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´´Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe´´ - Müller-Seidel, Walter
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(*)
Müller-Seidel, Walter:
´´Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe´´ - neues Buch

ISBN: 9783406572845

ID: 49828689

Schiller und die Politik Schillers Ästhetik ist von Anfang an politische Ästhetik. In allen seinen Dramen wird um Herrschaft und um Freiheit gerungen. Um diese These zu belegen, faßt Walter Müller-Seidel Schillers Dramen neu ins Auge und befragt sie im Hinblick auf Herrschaftsformen, Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Während tyrannische Herrschaftsformen nach Schillers Auffassung zu beseitigen sind, redet er dem Tyrannenmord lange Zeit keineswegs das Wort. Erst in seinem letzten abgeschlossenen Drama, in Wilhelm Tell, wird die Ermordung des Tyrannen bejaht. Müller-Seidel plädiert dafür, das Geschichtsdrama als zeitgeschichtliches Drama zu lesen - mit Napoleon als Hintergrundfigur. Der Legende, wonach die Wortführer der Weimarer Klassik die Forderungen des Tages ignoriert hätten, wird in diesem Buch entschieden widersprochen. Schillers Denken ist auf Politik gerichtet, auf Veränderungen durch Ästhetik, die von Anfang an politische Ästhetik ist und es auch bleibt. Staatliche Themen - Verschwörung, Widerstandsrecht und Tyrannenmord - gewinnen in Schillers Dramen Vorrang vor individuellen Charakteren. Dabei wird ein Dilemma erkennbar: zwar gilt es, Tyrannei zu beseitigen, doch ist das Recht auf Leben zu achten. Die Dramen Schillers sind daher gegen Tyrannen, aber gegen Tyrannenmord gleichermaßen. In der Jungfrau von Orleans und vollends in Wilhelm Tell ändert sich das Bild. Es drängt sich die Erklärung auf, Schillers politische Positionen stünden im Zusammenhang mit dieser Wandlung. Im Zentrum der Argumentation steht Schillers Auseinandersetzung mit Napoleon, den Schiller niemals beim Namen nennt, der aber die erschließende Hintergrundfigur in den Dramen seit Wallenstein bildet. Anders als Goethe, Hegel oder Heine sieht Schiller in Napoleon nicht den ´´großen Menschen´´, sondern befindet sich zu ihm in dezidierter Gegnerschaft. Was er den jungen Piccolomini sagen läßt, ist aus der Sicht eines neuen Begriffs von Humanität ganz in Schillers Sinne gesagt: ´´Nicht das Große, das Menschliche geschehe ...´´ Schiller und die Politik Schillers Ästhetik ist von Anfang an politische Ästhetik. In allen seinen Dramen wird um Herrschaft und um Freiheit gerungen. Um diese These zu belegen, faßt Walter Müller-Seidel Schillers Dramen neu ins Auge und befragt sie im Hinblick auf Herrschaftsformen, Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Während tyrannische Herrschaftsformen nach Schillers Auffassung zu beseitigen sind, redet er dem Tyrannenmord lange Zeit keineswegs das Wort. Erst in seinem letzten abgeschlossenen Buch > Geisteswissenschaften, Kunst & Musik > Literaturwissenschaft > Deutschsprachige Literaturwissenschaft, Beck

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Friedrich Schiller und die Politik - Walter Müller-Seidel
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Walter Müller-Seidel:
Friedrich Schiller und die Politik - neues Buch

ISBN: 9783406572845

ID: b9de4cadf6c49be6527dd6e81253c89b

Schiller und die PolitikSchillers Ästhetik ist von Anfang an politische Ästhetik. In allen seinen Dramen wird um Herrschaft und um Freiheit gerungen. Um diese These zu belegen, faßt Walter Müller-Seidel Schillers Dramen neu ins Auge und befragt sie im Hinblick auf Herrschaftsformen, Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Während tyrannische Herrschaftsformen nach Schillers Auffassung zu beseitigen sind, redet er dem Tyrannenmord lange Zeit keineswegs das Wort. Erst in seinem letzten abgeschlossenen Drama, in Wilhelm Tell, wird die Ermordung des Tyrannen bejaht. Müller-Seidel plädiert dafür, das Geschichtsdrama als zeitgeschichtliches Drama zu lesen - mit Napoleon als Hintergrundfigur.Der Legende, wonach die Wortführer der Weimarer Klassik die Forderungen des Tages ignoriert hätten, wird in diesem Buch entschieden widersprochen. Schillers Denken ist auf Politik gerichtet, auf Veränderungen durch Ästhetik, die von Anfang an politische Ästhetik ist und es auch bleibt. Staatliche Themen - Verschwörung, Widerstandsrecht und Tyrannenmord - gewinnen in Schillers Dramen Vorrang vor individuellen Charakteren. Dabei wird ein Dilemma erkennbar: zwar gilt es, Tyrannei zu beseitigen, doch ist das Recht auf Leben zu achten. Die Dramen Schillers sind daher gegen Tyrannen, aber gegen Tyrannenmord gleichermaßen. In der Jungfrau von Orleans und vollends in Wilhelm Tell ändert sich das Bild. Es drängt sich die Erklärung auf, Schillers politische Positionen stünden im Zusammenhang mit dieser Wandlung. Im Zentrum der Argumentation steht Schillers Auseinandersetzung mit Napoleon, den Schiller niemals beim Namen nennt, der aber die erschließende Hintergrundfigur in den Dramen seit Wallenstein bildet. Anders als Goethe, Hegel oder Heine sieht Schiller in Napoleon nicht den "großen Menschen", sondern befindet sich zu ihm in dezidierter Gegnerschaft. Was er den jungen Piccolomini sagen läßt, ist aus der Sicht eines neuen Begriffs von Humanität ganz in Schillers Sinne gesagt: "Nicht das Große, das Menschliche geschehe ..." Bücher / Sachbücher / Kunst & Literatur / Allgemeines & Nachschlagewerke Literatur, [PU: C.H. Beck, München]

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Friedrich Schiller und die Politik - Walter Müller-Seidel
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Walter Müller-Seidel:
Friedrich Schiller und die Politik - gebunden oder broschiert

2009, ISBN: 3406572847

ID: 6707181420

[EAN: 9783406572845], Neubuch, [PU: Beck Okt 2009], SCHILLER, FRIEDRICH VON, Neuware - Schillers Ästhetik ist von Anfang an politische Ästhetik. In allen seinen Dramen wird um Herrschaft und um Freiheit gerungen. Um diese These zu belegen, faßt Walter Müller-Seidel Schillers Dramen neu ins Auge und befragt sie im Hinblick auf Herrschaftsformen, Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Während tyrannische Herrschaftsformen nach Schillers Auffassung zu beseitigen sind, redet er dem Tyrannenmord lange Zeit keineswegs das Wort. Erst in seinem letzten abgeschlossenen Drama, in'Wilhelm Tell', wird die Ermordung des Tyrannen bejaht. Müller-Seidel plädiert dafür, das Geschichtsdrama als zeitgeschichtliches Drama zu lesen - mit Napoleon als Hintergrundfigur. Der Legende, wonach die Wortführer der Weimarer Klassik die Forderungen des Tages ignoriert hätten, wird in diesem Buch entschieden widersprochen. Schillers Denken ist auf Politik gerichtet, auf Veränderungen durch Ästhetik, die von Anfang an politische Ästhetik ist und es auch bleibt. Staatliche Themen - Verschwörung, Widerstandsrecht und Tyrannenmord - gewinnen in Schillers Dramen Vorrang vor individuellen Charakteren. Dabei wird ein Dilemma erkennbar: zwar gilt es, Tyrannei zu beseitigen, doch ist das Recht auf Leben zu achten. Die Dramen Schillers sind daher gegen Tyrannen, aber gegen Tyrannenmord gleichermaßen. In der'Jungfrau von Orleans'und vollends in'Wilhelm Tell'ändert sich das Bild. Es drängt sich die Erklärung auf, Schillers politische Positionen stünden im Zusammenhang mit dieser Wandlung. Im Zentrum der Argumentation steht Schillers Auseinandersetzung mit Napoleon, den Schiller niemals beim Namen nennt, der aber die erschließende Hintergrundfigur in den Dramen seit'Wallenstein'bildet. Anders als Goethe, Hegel oder Heine sieht Schiller in Napoleon nicht den'großen Menschen', sondern befindet sich zu ihm in dezidierter Gegnerschaft. Was er den jungen Piccolomini sagen läßt, ist aus der Sicht eines neuen Begriffs von Humanität ganz in Schillers Sinne gesagt:'Nicht das Große, das Menschliche geschehe .' 400 pp. Deutsch

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Müller-Seidel, Walter:
"Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe" Friedrich Schiller und die Politik - gebunden oder broschiert

2009, ISBN: 3406572847

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Gebundene Ausgabe Literaturgeschichte, Schiller, Friedrich von, mit Schutzumschlag neu, [PU:Beck C. H.]

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Friedrich Schiller und die Politik - Walter Müller-Seidel
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Friedrich Schiller und die Politik - Erstausgabe

2009, ISBN: 9783406572845

Gebundene Ausgabe, ID: 8773572

"Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe", [ED: 1], Hardcover, Buch, [PU: Beck, C H]

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Details zum Buch
"Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe"
Autor:

Müller-Seidel, Walter

Titel:

"Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe"

ISBN-Nummer:

Müller-Seidel, Walter: Friedrich Schiller und die Politik. Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe. München, Beck 2009. 400 S. Ppbd. m. Schutzumschlag.

Detailangaben zum Buch - "Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe"


EAN (ISBN-13): 9783406572845
ISBN (ISBN-10): 3406572847
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr: 2008
Herausgeber: Beck C. H.
400 Seiten
Gewicht: 0,633 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 28.05.2007 02:30:15
Buch zuletzt gefunden am 29.04.2017 22:33:17
ISBN/EAN: 9783406572845

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-406-57284-7, 978-3-406-57284-5


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