Anmelden
Tipp von eurobuch.com
Buch verkaufen
Anbieter, die das Buch mit der ISBN 9783836613040 ankaufen:
Suchtools
Buchtipps
Aktuelles
- 0 Ergebnisse
Kleinster Preis: € 48,00, größter Preis: € 48,00, Mittelwert: € 48,00
...
Modellgetriebene Informationsvisualisierung Auf Basis Einer Service - Andreas Schmidt
(*)
Andreas Schmidt:
Modellgetriebene Informationsvisualisierung Auf Basis Einer Service - neues Buch

ISBN: 9783836613040

ID: 9783836613040

Inhaltsangabe:Einleitung: Im Zuge der Globalisierung und des Wandels der modernen Volkswirtschaften zu Wissens- und Informationsgesellschaften spielt die Bildung eine immense Rolle. Die Herausforderung, Bildung im staatenübergreifenden Maßstab zu fördern, wird in Europa stark vorangetrieben. Die am 19. Juni 1999 in Bologna unterzeichnete Deklaration von 29 Vertretern europäischer Länder hat zum Ziel, einen gemeinsamen Hochschulrahmen in Europa zu schaffen. Es wird in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung der beteiligten Länder eine Konvergenz der Hochschulsysteme durch Reformen der landeseigenen Bildungsstrukturen angestrebt. Dieses Vorhaben hat nicht die Vereinheitlichung oder Standardisierung des Hochschulrahmens zum Ziel, sondern berücksichtigt die wertvolle Diversität der Länder und erhält deren Autonomie im Bildungsbereich weiterhin. Vielmehr soll eine Harmonisierung der Bildungsstrukturen erfolgen. Diese Harmonisierung wird von den Zielen der Bologna-Deklaration getragen und gemeinhin als ¿Bologna-Prozess¿ bezeichnet. Die Ziele des Bologna-Prozesses reichen von der Vergleichbarkeit der Hochschulabschlüsse, über gestufte Studiengänge, ein Punktesystem zur Verbesserung der Mobilität, hin zu einem europaweiten Qualitätssicherungssystem. Ein Auszug der Ziele ist in Information 1 abgebildet. Aus den vorgegebenen Zielen leiten die beteiligten Länder bildungspolitische Maßnahmen ab und koordinieren das Vorgehen untereinander. So soll beispielsweise ein einheitliches Verständnis über den Aufbau eines Studiengangs dafür Sorge tragen, dass durch hochschul- und länderspezifische Vorgaben die Weiterführung eines Studiums im Ausland nicht unnötig erschwert wird. Doch auch jenseits der politischen Vorgaben sind die Hochschulen dazu angehalten, sich als Akteure der Reform zu verstehen und die Chancen zur eigenen Profilschärfung und zum Aufbau eines internationalen Netzwerkes zu nutzen. Diese verstärkte Profilbildung und die Umsetzung politischer Vorgaben führen zu neuen organisatorischen Anforderungen an den Hochschulen. Einerseits ändern sich die zu verwaltenden Daten, wie zum Beispiel die Einführung von einheitlichen Abschlüssen. Anderseits müssen die Geschäftsprozesse der Hochschulen an die Vorgaben angepasst werden. Die Unterstützung der Geschäftsprozesse erfolgt durch entsprechende Informationstechnologie (IT). Die IT-Systeme setzen sich dabei aus der Hard- und Softwareebene zusammen, wobei die Geschäftprozesse heutzutage hauptsächlich auf der Softwareebene abgebildet werden. Die dazu verwendete Anwendungssoftware wurde entweder von den Hochschulen selbst entwickelt oder von externen Dienstleistern eingekauft. Unabhängig davon, für welche Strategie sich die Hochschulen entschieden haben, wurden Ressourcen gebunden. Um die neuen Anforderungen, die durch den Bologna-Prozess entstehen, systemtechnisch unterstützen zu können, muss die vorhandene Anwendungssoftware entweder angepasst oder neu entwickelt werden. Durch die Bindung von Ressourcen der bereits vorhandenen IT-Systeme ist eine ökonomische Lösung wünschenswert [BB+06]. Eine logische Strukturierung der IT-Systeme erfolgt durch eine Architektur. Als eine vielversprechende Architektur hat sich die serviceorientierte Architektur (SOA) hervorgetan, mit der der Fokus von technischen Details auf die organisatorische Ebene verlagert wird. Mithilfe der serviceorientierten Architektur von Softwaresystemen ist es möglich, neue Funktionalität bereitzustellen und in die vorhandene IT-Systeme zu integrieren. Gleichzeitig ist dies eine Investition in die Zukunft, weil die serviceorientierte Architektur auf offenen Standards basiert und dadurch nicht nur eine Weiterentwicklung der Systeme vereinfacht, sondern auch eine flexible Zusammenschaltung der bereitgestellten Dienste (engl. Services) ermöglicht. Im Zuge dieser Arbeit wird eine konkrete SOA-Architektur für einen zusätzlichen Dienst entworfen, um diesen mit einem aktuellen Entwicklungskonzept als einen Baustein auf der serviceorientierten Architektur zu generieren. Bei diesem Entwicklungskonzept handelt es sich um den Ansatz der modellgetriebenen Entwicklung (engl. Model Driven (Software) Development, kurz MD(S)D). Auch wenn Modellierung bereits einen hohen Stellenwert in der konventionellen Softwareentwicklung eingenommen hat, geht der Ansatz der MDD über eine informelle Modellierung hinaus und versucht, einen Mehrwert an Produktivität und Qualität durch eine präzisere Spezifikation von Modellen zu generieren. Modelle sind in diesem Fall Abstraktionen eines Systems und der Umgebung, die letztlich auf Software abgebildet werden. In wird Quellcode auch als ein Modell bezeichnet, weil er die Lösung für ein Problem auf dem Abstraktionsniveau einer Programmiersprache darstellt. Mit der MDD wird dieses Abstraktionsniveau auf die Ebene der Problemanalyse einer Domäne angehoben. Dadurch können Modelle nicht nur zur Dokumentation einer Anwendungssoftware verwendet werden, sondern für die konkrete Generierung von Softwareartefakten eingesetzt werden [PM06]. Die modellgetriebene Entwicklung wurde von einem Industriekonsortium namensObject Management Group (OMG) durch die Spezifikation beteiligter Sprachen und Technologien ausgeprägt. Der Ansatz der OMG wird als modellgetriebene Architektur (engl. Model Driven Architecture, kurz MDA) bezeichnet. Die Erfahrungen mit der MDA sind kontinuierlich gewachsen. Diese Arbeit soll ein weiteres Stück zu diesem Erfahrungsgewinn beitragen, indem untersucht wird, wie sich die MDA für die Informationsvisualisierung zur Darstellung komplexer Sachverhalte einsetzen lässt. Hierzu wird die Bereitstellung eines Dienstes auf einer serviceorientierten Architektur angestrebt. Dieser Dienst wird durch den Wunsch motiviert, Studierenden ein Leistungsangebot jenseits der Lehre bereitzustellen, um sie beim Studium zu unterstützen. Die Ziele der Bologna-Deklaration umfassen unter anderem Instrumente zur Steigerung der Qualität des Studiums. Gleichermaßen werden zur Förderung der Transparenz hinsichtlich der Dokumentation des Studiengangs, des Studienverlaufs und der Prüfungen [HRK-BR2] sowie zur Erhöhung der (internationalen) Mobilität der Studierenden durch eine standardisierte Datenabschrift der erzielten Leistungen (engl. Transcript of Records) weitere Instrumente bereitgestellt. Diese Maßnahmen führen nicht nur dazu, dass Mobilitätsschranken aufgehoben werden, sondern dass die Hochschulen in ihrem Studienangebot und ihrer Organisation transparenter werden. Eine einfachere Vergleichbarkeit der Hochschulen führt zu einem stärkeren Wettbewerb untereinander. Dieser Trend wird sich weiterhin verstärken, womit die Hochschulen in einen Qualitätswettbewerb um die besten Studierenden treten. Umso wichtiger ist es für die Hochschulen, ihre Attraktivität über die Lehre hinaus zu steigern. Dies ermöglicht eine weitere Differenzierung im internationalen Wettbewerb. Ein reichhaltiges Dienstleistungsangebot der Hochschulen kann dabei vielerlei Aspekte beinhalten. Diese umfassen beispielsweise die Studierendenverwaltung, die akademische Beratung und die den Studierenden zur Verfügung gestellte Infrastruktur. Ein weiterer Punkt hoher Relevanz ist die Unterstützung des Studierenden während seines Studiums durch ein bedarfsgerechtes Informationsangebot zu seinem Studium. Ein Mittel, sich über seinen bisherigen Studienverlauf zu informieren, bietet eine wichtige Basis für die Planung des Studiums. Besonders an Universitäten wird den Studierenden durch Wahlmöglichkeiten innerhalb ihres Studiengangs die Ausprägung eines individuellen Profils ermöglicht. Eine hohe Auswahl führt zu einer Erhöhung der Komplexität einer visuellen Darstellung und mindert damit die Übersichtlichtkeit. In dieser Arbeit wird eine Visualisierung ausgewählt, die es trotz der Komplexität des Studienangebots einem Studierenden ermöglicht, auf eine intuitive Art und Weise sich einen Überblick über seinen bisherigen Stand im Studium zu verschaffen. Dieses Konzept wird daraufhin dazu benutzt, um einen Softwarebaustein bereitzustellen, der in einer Hochschule eingesetzt deren Dienstleistungsangebot erweitert und somit an der Steigerung der Attraktivität des Studiums beteiligt ist.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.EINLEITUNG11 1.1Einführung in das Themengebiet11 1.2In der Arbeit behandelte Fragestellungen13 1.2.1Analyse der Bologna-Vorgaben14 1.2.2Modellierung eines Bologna-konformen Studiengangs und eines Informationsvisualisierungmodells mit der MDA14 1.2.3Visualisierung des Studienfortschritts15 1.3Beschreibung des Demonstrators16 1.3.1Formalisierung eines Studiengangs16 1.3.2Selektion einer Visualisierungsmethode16 1.3.3Entwurf und Realisierung des Visualisierungsdienstes17 1.4Gliederung der Arbeit18 2.GRUNDLAGEN20 2.1Der Bologna-Prozess20 2.1.1Historie20 2.1.2Zyklen in der Hochschulbildung20 2.1.3European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS)21 2.1.4Modulare Studiumsstruktur22 2.1.5Umsetzung in Deutschland22 2.1.6Qualitätssicherung23 2.2Konstituierende Elemente eines modularen Studienganges25 2.2.1Prüfungsordnung25 2.2.2Modul27 2.2.3Modulhandbuch29 2.3Informationsvisualisierung35 2.3.1Einführung35 2.3.2Interpretation quantitativer Daten41 2.3.3Relevante Einflussfaktoren für eine Visualisierung44 2.3.4Interaktion mit Visualisierungen47 2.4Zusammenfassung48 3.STAND DER TECHNIK50 3.1Serviceorientierte Architektur50 3.1.1Merkmale einer serviceorientierten Architektur50 3.1.2Integration von Anwendungen53 3.1.3Präsentationsschicht einer serviceorientierten Architektur55 3.2Modellgetriebene Entwicklung56 3.2.1Modellierung in der MDD57 3.2.2Modellgetriebene Architektur58 3.3Modellgetriebene Visualisierung61 3.3.1Verknüpfung der modellgetriebenen Entwicklung mit der Informationsvisualisierung61 3.3.2Architektur der modellgetriebenen Visualisierung62 3.3.3Einsatz der modellgetriebenen Visualisierung63 3.4Informationsvisualisierung66 3.4.1Darstellen von hierarchischen Informationen66 3.4.2Treemap68 3.5Zusammenfassung70 4.Modellgetriebene Informationsvisualisierung71 4.1Anforderungen und Ziele71 4.1.1Anforderungen und Ziele für die Modellierung der Studiengangsstruktur73 4.1.2Anforderungen und Ziele für die Modellierung der Visualisierung eines Studienfortschritts74 4.2Vorgehensweise und angewandte Systematik75 4.3Konzipierte Metamodelle77 4.3.1Metamodell eines Studiengangs77 4.3.2Metamodell der Treemap89 4.4Modell-zu-Modell Transformation94 4.5Modell-zu-Text Transformation98 4.6Zusammenfassung100 5.Einsatz der modellgetriebenen Informationsvisualisierung am Fallbeispiel102 5.1Modellierung eines exemplarischen Studiengangs102 5.2Konstituierende Elemente des Studienfortschritts104 5.2.1Modulhierarchie104 5.2.2Modulabhängigkeiten105 5.2.3Leistungspunkte (ECTS)105 5.3Auswahl einer geeigneten Visualisierungsform für den Studienfortschritt106 5.3.1Evaluationskriterien106 5.3.2Evaluationsergebnis107 5.3.3Informationsvisualisierung mit einer Treemap107 5.4Transformation des modellierten Studiengangs auf das Treemap-Modell109 5.5Implementierung des Studiengangfortschritts auf einer serviceorientierten Architektur110 5.5.1Architektur110 5.5.2Visualisierung des Studienfortschritts auf der Präsentationsschicht112 5.6Zusammenfassung113 6.Zusammenfassung und Ausblick114 ANHÄNGE116Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.2, Modellgetriebene Entwicklung: Gemäß FR07 leisten Informationssysteme essentielle Dienste für eine Gesellschaft. Zusätzlich werden die vier wichtigsten Anforderungen an IT-Systeme herausgestellt: Heutige IT-Systeme interagieren in verteilten und eingebetteten Umgebungen auf unterschiedlichen Plattformen und kommunizieren über mannigfaltige Interaktionsparadigmen (z.B. SOAP-Nachrichten, Streaming von Medieninhalten). Weiterhin sollen sie sich dynamisch an ihre Ausführungsumgebungen anpassen und zuverlässig funktionieren. All diese Forderungen sowie die Fülle an Funktionalität, die heutige IT-Systeme bereitstellen müssen, bewirken eine enorme Steigerung der Komplexität der Software. Um diesen Anforderungen zu begegnen, werden Methoden, Technologien und Werkzeuge benutzt. Eine Form, die alle drei Konzepte benutzt, um den heutigen Anforderungen an Software gerecht zu werden, ist die modellgetriebene Entwicklung (engl. Model Driven (Software) Development, MDD). Die MDD versucht, durch den Einsatz von Werkzeugen und Methoden, unterschiedliche Probleme der Softwareentwicklung im großen Maßstab abzufedern bzw. zu lösen. Ein erklärtes Ziel der MDD ist die Bereitstellung von Technologien, die die Komplexität der speziellen Plattform, auf der die Software ausgeführt werden soll, für Softwareentwickler verringern. Hierbei wird der Begriff der Plattform auf verschiedene Softwarebibliotheken (z.B. für Persistenz, grafische Benutzeroberfläche, mathematische Funktionen), Computernetzwerke sowie Middleware bezogen. Ein weiteres Ziel ist das Verkleinern der Diskrepanz zwischen einem Problem und der Implementierung zur Lösung dieses Problems. Hierbei ist es insbesondere interessant, wie Modellierungstechniken dazu beitragen können, die Kluft zwischen der Domäne des Problems und der Domäne der Softwareimplementierung (engl. Problem-Implementation Gap) zu schließen. Diese Diskrepanz entsteht vor allem dadurch, dass in der konventionellen Softwareentwicklung Softwarelösungen auf einem geringeren Abstraktionsniveau formuliert (implementiert) werden als die Formulierung des Problems. Dadurch entsteht die in FR07 als Problem-Implementierung-Diskrepanz bezeichnete Problemstellung. Mit der Hebung des Abstraktionsniveaus wird eine signifikante Steigerung der Qualität und Produktivität erwartet. Ergänzend zur Verbesserung der Entwicklung von Software, verfolgt die MDD das Ziel, die Wartung und Pflege von Software zu verbessern. Ein relevanter Baustein für dieses Ziel ist die Beherrschung von Aspekten, die nicht einfach modularisiert werden können. Diese werden zumeist als Querschnittsbelange (engl. Cross-Cutting-Concerns) bezeichnet. Unter Querschnittsbelange fallen Aspekte wie Sicherheit, Fehlerbehandlung, Protokollierung und Synchronisation. Die MDD bietet Vorschläge an, um diese Querschnittsbelange, die sowohl für Redundanzen verantwortlich sind als auch insgesamt die Verwaltung von Änderungen behindern, weil sie in unterschiedlichen Stellen der Software lokalisiert sind, zu adressieren. Speziell die Fragestellung, wie die MDD dabei helfen kann, verschiedene Aspekte zu handhaben, ist noch nicht vollständig beantwortet und ist somit noch aktueller Stand der Forschung. E, Diplomica Verlag

 Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Modellgetriebene Informationsvisualisierung Auf Basis Einer Service - Andreas Schmidt
(*)
Andreas Schmidt:
Modellgetriebene Informationsvisualisierung Auf Basis Einer Service - neues Buch

ISBN: 9783836613040

ID: 9783836613040

Inhaltsangabe:Einleitung: Im Zuge der Globalisierung und des Wandels der modernen Volkswirtschaften zu Wissens- und Informationsgesellschaften spielt die Bildung eine immense Rolle. Die Herausforderung, Bildung im staatenübergreifenden Maßstab zu fördern, wird in Europa stark vorangetrieben. Die am 19. Juni 1999 in Bologna unterzeichnete Deklaration von 29 Vertretern europäischer Länder hat zum Ziel, einen gemeinsamen Hochschulrahmen in Europa zu schaffen. Es wird in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung der beteiligten Länder eine Konvergenz der Hochschulsysteme durch Reformen der landeseigenen Bildungsstrukturen angestrebt. Dieses Vorhaben hat nicht die Vereinheitlichung oder Standardisierung des Hochschulrahmens zum Ziel, sondern berücksichtigt die wertvolle Diversität der Länder und erhält deren Autonomie im Bildungsbereich weiterhin. Vielmehr soll eine Harmonisierung der Bildungsstrukturen erfolgen. Diese Harmonisierung wird von den Zielen der Bologna-Deklaration getragen und gemeinhin als ¿Bologna-Prozess¿ bezeichnet. Die Ziele des Bologna-Prozesses reichen von der Vergleichbarkeit der Hochschulabschlüsse, über gestufte Studiengänge, ein Punktesystem zur Verbesserung der Mobilität, hin zu einem europaweiten Qualitätssicherungssystem. Ein Auszug der Ziele ist in Information 1 abgebildet. Aus den vorgegebenen Zielen leiten die beteiligten Länder bildungspolitische Maßnahmen ab und koordinieren das Vorgehen untereinander. So soll beispielsweise ein einheitliches Verständnis über den Aufbau eines Studiengangs dafür Sorge tragen, dass durch hochschul- und länderspezifische Vorgaben die Weiterführung eines Studiums im Ausland nicht unnötig erschwert wird. Doch auch jenseits der politischen Vorgaben sind die Hochschulen dazu angehalten, sich als Akteure der Reform zu verstehen und die Chancen zur eigenen Profilschärfung und zum Aufbau eines internationalen Netzwerkes zu nutzen. Diese verstärkte Profilbildung und die Umsetzung politischer Vorgaben führen zu neuen organisatorischen Anforderungen an den Hochschulen. Einerseits ändern sich die zu verwaltenden Daten, wie zum Beispiel die Einführung von einheitlichen Abschlüssen. Anderseits müssen die Geschäftsprozesse der Hochschulen an die Vorgaben angepasst werden. Die Unterstützung der Geschäftsprozesse erfolgt durch entsprechende Informationstechnologie (IT). Die IT-Systeme setzen sich dabei aus der Hard- und Softwareebene zusammen, wobei die Geschäftprozesse heutzutage hauptsächlich auf der Softwareebene abgebildet werden. Die dazu verwendete Anwendungssoftware wurde entweder von den Hochschulen selbst entwickelt oder von externen Dienstleistern eingekauft. Unabhängig davon, für welche Strategie sich die Hochschulen entschieden haben, wurden Ressourcen gebunden. Um die neuen Anforderungen, die durch den Bologna-Prozess entstehen, systemtechnisch unterstützen zu können, muss die vorhandene Anwendungssoftware entweder angepasst oder neu entwickelt werden. Durch die Bindung von Ressourcen der bereits vorhandenen IT-Systeme ist eine ökonomische Lösung wünschenswert [BB+06]. Eine logische Strukturierung der IT-Systeme erfolgt durch eine Architektur. Als eine vielversprechende Architektur hat sich die serviceorientierte Architektur (SOA) hervorgetan, mit der der Fokus von technischen Details auf die organisatorische Ebene verlagert wird. Mithilfe der serviceorientierten Architektur von Softwaresystemen ist es möglich, neue Funktionalität bereitzustellen und in die vorhandene IT-Systeme zu integrieren. Gleichzeitig ist dies eine Investition in die Zukunft, weil die serviceorientierte Architektur auf offenen Standards basiert und dadurch nicht nur eine Weiterentwicklung der Systeme vereinfacht, sondern auch eine flexible Zusammenschaltung der bereitgestellten Dienste (engl. Services) ermöglicht. Im Zuge dieser Arbeit wird eine konkrete SOA-Architektur für einen zusätzlichen Dienst entworfen, um diesen mit einem aktuellen Entwicklungskonzept als einen Baustein auf der serviceorientierten Architektur zu generieren. Bei diesem Entwicklungskonzept handelt es sich um den Ansatz der modellgetriebenen Entwicklung (engl. Model Driven (Software) Development, kurz MD(S)D). Auch wenn Modellierung bereits einen hohen Stellenwert in der konventionellen Softwareentwicklung eingenommen hat, geht der Ansatz der MDD über eine informelle Modellierung hinaus und versucht, einen Mehrwert an Produktivität und Qualität durch eine präzisere Spezifikation von Modellen zu generieren. Modelle sind in diesem Fall Abstraktionen eines Systems und der Umgebung, die letztlich auf Software abgebildet werden. In wird Quellcode auch als ein Modell bezeichnet, weil er die Lösung für ein Problem auf dem Abstraktionsniveau einer Programmiersprache darstellt. Mit der MDD wird dieses Abstraktionsniveau auf die Ebene der Problemanalyse einer Domäne angehoben. Dadurch können Modelle nicht nur zur Dokumentation einer Anwendungssoftware verwendet werden, sondern für die konkrete Generierung von Softwareartefakten eingesetzt werden [PM06]. Die modellgetriebene Entwicklung wurde von einem Industriekonsortium namensObject Management Group (OMG) durch die Spezifikation beteiligter Sprachen und Technologien ausgeprägt. Der Ansatz der OMG wird als modellgetriebene Architektur (engl. Model Driven Architecture, kurz MDA) bezeichnet. Die Erfahrungen mit der MDA sind kontinuierlich gewachsen. Diese Arbeit soll ein weiteres Stück zu diesem Erfahrungsgewinn beitragen, indem untersucht wird, wie sich die MDA für die Informationsvisualisierung zur Darstellung komplexer Sachverhalte einsetzen lässt. Hierzu wird die Bereitstellung eines Dienstes auf einer serviceorientierten Architektur angestrebt. Dieser Dienst wird durch den Wunsch motiviert, Studierenden ein Leistungsangebot jenseits der Lehre bereitzustellen, um sie beim Studium zu unterstützen. Die Ziele der Bologna-Deklaration umfassen unter anderem Instrumente zur Steigerung der Qualität des Studiums. Gleichermaßen werden zur Förderung der Transparenz hinsichtlich der Dokumentation des Studiengangs, des Studienverlaufs und der Prüfungen [HRK-BR2] sowie zur Erhöhung der (internationalen) Mobilität der Studierenden durch eine standardisierte Datenabschrift der erzielten Leistungen (engl. Transcript of Records) weitere Instrumente bereitgestellt. Diese Maßnahmen führen nicht nur dazu, dass Mobilitätsschranken aufgehoben werden, sondern dass die Hochschulen in ihrem Studienangebot und ihrer Organisation transparenter werden. Eine einfachere Vergleichbarkeit der Hochschulen führt zu einem stärkeren Wettbewerb untereinander. Dieser Trend wird sich weiterhin verstärken, womit die Hochschulen in einen Qualitätswettbewerb um die besten Studierenden treten. Umso wichtiger ist es für die Hochschulen, ihre Attraktivität über die Lehre hinaus zu steigern. Dies ermöglicht eine weitere Differenzierung im internationalen Wettbewerb. Ein reichhaltiges Dienstleistungsangebot der Hochschulen kann dabei vielerlei Aspekte beinhalten. Diese umfassen beispielsweise die Studierendenverwaltung, die akademische Beratung und die den Studierenden zur Verfügung gestellte Infrastruktur. Ein weiterer Punkt hoher Relevanz ist die Unterstützung des Studierenden während seines Studiums durch ein bedarfsgerechtes Informationsangebot zu seinem Studium. Ein Mittel, sich über seinen bisherigen Studienverlauf zu informieren, bietet eine wichtige Basis für die Planung des Studiums. Besonders an Universitäten wird den Studierenden durch Wahlmöglichkeiten innerhalb ihres Studiengangs die Ausprägung eines individuellen Profils ermöglicht. Eine hohe Auswahl führt zu einer Erhöhung der Komplexität einer visuellen Darstellung und mindert damit die Übersichtlichtkeit. In dieser Arbeit wird eine Visualisierung ausgewählt, die es trotz der Komplexität des Studienangebots einem Studierenden ermöglicht, auf eine intuitive Art und Weise sich einen Überblick über seinen bisherigen Stand im Studium zu verschaffen. Dieses Konzept wird daraufhin dazu benutzt, um einen Softwarebaustein bereitzustellen, der in einer Hochschule eingesetzt deren Dienstleistungsangebot erweitert und somit an der Steigerung der Attraktivität des Studiums beteiligt ist.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.EINLEITUNG11 1.1Einführung in das Themengebiet11 1.2In der Arbeit behandelte Fragestellungen13 1.2.1Analyse der Bologna-Vorgaben14 1.2.2Modellierung eines Bologna-konformen Studiengangs und eines Informationsvisualisierungmodells mit der MDA14 1.2.3Visualisierung des Studienfortschritts15 1.3Beschreibung des Demonstrators16 1.3.1Formalisierung eines Studiengangs16 1.3.2Selektion einer Visualisierungsmethode16 1.3.3Entwurf und Realisierung des Visualisierungsdienstes17 1.4Gliederung der Arbeit18 2.GRUNDLAGEN20 2.1Der Bologna-Prozess20 2.1.1Historie20 2.1.2Zyklen in der Hochschulbildung20 2.1.3European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS)21 2.1.4Modulare Studiumsstruktur22 2.1.5Umsetzung in Deutschland22 2.1.6Qualitätssicherung23 2.2Konstituierende Elemente eines modularen Studienganges25 2.2.1Prüfungsordnung25 2.2.2Modul27 2.2.3Modulhandbuch29 2.3Informationsvisualisierung35 2.3.1Einführung35 2.3.2Interpretation quantitativer Daten41 2.3.3Relevante Einflussfaktoren für eine Visualisierung44 2.3.4Interaktion mit Visualisierungen47 2.4Zusammenfassung48 3.STAND DER TECHNIK50 3.1Serviceorientierte Architektur50 3.1.1Merkmale einer serviceorientierten Architektur50 3.1.2Integration von Anwendungen53 3.1.3Präsentationsschicht einer serviceorientierten Architektur55 3.2Modellgetriebene Entwicklung56 3.2.1Modellierung in der MDD57 3.2.2Modellgetriebene Architektur58 3.3Modellgetriebene Visualisierung61 3.3.1Verknüpfung der modellgetriebenen Entwicklung mit der Informationsvisualisierung61 3.3.2Architektur der modellgetriebenen Visualisierung62 3.3.3Einsatz der modellgetriebenen Visualisierung63 3.4Informationsvisualisierung66 3.4.1Darstellen von hierarchischen Informationen66 3.4.2Treemap68 3.5Zusammenfassung70 4.Modellgetriebene Informationsvisualisierung71 4.1Anforderungen und Ziele71 4.1.1Anforderungen und Ziele für die Modellierung der Studiengangsstruktur73 4.1.2Anforderungen und Ziele für die Modellierung der Visualisierung eines Studienfortschritts74 4.2Vorgehensweise und angewandte Systematik75 4.3Konzipierte Metamodelle77 4.3.1Metamodell eines Studiengangs77 4.3.2Metamodell der Treemap89 4.4Modell-zu-Modell Transformation94 4.5Modell-zu-Text Transformation98 4.6Zusammenfassung100 5.Einsatz der modellgetriebenen Informationsvisualisierung am Fallbeispiel102 5.1Modellierung eines exemplarischen Studiengangs102 5.2Konstituierende Elemente des Studienfortschritts104 5.2.1Modulhierarchie104 5.2.2Modulabhängigkeiten105 5.2.3Leistungspunkte (ECTS)105 5.3Auswahl einer geeigneten Visualisierungsform für den Studienfortschritt106 5.3.1Evaluationskriterien106 5.3.2Evaluationsergebnis107 5.3.3Informationsvisualisierung mit einer Treemap107 5.4Transformation des modellierten Studiengangs auf das Treemap-Modell109 5.5Implementierung des Studiengangfortschritts auf einer serviceorientierten Architektur110 5.5.1Architektur110 5.5.2Visualisierung des Studienfortschritts auf der Präsentationsschicht112 5.6Zusammenfassung113 6.Zusammenfassung und Ausblick114 ANHÄNGE116Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.2, Modellgetriebene Entwicklung: Gemäß FR07 leisten Informationssysteme essentielle Dienste für eine Gesellschaft. Zusätzlich werden die vier wichtigsten Anforderungen an IT-Systeme herausgestellt: Heutige IT-Systeme interagieren in verteilten und eingebetteten Umgebungen auf unterschiedlichen Plattformen und kommunizieren über mannigfaltige Interaktionsparadigmen (z.B. SOAP-Nachrichten, Streaming von Medieninhalten). Weiterhin sollen sie sich dynamisch an ihre Ausführungsumgebungen anpassen und zuverlässig funktionieren. All diese Forderungen sowie die Fülle an Funktionalität, die heutige IT-Systeme bereitstellen müssen, bewirken eine enorme Steigerung der Komplexität der Software. Um diesen Anforderungen zu begegnen, werden Methoden, Technologien und Werkzeuge benutzt. Eine Form, die alle drei Konzepte benutzt, um den heutigen Anforderungen an Software gerecht zu werden, ist die modellgetriebene Entwicklung (engl. Model Driven (Software) Development, MDD). Die MDD versucht, durch den Einsatz von Werkzeugen und Methoden, unterschiedliche Probleme der Softwareentwicklung im großen Maßstab abzufedern bzw. zu lösen. Ein erklärtes Ziel der MDD ist die Bereitstellung von Technologien, die die Komplexität der speziellen Plattform, auf der die Software ausgeführt werden soll, für Softwareentwickler verringern. Hierbei wird der Begriff der Plattform auf verschiedene Softwarebibliotheken (z.B. für Persistenz, grafische Benutzeroberfläche, mathematische Funktionen), Computernetzwerke sowie Middleware bezogen. Ein weiteres Ziel ist das Verkleinern der Diskrepanz zwischen einem Problem und der Implementierung zur Lösung dieses Problems. Hierbei ist es insbesondere interessant, wie Modellierungstechniken dazu beitragen können, die Kluft zwischen der Domäne des Problems und der Domäne der Softwareimplementierung (engl. Problem-Implementation Gap) zu schließen. Diese Diskrepanz entsteht vor allem dadurch, dass in der konventionellen Softwareentwicklung Softwarelösungen auf einem geringeren Abstraktionsniveau formuliert (implementiert) werden als die Formulierung des Problems. Dadurch entsteht die in FR07 als Problem-Implementierung-Diskrepanz bezeichnete Problemstellung. Mit der Hebung des Abstraktionsniveaus wird eine signifikante Steigerung der Qualität und Produktivität erwartet. Ergänzend zur Verbesserung der Entwicklung von Software, verfolgt die MDD das Ziel, die Wartung und Pflege von Software zu verbessern. Ein relevanter Baustein für dieses Ziel ist die Beherrschung von Aspekten, die nicht einfach modularisiert werden können. Diese werden zumeist als Querschnittsbelange (engl. Cross-Cutting-Concerns) bezeichnet. Unter Querschnittsbelange fallen Aspekte wie Sicherheit, Fehlerbehandlung, Protokollierung und Synchronisation. Die MDD bietet Vorschläge an, um diese Querschnittsbelange, die sowohl für Redundanzen verantwortlich sind als auch insgesamt die Verwaltung von Änderungen behindern, weil sie in unterschiedlichen Stellen der Software lokalisiert sind, zu adressieren. Speziell die Fragestellung, wie die MDD dabei helfen kann, verschiedene Aspekte zu handhaben, ist noch nicht vollständig beantwortet und ist somit noch aktueller Stand d, Diplomica Verlag

 Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Sofort lieferbar, Lieferung nach DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - Schmidt,  Andreas
(*)
Schmidt, Andreas:
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - neues Buch

ISBN: 9783836613040

ID: 9783836613040

1. Auflage, 1. Auflage, [KW: PDF ,INFORMATIK,SOFTWAREENTWICKLUNG ,COMPUTERS , GENERAL ,INFORMATIK ,NATURWISSENSCHAFTEN MEDIZIN INFORMATIK TECHNIK , INFORMATIK EDV , INFORMATIK ,MODELLGETRIEBENE ENTWICKLUNG INFORMATIONSVISUALISIERUNG TREEMAP BOLOGNA PROZESS ARCHITEKTUR] <-> <-> PDF ,INFORMATIK,SOFTWAREENTWICKLUNG ,COMPUTERS , GENERAL ,INFORMATIK ,NATURWISSENSCHAFTEN MEDIZIN INFORMATIK TECHNIK , INFORMATIK EDV , INFORMATIK ,MODELLGETRIEBENE ENTWICKLUNG INFORMATIONSVISUALISIERUNG TREEMAP BOLOGNA PROZESS ARCHITEKTUR

eBook.de
Sofort lieferbar (Download), E-Book zum Download Versandkosten: EUR 0.00
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - Andreas Schmidt
(*)
Andreas Schmidt:
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - neues Buch

ISBN: 9783836613040

ID: 1015404

Inhaltsangabe:Einleitung:System.String[]System.String[]System.String[]System.String[]

 Ciando.de
ciando.de
http://www.ciando.com/img/books/3836613042_k.jpg, E-Book zum Download Versandkosten:Versandkostenfrei innerhalb der BRD (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - Andreas Schmidt
(*)
Andreas Schmidt:
Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur - Erstausgabe

2008, ISBN: 9783836613040

ID: 28234407

[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

 lehmanns.de
Versandkosten:Download sofort lieferbar, , Versandkostenfrei innerhalb der BRD (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.

Details zum Buch

Detailangaben zum Buch - Modellgetriebene Informationsvisualisierung auf Basis einer serviceorientierten Architektur


EAN (ISBN-13): 9783836613040
Erscheinungsjahr: 2008

Buch in der Datenbank seit 2009-09-24T20:51:41+02:00 (Berlin)
Detailseite zuletzt geändert am 2014-06-17T19:31:57+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 9783836613040

ISBN - alternative Schreibweisen:
978-3-8366-1304-0


< zum Archiv...