenzten. Dennoch wurde versucht, den Anforderungen nach Möglichkeit zu entsprechen. Für die Auswahl einer Stichprobe wurde im ersten Schritt eine deutschlandweite Internetrecherche durchgeführt, um möglichst alle geeigneten kommunalen Bioenergieprojekte zu erfassen. Danach wurden Kriterien für die Auswahl bestimmt, die eine breite Variation versprachen. Es sollten Daten zu Projekten erhoben werden, die in Planung, die abgeschlossen oder gescheitert waren. Die Projekte sollten möglichst aus weiten Teilen Deutschlands sein, um regionale Unterschiede auszumachen. Dies sollte auch West- und Ostdeutschland einschließen. Weiterhin sollten sich die angewendeten EE-Arten unterscheiden und als Initiatoren sollten Männer und Frauen vertreten sein. Der so enthaltene Pool an potentiellen Interviewpartnern bestand aus wenigen ostdeutschen Projekten und enthielt kaum weibliche Initiatoren. Die Initiatoren wurden per E-Mail und telefonisch kontaktiert und um einen ca. zweistündigen Interviewtermin gebeten. Als Ergebnis und in Abstimmung mit dem vertretbaren Aufwand ergaben sich sechs Interviewtermine zu kommunalen Bioenergieprojekten, die vor Ort durchgeführt werden sollten (siehe Tabelle 1). Herr TS sagte seinen Termin kurzfristig ab und war nicht an einem Ersatztermin interessiert. Dadurch konnte kein Initiator zu einem bereits gescheiterten und einem ostdeutschen Bioenergieprojekt befragt werden. Dennoch scheiterte mindestens ein Projekt (Frau WE) nach dem Interviewtermin, was diese Kategorie, quasi a posteriori, noch erfüllte. Eine nähere Beschreibung zu den Projekten und Initiatoren findet sich in den Globalauswertungen in den Abschnitten 5.1.1 bis 5.1.5. Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte: Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wachstum ist die natürliche Begleiterscheinung in der Entwicklung des Lebens, aber der Mensch scheint in seiner Weiterentwicklung jeden Maßstab von Wachstum verloren zu haben. Sein Wachstum ist zum Raubbau an der Natur geworden. In seiner Entwicklung begibt er sich in die Gefahr, die Grundlagen seines Lebens selbst zu vernichten. In letzter Minute hat er erkannt, dass die Zerstörung seines Ökosystems seine eigene Zerstörung bedeuten kann. Nun sucht er nach Alternativen, besonders nach Alternativen für den weiter steigenden Energiebedarf und die sich verkleinernden Ressourcen an fossilen Energieträgern. Der Wandel zu einer ökologisch tragbaren Energieerzeugung ist eine Herausforderung, weil sie, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Anja Rehatschek
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Anja Rehatschek:
Kognitive Fähigkeiten und Motivationsstrategien von Initiatoren kommunaler Bioenergieprojekte - Erstausgabe

2009, ISBN: 9783836630849

ID: 28232494

[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

Neues Buch Lehmanns.de
Versandkosten:Download sofort lieferbar, , Versandkostenfrei innerhalb der BRD (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.