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Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C - Florian Saekel
(*)
Florian Saekel:
Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C - neues Buch

2010, ISBN: 9783836607148

ID: 9783836607148

Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten haben. Nachdem viele Unternehmen in den letzten Jahren durch inländische Restrukturierungen (z.B. Konzentration auf Kernkompetenzen, Arbeitszeitverlängerung) ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen konnten, sind weitere Strukturverbesserungen überwiegend von verstärkten Auslandsengagements (global sourcing, global value chain) oder internationalen Unternehmensverflechtungen zu erwarten. Großunternehmen bevorzugen dazu häufig Direktinvestitionen auf den Wachstumsmärkten der Zukunft, z.B. Osteuropa, Russland, Indien oder in der Volksrepublik China. China vereinigt aufgrund seiner konstant hohen Wachstumsraten, seiner Marktgröße, und seiner billigen und lernbereiten Arbeitskräfte die meisten Zuflüsse an Foreign Direct Investment (FDI) (2006: rd. 70 Mrd. US$) aller Schwellenländer auf sich. Wie der SVR ausführt, sichern diese Unternehmen durch Wachstum im Ausland auch ihre Wettbewerbsfähigkeit im Inland.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisIII TabellenverzeichnisIV AbkürzungsverzeichnisV A.Einführung1 I.Problemstellung1 II.Theoretischer Hintergrund und Ausgangsüberlegungen4 B.China als größter dynamischer Wachstumsmarkt der Welt7 I.Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und ökonomische Entwicklung seit 19787 II.Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums10 C.Investitionsrisiken in China14 I.Rechts-, Informations- und Planungsunsicherheit14 II.Harter Konkurrenzkampf und schnelle Marktänderungen15 III.Kulturelle Besonderheiten16 IV.Inputpreise18 D.Deutsche Direktinvestitionen in China20 I.Ausmaß und Anteil mittelständischer Mutterunternehmen20 II.Sektorale und regionale Schwerpunkte25 III.Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen von Mittelständlern27 IV.Rechts- und Ansiedlungsformen für Direktinvestitionen30 V.Zukünftige Trends deutscher Direktinvestitionen33 E.Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in China37 I.Datenprobleme und Definitionen37 II.Empirische Befunde für Groß- und mittelständische Unternehmen38 1.Chinesische Quellen38 2.Deutsche und deutschsprachige Quellen40 3.Internationale Quellen43 III.Gesamtunternehmerische Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit45 F.Einflussfaktoren für erfolgreiche Direktinvestitionen48 I.Strategische Aspekte48 II.Operative Aspekte50 G.Zusammenfassende Schlussfolgerungen52 Literaturliste55 H.Anhang: Informationsquellen72Textprobe:Textprobe: Kapitel 2., Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums: Die Zukunft des chinesischen Marktes ist u.a. davon abhängig, ob und in welchem Umfang die Triebkräfte des Wachstums auch weiterhin wirken und ob das soziale und politische Umfeld stabil bleiben. Unterschiedliche Szenarios sind hierbei denkbar. Nach einer pessimistischen Betrachtung ist der Aufstieg Chinas vor allem der Tatsache zu verdanken, dass ineffiziente Wirtschaftszweige durch ein System von weitgehend insolventen chinesischen Banken gedeckt werden. Mit diesen undurchsichtigen Bankpraktiken geht eine kontinuierlich zunehmende Degenerierung des wirtschaftlichen (z.B. Korruption), sozialen (z.B. steigende Einkommensdisparitäten), ökologischen (z.B. Wasserverseuchung) und politischen Umfeldes einher. Die dadurch entstehenden Krisen führen den Boom in China zu einem abrupten Ende. Vertreter einer gemäßigten Sicht erwarten eine Verlangsamung des Wachstums in China, denn Arbeitskräfte aus der Landwirtschaftlich können nicht problemlos in den sekundären und tertiären Sektor übernommen werden. Zum anderen wird sich die Qualität der Arbeitskräfte insgesamt nur langsam verbessern. Die fortschreitende Erosion der familiären Unterstützung für Bedürftige führt dazu, dass die Regierung im Gegenzug stabile soziale Sicherungssysteme schaffen muss. Dafür sind höhere Steuern und steigende finanzielle Defizite notwendig. Sowohl bei staatlichen Unternehmen als auch beim Bankensektor werden Reformen durchgeführt, die sich nur teilweise als effektiv herausstellen werden. Parallel dazu wird sich die Sparneigung der Bevölkerung verschlechtern. Eine ungebrochene Fortsetzung des Booms der chinesischen Volkswirtschaft beruht auf den Annahmen, dass das weltwirtschaftliche Umfeld stabil bleiben wird. Zudem wird sich auf den Weltmärkten die Integration Chinas verstärken. Die totale Faktorproduktivität wird weiterhin pro Jahr um 2,5% bis 3% steigen, und der Transfer von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft in den industriellen bzw. Dienstleistungssektor wird sich beschleunigen. Insgesamt wird China seine Politik der offenen Tür fortsetzen und Reformen zügig vorantreiben. Unter diesen Voraussetzungen würde China bis 2020 um durchschnittlich 6% p.a. wachsen, und im Jahr 2040 die USA als größte Volkswirtschaft ablösen. Ein radikaler Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft wird von Wirtschaftsforschern überwiegend als unwahrscheinlich angesehen. Sie gehen eher davon aus, dass das Wachstum in China aufgrund der gegebenen Bedingungen noch längere Zeit hoch bleiben wird. Die oben genannten Nachteile des Wachstums, lassen nach Chee einen ungestörten Boom als unrealistisch erscheinen. Er geht daher von einem kontinuierlichen Wachstum aus, das durch das Platzen kleinerer Blasen in ineffizienten Wirtschaftszweigen eher noch angespornt wird. Auf Basis der Eigenheiten des chinesischen Marktes, der bisherigen Entwicklung Chinas und der Pläne der Zentralregierung, die zeigen, dass die großen Probleme der Zukunft erkannt wurden, ist davon auszugehen, dass die zukünftige Entwicklung auch weiterhin etappenweise vorangetrieben wird. Eine absolute Öffnung Chinas in einem kurzen Zeitraum dürfte daher nicht erfolgen. Bei vorsichtiger Prognose für den Zeitraum 2006-2020 verzeichnet China auf Basis von Formel-G ein durchschnittliches Wachstum des BIP von insgesamt 5,2%. Damit liegt es unter der ¿Risikomarke¿. Dies ist ein Hinweis darauf, dass China bis 2020 die Abschwächung regionaler Disparitäten in Bezug auf die soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung zunehmend schwer fallen könnte. Dieses Wachstum, das sich vorwiegend auf die städtischen Regionen bezieht, verändert auch die Gesellschaftsstruktur. Lassen sich gegenwärtig auf Basis des Pro-Kopf-Einkommens rd. 50 Mio. Personen zur chinesischen Mittelschicht rechnen, so könnte diese Zahl bis 2010 unter der Annahme ähnlicher Wachstumsraten wie in der Vergangenheit auf schätzungsweise 170 Mio. anwachsen und im Jahre 2020 mehr als 500 Mio. Angehörige zählen. Trinh schätzt die gegenwärtige kaufkräftige Mittelschicht bereits auf rd. 240 bis 290 Mio. Personen. Das Preisniveau in China ist bedingt durch niedrige Steuern und Kapitalkosten sowie geringe Löhne relativ niedrig. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass trotz kontinuierlich zunehmendem Wohlstand die Binnennachfrage im privaten Konsumbereich noch nicht nachhaltig stimuliert wird. Nach Wong beträgt der Anteil der Konsumausgaben am BIP in der Mehrzahl der Länder mehr als 70%. In China ist der Anteil der Konsumausgaben im Jahre 2005 mit rd. 45% deutlich geringer, wobei trotz des hohen Einkommensgefälles zwischen Stadt und Land seit 2002 der ländliche Konsum stetig zunahm. Hinzu kommen eine im weltweiten Vergleich hohe Rate der Kapitalbildung (2004: 44%) und eine seit den 90er Jahren von rd. 25% des BIP auf 39% gestiegene Investitionsquote im Jahr 2005. Dies sind Belege dafür, dass die Investitionsquote neben der im Zuge des WTO-Beitritts erfolgten Handelsöffnung einer der großen Träger des Wachstums ist. Wong folgert daraus, dass das chinesische Wachstum, um langfristig nachhaltig zu sein, in der Zukunft eine weitere Steigerung des Konsums erfordert. Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C: Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten haben. Nachdem viele Unternehmen in den letzten Jahren durch inländische Restrukturierungen (z.B. Konzentration auf Kernkompetenzen, Arbeitszeitverlängerung) ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen konn, Diplomica Verlag

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Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C - Florian Saekel
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Florian Saekel:
Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C - neues Buch

2040, ISBN: 9783836607148

ID: 9783836607148

Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten haben. Nachdem viele Unternehmen in den letzten Jahren durch inländische Restrukturierungen (z.B. Konzentration auf Kernkompetenzen, Arbeitszeitverlängerung) ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen konnten, sind weitere Strukturverbesserungen überwiegend von verstärkten Auslandsengagements (global sourcing, global value chain) oder internationalen Unternehmensverflechtungen zu erwarten. Großunternehmen bevorzugen dazu häufig Direktinvestitionen auf den Wachstumsmärkten der Zukunft, z.B. Osteuropa, Russland, Indien oder in der Volksrepublik China. China vereinigt aufgrund seiner konstant hohen Wachstumsraten, seiner Marktgröße, und seiner billigen und lernbereiten Arbeitskräfte die meisten Zuflüsse an Foreign Direct Investment (FDI) (2006: rd. 70 Mrd. US$) aller Schwellenländer auf sich. Wie der SVR ausführt, sichern diese Unternehmen durch Wachstum im Ausland auch ihre Wettbewerbsfähigkeit im Inland.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisIII TabellenverzeichnisIV AbkürzungsverzeichnisV A.Einführung1 I.Problemstellung1 II.Theoretischer Hintergrund und Ausgangsüberlegungen4 B.China als größter dynamischer Wachstumsmarkt der Welt7 I.Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und ökonomische Entwicklung seit 19787 II.Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums10 C.Investitionsrisiken in China14 I.Rechts-, Informations- und Planungsunsicherheit14 II.Harter Konkurrenzkampf und schnelle Marktänderungen15 III.Kulturelle Besonderheiten16 IV.Inputpreise18 D.Deutsche Direktinvestitionen in China20 I.Ausmaß und Anteil mittelständischer Mutterunternehmen20 II.Sektorale und regionale Schwerpunkte25 III.Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen von Mittelständlern27 IV.Rechts- und Ansiedlungsformen für Direktinvestitionen30 V.Zukünftige Trends deutscher Direktinvestitionen33 E.Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in China37 I.Datenprobleme und Definitionen37 II.Empirische Befunde für Groß- und mittelständische Unternehmen38 1.Chinesische Quellen38 2.Deutsche und deutschsprachige Quellen40 3.Internationale Quellen43 III.Gesamtunternehmerische Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit45 F.Einflussfaktoren für erfolgreiche Direktinvestitionen48 I.Strategische Aspekte48 II.Operative Aspekte50 G.Zusammenfassende Schlussfolgerungen52 Literaturliste55 H.Anhang: Informationsquellen72Textprobe:Textprobe: Kapitel 2., Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums: Die Zukunft des chinesischen Marktes ist u.a. davon abhängig, ob und in welchem Umfang die Triebkräfte des Wachstums auch weiterhin wirken und ob das soziale und politische Umfeld stabil bleiben. Unterschiedliche Szenarios sind hierbei denkbar. Nach einer pessimistischen Betrachtung ist der Aufstieg Chinas vor allem der Tatsache zu verdanken, dass ineffiziente Wirtschaftszweige durch ein System von weitgehend insolventen chinesischen Banken gedeckt werden. Mit diesen undurchsichtigen Bankpraktiken geht eine kontinuierlich zunehmende Degenerierung des wirtschaftlichen (z.B. Korruption), sozialen (z.B. steigende Einkommensdisparitäten), ökologischen (z.B. Wasserverseuchung) und politischen Umfeldes einher. Die dadurch entstehenden Krisen führen den Boom in China zu einem abrupten Ende. Vertreter einer gemäßigten Sicht erwarten eine Verlangsamung des Wachstums in China, denn Arbeitskräfte aus der Landwirtschaftlich können nicht problemlos in den sekundären und tertiären Sektor übernommen werden. Zum anderen wird sich die Qualität der Arbeitskräfte insgesamt nur langsam verbessern. Die fortschreitende Erosion der familiären Unterstützung für Bedürftige führt dazu, dass die Regierung im Gegenzug stabile soziale Sicherungssysteme schaffen muss. Dafür sind höhere Steuern und steigende finanzielle Defizite notwendig. Sowohl bei staatlichen Unternehmen als auch beim Bankensektor werden Reformen durchgeführt, die sich nur teilweise als effektiv herausstellen werden. Parallel dazu wird sich die Sparneigung der Bevölkerung verschlechtern. Eine ungebrochene Fortsetzung des Booms der chinesischen Volkswirtschaft beruht auf den Annahmen, dass das weltwirtschaftliche Umfeld stabil bleiben wird. Zudem wird sich auf den Weltmärkten die Integration Chinas verstärken. Die totale Faktorproduktivität wird weiterhin pro Jahr um 2,5% bis 3% steigen, und der Transfer von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft in den industriellen bzw. Dienstleistungssektor wird sich beschleunigen. Insgesamt wird China seine Politik der offenen Tür fortsetzen und Reformen zügig vorantreiben. Unter diesen Voraussetzungen würde China bis 2020 um durchschnittlich 6% p.a. wachsen, und im Jahr 2040 die USA als größte Volkswirtschaft ablösen. Ein radikaler Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft wird von Wirtschaftsforschern überwiegend als unwahrscheinlich angesehen. Sie gehen eher davon aus, dass das Wachstum in China aufgrund der gegebenen Bedingungen noch längere Zeit hoch bleiben wird. Die oben genannten Nachteile des Wachstums, lassen nach Chee einen ungestörten Boom als unrealistisch erscheinen. Er geht daher von einem kontinuierlichen Wachstum aus, das durch das Platzen kleinerer Blasen in ineffizienten Wirtschaftszweigen eher noch angespornt wird. Auf Basis der Eigenheiten des chinesischen Marktes, der bisherigen Entwicklung Chinas und der Pläne der Zentralregierung, die zeigen, dass die großen Probleme der Zukunft erkannt wurden, ist davon auszugehen, dass die zukünftige Entwicklung auch weiterhin etappenweise vorangetrieben wird. Eine absolute Öffnung Chinas in einem kurzen Zeitraum dürfte daher nicht erfolgen. Bei vorsichtiger Prognose für den Zeitraum 2006-2020 verzeichnet China auf Basis von Formel-G ein durchschnittliches Wachstum des BIP von insgesamt 5,2%. Damit liegt es unter der ¿Risikomarke¿. Dies ist ein Hinweis darauf, dass China bis 2020 die Abschwächung regionaler Disparitäten in Bezug auf die soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung zunehmend schwer fallen könnte. Dieses Wachstum, das sich vorwiegend auf die städtischen Regionen bezieht, verändert auch die Gesellschaftsstruktur. Lassen sich gegenwärtig auf Basis des Pro-Kopf-Einkommens rd. 50 Mio. Personen zur chinesischen Mittelschicht rechnen, so könnte diese Zahl bis 2010 unter der Annahme ähnlicher Wachstumsraten wie in der Vergangenheit auf schätzungsweise 170 Mio. anwachsen und im Jahre 2020 mehr als 500 Mio. Angehörige zählen. Trinh schätzt die gegenwärtige kaufkräftige Mittelschicht bereits auf rd. 240 bis 290 Mio. Personen. Das Preisniveau in China ist bedingt durch niedrige Steuern und Kapitalkosten sowie geringe Löhne relativ niedrig. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass trotz kontinuierlich zunehmendem Wohlstand die Binnennachfrage im privaten Konsumbereich noch nicht nachhaltig stimuliert wird. Nach Wong beträgt der Anteil der Konsumausgaben am BIP in der Mehrzahl der Länder mehr als 70%. In China ist der Anteil der Konsumausgaben im Jahre 2005 mit rd. 45% deutlich geringer, wobei trotz des hohen Einkommensgefälles zwischen Stadt und Land seit 2002 der ländliche Konsum stetig zunahm. Hinzu kommen eine im weltweiten Vergleich hohe Rate der Kapitalbildung (2004: 44%) und eine seit den 90er Jahren von rd. 25% des BIP auf 39% gestiegene Investitionsquote im Jahr 2005. Dies sind Belege dafür, dass die Investitionsquote neben der im Zuge des WTO-Beitritts erfolgten Handelsöffnung einer der großen Träger des Wachstums ist. Wong folgert daraus, dass das chinesische Wachstum, um langfristig nachhaltig zu sein, in der Zukunft eine weitere Steigerung des Konsums erfordert. Profitabilität Deutscher Direktinvestitionen In Der Volksrepublik C: Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten haben. Nachdem viele Unternehmen in den letzten Jahren durch inländische Restrukturierungen (z.B. 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(*)
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2010, ISBN: 9783836607148

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Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten haben. Nachdem viele Unternehmen in den letzten Jahren durch inländische Restrukturierungen (z.B. Konzentration auf Kernkompetenzen, Arbeitszeitverlängerung) ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen konnten, sind weitere Strukturverbesserungen überwiegend von verstärkten Auslandsengagements (global sourcing, global value chain) oder internationalen Unternehmensverflechtungen zu erwarten. Großunternehmen bevorzugen dazu häufig Direktinvestitionen auf den Wachstumsmärkten der Zukunft, z.B. Osteuropa, Russland, Indien oder in der Volksrepublik China. China vereinigt aufgrund seiner konstant hohen Wachstumsraten, seiner Marktgröße, und seiner billigen und lernbereiten Arbeitskräfte die meisten Zuflüsse an Foreign Direct Investment (FDI) (2006: rd. 70 Mrd. US$) aller Schwellenländer auf sich. Wie der SVR ausführt, sichern diese Unternehmen durch Wachstum im Ausland auch ihre Wettbewerbsfähigkeit im Inland.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisIII TabellenverzeichnisIV AbkürzungsverzeichnisV A.Einführung1 I.Problemstellung1 II.Theoretischer Hintergrund und Ausgangsüberlegungen4 B.China als größter dynamischer Wachstumsmarkt der Welt7 I.Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und ökonomische Entwicklung seit 19787 II.Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums10 C.Investitionsrisiken in China14 I.Rechts-, Informations- und Planungsunsicherheit14 II.Harter Konkurrenzkampf und schnelle Marktänderungen15 III.Kulturelle Besonderheiten16 IV.Inputpreise18 D.Deutsche Direktinvestitionen in China20 I.Ausmaß und Anteil mittelständischer Mutterunternehmen20 II.Sektorale und regionale Schwerpunkte25 III.Bestimmungsgründe für Direktinvestitionen von Mittelständlern27 IV.Rechts- und Ansiedlungsformen für Direktinvestitionen30 V.Zukünftige Trends deutscher Direktinvestitionen33 E.Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in China37 I.Datenprobleme und Definitionen37 II.Empirische Befunde für Groß- und mittelständische Unternehmen38 1.Chinesische Quellen38 2.Deutsche und deutschsprachige Quellen40 3.Internationale Quellen43 III.Gesamtunternehmerische Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit45 F.Einflussfaktoren für erfolgreiche Direktinvestitionen48 I.Strategische Aspekte48 II.Operative Aspekte50 G.Zusammenfassende Schlussfolgerungen52 Literaturliste55 H.Anhang: Informationsquellen72Textprobe:Textprobe: Kapitel 2., Zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit des Wachstums: Die Zukunft des chinesischen Marktes ist u.a. davon abhängig, ob und in welchem Umfang die Triebkräfte des Wachstums auch weiterhin wirken und ob das soziale und politische Umfeld stabil bleiben. Unterschiedliche Szenarios sind hierbei denkbar. Nach einer pessimistischen Betrachtung ist der Aufstieg Chinas vor allem der Tatsache zu verdanken, dass ineffiziente Wirtschaftszweige durch ein System von weitgehend insolventen chinesischen Banken gedeckt werden. Mit diesen undurchsichtigen Bankpraktiken geht eine kontinuierlich zunehmende Degenerierung des wirtschaftlichen (z.B. Korruption), sozialen (z.B. steigende Einkommensdisparitäten), ökologischen (z.B. Wasserverseuchung) und politischen Umfeldes einher. Die dadurch entstehenden Krisen führen den Boom in China zu einem abrupten Ende. Vertreter einer gemäßigten Sicht erwarten eine Verlangsamung des Wachstums in China, denn Arbeitskräfte aus der Landwirtschaftlich können nicht problemlos in den sekundären und tertiären Sektor übernommen werden. Zum anderen wird sich die Qualität der Arbeitskräfte insgesamt nur langsam verbessern. Die fortschreitende Erosion der familiären Unterstützung für Bedürftige führt dazu, dass die Regierung im Gegenzug stabile soziale Sicherungssysteme schaffen muss. Dafür sind höhere Steuern und steigende finanzielle Defizite notwendig. Sowohl bei staatlichen Unternehmen als auch beim Bankensektor werden Reformen durchgeführt, die sich nur teilweise als effektiv herausstellen werden. Parallel dazu wird sich die Sparneigung der Bevölkerung verschlechtern. Eine ungebrochene Fortsetzung des Booms der chinesischen Volkswirtschaft beruht auf den Annahmen, dass das weltwirtschaftliche Umfeld stabil bleiben wird. Zudem wird sich auf den Weltmärkten die Integration Chinas verstärken. Die totale Faktorproduktivität wird weiterhin pro Jahr um 2,5% bis 3% steigen, und der Transfer von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft in den industriellen bzw. Dienstleistungssektor wird sich beschleunigen. Insgesamt wird China seine Politik der offenen Tür fortsetzen und Reformen zügig vorantreiben. Unter diesen Voraussetzungen würde China bis 2020 um durchschnittlich 6% p.a. wachsen, und im Jahr 2040 die USA als größte Volkswirtschaft ablösen. Ein radikaler Zusammenbruch der chinesischen Wirtschaft wird von Wirtschaftsforschern überwiegend als unwahrscheinlich angesehen. Sie gehen eher davon aus, dass das Wachstum in China aufgrund der gegebenen Bedingungen noch längere Zeit hoch bleiben wird. Die oben genannten Nachteile des Wachstums, lassen nach Chee einen ungestörten Boom als unrealistisch erscheinen. Er geht daher von einem kontinuierlichen Wachstum aus, das durch das Platzen kleinerer Blasen in ineffizienten Wirtschaftszweigen eher noch angespornt wird. Auf Basis der Eigenheiten des chinesischen Marktes, der bisherigen Entwicklung Chinas und der Pläne der Zentralregierung, die zeigen, dass die großen Probleme der Zukunft erkannt wurden, ist davon auszugehen, dass die zukünftige Entwicklung auch weiterhin etappenweise vorangetrieben wird. Eine absolute Öffnung Chinas in einem kurzen Zeitraum dürfte daher nicht erfolgen. Bei vorsichtiger Prognose für den Zeitraum 2006-2020 verzeichnet China auf Basis von Formel-G ein durchschnittliches Wachstum des BIP von insgesamt 5,2%. Damit liegt es unter der ¿Risikomarke¿. Dies ist ein Hinweis darauf, dass China bis 2020 die Abschwächung regionaler Disparitäten in Bezug auf die soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung zunehmend schwer fallen könnte. Dieses Wachstum, das sich vorwiegend auf die städtischen Regionen bezieht, verändert auch die Gesellschaftsstruktur. Lassen sich gegenwärtig auf Basis des Pro-Kopf-Einkommens rd. 50 Mio. Personen zur chinesischen Mittelschicht rechnen, so könnte diese Zahl bis 2010 unter der Annahme ähnlicher Wachstumsraten wie in der Vergangenheit auf schätzungsweise 170 Mio. anwachsen und im Jahre 2020 mehr als 500 Mio. Angehörige zählen. Trinh schätzt die gegenwärtige kaufkräftige Mittelschicht bereits auf rd. 240 bis 290 Mio. Personen. Das Preisniveau in China ist bedingt durch niedrige Steuern und Kapitalkosten sowie geringe Löhne relativ niedrig. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass trotz kontinuierlich zunehmendem Wohlstand die Binnennachfrage im privaten Konsumbereich noch nicht nachhaltig stimuliert wird. Nach Wong beträgt der Anteil der Konsumausgaben am BIP in der Mehrzahl der Länder mehr als 70%. In China ist der Anteil der Konsumausgaben im Jahre 2005 mit rd. 45% deutlich geringer, wobei trotz des hohen Einkommensgefälles zwischen Stadt und Land seit 2002 der ländliche Konsum stetig zunahm. Hinzu kommen eine im weltweiten Vergleich hohe Rate der Kapitalbildung (2004: 44%) und eine seit den 90er Jahren von rd. 25% des BIP auf 39% gestiegene Investitionsquote im Jahr 2005. Dies sind Belege dafür, dass die Investitionsquote neben der im Zuge des WTO-Beitritts erfolgten Handelsöffnung einer der großen Träger des Wachstums ist. Wong folgert daraus, dass das chinesische Wachstum, um langfristig nachhaltig zu sein, in der Zukunft eine weitere Steigerung des Konsums erfordert. Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Unternehmen: Inhaltsangabe:Problemstellung: Trotz Konjunkturbelebung und Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in den vergangenen zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft bei langfristiger Betrachtung an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Diese wird am Rückgang der Nettoinvestitionsquote (in % des gesamtwirtschaftlich verfügbaren Einkommens) besonders deutlich, denn dieser Indikator gibt Auskunft über die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks, d.h. des Produktionspotenzials der Volkswirtschaft. Sie ging von 11,8% (1991) auf 2,9% (2004) zurück und stieg 2005 erstmalig seit drei Jahren wieder auf 3,1% an. Die deutsche Nettoinvestitionsquote ist eine der niedrigsten aller OECD-Länder. Begleitet wurde diese strukturelle Investitionsschwäche von einer bis vor kurzem stagnierenden Inlandsnachfrage, von der die mittelständischen Unternehmen wegen ihrer starken Binnenorientierung beim Absatz ¿ in der Regel erzielen sie über 80% ihres Umsatzes im Inland - besonders betroffen waren. Durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben im Jahr 2006 hat sich die Situation gebessert. Diese Zunahme ist allerdings überwiegend durch Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer und den Wegfall der Eigenheimzulage bedingt. Die Kombination aus struktureller Investitionsschwäche und sich allmählich erholender Binnennachfrage wird durch die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft überlagert, die sich in steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck durch neue internationale Anbieter insbesondere aus Schwellen- und Entwicklungsländern bemerkbar macht. Hinzu kommen weitgehend gesättigte Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften, so dass viele Unternehmen nur noch im Ausland expandieren können. Wenn wichtige Großabnehmer (z.B. Autoproduzenten) Teile ihrer Produktion in das Ausland verlagern, sind mittelständische Zulieferer häufig gezwungen, ihnen dorthin zu folgen. Zudem beziehen Großunternehmen verstärkt Vor- und Zwischenprodukte aus dem kostengünstigeren Ausland, was die Absatzchancen des Mittelstandes weiter schwächt. Diese Zusammenhänge haben dazu geführt, dass die durchschnittliche Renditeentwicklung der deutschen Unternehmen seit Mitte der 90er Jahre im internationalen Vergleich eher unterproportional abschneidet. Die Nettoumsatzrenditen (Gewinn nach Steuern) der Gewerblichen Wirtschaft erreichten zwischen 1995 und 2001 in der Regel nur Werte zwischen 2 bis 3%. Die Werte für die Jahre 2002 (0%) und 2003 (-0,1%) fielen sehr niedrig aus. Trotz verbesserter Ertragslage deutscher Unternehmen seit 2004 ist nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank die Renditeschwäche bei mittelständischen Unternehmen besonders auffällig, obwohl auch sie ihre Position in den letzten Jahren stärken konnten. Hinzu kommen traditionell niedrige Eigenkapitalquoten des Mittelstandes, wodurch dieser Schwierigkeiten beim Erlangen von Fremd- und Risikokapital hat. Dies gilt insbesondere für den kleinen und mittleren Mittelstand, der 2003 nur über Eigenkapitalquoten von unter 7,5% verfügte. Große Mittelständler (Umsatz > 12,5 Mio. EUR) haben demgegenüber ähnliche Eigenkapitalquoten (2003: 20,7%) wie Großunternehmen (25%). Der Sachverständigenrat (SVR) weist darauf hin, dass Mittelständler in vielen europäischen Ländern (z.B. Frankreich, Großbritannien, Spanien) mit rund 30% höhere Eigenkapitalquoten, Diplomica Verlag

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Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Unternehmen - Saekel, Florian
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Saekel, Florian:
Profitabilität deutscher Direktinvestitionen in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Unternehmen - neues Buch

ISBN: 9783836607148

ID: 9783836607148

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