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Die Sieben Letzten Worte - Alan Buribayev
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Alan Buribayev:
Die Sieben Letzten Worte - neues Buch

ISBN: 4260005910292

ID: 2be766325a822bd8ffc115c25ad01468

Meditieren, sinnen - sich besinnen, gewinnt gerade in unserer schnellebigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Zumeist verbindet man mit dem Wort Meditation sphärische Entspannungsmusik mit entsprechenden gedanklichen Anregungen zur Selbstfindung. Doch was geschieht wenn im authentischen Raum „Klosterkirche Maulbronn" Haydns grosses Orchesterwerk, geschaffen zur Besinnung auf die „Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" erklingt? Wenn im Rahmen der Aufführung jene Worte die Basis zur zeitgenössischen Auseinandersetzung durch einen der grossen Rhetoriker unserer Zeit bilden? Dann erfährt „Meditation" eine andere Bedeutung - ganz im Sinne der Komposition und des ursprünglichen Anlasses. Denn im Jahre 1785 erhielt Joseph Haydn von einem Domherrn in Cadiz den Auftrag, für die Karwoche eine Art geistlicher Instrumentalmusik zu schreiben, in der die „Sieben letzten Worte des Herrn" Ausdeutung erfahren sollten. Der Komponist sagte zu und schuf „Sieben Sonaten mit einer Einleitung und am Schluss ein Erdbeben" für grosses Orchester, die dann wahrscheinlich am Karfreitag des Jahres 1786 in der unterirdischen Kirche Santa Cueva aufgeführt wurden. Haydn beschrieb etwa 15 Jahre später, wie die Aufführung vonstatten gegangen ist: „Man pflegte damals alle Jahre während der Fastenzeit in der Hauptkirche zu Cadiz ein Oratorium aufzuführen, zu dessen verstärkter Wirkung folgende Anstalten nicht wenig beitragen mussten: Die Wände, Fenster und Pfeiler der Kirche waren nämlich mit schwarzem Tuch überzogen, und nur eine in der Mitte hängende Lampe erleuchtete das heilige Dunkel. Zur Mittagsstunde wurden alle Türen geschlossen; jetzt begann die Musik. Nach einem zweckmässigen Vorspiel bestieg der Bischof die Kanzel, sprach eines der sieben Worte aus und stellte eine Betrachtung darüber an. Der Bischof betrat und verliess zum zweiten, dritten Male usw. die Kanzel, und jedesmal fiel das Orchester nach dem Schluss der Rede wieder ein. Dieser Darstellung musste meine Komposition angemessen sein." Haydn wandte einen Kunstgriff an, der im 18. Jahrhundert gang und gäbe war: Bei der Verfassung von Instrumentalmusik stellte man sich einen Text, einen Dialog, ja sogar ein ganzes Drama vor, an dem entlang nun „sprechende" Musik komponiert wurde; die Musik war somit eine „redende" Kunst und hatte dementsprechend ganz konkrete Inhalte. Walter Jens greift durch seine zeitgemässen Betrachtungen der Worte Jesu diese Tradition auf und führt die „Betrachtungen" Haydns in eine gedankliche Gegenwart. Die sieben Köpfe der Titelillustration versinnbildlichen die Auseinandersetzung des menschlichen Geistes mit den heren Werten und deren zunehmenden Verfall in der Gegenwart - die Jens, so zumindest erschien es dem Künstler, in seiner zeitgenössischen Interpretation erläutert und in das Bewusstsein des Hörers führen will - „denn die Schöpfung könnte, wie die Dinge heute stehen, auch zurückgenommen werden..." Musik>Klassik>Nach Komponisten>Haydn, Franz Joseph, Klassik Center Kassel

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ISBN: 4260005910292

ID: 6019130

Meditieren, sinnen - sich besinnen, gewinnt gerade in unserer schnellebigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Zumeist verbindet man mit dem Wort Meditation sphärische Entspannungsmusik mit entsprechenden gedanklichen Anregungen zur Selbstfindung. Doch was geschieht wenn im authentischen Raum Klosterkirche Maulbronn´´ Haydns großes Orchesterwerk, geschaffen zur Besinnung auf die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze´´ erklingt? Wenn im Rahmen der Aufführung jene Worte die Basis zur zeitgenössischen Auseinandersetzung durch einen der großen Rhetoriker unserer Zeit bilden? Dann erfährt Meditation´´ eine andere Bedeutung - ganz im Sinne der Komposition und des ursprünglichen Anlasses. Denn im Jahre 1785 erhielt Joseph Haydn von einem Domherrn in Cadiz den Auftrag, für die Karwoche eine Art geistlicher Instrumentalmusik zu schreiben, in der die Sieben letzten Worte des Herrn´´ Ausdeutung erfahren sollten. Der Komponist sagte zu und schuf Sieben Sonaten mit einer Einleitung und am Schluß ein Erdbeben´´ für großes Orchester, die dann wahrscheinlich am Karfreitag des Jahres 1786 in der unterirdischen Kirche Santa Cueva aufgeführt wurden. Haydn beschrieb etwa 15 Jahre später, wie die Aufführung vonstatten gegangen ist: Man pflegte damals alle Jahre während der Fastenzeit in der Hauptkirche zu Cadiz ein Oratorium aufzuführen, zu dessen verstärkter Wirkung folgende Anstalten nicht wenig beitragen mußten: Die Wände, Fenster und Pfeiler der Kirche waren nämlich mit schwarzem Tuch überzogen, und nur eine in der Mitte hängende Lampe erleuchtete das heilige Dunkel. Zur Mittagsstunde wurden alle Türen geschlossen; jetzt begann die Musik. Nach einem zweckmäßigen Vorspiel bestieg der Bischof die Kanzel, sprach eines der sieben Worte aus und stellte eine Betrachtung darüber an. Der Bischof betrat und verließ zum zweiten, dritten Male usw. die Kanzel, und jedesmal fiel das Orchester nach dem Schluß der Rede wieder ein. Dieser Darstellung mußte meine Komposition angemessen sein.´´ Haydn wandte einen Kunstgriff an, der im 18. Jahrhundert gang und gäbe war: Bei der Verfassung von Instrumentalmusik stellte man sich einen Text, einen Dialog, ja sogar ein ganzes Drama vor, an dem entlang nun sprechende´´ Musik komponiert wurde; die Musik war somit eine redende´´ Kunst und hatte dementsprechend ganz konkrete Inhalte. Walter Jens greift durch seine zeitgemäßen Betrachtungen der Worte Jesu diese Tradition auf und führt die Betrachtungen´´ Haydns in eine gedankliche Gegenwart. Die sieben Köpfe der Titelillustration versinnbildlichen die Auseinandersetzung des menschlichen Geistes mit den heren Werten und deren zunehmenden Verfall in der Gegenwart - die Jens, so zumindest erschien es dem Künstler, in seiner zeitgenössischen Interpretation erläutert und in das Bewußtsein des Hörers führen will - denn die Schöpfung könnte, wie die Dinge heute stehen, auch zurückgenommen werden... Chormusik Musik Musik>Klassik>Nach Komponisten>Haydn, Franz Joseph, Klassik Center Kassel

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Chormusik Meditieren, sinnen - sich besinnen, gewinnt gerade in unserer schnellebigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Zumeist verbindet man mit dem Wort Meditation sphärische Entspannungsmusik mit entsprechenden gedanklichen Anregungen zur Selbstfindung. Doch was geschieht wenn im authentischen Raum Klosterkirche Maulbronn" Haydns großes Orchesterwerk, geschaffen zur Besinnung auf die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" erklingt? Wenn im Rahmen der Aufführung jene Worte die Basis zur zeitgenössischen Auseinandersetzung durch einen der großen Rhetoriker unserer Zeit bilden? Dann erfährt Meditation" eine andere Bedeutung - ganz im Sinne der Komposition und des ursprünglichen Anlasses. Denn im Jahre 1785 erhielt Joseph Haydn von einem Domherrn in Cadiz den Auftrag, für die Karwoche eine Art geistlicher Instrumentalmusik zu schreiben, in der die Sieben letzten Worte des Herrn" Ausdeutung erfahren sollten. Der Komponist sagte zu und schuf Sieben Sonaten mit einer Einleitung und am Schluß ein Erdbeben" für großes Orchester, die dann wahrscheinlich am Karfreitag des Jahres 1786 in der unterirdischen Kirche Santa Cueva aufgeführt wurden. Haydn beschrieb etwa 15 Jahre später, wie die Aufführung vonstatten gegangen ist: Man pflegte damals alle Jahre während der Fastenzeit in der Hauptkirche zu Cadiz ein Oratorium aufzuführen, zu dessen verstärkter Wirkung folgende Anstalten nicht wenig beitragen mußten: Die Wände, Fenster und Pfeiler der Kirche waren nämlich mit schwarzem Tuch überzogen, und nur eine in der Mitte hängende Lampe erleuchtete das heilige Dunkel. Zur Mittagsstunde wurden alle Türen geschlossen; jetzt begann die Musik. Nach einem zweckmäßigen Vorspiel bestieg der Bischof die Kanzel, sprach eines der sieben Worte aus und stellte eine Betrachtung darüber an. Der Bischof betrat und verließ zum zweiten, dritten Male usw. die Kanzel, und jedesmal fiel das Orchester nach dem Schluß der Rede wieder ein. Dieser Darstellung mußte meine Komposition angemessen sein." Haydn wandte einen Kunstgriff an, der im 18. Jahrhundert gang und gäbe war: Bei der Verfassung von Instrumentalmusik stellte man sich einen Text, einen Dialog, ja sogar ein ganzes Drama vor, an dem entlang nun sprechende" Musik komponiert wurde; die Musik war somit eine redende" Kunst und hatte dementsprechend ganz konkrete Inhalte. Walter Jens greift durch seine zeitgemäßen Betrachtungen der Worte Jesu diese Tradition auf und führt die Betrachtungen" Haydns in eine gedankliche Gegenwart. Die sieben Köpfe der Titelillustration versinnbildlichen die Auseinandersetzung des menschlichen Geistes mit den heren Werten und deren zunehmenden Verfall in der Gegenwart - die Jens, so zumindest erschien es dem Künstler, in seiner zeitgenössischen Interpretation erläutert und in das Bewußtsein des Hörers führen will - denn die Schöpfung könnte, wie die Dinge heute stehen, auch zurückgenommen werden..." Musik / Klassik / Nach Komponisten / Haydn, Franz Joseph, Klassik Center Kassel

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Detailangaben zum Buch - Die Sieben Letzten Worte


EAN (ISBN-13): 4260005910292
Herausgeber: KLASSIK CENTER KASSEL / Kassel
Gewicht: 0,107 kg

Buch in der Datenbank seit 31.03.2007 16:04:02
Buch zuletzt gefunden am 29.02.2016 05:01:25
ISBN/EAN: 4260005910292


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