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Einsam in der Menge - Lothar Veit
(*)
Lothar Veit:
Einsam in der Menge - neues Buch

2002, ISBN: 9783832453138

ID: 9783832453138

Die Selbstreflexion des Schriftstellers in den Nachkriegsromanen von Wolfgang Koeppen Inhaltsangabe:Einleitung: ¿Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren Berühmtheit die Bekanntheit und erst recht die Beliebtheit bei weitem übersteigt¿, schrieb Dietrich Erlach 1973 in seiner Dissertation und beklagte damit den bis dato spärlichen Bestand an Sekundärliteratur. Anders formuliert: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren literarische und stilistische Fähigkeiten in gleichem Maße gepriesen werden, wie ihr Werk nicht gelesen wird. Noch kürzer: Wolfgang Koeppen ist ein Geheimtipp. Das galt und gilt 1951 wie 1973 wie 2002. Die Koeppen-Forschung hingegen, die abseits des breiten Lesepublikums wirkt, ist in Bewegung wie lange nicht mehr. War Koeppen zuletzt 1992 positiv durch die Entdeckung seiner Autorschaft an dem Buch ¿Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch¿ und dann 1999 negativ durch die Infragestellung eben dieser Autorschaft in die Schlagzeilen der Feuilletons geraten, ist er nun wieder in den abgeschirmten Schoß der Literaturwissenschaft zurückgesunken. Im Herbst 2001 hat Jörg Döring eine bemerkenswerte und umfassende Arbeit über Koeppens Schaffen zwischen 1933 und 1948 vorgelegt, in der ein ausführliches Kapitel dem Littner-Mysterium gewidmet ist. Döring hat überdies genau den Zeitraum erforscht, den Wolfgang Koeppen zeit seines Lebens als ¿großen Roman¿ aufarbeiten wollte, aber nicht zu schreiben vermochte. Seit 1995 haben drei internationale Wolfgang-Koeppen-Kongresse stattgefunden, die jeweils umfangreiche Buchpublikationen mit neuesten Forschungsergebnissen nach sich zogen. Am 1. Juli 2000 wurde die Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft e.V. Greifswald/München gegründet. Und schließlich riefen Günter Grass und Peter Rühmkorf die Wolfgang-Koeppen-Stiftung ins Leben, die unter anderem den 2001 begonnenen Wiederaufbau des Koeppenschen Geburtshauses als ¿Literaturhaus Vorpommern¿ in Greifswald finanzieren helfen will. Im Juni 2001 ist ¿Das Treibhaus¿ erstmals von Michael Hofmann ins Englische übersetzt worden, so dass Wolfgang Koeppen mit seiner Sicht auf das Bonn der Nachkriegs-Restauration nun auch in den Vereinigten Staaten auf Interesse stößt ¿ immerhin mit einem Roman, der 1953 geschrieben wurde. Gleich, ob die deutsche Hauptstadt Bonn oder Berlin heißt: Nach rund 50 Jahren scheint Koeppen nach wie vor (oder wieder) aktuell zu sein. Dafür, dass das Interesse an ihm nicht erlischt, hat Wolfgang Koeppen selbst gesorgt. Dem mythenverliebten Schriftsteller gelang es in zahllosen Interviews, einen Mythos um sich selbst zu weben. Alfred Estermann formuliert es so: ¿Es ergab sich eine lange Reihe persönlicher Gespräche und schriftlicher Interviews, bei denen ihm zustatten kam, daß er über ein brillantes Gedächtnis ebenso verfügte wie über die souveräne Möglichkeit, keinen Gebrauch von ihm zu machen, daß sein Erinnerungsvermögen zugleich präzise und durch erzählungsdramaturgische Rücksichten determinierbar war.¿ Mit immer neuen Ankündigungen von Romanen, die mal in Arbeit waren, mal fast fertig (und dann doch nie erschienen), hielt Koeppen sich im Gespräch. Die immer wiederkehrenden Fragen nach seiner Biographie, besonders während des Nationalsozialismus, beantwortete er bald textbausteinhaft routiniert: Seine ¿zwanglose¿ Emigration nach Holland, die Wiederkehr, sein ¿Unterstellen¿ beim Film und schließlich sein Gang in den ¿Untergrund¿, nachdem seine Berliner Wohnung zerbombt worden war ¿ diese Stationen wären das Gerüst für seinen ¿großen Roman¿ gewesen, und er hat die Fakten scheinbar widerwillig immer wieder mitgeteilt: ¿... es ist zu schwer, das alles zu sagen ich will es mal schreiben, warum, verdammt noch mal, schreibe ich es nicht ¿ Auch weiterhin sind neue Erkenntnisse zu erwarten. Nach Wolfgang Koeppens Tod 1996 wurde damit begonnen, seinen Nachlass zu sichten und zu sortieren. Es fanden sich zahllose Manuskriptseiten, unter anderem auch das verschollen geglaubte Romanfragment ¿Die Jawang-Gesellschaft¿, zu dessen Verschwinden sich Koeppen im Laufe der Zeit mindestens drei verschiedene Varianten ausgedacht hatte. Eine Kopie des Romantyposkripts ruhte unterdessen wohlbehalten in seinem Manuskriptschrank, der mittlerweile im Greifswalder Koeppen-Archiv zu besichtigen ist. Warum er sich gelegentlich widersprach, wissentlich oder unwissentlich Dinge verschwieg oder falsch darstellte, lässt sich ohne Spekulationen nicht beantworten. Sein Nachlass und vor allem der darin enthaltene Briefbestand werden wohl noch manches aufklären, worüber Koeppen die interessierte Öffentlichkeit im Unklaren gelassen hat. Eine erste Auswahl der erhaltenen Prosafragmente ist im Sommer 2000 bei Suhrkamp in dem 780 Seiten starken Sammelband ¿Auf dem Phantasieroß¿ veröffentlicht worden. So sehr er sein eigenes Leben als ¿romanhaft¿ empfand und diesen Begriff wiederholt in Interviews zu Protokoll gab, sosehr finden sich in seinem Werk unentwegt die Selbstreflexionen eines Schriftstellers. Man läuft Gefahr, diese Reflexionen in Koeppens Romanen mit autobiographischen Auskünften gleichzusetzen oder mindestens zu vermischen. Was streng genommen zweierlei ist oder wenigstens für einen Literaturwissenschaftler zweierlei sein müsste, lässt sich aber gerade bei Koeppen nur schwer voneinander trennen. Für Autobiographisches in seinem Werk gibt es zahlreiche Belege. Die seinerseits in Interviews und Gesprächen mehrfach mitgeteilte Reflexion der eigenen Rolle (und gleiches gilt für seine Romanprotagonisten) schwankt zwischen der utopischen Verklärung des Romanciers an der Seite der Schwachen und Entrechteten und der durch eine kapitalistische Gesellschaft erzwungenen Verdammung zum profanen Broterwerbsdichter. 1971 beschreibt Koeppen in einem Gespräch mit Horst Krüger das Los der Schriftstellerei so: ¿Bücher werden aus Mißverständnis gekauft, manchmal aus Mißverständnis gelesen, aus lauter Mißverständnis in den Schrank gestellt, schließlich als Taschenbuch verbreitet und weggeworfen, was all diese Mißverständnisse wieder aufhebt und gutmachte, gäbe es nicht die Philologen, die den Fall registrieren und zu den Akten nehmen für neue Mißverständnisse.¿ So soll nun also in dieser Arbeit registriert werden, wie Wolfgang Koeppen durch die Protagonisten Philipp, Keetenheuve und Siegfried in seinen drei Nachkriegsromanen ¿Tauben im Gras¿, ¿Das Treibhaus¿ und ¿Der Tod in Rom¿ die Rolle des Schriftstellers reflektiert ¿ wohl wissend, dass damit möglicherweise neue Missverständnisse zu den Akten genommen werden. Inhaltsverzeichnis: Einleitung4 1.Tauben im Gras8 1.1Zeitgenössische Rezeption8 1.2Der erste Auftritt des Protagonisten: Philipp12 1.3Der Schriftsteller als Beobachter13 1.4Schreibprobleme14 1.5Manipulation der Sprache durch Technik16 1.6Der Intellektuelle im Literaturbetrieb21 1.7Beruf und Berufung22 1.8Journalisten als Auguren der Moderne30 1.9Der Schriftsteller als Anwalt der Unterdrückten32 1.10Mr Edwins Vortrag34 1.11Der Schluss39 2.Das Treibhaus40 2.1Zeitgenössische Rezeption40 2.2Der erste Auftritt des Protagonisten: Keetenheuve45 2.3Gegenposition zum bürgerlichen Lebensentwurf48 2.4Mythologische Verweise51 2.5Manipulation der Politik durch Technik54 2.6Der Schriftsteller als Revolutionär59 2.7Journalisten als Instrumente der Macht61 2.8Der Dichter Keetenheuve65 2.9Die ästhetische Existenz70 2.10Keetenheuves Rede72 2.11Der Schluss75 3.Der Tod in Rom79 3.1Zeitgenössische Rezeption79 3.2Der erste Auftritt des Protagonisten: Siegfried82 3.3Manipulation der Musik durch Technik83 3.4Innerer Dialog86 3.5Musik als Pseudonym für Literatur89 3.6Kirchenkritik und Religiosität90 3.7Kunst im Kontext der Zeit93 3.8Reflexion des Erzählten durch Erzählung95 3.9Ästhetik der Sexualität96 3.10Siegfrieds Konzert100 3.11Der Schluss102 4.Autobiographisches in Koeppens Romanen106 Fazit112 Literaturverzeichnis114 Einsam in der Menge: Inhaltsangabe:Einleitung: ¿Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren Berühmtheit die Bekanntheit und erst recht die Beliebtheit bei weitem übersteigt¿, schrieb Dietrich Erlach 1973 in seiner Dissertation und beklagte damit den bis dato spärlichen Bestand an Sekundärliteratur. Anders formuliert: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren literarische und stilistische Fähigkeiten in gleichem Maße gepriesen werden, wie ihr Werk nicht gelesen wird. Noch kürzer: Wolfgang Koeppen ist ein Geheimtipp. Das galt und gilt 1951 wie 1973 wie 2002. Die Koeppen-Forschung hingegen, die abseits des breiten Lesepublikums wirkt, ist in Bewegung wie lange nicht mehr. War Koeppen zuletzt 1992 positiv durch die Entdeckung seiner Autorschaft an dem Buch ¿Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch¿ und dann 1999 negativ durch die Infragestellung eben dieser Autorschaft in die Schlagzeilen der Feuilletons geraten, ist er nun wieder in den abgeschirmten Schoß der Literaturwissenschaft zurückgesunken. Im Herbst 2001 hat Jörg Döring eine bemerkenswerte und umfassende Arbeit über Koeppens Schaffen zwischen 1933 und 1948 vorgelegt, in der ein ausführliches Kapitel dem Littner-Mysterium gewidmet ist. Döring hat überdies genau den Zeitraum erforscht, den Wolfgang Koeppen zeit seines Lebens als ¿großen Roman¿ aufarbeiten wollte, aber nicht zu schreiben vermochte. Seit 1995 haben drei internationale Wolfgang-Koeppen-Kongresse stattgefunden, die jeweils umfangreiche Buchpublikationen mit neuesten Forschungsergebnissen nach sich zogen. Am 1. Juli 2000 wurde die Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft e.V. Greifswald/München gegründet. Und schließlich riefen Günter Grass und Peter Rühmkorf die Wolfgang-Koeppen-Stiftung ins Leben, die unter anderem den 2001 begonnenen Wiederaufbau des Koeppenschen Geburtshauses als ¿Literaturhaus Vorpommern¿ in Greifswald finanzieren helfen will. Im Juni 2001 ist ¿Das Treibhaus¿ erstmals von Michael Hofmann ins Englische übersetzt worden, so dass Wolfgang Koeppen mit seiner Sicht auf das Bonn der Nachkriegs-Restauration nun auch in den Vereinigten Staaten auf Interesse stößt ¿ immerhin mit einem Roman, der 1953 geschrieben wurde. Gleich, ob die deutsche Hauptstadt Bonn oder Berlin heißt: Nach rund 50 Jahren scheint Koeppen nach wie vor (oder wieder) aktuell zu sein. Dafür, dass das Interesse an ihm nicht erlischt, hat Wolfgang Koeppen selbst gesorgt. Dem mythenverliebten Schriftsteller gelang es in zahllosen Interviews, einen Mythos um sich selbst zu weben. Alfred Estermann formuliert es so: ¿Es ergab sich eine lange Reihe persönlicher Gespräche und schriftlicher Interviews, bei denen ihm zustatten kam, daß er über ein brillantes Gedächtnis ebenso verfügte wie über die souveräne Möglichkeit, keinen Gebrauch von ihm zu machen, daß sein Erinnerungsvermögen zugleich präzise und durch erzählungsdramaturgische Rücksichten determinierbar war.¿ Mit immer neuen Ankündigungen von Romanen, die mal in Arbeit waren, mal fast fertig (und dann doch nie erschienen), hielt Koeppen sich im Gespräch. Die immer wiederkehrenden Fragen nach seiner Biographie, besonders während des Nationalsozialismus, beantwortete er bald textbausteinhaft routiniert: Seine ¿zwanglose¿ Emigration nach Holland, die Wiederkehr, sein ¿Unterstellen¿ beim Film und schließlich sein Gang in den ¿Untergrund¿, nachdem seine Berliner Wohnung zerbombt worden war ¿ diese Stationen wären das Gerüst für seinen ¿großen Roman¿ gewesen, und er hat die Fakten scheinbar widerwillig immer wieder mitgeteilt: ¿... es ist zu schwer, das alles zu sagen ich will es mal schreiben, warum, verdammt noch mal, schreibe ich es nicht ¿ Auch weiterhin sind neue Erkenntnisse zu erwarten. Nach Wolfgang Koeppens Tod 1996 wurde damit begonnen, seinen Nachlass zu sichten und zu sortieren. Es fanden sich zahllose Manuskriptseiten, unter anderem auch das verschollen geglaubte Romanfragment ¿Die Jawang-Gesellschaft¿, zu dessen Verschwinden sich Koeppen im Laufe der Zeit mindestens drei verschiedene Varianten ausgedacht hatte. Eine Kopie des Romantyposkripts ruhte unterdessen wohlbehalten in seinem Manuskriptschrank, der mittlerweile im Greifswalder Koeppen-Archiv zu besichtigen ist. Warum er sich gelegentlich widersprach, wissentlich oder unwissentlich Dinge verschwieg oder falsch darstellte, lässt sich ohne Spekulationen nicht beantworten. Sein Nachlass und vor allem der darin enthaltene Briefbestand werden wohl noch manches aufklären, worüber Koeppen die interessierte Öffentlichkeit im Unklaren gelassen hat. Eine erste Auswahl der erhaltenen Prosafragmente ist im Sommer 2000 bei Suhrkamp in dem 780 Seiten starken Sammelband ¿Auf dem Phantasieroß¿ veröffentlicht worden. So sehr er sein eigenes Leben als ¿romanhaft¿ empfand und diesen Begriff wiederholt in Interviews zu Protokoll gab, sosehr finden sich in seinem Werk unentwegt die Selbstreflexionen eines Schriftstellers. Man läuft Gefahr, diese Reflexionen in Koeppens Romanen mit autobiographischen Auskünften gleichzusetzen oder mindestens zu vermischen. Was streng genommen zweierlei ist oder wenigstens für einen Literaturwissenschaftler zweierlei sein müsste, lässt sich aber gerade bei Koeppen nur schwer voneinander trennen. Für Autobiographisches in seinem Werk gibt es zahlreiche Belege. Die seinerseits in Interviews und Gesprächen mehrfach mitgeteilte Reflexion der eigenen Rolle (und gleiches gilt für seine Romanprotagonisten) schwankt zwischen der utopischen Verklärung des Romanciers an der Seite der Schwachen und Entrechteten und der durch eine kapitalistische Gesellschaft erzwungenen Verdammung zum profanen Broterwerbsdichter. 1971 beschreibt Koeppen in einem Gespräch mit Horst Krüger das Los der Schriftstellerei so: ¿Bücher werden aus Mißverständnis gekauft, manchmal aus Mißverständnis gelesen, aus lauter Mißverständnis in den Schrank gestellt, schließlich als Taschenbuch verbreitet und weggeworfen, was all diese Mißverständnisse wieder aufhebt und gutmachte, gäbe es nicht die Philologen, die den Fall registrieren und zu den Akten nehmen für neue Mißverständnisse.¿ So soll nun also in dieser Arbeit registriert werden, wie Wolfgang Koeppen durch die Protagonisten Philipp, Keetenheuve und Siegfried in seinen drei Nachkriegsromanen ¿Tauben im Gras¿, ¿Das Treibhaus¿ und ¿Der Tod in Rom¿ die Rolle des Schriftstellers reflektiert ¿ wohl wissend, dass damit möglicherweise neue Missverständnisse zu den Akten genommen werden. Inhaltsverzeichnis: Einleitung4 1.Tauben im Gras8 1.1Zeitgenössische Rezeption8 1.2Der erste Auftritt des Protagonisten: Philipp12 1.3Der Schriftsteller als Beobachter13 1.4Schreibprobleme14 1.5Manipulation der Sprache durch Technik16 1.6Der, Diplomica Verlag

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Einsam in der Menge - Lothar Veit
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Lothar Veit:
Einsam in der Menge - neues Buch

2002, ISBN: 9783832453138

ID: 5d0c2abf214cd70831c1a80c5ae7bbf2

Magisterarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,5, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Literatur- und Sprachwissenschaften), Sprache: Deutsch Inhaltsangabe:Einleitung:?Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren Berühmtheit die Bekanntheit und erst recht die Beliebtheit bei weitem übersteigt?, schrieb Dietrich Erlach 1973 in seiner Dissertation und beklagte damit den bis dato spärlichen Bestand an Sekundärliteratur. Anders formuliert: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren literarische und stilistische Fähigkeiten in gleichem Maße gepriesen werden, wie ihr Werk nicht gelesen wird. Noch kürzer: Wolfgang Koeppen ist ein Geheimtipp. Das galt und gilt 1951 wie 1973 wie 2002.Die Koeppen-Forschung hingegen, die abseits des breiten Lesepublikums wirkt, ist in Bewegung wie lange nicht mehr. War Koeppen zuletzt 1992 positiv durch die Entdeckung seiner Autorschaft an dem Buch ?Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch? und dann 1999 negativ durch die Infragestellung eben dieser Autorschaft in die Schlagzeilen der Feuilletons geraten, ist er nun wieder in den abgeschirmten Schoß der Literaturwissenschaft zurückgesunken. Im Herbst 2001 hat Jörg Döring eine bemerkenswerte und umfassende Arbeit über Koeppens Schaffen zwischen 1933 und 1948 vorgelegt, in der ein ausführliches Kapitel dem Littner-Mysterium gewidmet ist. Döring hat überdies genau den Zeitraum erforscht, den Wolfgang Koeppen zeit seines Lebens als ?großen Roman? aufarbeiten wollte, aber nicht zu schreiben vermochte.Seit 1995 haben drei internationale Wolfgang-Koeppen-Kongresse stattgefunden, die jeweils umfangreiche Buchpublikationen mit neuesten Forschungsergebnissen nach sich zogen. Am 1. Juli 2000 wurde die Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft e.V. Greifswald/München gegründet. Und schließlich riefen Günter Grass und Peter Rühmkorf die Wolfgang-Koeppen-Stiftung ins Leben, die unter anderem den 2001 begonnenen Wiederaufbau des Koeppenschen Geburtshauses als ?Literaturhaus Vorpommern? in Greifswald finanzieren helfen will.Im Juni 2001 ist ?Das Treibhaus? erstmals von Michael Hofmann ins Englische übersetzt worden, so dass Wolfgang Koeppen mit seiner Sicht auf das Bonn der Nachkriegs-Restauration nun auch in den Vereinigten Staaten auf Interesse stößt ? immerhin mit einem Roman, der 1953 geschrieben wurde. Gleich, ob die deutsche Hauptstadt Bonn oder Berlin heißt: Nach rund 50 Jahren scheint Koeppen nach wie vor (oder wieder) aktuell zu sein.Dafür, dass das Interesse an ihm nicht erlischt, hat Wolfgang Koeppen selbst gesorgt. Dem mythenverliebten Schriftsteller gelang es in zahllosen Interviews, einen Mythos um sich selbst zu weben. Alfred Estermann formuliert es so: ?Es ergab sich eine lange Reihe persönlicher Gespräche und schriftlicher Interviews, bei denen ihm zustatten kam, daß er über ein brillantes Gedächtnis ebenso verfügte wie über die souveräne Möglichkeit, keinen Gebrauch von ihm zu machen, daß sein Erinnerungsvermögen zugleich präzise und durch erzählungsdramaturgische Rücksichten determinierbar war.?Mit immer neuen Ankündigungen von Romanen, die mal in Arbeit waren, mal fast fertig (und dann doch nie erschienen), hielt Koeppen sich im Gespräch. Die immer wiederkehrenden Fragen nach seiner Biographie, besonders während des Nationalsozialismus, beantwortete er bald textbausteinhaft routiniert: Seine ?zwanglose? Emigration nach Holland, die Wiederkehr, sein ?Unterstellen? beim Film und schließlich sein Gang in den ?Untergrund?, nachdem seine Berliner Wohnung zerbombt worden war ? diese Stationen wären das Gerüst für seinen ?großen Roman? gewesen, und er hat die Fakten scheinbar widerwillig immer wieder mitgeteilt: ?... es ist zu schwer, das alles zu sagen; ich will es mal schreiben, warum, verdammt noch mal, schreibe ich es nicht??Auch weiterhin sind neue Erkenntnisse zu erwarten. Nach Wolfgang Koeppens Tod 1996 wurde damit begonnen, seinen Nachlass zu sichten und zu sortieren. Es fanden sich zahllose Manuskriptseiten, unter anderem auch das verschollen geglaubte Romanfragment ?Die eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, Diplom.de

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Einsam in der Menge - Die Selbstreflexion des Schriftstellers in den Nachkriegsromanen von Wolfgang Koeppen - Lothar Veit
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Einsam in der Menge - Die Selbstreflexion des Schriftstellers in den Nachkriegsromanen von Wolfgang Koeppen - neues Buch

2002, ISBN: 9783832453138

ID: 26497170

Inhaltsangabe:Einleitung: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren Berühmtheit die Bekanntheit und erst recht die Beliebtheit bei weitem übersteigt, schrieb Dietrich Erlach 1973 in seiner Dissertation und beklagte damit den bis dato spärlichen Bestand an Sekundärliteratur. Anders formuliert: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren literarische und stilistische Fähigkeiten in gleichem Maße gepriesen werden, wie ihr Werk nicht gelesen wird. Noch kürzer: Wolfgang Koeppen ist ein Geheimtipp. Das galt und gilt 1951 wie 1973 wie 2002. Die Koeppen-Forschung hingegen, die abseits des breiten Lesepublikums wirkt, ist in Bewegung wie lange nicht mehr. War Koeppen zuletzt 1992 positiv durch die Entdeckung seiner Autorschaft an dem Buch Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch und dann 1999 negativ durch die Infragestellung eben dieser Autorschaft in die Schlagzeilen der Feuilletons geraten, ist er nun wieder in den abgeschirmten Schoß der Literaturwissenschaft zurückgesunken. Im Herbst 2001 hat Jörg Döring eine bemerkenswerte und umfassende Arbeit über Koeppens Schaffen zwischen 1933 und 1948 vorgelegt, in der ein ausführliches Kapitel dem Littner-Mysterium gewidmet ist. Döring hat überdies genau den Zeitraum erforscht, den Wolfgang Koeppen zeit seines Lebens als großen Roman aufarbeiten wollte, aber nicht zu schreiben vermochte. Seit 1995 haben drei internationale Wolfgang-Koeppen-Kongresse stattgefunden, die jeweils umfangreiche Buchpublikationen mit neuesten Forschungsergebnissen nach sich zogen. Am 1. Juli 2000 wurde die Internationale Wolfgang-Koeppen-Gesellschaft e.V. Greifswald/München gegründet. Und schließlich riefen Günter Grass und Peter Rühmkorf die Wolfgang-Koeppen-Stiftung ins Leben, die unter anderem den 2001 begonnenen Wiederaufbau des Koeppenschen Geburtshauses als Literaturhaus Vorpommern in Greifswald finanzieren helfen will. Im Juni 2001 ist Das Treibhaus erstmals von Michael Hofmann ins Englische übersetzt worden, so dass Wolfgang Koeppen mit seiner Sicht auf das Bonn der Nachkriegs-Restauration nun auch in den Vereinigten Staaten auf Interesse stößt immerhin mit einem Roman, der 1953 geschrieben wurde. Gleich, ob die deutsche Hauptstadt Bonn oder Berlin heißt: Nach rund 50 Jahren scheint Koeppen nach wie vor (oder wieder) aktuell zu sein. Dafür, dass das Interesse an ihm nicht erlischt, hat Wolfgang Koeppen selbst gesorgt. Dem mythenverliebten Schriftsteller gelang es in zahllosen [...] Inhaltsangabe:Einleitung: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren Berühmtheit die Bekanntheit und erst recht die Beliebtheit bei weitem übersteigt, schrieb Dietrich Erlach 1973 in seiner Dissertation und beklagte damit den bis dato spärlichen Bestand an Sekundärliteratur. Anders formuliert: Koeppen gehört offenbar zu jenen Schriftstellern, deren literarische und stilistische Fähigkeiten in gleichem Maße gepriesen werden, wie ihr Werk nicht gelesen wird. Noch kürzer: Wolfgang Belletristik,Romane|Kultur > Sekundärliteratur|Literatur & Sprache, diplom.de

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Einsam in der Menge - Die Selbstreflexion des Schriftstellers in den Nachkriegsromanen von Wolfgang Koeppen - Lothar Veit
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Lothar Veit:
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ISBN: 383245313X

Pappbilderbuch, [EAN: 9783832453138], Diplomica, Diplomica, Book, [PU: Diplomica], Diplomica, 1076382, Nachkriegszeit, 1075958, Epochen, 1071748, Germanistik, 288100, Fachbücher, 541686, Kategorien, 186606, Bücher

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Einsam in der Menge - Lothar Veit
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Lothar Veit:
Einsam in der Menge - Erstausgabe

2002, ISBN: 9783832453138

ID: 38566898

Die Selbstreflexion des Schriftstellers in den Nachkriegsromanen von Wolfgang Koeppen, [ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

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