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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal - Günther, Jan Tilman
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Günther, Jan Tilman:
Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal - Taschenbuch

2002, ISBN: 9783640856404

[ED: Softcover], [PU: GRIN Publishing], Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Friedrich Meinecke Institut für Geschichte), Veranstaltung: Neue Blicke auf das 19. Jahrhundert. Deutschland in Europa, Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal 1. Einleitung "Er hat die Stadt zum Erben eingesetzt", erklärte Doktor Scheffelweis wichtig. "Wahrscheinlich bauen wir von dem Geld ein Säuglingsheim." "Bauen Sie?" Diederich feixte verachtungsvoll. "Einen nationaleren Zweck können sie sich wohl nicht denken?" Heinrich Mann: Der Untertan (1916) Das 19. Jahrhundert war ein "Jahrhundert der Denkmäler", nicht nur in Deutschland. Denkmäler galten allgemein als Medien politischer Inhalte, die dauerhaft und öffentlich transportiert werden sollten. Denkmäler beschwören kulturelle und politische Inhalte aus einer mythischen Vergangenheit, schreiben die symbolischen Sinnzusammenhänge in die Gegenwart fort und haben den Anspruch, auch noch in die fernere Zukunft zu wirken. Insbesondere nach 1871 setzte eine regelrechte "Denkmalwuth" ein, die im Sinne des nation buildings die innere Einheit des jungen deutschen Kaiserreichs symbolisch vorantreiben sollte. "Nationen sind geistige Wesen, Gemeinschaften, die existieren, solange sie in den Köpfen und Herzen der Menschen sind, und die erlöschen, wenn sie nicht mehr gedacht und gewollt werden [...]" (Schulze 1994, 110). Analog zur Nation gilt für die nationalpolitischen Denkmäler: Die Integration gelingt nur soweit, wie sich die Staatssubjekte freiwillig der Idee anschließen. Die hierbei wirksamen Mechanismen von Inklusion und Ausschluss lassen sich an den Denkmälern selbst, stärker jedoch an der überlieferten Rezeption und Deutung der Zeitgenossen analysieren. Hier liegt der Interessenschwerpunkt der jüngeren Forschung. In welcher Weise werden Mythen gedeutet und in symbolische Politik umgewandelt, welcher soziale Raum wird durch die Denkmäler geschaffen, welche Nation konstituiert sich in welcher Weise? Diese Fragestellung soll auch die vorliegende Arbeit leiten, der Schwerpunkt liegt deshalb auf der politischen Öffentlichkeit, die sich in den Denkmalsfesten entfaltete sowie auf der Rezeption in der Presse. Außerdem soll die Finanzierung untersucht werden, eine Analyseebene, die Reinhard Ahlings in seinem umfangreichen Werk "Monument und Nation" als "Indiz für die tatsächliche Relevanz eines Projektes" (Ahlings 1996, 19) anführt. Ahlings erweitert die Typologie der Nationaldenkmäler, die Thomas Nipperdey in seinem für die Denkmalforschung grundlegender Aufsatz "Nationalidee und Nationaldenkmal im 19. Jahrhundert" von 1968 entwickelt hat. Nipperdey entwirft fünf Idealtypen der polit. Denkmäler [...] Versandfertig in 3-5 Tagen, DE, [SC: 0.00], Neuware, gewerbliches Angebot, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten)

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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal (German Edition) - Jan Tilman Günther
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Jan Tilman Günther:
Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal (German Edition) - Taschenbuch

2002, ISBN: 3640856406

Paperback, [EAN: 9783640856404], GRIN Publishing, GRIN Publishing, Book, [PU: GRIN Publishing], GRIN Publishing, Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Friedrich Meinecke Institut für Geschichte), Veranstaltung: Neue Blicke auf das 19. Jahrhundert. Deutschland in Europa, Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal 1. Einleitung „Er hat die Stadt zum Erben eingesetzt", erklärte Doktor Scheffelweis wichtig. „Wahrscheinlich bauen wir von dem Geld ein Säuglingsheim." „Bauen Sie?" Diederich feixte verachtungsvoll. „Einen nationaleren Zweck können sie sich wohl nicht denken?" Heinrich Mann: Der Untertan (1916) Das 19. Jahrhundert war ein „Jahrhundert der Denkmäler", nicht nur in Deutschland. Denkmäler galten allgemein als Medien politischer Inhalte, die dauerhaft und öffentlich transportiert werden sollten. Denkmäler beschwören kulturelle und politische Inhalte aus einer mythischen Vergangenheit, schreiben die symbolischen Sinnzusammenhänge in die Gegenwart fort und haben den Anspruch, auch noch in die fernere Zukunft zu wirken. Insbesondere nach 1871 setzte eine regelrechte „Denkmalwuth" ein, die im Sinne des nation buildings die innere Einheit des jungen deutschen Kaiserreichs symbolisch vorantreiben sollte. „Nationen sind geistige Wesen, Gemeinschaften, die existieren, solange sie in den Köpfen und Herzen der Menschen sind, und die erlöschen, wenn sie nicht mehr gedacht und gewollt werden [...]" (Schulze 1994, 110). Analog zur Nation gilt für die nationalpolitischen Denkmäler: Die Integration gelingt nur soweit, wie sich die Staatssubjekte freiwillig der Idee anschließen. Die hierbei wirksamen Mechanismen von Inklusion und Ausschluss lassen sich an den Denkmälern selbst, stärker jedoch an der überlieferten Rezeption und Deutung der Zeitgenossen analysieren. Hier liegt der Interessenschwerpunkt der jüngeren Forschung. In welcher Weise werden Mythen gedeutet und in symbolische Politik umgewandelt, welcher soziale Ra, 4954, Germany, 4935, Europe, 9, History, 1000, Subjects, 283155, Books, 5035, World, 15812171, Civilization & Culture, 3825131, Expeditions & Discoveries, 4992, Jewish, 11764653011, Maritime History & Piracy, 6343224011, Religious, 16244141, Slavery & Emancipation, 15812211, Women in History, 9, History, 1000, Subjects, 283155, Books

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Politische Denkmaler Im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal (Paperback) - Jan Tilman Günther
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Jan Tilman Günther:
Politische Denkmaler Im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal (Paperback) - Erstausgabe

2013, ISBN: 3640856406

Taschenbuch, ID: 22449157676

[EAN: 9783640856404], Neubuch, [PU: GRIN Verlag, United States], Language: German . Brand New Book ***** Print on Demand *****.Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Friedrich Meinecke Institut fur Geschichte), Veranstaltung: Neue Blicke auf das 19. Jahrhundert. Deutschland in Europa, Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Denkmaler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal 1. Einleitung Er hat die Stadt zum Erben eingesetzt, erklarte Doktor Scheffelweis wichtig. Wahrscheinlich bauen wir von dem Geld ein Sauglingsheim. Bauen Sie? Diederich feixte verachtungsvoll. Einen nationaleren Zweck konnen sie sich wohl nicht denken? Heinrich Mann: Der Untertan (1916) Das 19. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Denkmaler, nicht nur in Deutschland. Denkmaler galten allgemein als Medien politischer Inhalte, die dauerhaft und offentlich transportiert werden sollten. Denkmaler beschworen kulturelle und politische Inhalte aus einer mythischen Vergangenheit, schreiben die symbolischen Sinnzusammenhange in die Gegenwart fort und haben den Anspruch, auch noch in die fernere Zukunft zu wirken. Insbesondere nach 1871 setzte eine regelrechte Denkmalwuth ein, die im Sinne des nation buildings die innere Einheit des jungen deutschen Kaiserreichs symbolisch vorantreiben sollte. Nationen sind geistige Wesen, Gemeinschaften, die existieren, solange sie in den Kopfen und Herzen der Menschen sind, und die erloschen, wenn sie nicht mehr gedacht und gewollt werden [.] (Schulze 1994, 110). Analog zur Nation gilt fur die nationalpolitischen Denkmaler: Die Integration gelingt nur soweit, wie sich die Staatssubjekte freiwillig der Idee anschlieen. Die hierbei wirksamen Mechanismen von Inklusion und Ausschluss lassen sich an den Denkmalern selbst, starker jedoch an der uberlieferten Rezeption und Deutung der Zeitgenossen analysieren. Hier liegt der Interessenschwerpunkt der jungeren Forschung. In welcher Weise werden Mythen gedeutet und in symbolische Politik umgewandelt, welcher soziale Raum wird

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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal - Jan Tilman Günther
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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal - Taschenbuch

ISBN: 3640856406

[SR: 4097902], Taschenbuch, [EAN: 9783640856404], Grin Publishing, Grin Publishing, Book, [PU: Grin Publishing], Grin Publishing, 3356071, Europa, 3356091, Balkan, 3356211, Baltikum, 3356261, Belgien, 3354451, Deutschland, 3356271, Frankreich, 3356281, Großbritannien, 3356341, Irland, 3356351, Italien, 3356361, Luxemburg, 3356371, Niederlande, 3356391, Polen, 3356401, Portugal, 3356411, Russland, 3356421, Schweiz, 3356431, Skandinavien, 3356501, Slowakei, 3356511, Spanien, 3356521, Tschechien, 3356201, Türkei, 3356531, Ukraine, 3356541, Ungarn, 3356551, Weißrussland, 3356381, Österreich, 3355671, Staatenwelt, 3354231, Geschichtswissenschaft, 288100, Fachbücher, 541686, Kategorien, 186606, Bücher, 15779141, Allgemein, 15777261, Europa, 15777251, Geschichte nach Ländern, 143, Politik & Geschichte, 541686, Kategorien, 186606, Bücher, 15777241, Geschichte allgemein, 143, Politik & Geschichte, 541686, Kategorien, 186606, Bücher

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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal - Taschenbuch

2011, ISBN: 3640856406

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[EAN: 9783640856404], Neubuch, [PU: Grin Verlag Gmbh], This item is printed on demand for shipment within 3 working days.

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Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Deutsches Kaiserreich, Imperialismus, einseitig bedruckt, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Friedrich Meinecke Institut für Geschichte), Veranstaltung: Neue Blicke auf das 19. Jahrhundert. Deutschland in Europa, Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert:Das Hermannsdenkmal1. Einleitung"Er hat die Stadt zum Erben eingesetzt", erklärte Doktor Scheffelweis wichtig. "Wahrscheinlich bauen wir von dem Geld ein Säuglingsheim." "Bauen Sie?" Diederich feixte verachtungsvoll. "Einen nationaleren Zweck können sie sich wohl nicht denken?"Heinrich Mann: Der Untertan (1916)Das 19. Jahrhundert war ein "Jahrhundert der Denkmäler", nicht nur in Deutschland. Denkmäler galten allgemein als Medien politischer Inhalte, die dauerhaft und öffentlich transportiert werden sollten. Denkmäler beschwören kulturelle und politische Inhalte aus einer mythischen Vergangenheit, schreiben die symbolischen Sinnzusammenhänge in die Gegenwart fort und haben den Anspruch, auch noch in die fernere Zukunft zu wirken. Insbesondere nach 1871 setzte eine regelrechte "Denkmalwuth" ein, die im Sinne des nation buildings die innere Einheit des jungen deutschen Kaiserreichs symbolisch vorantreiben sollte. "Nationen sind geistige Wesen, Gemeinschaften, die existieren, solange sie in den Köpfen und Herzen der Menschen sind, und die erlöschen, wenn sie nicht mehr gedacht und gewollt werden [...]" (Schulze 1994, 110). Analog zur Nation gilt für die nationalpolitischen Denkmäler: Die Integration gelingt nur soweit, wie sich die Staatssubjekte freiwillig der Idee anschließen. Die hierbei wirksamen Mechanismen von Inklusion und Ausschluss lassen sich an den Denkmälern selbst, stärker jedoch an der überlieferten Rezeption und Deutung der Zeitgenossen analysieren. Hier liegt der Interessenschwerpunkt der jüngeren Forschung. In welcher Weise werden Mythen gedeutet und in symbolische Politik umgewandelt, welcher soziale Raum wird durch die Denkmäler geschaffen, welche Nation konstituiert sich in welcher Weise? Diese Fragestellung soll auch die vorliegende Arbeit leiten, der Schwerpunkt liegt deshalb auf der politischen Öffentlichkeit, die sich in den Denkmalsfesten entfaltete sowie auf der Rezeption in der Presse. Außerdem soll die Finanzierung untersucht werden, eine Analyseebene, die Reinhard Ahlings in seinem umfangreichen Werk "Monument und Nation" als "Indiz für die tatsächliche Relevanz eines Projektes" (Ahlings 1996, 19) anführt. Ahlings erweitert die Typologie der Nationaldenkmäler, die Thomas Nipperdey in seinem für die Denkmalforschung grundlegender Aufsatz "Nationalidee und Nationaldenkmal im 19. Jahrhundert" von 1968 entwickelt hat. Nipperdey entwirft fünf Idealtypen der polit. Denkmäler[...]

Detailangaben zum Buch - Politische Denkmäler im 19. Jahrhundert: Das Hermannsdenkmal


EAN (ISBN-13): 9783640856404
ISBN (ISBN-10): 3640856406
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2011
Herausgeber: GRIN Verlag
68 Seiten
Gewicht: 0,110 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 13.05.2011 11:35:51
Buch zuletzt gefunden am 26.08.2017 12:49:33
ISBN/EAN: 3640856406

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-640-85640-6, 978-3-640-85640-4


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