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Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Kai Buchholz (Herausgeber)
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Kai Buchholz (Herausgeber):

Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Taschenbuch

2001, ISBN: 9783442077564

Gebundene Ausgabe, ID: 589310280

Dpunkt Verlag, 2004. 2004. Softcover. 23,4 x 16,6 x 2,8 cm. Informationstechnologie Unternehmensprozesse Applied Cryptographie Kryptographie Sicherheitslücke IT Sicherheit Risikomanagement Regelkreise IT-Verantwortliche Datenklau Ein zunehmend globalisierter Wettbewerb auf deregulierten Märkten, eine wachsende Komplexität sowie rasante Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) kumulieren Chancen, aber auch Risiken für die Unternehmen. Die optimale Integration der Unternehmensprozesse, der IT und des Internet werden immer mehr zum strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Gleichzeitig nimmt die technische Abhängigkeit der Kernprozesse von der IT in der Wertschöpfungskette rasant zu- und damit auch wiederum die IT-bezogenen Risiken. Die zentrale Sicherheitslücke beim Thema IT Sicherheit ist der Mensch, nicht die Technik. Noch vor wenigen Jahren pries Schneier in seinem Buch 'Applied Cryptographie' Kryptographie als Allheilmittel gegen die Sicherheitslücken in einer vernetzten Welt. In seinem neuen Buch 'Secrets & Lies' berücksichtigt Schneier die Menschen, die mit der Technik umgehen. Selbst die intelligenteste Programmierung und die sicherste Hardware bieten keinen Schutz vor Angriffen, die auf menschlichen Schwächen basieren. Im Einführungskapitel (Teil 1) werden diverse Beispiele aufgeführt. Im zweiten Teil werden Techniken vorgestellt, mit denen Daten geschützt und abgefangen werden können Schneier verfolgt einen eher holistischen Ansatz beim Thema IT Sicherheit. Sicherheit ist ein Prozess. Hier hilft das Konzept und der Prozess des Risikomanagements - der auf der Logik des Regelkreises aufbaut - weiter. Zahlreiche Beispiele erleichtern das Lesen und führen insbesondere auch Interessierte ohne Vorkenntnisse in die faszinierende Welt der digitalen Welt. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und ist 5 Sterne wert.Dieses Buch gibt einen ausführlichen Überblick über alles, was mit dem Thema Sicherheit in der IT-Welt zusammenhängt. Mit sehr einleuchtenden und leserfreundlichen Beispielen werden die Konzepte dargestellt und verdeutlicht. Es ist fast unmöglich, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Allerdings führt das Lesen dazu, daß man jede Illusion über vollständige Sicherheit verliert. Jedes System, jedes denkbare Verfahren scheint Lücken zu besitzen. Das Buch führt dazu, daß man über diese Themen intensiv nachdenkt. Es ist sehr brauchbar, um IT-Verantwortlichen die Probleme gut darzustellen. Es sollte Pflichtlektüre werden. Die vernetzte Kommunikation ist aus den Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken und die Entwicklungen diesem Bereich sind rasant. In der Begeisterung für die neuen Technologien stellte bis vor einigen Jahren kaum jemand Fragen nach Datenschutz und Datensicherheit. Noch heute gehen viele Unternehmen sehr unbedarft mit Sicherheitslücken in der digitalen Kommunikation um, indem sie beispielsweise ihre Rechner über lokale Funkverbindungen vernetzen, ohne auf Sicherheitsvorkehrungen zu achten. Hacker haben hier ein leichtes Spiel an hochbrisantes Datenmaterial heranzukommen. Dabei gibt es mittlerweile sichere und einfache Systeme, sich vor unerwünschten Zugriffen zu schützen. In seinem Buch Secrets & Lies führt der amerikanische Datenschutzexperte Bruce Schneier den Leser durch das System der vernetzten Gesellschaft und zeigt ihm - praxisnah, mit Spannung und Humor - die verschiedenen Facetten des Datenklaus, von den Ursachen der Sicherheitslücken bis zu den Motiven, die hinter den Angriffen von Hackern stehen. Allerdings gibt es keine Patentlösungen für digitale Sicherheit, sagt Schneier, da sich Sicherheitslücken und Schwachstellen ständig verändern. Wer Schwachstellen beheben will, muss wissen, welche Daten er schützen muss. Er muss wissen, wer die Angreifer sein können, was sie wollen und wie das Unternehmen auf diese Bedrohung reagieren muss. Schneier stellt vorhandene Produkte und Prozesse zur Datensicherung vor und zeigt, wie sich Risiken feststellen lassen und wie man adäquate Sicherheitsmaßnahmen implementieren kann. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die Entwicklungen der Zukunft und verschweigt dem Leser nicht die Grenzen der Technik. Wem kann man heute noch trauen? Bruce Schneier ist sicher einen Versuch wert -- seine Fähigkeit, den gesunden Menschenverstand anzusprechen, macht sein Buch Secrets & Lies. IT-Sicherheit in einer vernetzten Welt sowohl zu einer Offenbarung als auch zu einem praktischen Ratgeber. Schon seit Jahren arbeitet er im Bereich der Kryptographie und der elektronischen Sicherheit, und kam dabei zu der ernüchternden Erkenntnis, dass selbst die intelligenteste Programmierung und die sicherste Hardware keinen Schutz vor Angriffen darstellt, die auf menschliche Schwächen zielen. Das Buch ist übersichtlich in drei Teile gegliedertam Anfang ein Überblick über aktuelle Systeme und Bedrohungen, es folgen Techniken mit denen Daten geschützt und abgefangen werden können und zuletzt Strategien für die optimale Einrichtung von Sicherheitssystemen. Ohne sich blind auf vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen zu verlassen, befürwortet Schneier Vorgehensweisen zur schnellen Aufdeckung und Reaktion auf einen Angriff, während man sich Amateure mit Firewalls und anderen Gateways vom Leib hält. Neueinsteiger in die Welt von Schneier werden erstaunt sein, wie unterhaltsam er vor allem bei Themen sein kann, die allgemein als trocken und langweilig betrachtet werden. Egal ob er das Sicherheitsproblem von Rebellen und Todesstern in Star Wars analysiert oder sich über die großen Software- und E-Commerce-Unternehmen lustig macht, die ständig die Sicherheit ihrer Systeme für neue Modeanwendungen aufs Spiel setzen -- Schneier ist einer der wenigen Technik-Autoren, die den Leser unentwegt zum Lachen bringen. Zwar ist er was die Zukunft der Systemsicherheit betrifft einigermaßen pessimistisch, aber er nimmt dem Leser die Angst, indem er unsere Welt der Elektronik mit der uns vertrauten, ebenso unsicheren Welt des Papiers vergleicht. Was macht da schon ein kleiner Kreditkartenbetrug aus. Trotz einer unglücklich platzierten (wenn auch kurzen) Schleichwerbung für seine Beratungsfirma im Nachwort des Buches, kann man sich darauf verlassen, dass Schneier in Secrets & Lies. IT-Sicherheit in einer vernetzten Welt" gute Arbeit leistet. Dieses Buch könnte dabei nicht nur für IT-Experten, sondern gerade auch für Top-Führungskräfte eine hilfreiche Lektüre sein. Zudem ist alles recht verständlich und - vermutlich - der amerikanischen Herkunft zu verdanken - sogar unterhaltsam dargestellt. Nun wird mit dem Thema derzeit viel Angstmacherei betrieben. Davon hebt sich der Autor wohltuend ab, indem er die (großen) Risiken zwar schildert, dabei aber nicht übertreibt, sondern dem Leser eine möglichst realistische Einschätzung verschaffen will. Der Leser erhält hier quasi nebenbei einen ausgezeichneten Grundkurs im Risikomanagement." (HARVARD BUSINESS manager) Endlich redet mal ein Security-Guru "Klartext", und erläutert (Politiker, hergehört) allgemeinverständlich, warum Sicherheit eine Illusion bleiben wird (Ein GrundWeil niemand den Mut aufbringt, Komplexität zu reduzieren). Für mich eine absolute Literaturempfehlung für Systemarchitekten - und für alle Computer- und Internet-Enthusiasten eine brilliante Erinnerung daran, dass unsere komplexen Systeme uns Sicherheit doch nur vorgaukeln. Shneier weist die Mathematik in ihre Schranken, stellt Angriffe und Angreifer dar, beleuchtet viele der bekannten Schlagwörter (SSL, DES, MD5 und so weiter). Informationstechnologie Unternehmensprozesse Applied Cryptographie Kryptographie Sicherheitslücke IT Sicherheit Risikomanagement Regelkreise IT-Verantwortliche Datenklau Ein zunehmend globalisierter Wettbewerb auf deregulierten Märkten, eine wachsende Komplexität sowie rasante Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) kumulieren Chancen, aber auch Risiken für die Unternehmen. Die optimale Integration der Unternehmensprozesse, der IT und des Internet werden immer mehr zum strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Gleichzeitig nimmt die technische Abhängigkeit der Kernprozesse von der IT in der Wertschöpfungskette rasant zu- und damit auch wiederum die IT-bezogenen Risiken. Die zentrale Sicherheitslücke beim Thema IT Sicherheit ist der Mensch, nicht die Technik. Noch vor wenigen Jahren pries Schneier in seinem Buch 'Applied Cryptographie' Kryptographie als Allheilmittel gegen die Sicherheitslücken in einer vernetzten Welt. In seinem neuen Buch 'Secrets & Lies' berücksichtigt Schneier die Menschen, die mit der Technik umgehen. Selbst die intelligenteste Programmierung und die sicherste Hardware bieten keinen Schutz vor Angriffen, die auf menschlichen Schwächen basieren. Im Einführungskapitel (Teil 1) werden diverse Beispiele aufgeführt. Im zweiten Teil werden Techniken vorgestellt, mit denen Daten geschützt und abgefangen werden können Schneier verfolgt einen eher holistischen Ansatz beim Thema IT Sicherheit. Sicherheit ist ein Prozess. Hier hilft das Konzept und der Prozess des Risikomanagements - der auf der Logik des Regelkreises aufbaut - weiter. Zahlreiche Beispiele erleichtern das Lesen und führen insbesondere auch Interessierte ohne Vorkenntnisse in die faszinierende Welt der digitalen Welt. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und ist 5 Sterne wert.Dieses Buch gibt einen ausführlichen Überblick über alles, was mit dem Thema Sicherheit in der IT-Welt zusammenhängt. Mit sehr einleuchtenden und leserfreundlichen Beispielen werden die Konzepte dargestellt und verdeutlicht. Es ist fast unmöglich, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Allerdings führt das Lesen dazu, daß man jede Illusion über vollständige Sicherheit verliert. Jedes System, jedes denkbare Verfahren scheint Lücken zu besitzen. Das Buch führt dazu, daß man über diese Themen intensiv nachdenkt. Es ist sehr brauchbar, um IT-Verantwortlichen die Probleme gut darzustellen. Es sollte Pflichtlektüre werden. Die vernetzte Kommunikation ist aus den Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken und die Entwicklungen diesem Bereich sind rasant. In der Begeisterung für die neuen Technologien stellte bis vor einigen Jahren kaum jemand Fragen nach Datenschutz und Datensicherheit. Noch heute gehen viele Unternehmen sehr unbedarft mit Sicherheitslücken in der digitalen Kommunikation um, indem sie beispielsweise ihre Rechner über lokale Funkverbindungen vernetzen, ohne auf Sicherheitsvorkehrungen zu achten. Hacker haben hier ein leichtes Spiel an hochbrisantes Datenmaterial heranzukommen. Dabei gibt es mittlerweile sichere und einfache Systeme, sich vor unerwünschten Zugriffen zu schützen. In seinem Buch Secrets & Lies führt der amerikanische Datenschutzexperte Bruce Schneier den Leser durch das System der vernetzten Gesellschaft und zeigt ihm - praxisnah, mit Spannung und Humor - die verschiedenen Facetten des Datenklaus, von den Ursachen der Sicherheitslücken bis zu den Motiven, die hinter den Angriffen von Hackern stehen. Allerdings gibt es keine Patentlösungen für digitale Sicherheit, sagt Schneier, da sich Sicherheitslücken und Schwachstellen ständig verändern. Wer Schwachstellen beheben will, muss wissen, welche Daten er schützen muss. Er muss wissen, wer die Angreifer sein können, was sie wollen und wie das Unternehmen auf diese Bedrohung reagieren muss. Schneier stellt vorhandene Produkte und Prozesse zur Datensicherung vor und zeigt, wie sich Risiken feststellen lassen und wie man adäquate Sicherheitsmaßnahmen implementieren kann. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die Entwicklungen der Zukunft und verschweigt dem Leser nicht die Grenzen der Technik. Wem kann man heute noch trauen? Bruce Schneier ist sicher einen Versuch wert -- seine Fähigkeit, den gesunden Menschenverstand anzusprechen, macht sein Buch Secrets & Lies. IT-Sicherheit in einer vernetzten Welt sowohl zu einer Offenbarung als auch zu einem praktischen Ratgeber. Schon seit Jahren arbeitet er im Bereich der Kryptographie und der elektronischen Sicherheit, und kam dabei zu der ernüchternden Erkenntnis, dass selbst die intelligenteste Programmierung und die sicherste Hardware keinen Schutz vor Angriffen darstellt, die auf menschliche Schwächen zielen. Das Buch ist übersichtlich in drei Teile gegliedertam Anfang ein Überblick über aktuelle Systeme und Bedrohungen, es folgen Techniken mit denen Daten geschützt und abgefangen werden können und zuletzt Strategien für die optimale Einrichtung von Sicherheitssystemen. Ohne sich blind auf vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen zu verlassen, befürwortet Schneier Vorgehensweisen zur schnellen Aufdeckung und Reaktion auf einen Angriff, während man sich Amateure mit Firewalls und anderen Gateways vom Leib hält. Neueinsteiger in die Welt von Schneier werden erstaunt sein, wie unterhaltsam er vor allem bei Themen sein kann, die allgemein als trocken und langweilig betrachtet werden. Egal ob er das Sicherheitsproblem von Rebellen und Todesstern in Star Wars analysiert oder sich über die großen Software- und E-Commerce-Unternehmen lustig macht, die ständig die Sicherheit ihrer Systeme für neue Modeanwendungen aufs Spiel setzen -- Schneier ist einer der wenigen Technik-Autoren, die den Leser unentwegt zum Lachen bringen. Zwar ist er was die Zukunft der Systemsicherheit betrifft einigermaßen pessimistisch, aber er nimmt dem Leser die Angst, indem er unsere Welt der Elektronik mit der uns vertrauten, ebenso unsicheren Welt des Papiers vergleicht. Was macht da schon ein kleiner Kreditkartenbetrug aus. Trotz einer unglücklich platzierten (wenn auch kurzen) Schleichwerbung für seine Beratungsfirma im Nachwort des Buches, kann man sich darauf verlassen, dass Schneier in Secrets & Lies. IT-Sicherheit in einer vernetzten Welt" gute Arbeit leistet. Dieses Buch könnte dabei nicht nur für IT-Experten, sondern gerade auch für Top-Führungskräfte eine hilfreiche Lektüre sein. Zudem ist alles recht verständlich und - vermutlich - der amerikanischen Herkunft zu verdanken - sogar unterhaltsam dargestellt. Nun wird mit dem Thema derzeit viel Angstmacherei betrieben. Davon hebt sich der Autor wohl, Dpunkt Verlag, 2004, Patmos-Verlag der Schwabenverlag AG, 2003. 2003. Softcover. 20,2 x 13 x 2,4 cm. Psychodynamik der Aggression Störungen der gesamten Persönlichkeit aggressive Impulse ausleben Psychotherapie aggressiven Menschen aggressive Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind nicht Menschen, die einfach »triebhaft« aggressive Impulse ausleben. Bei ihnen liegen vielmehr komplizierte Störungen der gesamten Persönlichkeit vor, die ein spezifisches pädagogisches und therapeutisches Vorgehen erfordern. Die Autoren dieses Bandes berichten von Kindern und Jugendlichen, ausschnittweise auch von Erwachsenen, mit denen sie in ihren Arbeitsfeldern, in Schule, Heim und Psychotherapie, gearbeitet haben. Modelle wie szenisches Verstehen und fördernder Dialog sowie neue Konzepte zur Psychodynamik der Aggression werden praxisnah in ihrer Anwendbarkeit dargestellt. Die Kombination des psychoanalytischen und des pädagogischen Ansatzes, der traditionell die Auseinandersetzung mit der Realität stärker in den Mittelpunkt stellt, scheint eine äußerst fruchtbare Möglichkeit zu schaffen, die aggressiven Menschen in besonderer Weise gerecht wird. Autor: Evelyn Heinemann ist Professorin für Allgemeine Sonderpädagogik an der Universität Mainz und Autorin zahlreicher Bücher. Dr. phil. Udo Rauchfleisch, ist Psychoanalytiker und Professor für Klinische Psychologie an der Universität Basel und in privater Praxis tätig.Tilo Grüttner ist Therapeutischer Leiter in einem Heim für dissoziale Jugendliche und Psychoanalytiker in freier Praxis. Gewalttätige Kinder. Psychoanalyse und Pädagogik in Schule, Heim und Therapie von Evelyn Heinemann, Udo Rauchfleisch und Tilo Grüttner Psychodynamik der Aggression Störungen der gesamten Persönlichkeit aggressive Impulse ausleben Psychotherapie aggressiven Menschen aggressive Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind nicht Menschen, die einfach »triebhaft« aggressive Impulse ausleben. Bei ihnen liegen vielmehr komplizierte Störungen der gesamten Persönlichkeit vor, die ein spezifisches pädagogisches und therapeutisches Vorgehen erfordern. Die Autoren dieses Bandes berichten von Kindern und Jugendlichen, ausschnittweise auch von Erwachsenen, mit denen sie in ihren Arbeitsfeldern, in Schule, Heim und Psychotherapie, gearbeitet haben. Modelle wie szenisches Verstehen und fördernder Dialog sowie neue Konzepte zur Psychodynamik der Aggression werden praxisnah in ihrer Anwendbarkeit dargestellt. Die Kombination des psychoanalytischen und des pädagogischen Ansatzes, der traditionell die Auseinandersetzung mit der Realität stärker in den Mittelpunkt stellt, scheint eine äußerst fruchtbare Möglichkeit zu schaffen, die aggressiven Menschen in besonderer Weise gerecht wird. Autor: Evelyn Heinemann ist Professorin für Allgemeine Sonderpädagogik an der Universität Mainz und Autorin zahlreicher Bücher. Dr. phil. Udo Rauchfleisch, ist Psychoanalytiker und Professor für Klinische Psychologie an der Universität Basel und in privater Praxis tätig.Tilo Grüttner ist Therapeutischer Leiter in einem Heim für dissoziale Jugendliche und Psychoanalytiker in freier Praxis. Gewalttätige Kinder. Psychoanalyse und Pädagogik in Schule, Heim und Therapie von Evelyn Heinemann, Udo Rauchfleisch und Tilo Grüttner, Patmos-Verlag der Schwabenverlag AG, 2003, München: Markt + Technik Verlag, Auflage: 1 (November 2003). Auflage: 1 (November 2003). Softcover. 24,4 x 17 x 3,8 cm. Mit VBA programmieren lernen, Excel professionalisieren und insgesamt effizienter arbeiten -- beinah klingt es wie ein Heilversprechen, doch Bernd Held liefert mit seinem Buch Excel-VBA in 14 Tagen. Schritt für Schritt zum Profi nicht mehr und nicht weniger, in nicht weniger oder mehr als 14 Tagen Lesearbeit. Held scheint Excel zu atmen, VBA mit Excel easy. Mit kleinen Makros zaubern und Microsoft Excel 2003, Formeln und Funktionen von ihm sind Bestseller und bei Excelern beliebt wie frische Brötchen am Morgen. Nun verbindet er also den Programmiereinstieg mit Visual Basic für Applikationen mit dessen effektiven Einsatz zusammen mit Excel und anderen Office-Anwendungen. Das Buch ist in 14 Tage-Kapitel gegliedert (ein 2-Wochenplan zum Herausnehmen liegt bei) mit Fragen, Quiz und Übungen an den Kapitelenden und den entsprechenden Beispielencodes auf der CD-ROM -- Helds Ziel gemeinsam ist es, am Ende effektiv mit VBA-Makros umgehen zu können und in der Lage zu sein, eigene Lösungen zu entwickeln. Die Lernkurve ist auch für Neulinge einfach zu bewältigenHeld beginnt mit der Vorstellung der Entwicklungsplattform, den Sprachelementen von VBA, der Einstellung und Anpassung von Excel und dem Zugriff auf die Arbeitsmappe per Datei-Operation. Nach und nach arbeitet er sich weiter vor, baut auf dem bereits erlernten Wissen auf und liefert immer breitere Zugriffs- und Anwendungsmöglichkeiten bis hin zur Bearbeitung größerer Datenmengen, Zusammenarbeit mit dem Internet und anderen Office-Anwendungen wie Word und Access und und und Auf der CD dann noch das komplette Buch als PDF und die Beispiele aus dem Buch (für Excel 97 - 2003). Mit Excel-VBA in 14 Tagen bietet Bernd Held einen durchdachten Lehrgang, den man in 14 Tagen schaffen kann -- klare, gute Struktur, mit einem klaren Ziel vor Augen. Am Ende haben sich die 14 arbeitsreichen Tage mehr als gelohnt! In 14 Lektionen, am Stück oder aufgeteilt, können Sie sich mit Hilfe dieses Buches zum VBA-Programmierer ausbilden und dabei sowohl Microsoft Excel wie die Makroautomatisierung genau kennenlernen. Daten anders visualisieren als mit den gängigen Diagrammen, Excel benutzerdefiniert einstellen, Datenbestände professionell und zeitsparend analysieren - es gibt zahllose Möglichkeiten, die Excel-Funktionalität mit Visual Basic für Applikationen spektakulär zu erweitern, und in diesem Buch lernen Sie sie von der Pike auf. Ebenfalls erfahren Sie, bestehende VBA-Projekte zu pflegen, neue zu testen und Fehler zu finden und zu beseitigen. Auf der CD finden Sie u.a. eine umfangreiche Sammlung frei verwendbarer Makros. Excel VBA in 14 Tagen. Schritt für Schritt zum Profi. Bernd Held Mit VBA programmieren lernen, Excel professionalisieren und insgesamt effizienter arbeiten -- beinah klingt es wie ein Heilversprechen, doch Bernd Held liefert mit seinem Buch Excel-VBA in 14 Tagen. Schritt für Schritt zum Profi nicht mehr und nicht weniger, in nicht weniger oder mehr als 14 Tagen Lesearbeit. Held scheint Excel zu atmen, VBA mit Excel easy. Mit kleinen Makros zaubern und Microsoft Excel 2003, Formeln und Funktionen von ihm sind Bestseller und bei Excelern beliebt wie frische Brötchen am Morgen. Nun verbindet er also den Programmiereinstieg mit Visual Basic für Applikationen mit dessen effektiven Einsatz zusammen mit Excel und anderen Office-Anwendungen. Das Buch ist in 14 Tage-Kapitel gegliedert (ein 2-Wochenplan zum Herausnehmen liegt bei) mit Fragen, Quiz und Übungen an den Kapitelenden und den entsprechenden Beispielencodes auf der CD-ROM -- Helds Ziel gemeinsam ist es, am Ende effektiv mit VBA-Makros umgehen zu können und in der Lage zu sein, eigene Lösungen zu entwickeln. Die Lernkurve ist auch für Neulinge einfach zu bewältigenHeld beginnt mit der Vorstellung der Entwicklungsplattform, den Sprachelementen von VBA, der Einstellung und Anpassung von Excel und dem Zugriff auf die Arbeitsmappe per Datei-Operation. Nach und nach arbeitet er sich weiter vor, baut auf dem bereits erlernten Wissen auf und liefert immer breitere Zugriffs- und Anwendungsmöglichkeiten bis hin zur Bearbeitung größerer Datenmengen, Zusammenarbeit mit dem Internet und anderen Office-Anwendungen wie Word und Access und und und Auf der CD dann noch das komplette Buch als PDF und die Beispiele aus dem Buch (für Excel 97 - 2003). Mit Excel-VBA in 14 Tagen bietet Bernd Held einen durchdachten Lehrgang, den man in 14 Tagen schaffen kann -- klare, gute Struktur, mit einem klaren Ziel vor Augen. Am Ende haben sich die 14 arbeitsreichen Tage mehr als gelohnt! In 14 Lektionen, am Stück oder aufgeteilt, können Sie sich mit Hilfe dieses Buches zum VBA-Programmierer ausbilden und dabei sowohl Microsoft Excel wie die Makroautomatisierung genau kennenlernen. Daten anders visualisieren als mit den gängigen Diagrammen, Excel benutzerdefiniert einstellen, Datenbestände professionell und zeitsparend analysieren - es gibt zahllose Möglichkeiten, die Excel-Funktionalität mit Visual Basic für Applikationen spektakulär zu erweitern, und in diesem Buch lernen Sie sie von der Pike auf. Ebenfalls erfahren Sie, bestehende VBA-Projekte zu pflegen, neue zu testen und Fehler zu finden und zu beseitigen. Auf der CD finden Sie u.a. eine umfangreiche Sammlung frei verwendbarer Makros. Excel VBA in 14 Tagen. Schritt für Schritt zum Profi. Bernd Held, Markt + Technik Verlag, Böhlau, 1997. 1997. Hardcover. 24,4 x 17,8 x 3,6 cm. Vergleichende Literaturwissenschaft Lernet-Holenia, Alexander Biographie Schriftsteller Erinnerungen Sprachwissenschaften Geisteswissenschaften Die neun Leben des Alexander Lernet- Holenia. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe] Roman Rocek (Autor) Er war kein Schriftsteller im üblichen Sinn. Er war ein Herr, der schrieb. Bis zu seinem Tod anno 1976 gefiel er sich in der Rolle des galligen Grandseigneurs. Ohne Zweifel besaß der weiland k. u. k. Kavallerieoffizier Alexander Lernet-Holenia außerordentliche literarische Talente, er hatte Grandezza und altösterreichischen Charme. Der artete freilich manchmal ins Gemeingefährliche, ja buchstäblich Schlagfertige aus. Die erste Biographie dieses ungewöhnlichen Sprachkünstlers stammt von einem langjährigen Verehrer, der sich um Lernet-Holenia durch die Herausgabe von dessen lyrischem Gesamtwerk verdient gemacht hat. Roman Rocek will und kann die persönliche Vertrautheit mit dem Biographierten nicht verschweigen. Das ist ein Vorzug seiner umfangreichen Arbeit, zugleich ihr Mangel. Besonderes Augenmerk richtete Rocek bei seinen Recherchen auf die legendenumwobene Herkunft. Mittels einer zwar keineswegs lückenlosen, aber zumindest plausiblen Indizienkette versucht der Biograph nachzuweisen: Alexander Maria Lernets leiblicher Vater war Erzherzog Karl Stephan. Weil sich der Einspringer vor dem Gesetz, der die verwitwete, hochschwangere Baronin Boyneburgk geb. Holenia heiratete, in der Folge nicht genau an die Vereinbarungen hielt, wurde seine Existenz auf penibel kakanische Weise vernichtet. Leider gibt es keinen endgültigen Beweis für diese These. Doch sie würde Charakterseltsamkeiten und Marotten eines illegitimen, um seinen richtigen Namen betrogenen Sohnes erklären: den fast krankhaften Haß auf das Haus Habsburg-Lothringen ebenso wie die auffällige Wahl aparter Domizile. Als junger Mann bevorzugte Alexander Lernet-Holenia ein Wiener Hotel, das ausgerechnet nach dem Sieger von Aspern "Erzherzog Karl" hieß. Stimmte die Theorie vom allerhöchsten Bastard, wäre das sein Urgroßvater gewesen. Und im Alter lautete die standesgemäße Adresse schlicht und einfach: Hofburg. Für das Reifen der künstlerischen Persönlichkeit waren allerdings, wie Rocek überzeugend darlegt, zwei andere Einflüsse von prägender Bedeutung: die aus der gemeinsamen Militärzeit datierenden Freundschaften mit dem Psychoanalytiker und Autor Alfred Freiherr von Winterstein und dem Villon-Übersetzer K. L. Ammer alias Oberstleutnant Karl Klammer. K. L. Ammers poetische Formenstrenge und Wintersteins parapsychologische Interessen spiegeln sich deutlich im OEuvre Lernet-Holenias. Zu behaupten, dieser sei aufgrund seiner Nähe zu Winterstein ein "Schüler Freuds" gewesen, scheint dennoch ein wenig übertrieben. Daß Rilke den debütierenden Lyriker schätzte und förderte, war bereits bekannt. Erstmals aber wird hier das Verhältnis detailliert dokumentiert und untersucht. Gleiches gilt für die vertracktere Beziehung zu Gottfried Benn. Erhellende Schlaglichter wirft der Band zudem auf die Epoche des Nationalsozialismus, die Lernet-Holenia nicht zuletzt durch Interventionen von Emil Jannings, seinem Nachbarn am Wolfgangsee, relativ unbeschadet überstand. Dankbar liest man auch ein Zitat Stefan Zweigs, der in einem Brief an Richard Strauss den jüngeren Kollegen trefflich charakterisierte: ". . . er ist ein geheimnisvoller Mensch als Dichter, ganz groß in seinen Gedichten und einigen seiner dramatischen Szenen, dann wieder unglaublich lässig, wenn er mit der linken Hand und aus Geldverdienerei Komödien oder leichte Romane schreibt, die dann gar keine Tiefe, aber noch immer Grazie haben." Zwei der gewichtigsten und virtuosesten Erzähltexte Lernet-Holenias, "Mars im Widder" und "Beide Sizilien", sollten erst entstehen. Allein schon ihretwegen gebührt ihm der Respekt der Nachwelt. Und sie hat Grund genug, sich seiner zu erinnern: Alexander Lernet-Holenia wurde heute vor hundert Jahren geboren. ULRICH WEINZIERL FAZ Die neun Leben des Alexander Lernet- Holenia. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe] Roman Rocek (Autor) ISBN-10 3-205-98713-6 / 3205987136 ISBN-13 978-3-205-98713-0 / 9783205987130 Vergleichende Literaturwissenschaft Lernet-Holenia, Alexander Biographie Schriftsteller Erinnerungen Sprachwissenschaften Geisteswissenschaften Die neun Leben des Alexander Lernet- Holenia. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe] Roman Rocek (Autor) Er war kein Schriftsteller im üblichen Sinn. Er war ein Herr, der schrieb. Bis zu seinem Tod anno 1976 gefiel er sich in der Rolle des galligen Grandseigneurs. Ohne Zweifel besaß der weiland k. u. k. Kavallerieoffizier Alexander Lernet-Holenia außerordentliche literarische Talente, er hatte Grandezza und altösterreichischen Charme. Der artete freilich manchmal ins Gemeingefährliche, ja buchstäblich Schlagfertige aus. Die erste Biographie dieses ungewöhnlichen Sprachkünstlers stammt von einem langjährigen Verehrer, der sich um Lernet-Holenia durch die Herausgabe von dessen lyrischem Gesamtwerk verdient gemacht hat. Roman Rocek will und kann die persönliche Vertrautheit mit dem Biographierten nicht verschweigen. Das ist ein Vorzug seiner umfangreichen Arbeit, zugleich ihr Mangel. Besonderes Augenmerk richtete Rocek bei seinen Recherchen auf die legendenumwobene Herkunft. Mittels einer zwar keineswegs lückenlosen, aber zumindest plausiblen Indizienkette versucht der Biograph nachzuweisen: Alexander Maria Lernets leiblicher Vater war Erzherzog Karl Stephan. Weil sich der Einspringer vor dem Gesetz, der die verwitwete, hochschwangere Baronin Boyneburgk geb. Holenia heiratete, in der Folge nicht genau an die Vereinbarungen hielt, wurde seine Existenz auf penibel kakanische Weise vernichtet. Leider gibt es keinen endgültigen Beweis für diese These. Doch sie würde Charakterseltsamkeiten und Marotten eines illegitimen, um seinen richtigen Namen betrogenen Sohnes erklären: den fast krankhaften Haß auf das Haus Habsburg-Lothringen ebenso wie die auffällige Wahl aparter Domizile. Als junger Mann bevorzugte Alexander Lernet-Holenia ein Wiener Hotel, das ausgerechnet nach dem Sieger von Aspern "Erzherzog Karl" hieß. Stimmte die Theorie vom allerhöchsten Bastard, wäre das sein Urgroßvater gewesen. Und im Alter lautete die standesgemäße Adresse schlicht und einfach: Hofburg. Für das Reifen der künstlerischen Persönlichkeit waren allerdings, wie Rocek überzeugend darlegt, zwei andere Einflüsse von prägender Bedeutung: die aus der gemeinsamen Militärzeit datierenden Freundschaften mit dem Psychoanalytiker und Autor Alfred Freiherr von Winterstein und dem Villon-Übersetzer K. L. Ammer alias Oberstleutnant Karl Klammer. K. L. Ammers poetische Formenstrenge und Wintersteins parapsychologische Interessen spiegeln sich deutlich im OEuvre Lernet-Holenias. Zu behaupten, dieser sei aufgrund seiner Nähe zu Winterstein ein "Schüler Freuds" gewesen, scheint dennoch ein wenig übertrieben. Daß Rilke den debütierenden Lyriker schätzte und förderte, war bereits bekannt. Erstmals aber wird hier das Verhältnis detailliert dokumentiert und untersucht. Gleiches gilt für die vertracktere Beziehung zu Gottfried Benn. Erhellende Schlaglichter wirft der Band zudem auf die Epoche des Nationalsozialismus, die Lernet-Holenia nicht zuletzt durch Interventionen von Emil Jannings, seinem Nachbarn am Wolfgangsee, relativ unbeschadet überstand. Dankbar liest man auch ein Zitat Stefan Zweigs, der in einem Brief an Richard Strauss den jüngeren Kollegen trefflich charakterisierte: ". . . er ist ein geheimnisvoller Mensch als Dichter, ganz groß in seinen Gedichten und einigen seiner dramatischen Szenen, dann wieder unglaublich lässig, wenn er mit der linken Hand und aus Geldverdienerei Komödien oder leichte Romane schreibt, die dann gar keine Tiefe, aber noch immer Grazie haben." Zwei der gewichtigsten und virtuosesten Erzähltexte Lernet-Holenias, "Mars im Widder" und "Beide Sizilien", sollten erst entstehen. Allein schon ihretwegen gebührt ihm der Respekt der Nachwelt. Und sie hat Grund genug, sich seiner zu erinnern: Alexander Lernet-Holenia wurde heute vor hundert Jahren geboren. ULRICH WEINZIERL FAZ Die neun Leben des Alexander Lernet- Holenia. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe] Roman Rocek (Autor) ISBN-10 3-205-98713-6 / 3205987136 ISBN-13 978-3-205-98713-0 / 9783205987130, Bu, 1997, Goldmann, 2006. 2006. Softcover. 18,4 x 12 x 4,4 cm. Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu "Liebe": "Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller." Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov'ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, ge, Goldmann, 2006

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Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Kai Buchholz (Herausgeber)
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Kai Buchholz (Herausgeber):

Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Erstausgabe

2001, ISBN: 9783442077564

Taschenbuch, ID: 869619599

Stuttgart, Eduard Hallberger, o.J. [KVK gibt 1875 an],. Erstausgabe, 4°, 495 S. mit zahlr. teilweise ganzs. s/w-Illustr. (Holzstiche) und sehr schönem Buchschmuck, marmorierter Schnitt, wunderbarer original Leineneinband mit reicher Deckel- und Rückenverzierung und -beschriftung (signiert: O. Hasert, Stuttgart), alter Besitzervermerk auf der Vorsatzseite, sonst ein altersgemäß erstaunlich schönes, sauberes Exemplar und seeehr dekorativ (Ti2) 'Die prächtige, von Gilbert illustrierte Hallberg'sche Ausgabe, zu der die ersten Kräfte Deutschlands, die um 1875 zu haben waren, ein Heyse, Bodenstedt (...) als Übersetzer herangezogen wurden, hat ein großes Verdienst: Sie hat die Bekanntschaft mit Shakespeare außerordentlich verbreitet.' (R. Hessen, 1904), Stuttgart, Eduard Hallberger, o.J. [KVK gibt 1875 an], Königswinter: Ullmann/Tandem, 2007. 2007. Softcover. 25,8 x 22,6 x 3,2 cm. Ouzo Olivenöl aus Kreta griechische Küche Griechische Inseln Restaurants Ägäis Trachnanas Ntolmadakia Mussakas Auberginenauflauf Paputsakia gefüllte Auberginen Melitzanes Tiganites gebratene Auberginenscheiben Chtapodi me Damaskina Tzatziki Rezeptsammlung Dionysos Aphrodite Ouzo Sappho Kräuterspirituose Anis Sternanis Lindenblüten Angelikawurzel Koriander Metaxa griechischer Weinbrand Sirenen Ullmann/Tandem Chtapodi me makaronaki kofto Wer eine reine Rezeptsammlung sucht, sollte besser Griechisch lernen und sich bei griechischen Verlagen nach etwas Geeignetem umsehen, naturgemäß wir er nämlich dort eher fündig (übrigensgriechisch Kochbücher auf Deutsch in Touristenläden dort sind häufig mit Vorsicht zu genießen, zumindest die neueren Datums, darin findet man nämlich Kreationen, die mit "griechischer Küche" rein gar nichts mehr zu tun haben). Anders dieses Buch aus der ohnehin sehr guten Culinaria-Reihe, es ist meines Erachtens das Beste, was es auf dem deutschen Markt gibt. Die Rezepte sind absolut authentisch, die Hintergrundinformationen lassen einen Griechen innerlich immer wieder schmunzeln. Teilweise finden sich darin auch Rezepte und Herstellungshinweise, die nur noch griechische Omas beherrschen. Einzige, letztlich zu vernachlässigende KritikVereinzelt passen Übersetzung ("Hecht" statt "Kablejau") oder das abgebildete Foto ("Chtapodi me makaronaki kofto") nicht zusammen. Dennoch "schreit" dieses "Gesamtkunstwerk" geradezu nach der Höchstnote. Ach jaEs gibt noch die günstigere, kleinere Version mit Klebebindung, die natürlich viel handlicher ist in der Küche, als der große "Bildband" Griechenland und seine Inselwelt stehen im Focus dieses sehr informativen Buches. Schon Aristoteles ließ sich vor weit mehr als tausend Jahren sehr positiv über das Phänomen der Heiterkeit in seinen Schriften aus. Diese Grundstimmung scheint offenbar bis zum heutigen Tag ein Wesensmerkmal der Griechen zu sein, wenn man den vorliegenden Bildern glauben schenken darf. Bedächtig, aber auch hintergründig lächelnde, nicht selten betagte Menschen kann man bei der Zubereitung solcher Speisen beobachten, die zu anderen Zeiten die Dichterin Sappho oder den Philosophen Aristoteles gewiß erfreut, vielleicht sogar König Odysseus die Kräfte verliehen haben, die notwenig waren, um seine körperermattenden Abenteuer während der von Homer geschilderten Irrfahrten erfolgreich zu überstehen. Was essen und trinken die Griechen? Was machen Heras Schützlinge in Griechenland anders als im ebenfalls mediterranen Italien, Spanien, Frankreich, wenn sie sich am Herd austoben? In Griechenland wird Fisch und Fleisch in erster Linie gegrillt, mitunter werden Fleischstücke aber auch als "Stifado" geschmort, wobei dann Lorbeerblätter nicht ohne Bedeutung sind. Die Griechen nehmen ihre Hauptmahlzeit erst in den frühen Nachtstunden zu sich und warten dann zunächst mit einer breitgefächerten Vorspeisenkultur auf. "Tzatziki" kennt man mittlerweile auch in unseren Breitengraden, aber kennt man auch "Supia majirefti", eine Vorspeise, welche in ganz Griechenland als Spezialität gilt ? Dem Reiskorn ähnelnde Nudeln, sogenannte "Kritharaki" werden zu Meeresfrüchten, aber auch Gemüse gereicht, währenddessen man gegrillte Fische mit "Awgolemono", einer Ei-Zitronen-Soße auf den Tisch bringt. Zitronen spielen in Griechenlands Küche überhaupt eine große Rolle. In der Region Epirus, so erfährt man, wird der beste Joghurt produziert, den man in Griechenland gerne mit Honig und frischem Obst kombiniert, wobei der Pfirsich der König der Früchte dieses Landes ist. Pita, eine flache Blätterteigpastete mit unterschiedlichsten Füllungen hilft dem Hungrigen über den Tag, wenn er auf die Kalorienbomben "Bugatsa" oder "Baklawa" der Figur zuliebe verzichten und sich ein wenig mehr als bloß ein, zwei" Kuluria( Sesamringe) zur Stärkung gönnen möchte. Auf den Sporaden sind Pflaumen in der dortigen Küche wichtig. Wer kennt schon das Rezept "Chtapodi me Damaskina" (Krake mit Pflaumen) ? Lämmer aber auch Ziegen werden in Griechenland mit Zitronen und Öl bestrichen, bevor man sie am Spieß grillt und zu Ostern im Kreise der Familie verzehrt und sich dabei der roten Ostereier auf dem griechischen Ostertisch erfreut. Über Weine wird im Buch viel geschrieben. Mittlerweile weiß man, dass die Griechen neben dem geharzten, nicht für jedermann bekömmlichen Retsina, wunderbare ungeharzte Weine herstellen, so auch auf dem heiligen Berg Athos, über den die Autoren ebenso berichten, wie über die dortige Weinzubereitung. Man erfährt aber auch Rezepte von solchen Speisen, die offenbar den Mönchen dort besonders munden, wie etwa "Arioguruno me melitzanes" (Wildschwein mit Auberginen). Die aus China kommende Aubergine hat in der griechischen Landesküche einen festen Platz "Mussakas"( Auberginenauflauf)", "Paputsakia" (gefüllte Auberginen) und "Melitzanes Tiganites" ( gebratene Auberginenscheiben) sind beliebte griechische Speisen, die einfach zuzubereiten sind, wie die Rezeptbeschreibung verdeutlicht. Beim Würzen gehen die Griechen keine großen Experimente ein. Salz, Pfeffer, Zitrone und Olivenöl bilden den Grundstock. Knoblauch, Zwiebel, Lorbeerblätter und Dill verleihen zusätzliche Finesse. Wo Wein wächst, gibt es auch Weinblätter und aus diesen werden "Ntolmadakia", die berühmten gefüllten Weinblätter kreiert. Das ist die griechische Vorspeise schlechthin. Die älteste griechische Suppe heißt "Trachnanas", eine Weizen-Sauermilchsuppe, die man in der Antike schon löffelte, damals kannte man sicher auch schon Sardinen, die man auf tausenderlei Art zubereiten kann, wie die Autoren einen wissen lassen. Ouzo ist die Kräuterspirituose des Landes. Die wichtigsten Kräuter sind Anis, Sternanis, Lindenblüten, Angelikawurzel und Koriander, wer den Anisgeschmack nicht mag, trinkt Metaxa, den griechischen Weinbrand, der, wenn nicht in Maßen genossen, ähnliche Kopfschmerzen bereitet, wie das laute Gekreische der Sirenen. Olivenöl aus Kreta soll das beste Öl des Landes sein und davon sollte man sinnvollerweise einen Schluck nehmen, bevor man Metaxa trinkt! Am nächsten Morgen empfiehlt sich, kretischen Bergtee zu genießen und als Lektüre ein Buch von Kazantzakis zur Hand zu nehmen, um nicht fortwährend der Frage nachzugehen, weshalb Sappho bei einem Gläschen Ouzo lieber mit der schönen Aphrodite flirtet als mit dem ollen Dionysos? Empfehlenswert! Culinaria - Griechenland von Marianthi Milona Grecia Greece Ouzo Olivenöl aus Kreta griechische Küche Griechische Inseln Restaurants Ägäis Trachnanas Ntolmadakia Mussakas Auberginenauflauf Paputsakia gefüllte Auberginen Melitzanes Tiganites gebratene Auberginenscheiben Chtapodi me Damaskina Tzatziki Rezeptsammlung Dionysos Aphrodite Ouzo Sappho Kräuterspirituose Anis Sternanis Lindenblüten Angelikawurzel Koriander Metaxa griechischer Weinbrand Sirenen Ullmann/Tandem Chtapodi me makaronaki kofto Wer eine reine Rezeptsammlung sucht, sollte besser Griechisch lernen und sich bei griechischen Verlagen nach etwas Geeignetem umsehen, naturgemäß wir er nämlich dort eher fündig (übrigensgriechisch Kochbücher auf Deutsch in Touristenläden dort sind häufig mit Vorsicht zu genießen, zumindest die neueren Datums, darin findet man nämlich Kreationen, die mit "griechischer Küche" rein gar nichts mehr zu tun haben). Anders dieses Buch aus der ohnehin sehr guten Culinaria-Reihe, es ist meines Erachtens das Beste, was es auf dem deutschen Markt gibt. Die Rezepte sind absolut authentisch, die Hintergrundinformationen lassen einen Griechen innerlich immer wieder schmunzeln. Teilweise finden sich darin auch Rezepte und Herstellungshinweise, die nur noch griechische Omas beherrschen. Einzige, letztlich zu vernachlässigende KritikVereinzelt passen Übersetzung ("Hecht" statt "Kablejau") oder das abgebildete Foto ("Chtapodi me makaronaki kofto") nicht zusammen. Dennoch "schreit" dieses "Gesamtkunstwerk" geradezu nach der Höchstnote. Ach jaEs gibt noch die günstigere, kleinere Version mit Klebebindung, die natürlich viel handlicher ist in der Küche, als der große "Bildband" Griechenland und seine Inselwelt stehen im Focus dieses sehr informativen Buches. Schon Aristoteles ließ sich vor weit mehr als tausend Jahren sehr positiv über das Phänomen der Heiterkeit in seinen Schriften aus. Diese Grundstimmung scheint offenbar bis zum heutigen Tag ein Wesensmerkmal der Griechen zu sein, wenn man den vorliegenden Bildern glauben schenken darf. Bedächtig, aber auch hintergründig lächelnde, nicht selten betagte Menschen kann man bei der Zubereitung solcher Speisen beobachten, die zu anderen Zeiten die Dichterin Sappho oder den Philosophen Aristoteles gewiß erfreut, vielleicht sogar König Odysseus die Kräfte verliehen haben, die notwenig waren, um seine körperermattenden Abenteuer während der von Homer geschilderten Irrfahrten erfolgreich zu überstehen. Was essen und trinken die Griechen? Was machen Heras Schützlinge in Griechenland anders als im ebenfalls mediterranen Italien, Spanien, Frankreich, wenn sie sich am Herd austoben? In Griechenland wird Fisch und Fleisch in erster Linie gegrillt, mitunter werden Fleischstücke aber auch als "Stifado" geschmort, wobei dann Lorbeerblätter nicht ohne Bedeutung sind. Die Griechen nehmen ihre Hauptmahlzeit erst in den frühen Nachtstunden zu sich und warten dann zunächst mit einer breitgefächerten Vorspeisenkultur auf. "Tzatziki" kennt man mittlerweile auch in unseren Breitengraden, aber kennt man auch "Supia majirefti", eine Vorspeise, welche in ganz Griechenland als Spezialität gilt ? Dem Reiskorn ähnelnde Nudeln, sogenannte "Kritharaki" werden zu Meeresfrüchten, aber auch Gemüse gereicht, währenddessen man gegrillte Fische mit "Awgolemono", einer Ei-Zitronen-Soße auf den Tisch bringt. Zitronen spielen in Griechenlands Küche überhaupt eine große Rolle. In der Region Epirus, so erfährt man, wird der beste Joghurt produziert, den man in Griechenland gerne mit Honig und frischem Obst kombiniert, wobei der Pfirsich der König der Früchte dieses Landes ist. Pita, eine flache Blätterteigpastete mit unterschiedlichsten Füllungen hilft dem Hungrigen über den Tag, wenn er auf die Kalorienbomben "Bugatsa" oder "Baklawa" der Figur zuliebe verzichten und sich ein wenig mehr als bloß ein, zwei" Kuluria( Sesamringe) zur Stärkung gönnen möchte. Auf den Sporaden sind Pflaumen in der dortigen Küche wichtig. Wer kennt schon das Rezept "Chtapodi me Damaskina" (Krake mit Pflaumen) ? Lämmer aber auch Ziegen werden in Griechenland mit Zitronen und Öl bestrichen, bevor man sie am Spieß grillt und zu Ostern im Kreise der Familie verzehrt und sich dabei der roten Ostereier auf dem griechischen Ostertisch erfreut. Über Weine wird im Buch viel geschrieben. Mittlerweile weiß man, dass die Griechen neben dem geharzten, nicht für jedermann bekömmlichen Retsina, wunderbare ungeharzte Weine herstellen, so auch auf dem heiligen Berg Athos, über den die Autoren ebenso berichten, wie über die dortige Weinzubereitung. Man erfährt aber auch Rezepte von solchen Speisen, die offenbar den Mönchen dort besonders munden, wie etwa "Arioguruno me melitzanes" (Wildschwein mit Auberginen). Die aus China kommende Aubergine hat in der griechischen Landesküche einen festen Platz "Mussakas"( Auberginenauflauf)", "Paputsakia" (gefüllte Auberginen) und "Melitzanes Tiganites" ( gebratene Auberginenscheiben) sind beliebte griechische Speisen, die einfach zuzubereiten sind, wie die Rezeptbeschreibung verdeutlicht. Beim Würzen gehen die Griechen keine großen Experimente ein. Salz, Pfeffer, Zitrone und Olivenöl bilden den Grundstock. Knoblauch, Zwiebel, Lorbeerblätter und Dill verleihen zusätzliche Finesse. Wo Wein wächst, gibt es auch Weinblätter und aus diesen werden "Ntolmadakia", die berühmten gefüllten Weinblätter kreiert. Das ist die griechische Vorspeise schlechthin. Die älteste griechische Suppe heißt "Trachnanas", eine Weizen-Sauermilchsuppe, die man in der Antike schon löffelte, damals kannte man sicher auch schon Sardinen, die man auf tausenderlei Art zubereiten kann, wie die Autoren einen wissen lassen. Ouzo ist die Kräuterspirituose des Landes. Die wichtigsten Kräuter sind Anis, Sternanis, Lindenblüten, Angelikawurzel und Koriander, wer den Anisgeschmack nicht mag, trinkt Metaxa, den griechischen Weinbrand, der, wenn nicht in Maßen genossen, ähnliche Kopfschmerzen bereitet, wie das laute Gekreische der Sirenen. Olivenöl aus Kreta soll das beste Öl des Landes sein und davon sollte man sinnvollerweise einen Schluck nehmen, bevor man Metaxa trinkt! Am nächsten Morgen empfiehlt sich, kretischen Bergtee zu genießen und als Lektüre ein Buch von Kazantzakis zur Hand zu nehmen, um nicht fortwährend der Frage nachzugehen, weshalb Sappho bei einem Gläschen Ouzo lieber mit der schönen Aphrodite flirtet als mit dem ollen Dionysos? Empfehlenswert! Culinaria - Griechenland von Marianthi Milona Grecia Greece, Ullmann/Tandem, 2007, Goldmann, 2006. 2006. Softcover. 18,4 x 12 x 4,4 cm. Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu "Liebe": "Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller." Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov'ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, ge, Goldmann, 2006

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Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Kai Buchholz (Herausgeber)
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Kai Buchholz (Herausgeber):
Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Taschenbuch

2001

ISBN: 9783442077564

Gebundene Ausgabe, ID: 699213116

Pantheon, 2006. 2006. Hardcover. 19,8 x 12,6 x 3 cm. Die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Ludwig Erhard (1897-1977) in einer fesselnden neuen Darstellung. Als »Vater des deutschen Wirtschaftswunders« gefeiert, ist er doch ein großer Unbekannter geblieben. Ludwig Erhard war stets ein unabhängiger Geist, der sich von niemandem vereinnahmen ließ. Auch als Politiker blieb er unbequem. Gerade heute ist von dem Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft viel zu lernen. Ludwig Erhards Ideen stehen im Zentrum der aktuellen Reformdebatte. Alfred C. Mierzejewski ist Professor für Geschichte an der University of North Texas. Zahlreiche Publikationen zur deutschen Wirtschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Am 9. November 1918 lagen zwei grundverschiedene Männer in einem Militärlazarett. Der leichter Verletzte hatte ein zutiefst pessimistisches Menschenbild, wurde zum Diktator und Massenmörder und verknüpfte den Namen Deutschlands für lange Zeit mit entsetzlichen Greueln. Der schwerer Verletzte ließ sich von den Nazis niemals einbinden, sein Menschenbild war höchst optimistisch und er gab Deutschland nach der Niederlage durch das "Wirtschaftswunder" sein Selbstbewusstsein zurück. Über den einen wurde sehr viel geschrieben, über den anderen sehr wenig. Besser als mit dieser Kontastierung von Hitler und Erhard kann man eine Wirtschaftsbiographie (falls es dieses Genre gibt) wohl kaum eröffnen. Mierzejewski zeichnet Erhard als einen unabhängigen Denker, der selbst in der NS-Zeit seine marktwirtschaftlichen, liberalen Überzeugungen nach außen vertrat. Er verschafft einen Überblick über Erhards Credo, das sich immer wieder um den Wert der Freiheit dreht: Je freier der Markt sei, desto sozialer sei er auch, weil er die Bedürfnisse der Menschen befriedige und ihren Lebensstandard hebe. Da Freiheit unteilbar sei, seien jegliche Eingriffe, ob vom Staat oder von Interessensgruppen, gefährlich und verwerflich. Garant für die Freiheit sei das Eigentum, das ein Mensch allerdings durch Sparen und nicht durch Beihilfe vom Staat erwerben solle. Die Freiheit von der Tyrannei kleinlicher Beamter gestatte dem Einzelnen ein Leben in Würde und Selbstachtung. Ein starker Staat indes sei deshalb vonnöten, damit die Menschen nicht von jenen in ihrer Freiheit beschnitten würden, die ihre eigene Freiheit missbrauchten. Das waren einige der Grundsteine, auf denen Erhard sein Wirtschaftswunder aufbaute - und mit denen er als Kanzler schließlich doch scheiterte. Auch die Gründe dieses Scheiterns erläutert Mierzejewski ausführlich: Zum Teil erkennt er Mobbing und Intrigen durch andere CDU-Granden wie Adenauer, Strauß und Barzel als Ursachen. Auch die USA waren Deutschland zu Erhards Zeit nur begrenzt von Hilfe, Präsident Johnson ging gar so weit, den Kanzler, den er als eine Art Untertan sah, im Weißen Haus körperlich zu bedrohen. Aber mehr noch sieht Mierzejewski die Schuld bei der deutschen Bevölkerung. Diese war zum einen einen starken Führer gewohnt; eine Rolle, die Erhard nie spielen wollte. Zum anderen hatte sie Erhards wirtschaftliche Konzepte nie wirklich verstanden, sondern nur ob es ihnen selbst gerade gut ging oder nicht, und schon bei den kleinsten Anzeichen einer ökonomischen Verschlechterung (in diesem Fall ausgelöst durch Adenauers Günstlingswirtschaft, die Ausdehnung der Sozialleistungen und zahlreiche Wahlgeschenke der CDU an die verschiedensten Lobbys) verfielen Journalisten und Bürger in Krisenpanik, als ob ein neues 1929 drohe. So scheiterte Erhards Versuch, die Interessensgruppen zurückzudrängen und mit einer "formierten Gesellschaft" dem Wähler mehr politische Mitwirkung zu verschaffen sowie staatsbürgerliche Tugenden zu entwickeln, die einer Zerrüttung der Moral durch den um sich greifenden Materialismus entgegenwirken sollten: "Die Masse der Menschen maß Wohlstand allein an materiellen Dingen, die politische Klasse hingegen war vollauf damit beschäftigt, sich im Machtkampf eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen." Am 1. Dezember 1966 trat Ludwig Erhard zurück. Die Beschäftigung mit seinen Konzepten und den Widerständen dagegen könnten im Jahr 2005 aktueller und bedeutsamer sein denn je. Eine zerbombte Wirtschaft, Millionen Vertriebene, Kriegsversehrte und eine alliierte Verwaltung, die sich selbst nicht einig war, wie das neue Wirtschaftssystem für die entstehende Bundesrepublik eigentlich aussehen sollte - das waren die Rahmenbedingungen innerhalb derer Ludwig Erhard begann, die soziale Marktwirtschaft zu etablieren. Freie Preise, stabiler Geldwert, Wettbewerb, keine Kartelle, Eigentum in breiter Hand (besonders die Beteiligung der Arbeitnehmer an den sie beschäftigenden Unternehmen) und ein ausgeglichener Staatshaushalt - Erhards Programm war so einfach wie revolutionär. Was er programmatisch gegen größte Widerstände nicht nur der SPD, sondern auch innerhalb der CDU, durchsetzte, legte den Grundstein für Wohlstand und Freiheit in der Bundesrepublik. Mierzejewskis Biographie zeichnet nicht nur den Lebensweg eines großen Ökonomen und Staatsmannes nach, sie wirft auch die schmerzliche Frage auf: Wer hat heute noch diesen Mut und diese Weitsicht? Übersetzer Anne Emmert, Norbert Juraschitz Sprache deutsch Maße 125 x 200 mm Einbandart gebunden Literatur Biografien Erfahrungsberichte Bundesrepublik Deutschland 1949-1990 Biografien Erhard, Ludwig Politiker Biografien Erinnerungen Erhard, Ludwig Wirtschaftswunder ISBN-10 3-570-55007-9 / 3570550079 ISBN-13 978-3-570-55007-6 / 9783570550076 Die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Ludwig Erhard (1897-1977) in einer fesselnden neuen Darstellung. Als »Vater des deutschen Wirtschaftswunders« gefeiert, ist er doch ein großer Unbekannter geblieben. Ludwig Erhard war stets ein unabhängiger Geist, der sich von niemandem vereinnahmen ließ. Auch als Politiker blieb er unbequem. Gerade heute ist von dem Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft viel zu lernen. Ludwig Erhards Ideen stehen im Zentrum der aktuellen Reformdebatte. Alfred C. Mierzejewski ist Professor für Geschichte an der University of North Texas. Zahlreiche Publikationen zur deutschen Wirtschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Am 9. November 1918 lagen zwei grundverschiedene Männer in einem Militärlazarett. Der leichter Verletzte hatte ein zutiefst pessimistisches Menschenbild, wurde zum Diktator und Massenmörder und verknüpfte den Namen Deutschlands für lange Zeit mit entsetzlichen Greueln. Der schwerer Verletzte ließ sich von den Nazis niemals einbinden, sein Menschenbild war höchst optimistisch und er gab Deutschland nach der Niederlage durch das "Wirtschaftswunder" sein Selbstbewusstsein zurück. Über den einen wurde sehr viel geschrieben, über den anderen sehr wenig. Besser als mit dieser Kontastierung von Hitler und Erhard kann man eine Wirtschaftsbiographie (falls es dieses Genre gibt) wohl kaum eröffnen. Mierzejewski zeichnet Erhard als einen unabhängigen Denker, der selbst in der NS-Zeit seine marktwirtschaftlichen, liberalen Überzeugungen nach außen vertrat. Er verschafft einen Überblick über Erhards Credo, das sich immer wieder um den Wert der Freiheit dreht: Je freier der Markt sei, desto sozialer sei er auch, weil er die Bedürfnisse der Menschen befriedige und ihren Lebensstandard hebe. Da Freiheit unteilbar sei, seien jegliche Eingriffe, ob vom Staat oder von Interessensgruppen, gefährlich und verwerflich. Garant für die Freiheit sei das Eigentum, das ein Mensch allerdings durch Sparen und nicht durch Beihilfe vom Staat erwerben solle. Die Freiheit von der Tyrannei kleinlicher Beamter gestatte dem Einzelnen ein Leben in Würde und Selbstachtung. Ein starker Staat indes sei deshalb vonnöten, damit die Menschen nicht von jenen in ihrer Freiheit beschnitten würden, die ihre eigene Freiheit missbrauchten. Das waren einige der Grundsteine, auf denen Erhard sein Wirtschaftswunder aufbaute - und mit denen er als Kanzler schließlich doch scheiterte. Auch die Gründe dieses Scheiterns erläutert Mierzejewski ausführlich: Zum Teil erkennt er Mobbing und Intrigen durch andere CDU-Granden wie Adenauer, Strauß und Barzel als Ursachen. Auch die USA waren Deutschland zu Erhards Zeit nur begrenzt von Hilfe, Präsident Johnson ging gar so weit, den Kanzler, den er als eine Art Untertan sah, im Weißen Haus körperlich zu bedrohen. Aber mehr noch sieht Mierzejewski die Schuld bei der deutschen Bevölkerung. Diese war zum einen einen starken Führer gewohnt; eine Rolle, die Erhard nie spielen wollte. Zum anderen hatte sie Erhards wirtschaftliche Konzepte nie wirklich verstanden, sondern nur ob es ihnen selbst gerade gut ging oder nicht, und schon bei den kleinsten Anzeichen einer ökonomischen Verschlechterung (in diesem Fall ausgelöst durch Adenauers Günstlingswirtschaft, die Ausdehnung der Sozialleistungen und zahlreiche Wahlgeschenke der CDU an die verschiedensten Lobbys) verfielen Journalisten und Bürger in Krisenpanik, als ob ein neues 1929 drohe. So scheiterte Erhards Versuch, die Interessensgruppen zurückzudrängen und mit einer "formierten Gesellschaft" dem Wähler mehr politische Mitwirkung zu verschaffen sowie staatsbürgerliche Tugenden zu entwickeln, die einer Zerrüttung der Moral durch den um sich greifenden Materialismus entgegenwirken sollten: "Die Masse der Menschen maß Wohlstand allein an materiellen Dingen, die politische Klasse hingegen war vollauf damit beschäftigt, sich im Machtkampf eine günstige Ausgangsposition zu verschaffen." Am 1. Dezember 1966 trat Ludwig Erhard zurück. Die Beschäftigung mit seinen Konzepten und den Widerständen dagegen könnten im Jahr 2005 aktueller und bedeutsamer sein denn je. Eine zerbombte Wirtschaft, Millionen Vertriebene, Kriegsversehrte und eine alliierte Verwaltung, die sich selbst nicht einig war, wie das neue Wirtschaftssystem für die entstehende Bundesrepublik eigentlich aussehen sollte - das waren die Rahmenbedingungen innerhalb derer Ludwig Erhard begann, die soziale Marktwirtschaft zu etablieren. Freie Preise, stabiler Geldwert, Wettbewerb, keine Kartelle, Eigentum in breiter Hand (besonders die Beteiligung der Arbeitnehmer an den sie beschäftigenden Unternehmen) und ein ausgeglichener Staatshaushalt - Erhards Programm war so einfach wie revolutionär. Was er programmatisch gegen größte Widerstände nicht nur der SPD, sondern auch innerhalb der CDU, durchsetzte, legte den Grundstein für Wohlstand und Freiheit in der Bundesrepublik. Mierzejewskis Biographie zeichnet nicht nur den Lebensweg eines großen Ökonomen und Staatsmannes nach, sie wirft auch die schmerzliche Frage auf: Wer hat heute noch diesen Mut und diese Weitsicht? Übersetzer Anne Emmert, Norbert Juraschitz Sprache deutsch Maße 125 x 200 mm Einbandart gebunden Literatur Biografien Erfahrungsberichte Bundesrepublik Deutschland 1949-1990 Biografien Erhard, Ludwig Politiker Biografien Erinnerungen Erhard, Ludwig Wirtschaftswunder ISBN-10 3-570-55007-9 / 3570550079 ISBN-13 978-3-570-55007-6 / 9783570550076, Pantheon, 2006, Goldmann, 2006. 2006. Softcover. 18,4 x 12 x 4,4 cm. Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu "Liebe": "Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller." Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov'ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, ge, Goldmann, 2006

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Kai Buchholz (Herausgeber):
Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Taschenbuch

2001, ISBN: 9783442077564

ID: 523285549

Lembeck Lembeck, O Verlag, 2006. 2006. Softcover. 22,8 x 14,8 x 3,4 cm. Boykottforderungen und Sanktionen haben Südafrika in den achtziger Jahre in Deutschland in die Schlagzeilen gebracht. Begleitet von phantasievollen Aktionen sollte der Apartheidpolitik durch öffentlichen Druck der Boden entzogen werden. Dabei gab es in den Jahren nach 1970 eine verblüffende Übereinstimmung in Kirche, Wirtschaft, Politik, Parteien und Presse, über eine verbale Verurteilung der Apartheid nicht hi-nauszugehen. In internationalen Gremien wie z.B. der UNO und dem Ökumenischen Rat der Kirchen stimmten die Deutschen häufig gegen eine schärfere Gangart. Warum war das latente Verständnis für die Apartheid in weiten Kreisen der BRD so groß – anders als in den USA, Großbritannien, den Niederlanden und anderen Ländern? Die Studie geht diesen Frage nach und zeichnet ein farbiges Bild der gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklung zwischen 1970 und 1990 in Deutschland und Südafrika. Über den Autor: Gunther J. Hermann, geb 1941, ist Theologe. Dissertation 1975 über die Bedeutung von Rasse und Religion im Südsudankonflikt. Seit 1963 eine Vielzahl intensiver Kontakte mit schwarzen und weißen Christinnen und Christen in Südafrika und Namibia. Als Pfarrer im „Gemeindedienst für Mission, Ökumene und Entwicklungsfragen“ in der Evang. Landeskirche Württemberg war er in der Anti-Apartheid-Bewegung engagiert. Ökumenischen Rat der Kirchen Apartheidpolitik Ökumenischen Rat der Kirchen Apartheidpolitik Boykottforderungen und Sanktionen haben Südafrika in den achtziger Jahre in Deutschland in die Schlagzeilen gebracht. Begleitet von phantasievollen Aktionen sollte der Apartheidpolitik durch öffentlichen Druck der Boden entzogen werden. Dabei gab es in den Jahren nach 1970 eine verblüffende Übereinstimmung in Kirche, Wirtschaft, Politik, Parteien und Presse, über eine verbale Verurteilung der Apartheid nicht hi-nauszugehen. In internationalen Gremien wie z.B. der UNO und dem Ökumenischen Rat der Kirchen stimmten die Deutschen häufig gegen eine schärfere Gangart. Warum war das latente Verständnis für die Apartheid in weiten Kreisen der BRD so groß – anders als in den USA, Großbritannien, den Niederlanden und anderen Ländern? Die Studie geht diesen Frage nach und zeichnet ein farbiges Bild der gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklung zwischen 1970 und 1990 in Deutschland und Südafrika. Über den Autor: Gunther J. Hermann, geb 1941, ist Theologe. Dissertation 1975 über die Bedeutung von Rasse und Religion im Südsudankonflikt. Seit 1963 eine Vielzahl intensiver Kontakte mit schwarzen und weißen Christinnen und Christen in Südafrika und Namibia. Als Pfarrer im „Gemeindedienst für Mission, Ökumene und Entwicklungsfragen“ in der Evang. Landeskirche Württemberg war er in der Anti-Apartheid-Bewegung engagiert., Lembeck Lembeck, O Verlag, 2006, Goldmann, 2006. 2006. Softcover. 18,4 x 12 x 4,4 cm. Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu "Liebe": "Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller." Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov'ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, ge, Goldmann, 2006

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Kai Buchholz (Herausgeber):
Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderne - Taschenbuch

2001, ISBN: 9783442077564

ID: 642323843

Goldmann, 2006. 2006. Softcover. 18,4 x 12 x 4,4 cm. Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu "Liebe": "Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller." Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov'ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, ge, Goldmann, 2006

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(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.

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Details zum Buch
Liebe: Ein philosophisches Lesebuch  von Kai Buchholz (Herausgeber)
Autor:

Kai Buchholz (Herausgeber)

Titel:

Liebe: Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber)

ISBN-Nummer:

9783442077564

Was das Herz begehrt - 50 Antworten auf die Fragen der Liebe.<br /> <br />Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art "Gebrauchsanweisung", wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein.<br /> <br />. Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch.<br /> <br /> <br /> <br />

Detailangaben zum Buch - Liebe: Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber)


EAN (ISBN-13): 9783442077564
ISBN (ISBN-10): 3442077567
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2006
Herausgeber: Goldmann

Buch in der Datenbank seit 19.02.2014 16:31:43
Buch zuletzt gefunden am 25.02.2017 21:32:10
ISBN/EAN: 9783442077564

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-442-07756-7, 978-3-442-07756-4

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