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Der verlorene Engel Alle Stories in einem Band - Mary Higgins Clark
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Mary Higgins Clark:
Der verlorene Engel Alle Stories in einem Band - Taschenbuch

1, ISBN: 9783453879713

[ED: Taschenbuch], [PU: Heyne Verlag], Gebraucht - Sehr gut 3. Auflage aus Nichtraucherhaushalt gelesen, keine umgeknickten Ecken fast keine Alters- und Lagerspuren - Megaspannend. BILD AM SONNTAG Der Leser zittert bis zum überraschenden Schluss. FREUNDIN Die Bestsellerautorin erzählt Geschichten, die so aufregend, dramatisch und fesselnd sind wie ihre großen Romane. Kleine Meisterwerke von psychologischem Raffinement und stilistischer Brillanz, menschlich bewegend, atmosphärisch dicht und überaus spannend. Inhalt: Doppelschatten Der verlorene Engel Im Vexierspiegel Das Klassentreffen Glückstag Sechs Richtige Kurzer Prozess Die Lotteriegewinnerin Schlaf, Kindchen, schlaf Ausgetrickst Klempner Willys Meisterstück Die Leiche im Schrank Und tot bist Du Verbrechen aus Leidenschaft First Lady vermisst Das Geheimnis der Columbia Fröhliche Weihnachten - Joyeux Noel Träum süß, kleine Schwester Die Stimme im Keller Da haben wir die Bescherung Der blinde Passagier Ein Routineflug Schönheitswettbewerb im Buckingham-Palast Und Mund um Mund verging vor Gier Und klaffte warnend, weit und bang Da fuhr ich auf und fand mich hier Auf dem kalten Hang. Und darum harr ich hier noch aus Und hink allein und bleich umher, Sank auch das Schiff am See und singt Kein Vogel mehr. Aus dem Gedicht La Belle Dame sans Merci von John Keats Der verlorene Engel Es schneite in der Nacht vor Weihnachten - ein ununterbrochener Strom kleiner Flocken, die auf den nackten Ästen und den Dächern liegen blieben. Im Morgengrauen legte sich der Sturm, und die Sonne brach hier und da einmal durch die Wolken. Um sechs Uhr stand Susan Ahearn auf, drehte den Thermostat hoch und kochte Kaffee. Zitternd hielt sie die Hände über die Tasse. Sie fror ständig. Das kam sicherlich daher, weil sie soviel abgenommen hatte, seit Jamie verschwunden war. Einhundertzehn Pfund waren einfach zu wenig für ihre ein Meter siebzig. Ihre Augen hatten das gleiche Blaugrün wie Jamies. Doch im Moment schienen sie zu groß für ihr Gesicht. Ihre Backenknochen traten hervor. Selbst das kastanienbraune Haar schien noch dunkler geworden zu sein und betonte ihr blasses und verhärmtes Aussehen, das zu einem Dauerzustand geworden war. Sie fühlte sich so unendlich viel älter als achtundzwanzig. Vor drei Monaten, an ihrem Geburtstag, hatte sie den ganzen Tag damit verbracht, einer falschen Spur nachzujagen. Das Kind, das in einem Pflegeheim in Wisconsin entdeckt worden war, war nicht Jamie. Sie kroch zurück unter die Bettdecke, während der Wind durch das allein stehende Haus zweiundzwanzig Meilen westlich von Chicago pfiff. Das Schlafzimmer machte einen uneingerichteten Eindruck. Keine Bilder an der Wand, keine Vorhänge an den Fenstern, kein Teppichboden oder irgendein Läufer auf dem Kiefernholzfußboden. In der Ecke neben dem Schrank standen planlos aufeinander gestapelte, verschlossene Kisten. Jamie war verschwunden, kurz bevor sie aus diesem Haus ausziehen wollten. Es war eine lange Nacht gewesen. Die meiste Zeit hatte sie wach gelegen und versucht, die Angst zu vertreiben, die mittlerweile ihr ständiger Begleiter war. Was wäre, wenn sie Jamie nicht finden würde Was wäre, wenn Jamie zu den Kindern gehörte, die einfach verschwunden blieben Um die Leere des Hauses, das einsame Stöhnen des Windes und das Klappern der Fenster zu vergessen, begann Susan so zu tun, als ob Jamie da wäre. Na, du Frühaufsteher, sagte sie. Sie stellte sich Jamie in ihrem rot-weißen Flanellnachthemd vor, wie sie durch das Zimmer getrottet kommt und zu ihr ins Bett klettert. Du hast ja eiskalte Füße Ich weiß. Omi würde sagen, ich hol mir den Tod. Omi sagt so was öfters. Du sagst, Oma ist miesepetrig. Erzähl mir die Weihnachtsgeschichte. Komm mir jetzt nicht mit Omi. Ihr Sinn für Humor ist nicht gerade überwältigend. Sie hatte Jamie in die Bettdecke gewickelt und in ihre Arme genommen. Abo Weihnachten in New York. Nach unserer Spazierfahrt mit der Pferdekutsche durch den Central Park gehen wir ins Plaza Mittagessen. Das ist ein großes, sehr schönes Hotel. Und genau gegenüber Gehen wir auch in das Spielzeuggeschäft In das berühmteste Spielzeuggeschäft der Welt Es heißt FA O Schwarz. Dort gibt's Eisenbahnen, Puppen und Püppchen, Bücher und alles. Ich darf mir drei Geschenke aussuchen Ich dachte, wir hätten zwei abgemacht. Also gut, sagen wir drei. Und dann besuchen wir das Jesuskind in Sankt Pats Eigentlich heißt die Kirche Sankt Patrick, aber wir Iren sind ja ein freundlicher Menschenschlag. Alle sagen Sankt Pats zu ihr ... Erzähl mir von den drei und von den Schaufenstern mit den Märchenfiguren Susan trank den letzten Rest Kaffee aus. Sie hatte einen Kloß im Hals. Das Telefon klingelte und sie versuchte den wilden Sprung - Ausdruck ihrer Hoffnung - zu zügeln, bevor sie den Hörer abnahm. Jamie! Hoffentlich ist es Jamie! Es war ihre Mutter, die aus Florida anrief. Der sorgenvolle Tonfall, den sich ihre Mutter seit dem Verschwinden Jamies angewöhnt hatte, war heute besonders stark zu spüren. Entschlossen zwang sich Susan positiv zu klingen. Nein, Mutter. Kein Wort. Natürlich hätte ich dich sofort angerufen Es ist für uns alle schwer. Nein, ich bin sicher, dass ich lieber hier bleiben möchte. Vergiss nicht, schließlich hat sie einmal hier angerufen Um Gottes willen nein, Mutter, ich glaube nicht, dass sie tot ist. Lass mir Zeit. Jeff ist ihr Vater. Er liebt sie auf seine Weise Weinend legte sie auf und biss sich auf die Lippen, um nicht in wütende Hysterie auszubrechen - alle Ungeheuer waren entfesselt. Selbst ihre Mutter wusste nicht, wie schlimm es wirklich war. Bis jetzt waren sechs Ermittlungsverfahren gegen Jeff eingeleitet worden. Der Unternehmer, den sie geheiratet hatte, war in Wahrheit ein international gesuchter Juwelendieb. Dieses abgelegene Haus in diesem abgelegenen Vorort hatte er gemietet, weil es ein gutes Versteck für ihn gewesen war. Letztes Frühjahr hatte sie die Wahrheit erfahren, als das FBI kam und ihn festnehmen wollte, kurz nachdem er auf eine von seinen Geschäftsreisen gegangen war. Er kam nie mehr wieder, also hatte sie das Haus zum Verkauf angeboten. Sie traf alle Vorbereitungen, um nach New York umzuziehen - die vier Jahre, die sie dort am College verbracht hatte, waren die glücklichsten ihres Lebens gewesen. Dann, ein paar Wochen nach seinem Verschwinden, war Jeff in Jamies Kindergarten aufgetaucht und hatte sie mitgenommen. Das war jetzt sieben Monate her. Auf der Fahrt zur Arbeit wurde sie die Angst nicht mehr los, die der Anruf ihrer Mutter bei ihr ausgelöst hatte. Glaubst du, dass Jamie tot ist Jeff war absolut unfähig, eine Verantwortung zu übernehmen. Als Jamie sechs Monate alt war, hatte er sie allein zu Hause gelassen und war Zigaretten holen gegangen. Und als sie zwei war, hatte er nicht gemerkt, dass sie ins tiefe Wasser hineingewatet war. Ein Rettungsschwimmer hatte sie rausgeholt. Wie sollte er da heute richtig auf sie aufpassen können Warum hatte er sie mitgenommen Das Immobilienbüro war festlich geschmückt für Weihnachten. Sie waren eine nette Mannschaft, die sechzehn Leute, mit denen sie zusammenarbeitete, und Susan freute sich über die hoffnungsvollen Blicke, die sie ihr jeden Morgen zuwarfen. Alle warteten sie auf gute Nachrichten. Heute hatte keiner so richtig Lust zum Arbeiten, aber sie beschäftigte sich, indem sie die Zeitungen nach Geschäftsauflösungen durchsah. Egal, was sie auch tat, es erinnerte sie an die Sache. Die Wilkes, die sich ihr erstes Haus gekauft hatten, weil sie Nachwuchs erwarteten. Die Conways, die ihr großes Haus verkauften, um in die Nähe ihrer Enkel zu ziehen. Als sie das Gespräch mit Frau Conway beendete, merkte sie, wie ihr die mittlerweile vertrauten Tränen in die Augen stiegen, und sie drehte den Kopf zur Seite. Joan Rogers, die Kollegin am Schreibtisch neben ihr, las eine Zeitschrift. Es versetzte Susan einen Stich, als sie die Überschrift des Artikels sah: Kinder sind nicht immer wahre Engel an Weihnachten Süße Fotos von kleinen Kindern in weißen Hemden und mit Heiligenscheinen waren über die Seite verstreut. Susan erstarrte, beugte sich hinüber und riss Joan verzweifelt die Zeitschrift aus der Hand. Der Engel in der rechten oberen Ecke. Ein kleines Mädchen. Das Haar war so hellblond, dass es fast weiß erschien. Aber die Augen, der Mund und die Pausbäckchen. Oh, Gott, flüsterte Susan. Sie zog die Schreibtischschublade auf, durchwühlte deren Inhalt und fand endlich den gesuchten Filzstift. Mit zitternden Händen übermalte sie das blonde Haar des Kindes mit dem warmen Braunton des Stiftes und beobachtete, wie das Engelsgesicht in der Zeitschrift dem gerahmten Foto auf ihrem Schreibtisch immer ähnlicher wurde. Jamie sah nachdenklich aus dem Schlafzimmerfenster in die kalte Winterlandschaft hinaus und versuchte, nicht auf die streitenden Stimmen zu hören. Papa und Tina stritten sich wieder mal. Irgend jemand aus dem Haus hatte Papa ihr Foto, das in der Zeitung war, gezeigt. Papa schrie gerade: Was hast du denn damit erreichen wollen Dass wir alle im Gefängnis landen Wie oft hat sie Modell gestanden Sie waren Ende des Sommers nach New York gekommen, und Papa war sehr viel ohne sie auf Reisen gegangen. Tina sagte, ihr wäre langweilig und sie könnte mal wieder ein bisschen als Fotomodell arbeiten. Aber die Frau, zu der sie gegangen war, sagte zu ihr: Von ihrem Typ brauche ich im Moment niemand, aber mit dem kleinen Mädchen da könnte ich was anfangen. Es war einfach gewesen, sich als Engel fotografieren zu lassen. Sie hatten ihr gesagt, sie brauchte nur an was sehr Schönes zu denken, und so dachte sie an Weihnachten, und dass sie und Mami vorgehabt hatten, dieses Jahr den Heiligabend in New York zu verbringen. Jetzt war sie in New York, und alle diese Plätze, wo sie und Mami hingehen wollten, waren ganz nahe - aber es war einfach nicht dasselbe mit Papa und Tina. Ich hab dich gefragt, wie oft sie Modell gestanden hat! schrie Papa. Zwei oder drei Mal, rief Tina. Das war gelogen. Sie waren oft in die Fotoagentur gegangen, wenn Papa unterwegs war. Aber wenn Papa in New York war, hatte Tina die Termine abgesagt. Jetzt meinte Tina: Was erwartest du eigentlich von mir Soll ich vielleicht Däumchen drehen, solange du weg bist Unten auf der Straße eilten die Menschen vorbei, als wäre ihnen kalt. Es hatte die ganze Nacht geschneit, aber der Schnee schmolz unter den Rädern der Autos und verwandelte sich in dreckige Matschhaufen. Ganz drüben, am Rand ihres Blickfeldes, konnte sie den Central Park sehen, wo der Schnee so schön war, wie er sein sollte. Jamie hatte einen Kloß im Hals. Sie wusste, dass an Weihnachten das Christkind kam. Jeden Tag hatte sie gebetet, dass der liebe Gott, wenn er das Jesuskind auf die Erde bringt, auch Mami mitbringt. Aber Papa hatte ihr gesagt, dass Mami immer noch sehr krank wäre. Und heute Abend würden sie wieder mal in ein Flugzeug einsteigen und irgendwo hinfliegen. Es klang wie ba-na-nas. Nein. Es hieß Ba-ha-mas. Jamie! Tinas Stimme klang ziemlich ärgerlich, als sie nach ihr rief. Jamie wusste, dass Tina sie nicht besonders mochte. Tina sagte auch immer zu Papa: Sie ist dein Kind! Papa saß im Bademantel am Tisch. Die Zeitschrift mit ihrem Foto hatte er auf den Boden geworfen jetzt las er die Tageszeitung. Normalerweise sagte er: Guten Morgen, Prinzesschen, aber heute beachtete er sie nicht mal, als sie ihm einen Kuss gab. Papa war nie bösartig zu ihr. Ein einziges Mal hatte er ihr eine Ohrfeige gegeben. Das war, als sie versucht hatte, Mami anzurufen. Genau in dem Moment, als Mami sagte: Bitte, hinterlassen Sie eine Nachricht, kam Papa rein. Sie konnte gerade noch sagen: Ich hoffe, dir geht's besser Mami, du fehlst mir, bevor Papa den Hörer auf die Gabel knallte und ihr eine runterhaute. Danach schloss er immer das Telefon ab, wenn er und Tina nicht in der Nähe waren. Papa sagte, dass Mami so krank wäre, dass es ihr w, DE, [SC: 2.00], wie neu, gewerbliches Angebot, 796, [GW: 545g], Selbstabholung und Barzahlung, Skrill/Moneybookers, PayPal, Banküberweisung, Interntationaler Versand

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Der verlorene Engel Alle Stories in einem Band - Mary Higgins Clark
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Inhalt: Doppelschatten Der verlorene Engel Im Vexierspiegel Das Klassentreffen Glückstag Sechs Richtige Kurzer Prozess Die Lotteriegewinnerin Schlaf, Kindchen, schlaf Ausgetrickst Klempner Willys Meisterstück Die Leiche im Schrank Und tot bist Du Verbrechen aus Leidenschaft First Lady vermisst Das Geheimnis der Columbia Fröhliche Weihnachten - Joyeux Noel Träum süß, kleine Schwester Die Stimme im Keller Da haben wir die Bescherung Der blinde Passagier Ein Routineflug Schönheitswettbewerb im Buckingham-Palast Und Mund um Mund verging vor Gier Und klaffte warnend, weit und bang Da fuhr ich auf und fand mich hier Auf dem kalten Hang. Und darum harr ich hier noch aus Und hink allein und bleich umher, Sank auch das Schiff am See und singt Kein Vogel mehr. Aus dem Gedicht La Belle Dame sans Merci von John Keats Der verlorene Engel Es schneite in der Nacht vor Weihnachten - ein ununterbrochener Strom kleiner Flocken, die auf den nackten Ästen und den Dächern liegen blieben. Im Morgengrauen legte sich der Sturm, und die Sonne brach hier und da einmal durch die Wolken. Um sechs Uhr stand Susan Ahearn auf, drehte den Thermostat hoch und kochte Kaffee. Zitternd hielt sie die Hände über die Tasse. Sie fror ständig. Das kam sicherlich daher, weil sie soviel abgenommen hatte, seit Jamie verschwunden war. Einhundertzehn Pfund waren einfach zu wenig für ihre ein Meter siebzig. Ihre Augen hatten das gleiche Blaugrün wie Jamies. Doch im Moment schienen sie zu groß für ihr Gesicht. Ihre Backenknochen traten hervor. Selbst das kastanienbraune Haar schien noch dunkler geworden zu sein und betonte ihr blasses und verhärmtes Aussehen, das zu einem Dauerzustand geworden war. Sie fühlte sich so unendlich viel älter als achtundzwanzig. Vor drei Monaten, an ihrem Geburtstag, hatte sie den ganzen Tag damit verbracht, einer falschen Spur nachzujagen. Das Kind, das in einem Pflegeheim in Wisconsin entdeckt worden war, war nicht Jamie. Sie kroch zurück unter die Bettdecke, während der Wind durch das allein stehende Haus zweiundzwanzig Meilen westlich von Chicago pfiff. Das Schlafzimmer machte einen uneingerichteten Eindruck. Keine Bilder an der Wand, keine Vorhänge an den Fenstern, kein Teppichboden oder irgendein Läufer auf dem Kiefernholzfußboden. In der Ecke neben dem Schrank standen planlos aufeinander gestapelte, verschlossene Kisten. Jamie war verschwunden, kurz bevor sie aus diesem Haus ausziehen wollten. Es war eine lange Nacht gewesen. Die meiste Zeit hatte sie wach gelegen und versucht, die Angst zu vertreiben, die mittlerweile ihr ständiger Begleiter war. Was wäre, wenn sie Jamie nicht finden würde Was wäre, wenn Jamie zu den Kindern gehörte, die einfach verschwunden blieben Um die Leere des Hauses, das einsame Stöhnen des Windes und das Klappern der Fenster zu vergessen, begann Susan so zu tun, als ob Jamie da wäre. Na, du Frühaufsteher, sagte sie. Sie stellte sich Jamie in ihrem rot-weißen Flanellnachthemd vor, wie sie durch das Zimmer getrottet kommt und zu ihr ins Bett klettert. Du hast ja eiskalte Füße Ich weiß. Omi würde sagen, ich hol mir den Tod. Omi sagt so was öfters. Du sagst, Oma ist miesepetrig. Erzähl mir die Weihnachtsgeschichte. Komm mir jetzt nicht mit Omi. Ihr Sinn für Humor ist nicht gerade überwältigend. Sie hatte Jamie in die Bettdecke gewickelt und in ihre Arme genommen. Abo Weihnachten in New York. Nach unserer Spazierfahrt mit der Pferdekutsche durch den Central Park gehen wir ins Plaza Mittagessen. Das ist ein großes, sehr schönes Hotel. Und genau gegenüber Gehen wir auch in das Spielzeuggeschäft In das berühmteste Spielzeuggeschäft der Welt Es heißt FA O Schwarz. Dort gibt's Eisenbahnen, Puppen und Püppchen, Bücher und alles. Ich darf mir drei Geschenke aussuchen Ich dachte, wir hätten zwei abgemacht. Also gut, sagen wir drei. Und dann besuchen wir das Jesuskind in Sankt Pats Eigentlich heißt die Kirche Sankt Patrick, aber wir Iren sind ja ein freundlicher Menschenschlag. Alle sagen Sankt Pats zu ihr ... Erzähl mir von den drei und von den Schaufenstern mit den Märchenfiguren Susan trank den letzten Rest Kaffee aus. Sie hatte einen Kloß im Hals. Das Telefon klingelte und sie versuchte den wilden Sprung - Ausdruck ihrer Hoffnung - zu zügeln, bevor sie den Hörer abnahm. Jamie! Hoffentlich ist es Jamie! Es war ihre Mutter, die aus Florida anrief. Der sorgenvolle Tonfall, den sich ihre Mutter seit dem Verschwinden Jamies angewöhnt hatte, war heute besonders stark zu spüren. Entschlossen zwang sich Susan positiv zu klingen. Nein, Mutter. Kein Wort. Natürlich hätte ich dich sofort angerufen Es ist für uns alle schwer. Nein, ich bin sicher, dass ich lieber hier bleiben möchte. Vergiss nicht, schließlich hat sie einmal hier angerufen Um Gottes willen nein, Mutter, ich glaube nicht, dass sie tot ist. Lass mir Zeit. Jeff ist ihr Vater. Er liebt sie auf seine Weise Weinend legte sie auf und biss sich auf die Lippen, um nicht in wütende Hysterie auszubrechen - alle Ungeheuer waren entfesselt. Selbst ihre Mutter wusste nicht, wie schlimm es wirklich war. Bis jetzt waren sechs Ermittlungsverfahren gegen Jeff eingeleitet worden. Der Unternehmer, den sie geheiratet hatte, war in Wahrheit ein international gesuchter Juwelendieb. Dieses abgelegene Haus in diesem abgelegenen Vorort hatte er gemietet, weil es ein gutes Versteck für ihn gewesen war. Letztes Frühjahr hatte sie die Wahrheit erfahren, als das FBI kam und ihn festnehmen wollte, kurz nachdem er auf eine von seinen Geschäftsreisen gegangen war. Er kam nie mehr wieder, also hatte sie das Haus zum Verkauf angeboten. Sie traf alle Vorbereitungen, um nach New York umzuziehen - die vier Jahre, die sie dort am College verbracht hatte, waren die glücklichsten ihres Lebens gewesen. Dann, ein paar Wochen nach seinem Verschwinden, war Jeff in Jamies Kindergarten aufgetaucht und hatte sie mitgenommen. Das war jetzt sieben Monate her. Auf der Fahrt zur Arbeit wurde sie die Angst nicht mehr los, die der Anruf ihrer Mutter bei ihr ausgelöst hatte. Glaubst du, dass Jamie tot ist Jeff war absolut unfähig, eine Verantwortung zu übernehmen. Als Jamie sechs Monate alt war, hatte er sie allein zu Hause gelassen und war Zigaretten holen gegangen. Und als sie zwei war, hatte er nicht gemerkt, dass sie ins tiefe Wasser hineingewatet war. Ein Rettungsschwimmer hatte sie rausgeholt. Wie sollte er da heute richtig auf sie aufpassen können Warum hatte er sie mitgenommen Das Immobilienbüro war festlich geschmückt für Weihnachten. Sie waren eine nette Mannschaft, die sechzehn Leute, mit denen sie zusammenarbeitete, und Susan freute sich über die hoffnungsvollen Blicke, die sie ihr jeden Morgen zuwarfen. Alle warteten sie auf gute Nachrichten. Heute hatte keiner so richtig Lust zum Arbeiten, aber sie beschäftigte sich, indem sie die Zeitungen nach Geschäftsauflösungen durchsah. Egal, was sie auch tat, es erinnerte sie an die Sache. Die Wilkes, die sich ihr erstes Haus gekauft hatten, weil sie Nachwuchs erwarteten. Die Conways, die ihr großes Haus verkauften, um in die Nähe ihrer Enkel zu ziehen. Als sie das Gespräch mit Frau Conway beendete, merkte sie, wie ihr die mittlerweile vertrauten Tränen in die Augen stiegen, und sie drehte den Kopf zur Seite. Joan Rogers, die Kollegin am Schreibtisch neben ihr, las eine Zeitschrift. Es versetzte Susan einen Stich, als sie die Überschrift des Artikels sah: Kinder sind nicht immer wahre Engel an Weihnachten Süße Fotos von kleinen Kindern in weißen Hemden und mit Heiligenscheinen waren über die Seite verstreut. Susan erstarrte, beugte sich hinüber und riss Joan verzweifelt die Zeitschrift aus der Hand. Der Engel in der rechten oberen Ecke. Ein kleines Mädchen. Das Haar war so hellblond, dass es fast weiß erschien. Aber die Augen, der Mund und die Pausbäckchen. Oh, Gott, flüsterte Susan. Sie zog die Schreibtischschublade auf, durchwühlte deren Inhalt und fand endlich den gesuchten Filzstift. Mit zitternden Händen übermalte sie das blonde Haar des Kindes mit dem warmen Braunton des Stiftes und beobachtete, wie das Engelsgesicht in der Zeitschrift dem gerahmten Foto auf ihrem Schreibtisch immer ähnlicher wurde. Jamie sah nachdenklich aus dem Schlafzimmerfenster in die kalte Winterlandschaft hinaus und versuchte, nicht auf die streitenden Stimmen zu hören. Papa und Tina stritten sich wieder mal. Irgend jemand aus dem Haus hatte Papa ihr Foto, das in der Zeitung war, gezeigt. Papa schrie gerade: Was hast du denn damit erreichen wollen Dass wir alle im Gefängnis landen Wie oft hat sie Modell gestanden Sie waren Ende des Sommers nach New York gekommen, und Papa war sehr viel ohne sie auf Reisen gegangen. Tina sagte, ihr wäre langweilig und sie könnte mal wieder ein bisschen als Fotomodell arbeiten. Aber die Frau, zu der sie gegangen war, sagte zu ihr: Von ihrem Typ brauche ich im Moment niemand, aber mit dem kleinen Mädchen da könnte ich was anfangen. Es war einfach gewesen, sich als Engel fotografieren zu lassen. Sie hatten ihr gesagt, sie brauchte nur an was sehr Schönes zu denken, und so dachte sie an Weihnachten, und dass sie und Mami vorgehabt hatten, dieses Jahr den Heiligabend in New York zu verbringen. Jetzt war sie in New York, und alle diese Plätze, wo sie und Mami hingehen wollten, waren ganz nahe - aber es war einfach nicht dasselbe mit Papa und Tina. Ich hab dich gefragt, wie oft sie Modell gestanden hat! schrie Papa. Zwei oder drei Mal, rief Tina. Das war gelogen. Sie waren oft in die Fotoagentur gegangen, wenn Papa unterwegs war. Aber wenn Papa in New York war, hatte Tina die Termine abgesagt. Jetzt meinte Tina: Was erwartest du eigentlich von mir Soll ich vielleicht Däumchen drehen, solange du weg bist Unten auf der Straße eilten die Menschen vorbei, als wäre ihnen kalt. Es hatte die ganze Nacht geschneit, aber der Schnee schmolz unter den Rädern der Autos und verwandelte sich in dreckige Matschhaufen. Ganz drüben, am Rand ihres Blickfeldes, konnte sie den Central Park sehen, wo der Schnee so schön war, wie er sein sollte. Jamie hatte einen Kloß im Hals. Sie wusste, dass an Weihnachten das Christkind kam. Jeden Tag hatte sie gebetet, dass der liebe Gott, wenn er das Jesuskind auf die Erde bringt, auch Mami mitbringt. Aber Papa hatte ihr gesagt, dass Mami immer noch sehr krank wäre. Und heute Abend würden sie wieder mal in ein Flugzeug einsteigen und irgendwo hinfliegen. Es klang wie ba-na-nas. Nein. Es hieß Ba-ha-mas. Jamie! Tinas Stimme klang ziemlich ärgerlich, als sie nach ihr rief. Jamie wusste, dass Tina sie nicht besonders mochte. Tina sagte auch immer zu Papa: Sie ist dein Kind! Papa saß im Bademantel am Tisch. Die Zeitschrift mit ihrem Foto hatte er auf den Boden geworfen jetzt las er die Tageszeitung. Normalerweise sagte er: Guten Morgen, Prinzesschen, aber heute beachtete er sie nicht mal, als sie ihm einen Kuss gab. Papa war nie bösartig zu ihr. Ein einziges Mal hatte er ihr eine Ohrfeige gegeben. Das war, als sie versucht hatte, Mami anzurufen. Genau in dem Moment, als Mami sagte: Bitte, hinterlassen Sie eine Nachricht, kam Papa rein. Sie konnte gerade noch sagen: Ich hoffe, dir geht's besser Mami, du fehlst mir, bevor Papa den Hörer auf die Gabel knallte und ihr eine runterhaute. Danach schloss er immer das Telefon ab, wenn er und Tina nicht in der Nähe waren. Papa sagte, dass Mami so krank wäre, dass es ihr w, [SC: 2.00], wie neu, gewerbliches Angebot, [GW: 545g]

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Der verlorene Engel: Alle Stories in einem Band - Taschenbuch

2004, ISBN: 3453879716

ID: 17301210121

[EAN: 9783453879713], Gebraucht, sehr guter Zustand, [SC: 1.9], [PU: Heyne Verlag, 07.09.2004.], 816 Seiten Gut erhaltenes Exemplar mit Gebrauchsspuren (das kann heißen: das Buch KANN normale Leseverformung wie Knicke am Buchrücken, oder leichte Nachdunklung o. ä. haben oder auch, obwohl unbeschädigt, als Mängelexemplar gekennzeichnet sein). In jedem Falle aber dem Preis und der Zustandsnote entsprechend GUT ERHALTEN. und ACHTUNG: Die Covers können vom abgebildeten Cover und die Auflagen können von den genannten abweichen AUSSER bei meinen eigenen Bildern (die mit den aufrechtstehenden Büchern vor schwarzem Hintergrund, wie auf einer Bühne) MEINE EIGENEN BILDER SIND MASSGEBEND FÜR AUFLAGE, AUSGABE UND COVER w-066d-1015* Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 554 18,4 x 12,0 x 4,2 cm, Taschenbuch

gebrauchtes bzw. antiquarisches Buch ZVAB.com
Der Buchecker (ehemals EJAY), Koeln, Germany [54314289] [Rating: 5 (von 5)]
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2004, ISBN: 3453879716

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[EAN: 9783453879713], Gebraucht, sehr guter Zustand, [PU: Heyne Verlag, 07.09.2004.], 816 Seiten Gut erhaltenes Exemplar mit Gebrauchsspuren (das kann heißen: das Buch KANN normale Leseverformung wie Knicke am Buchrücken, oder leichte Nachdunklung o. ä. haben oder auch, obwohl unbeschädigt, als Mängelexemplar gekennzeichnet sein). In jedem Falle aber dem Preis und der Zustandsnote entsprechend GUT ERHALTEN. und ACHTUNG: Die Covers können vom abgebildeten Cover und die Auflagen können von den genannten abweichen AUSSER bei meinen eigenen Bildern (die mit den aufrechtstehenden Büchern vor schwarzem Hintergrund, wie auf einer Bühne) MEINE EIGENEN BILDER SIND MASSGEBEND FÜR AUFLAGE, AUSGABE UND COVER w-066d-1015* Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 554 18,4 x 12,0 x 4,2 cm, Taschenbuch

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7, ISBN: 3453879716

ID: 451126

Auflage: Heyne Verlag 18,4 x 12,0 x 4,2 cm, Taschenbuch 816 Seiten Taschenbuch Gut erhaltenes Exemplar mit Gebrauchsspuren (das kann heißen: das Buch KANN normale Leseverformung wie Knicke am Buchrücken, oder leichte Nachdunklung o. ä. haben oder auch, obwohl unbeschädigt, als Mängelexemplar gekennzeichnet sein). In jedem Falle aber dem Preis und der Zustandsnote entsprechend GUT ERHALTEN. und ACHTUNG: Die Covers können vom abgebildeten Cover und die Auflagen können von den genannten abweichen AUSSER bei meinen eigenen Bildern (die mit den aufrechtstehenden Büchern vor schwarzem Hintergrund, wie auf einer Bühne) MEINE EIGENEN BILDER SIND MASSGEBEND FÜR AUFLAGE, AUSGABE UND COVER w-066d-1015* gebraucht; gut, [PU:Heyne Verlag,]

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(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.

Details zum Buch
Der verlorene Engel
Autor:

Clark, Mary Higgins

Titel:

Der verlorene Engel

ISBN-Nummer:

Die Bestsellerautorin erzählt Geschichten, die so aufregend, dramatisch und fesselnd sind wie ihre großen Romane. Kleine Meisterwerke von psychologischem Raffinement und stilistischer Brillanz, menschlich bewegend, atmosphärisch dicht und überaus spannend.<br /> <br />

Detailangaben zum Buch - Der verlorene Engel


EAN (ISBN-13): 9783453879713
ISBN (ISBN-10): 3453879716
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2004
Herausgeber: Heyne Verlag
816 Seiten
Gewicht: 0,518 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 06.06.2007 11:51:36
Buch zuletzt gefunden am 18.06.2017 00:15:45
ISBN/EAN: 9783453879713

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-453-87971-6, 978-3-453-87971-3


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