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Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - Clarissa Höschel
(*)
Clarissa Höschel:
Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - neues Buch

2006, ISBN: 9783638566643

ID: 1046869978

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Fassung A) entstandene Spielmannsepos bewegt sich vor dem historischen Hintergrund der Hegemoniekämpfe zwischen Staufern und Welfen und umfasst die Themenbereiche Reichsgeschichte, der vorbildliche ritterliche Held sowie den Orientbereich und die dort vermuteten seltsamen Geschöpfe. Das Epos thematisiert zum einen den Konflikt zwischen Partikular- und Zentralgewalt, was auch den Grund für die Reise des Herzogs nach Jerusalem liefert,und gleichzeitig auch der Bezeichnung Staatsroman seine Legitimation erteilt. Zum anderen wird der Krieg gegen die Heiden unter dem Zeichen des Kreuzes dargestellt, verknüpft mit Elementen der aventiure. Auf der strukturellen Ebene fällt auf, dass die Orientreise des Herzogs eingebettet ist in eine Vorgeschichte, die den bereits angesprochenen Konflikt darstellt, und eine Nachgeschichte, die die Rückkehr des Herzogs und die Wiederherstellung der durch den Konflikt gestörten Ordnung zum Thema hat. Dazwischen liegt die Reise des Herzogs, die ihn über verschiedene Stationen bis nach Jerusalem führt und seinen Bewährungsweg als Ritter und Herrscher darstellt. Betrachtet man die einzelnen Stationen dieses Bewährungsweges genauer, so wird deutlich, dass jede dieser Stationen Besonderheiten aufweist, die wiederum auf eine spezifische Bedeutung innerhalb des gesamten Textes hinweisen. So ist beispielsweise Arimaspi die Station, in der Herzog Ernst am längsten verweilt und sich in dieser Zeit als ordentlicher Herrscher (mit eigenem Herzogtum, dem einheimischen Fürsten gleichgestellt) und Verteidiger seines Landes und Volkes in ruhmreichen Kämpfen gegen die Feinde desselben bewährt (die Kämpfe gegen die Platthufe, die Langohren, die Kraniche von Prechami und die Giganten). Die Besonderheit der ersten Station, Grippia, liegt demgegenüber in der Tatsache, dass sie zweimal besucht wird und dadurch vermutet werden kann, dass diese beiden Besuche unter verschiedenen Vorzeichen - Kreuzzug und aventiure - zu sehen sind. Dies umso mehr, als bereits der Prolog darauf hinweist, denn dort ist die Rede vom guoten knehte und vom hohen muot, von fremden rîchen und davon, dass diese edle, ritterliche Gesinnung nur der verstehen und nachempfinden kann, der sich selbst der Herausforderung stellt, nämlich ad venturam, dem, was kommt. Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Fassung A) entstandene ... eBook ePUB 07.11.2006 eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN, .200

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Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - Clarissa Höschel
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Clarissa Höschel:
Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - neues Buch

2006, ISBN: 9783638566643

ID: 1011086788

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Fassung A) entstandene Spielmannsepos bewegt sich vor dem historischen Hintergrund der Hegemoniekämpfe zwischen Staufern und Welfen und umfasst die Themenbereiche ´´Reichsgeschichte´´, ´´der vorbildliche ritterliche Held´´ sowie den Orientbereich und die dort vermuteten ´´seltsamen´´ Geschöpfe. Das Epos thematisiert zum einen den Konflikt zwischen Partikular- und Zentralgewalt, was auch den Grund für die Reise des Herzogs nach Jerusalem liefert,und gleichzeitig auch der Bezeichnung ´´Staatsroman´´ seine Legitimation erteilt. Zum anderen wird der Krieg gegen die Heiden unter dem Zeichen des Kreuzes dargestellt, verknüpft mit Elementen der aventiure. Auf der strukturellen Ebene fällt auf, dass die Orientreise des Herzogs eingebettet ist in eine Vorgeschichte, die den bereits angesprochenen Konflikt darstellt, und eine Nachgeschichte, die die Rückkehr des Herzogs und die Wiederherstellung der durch den Konflikt gestörten Ordnung zum Thema hat. Dazwischen liegt die Reise des Herzogs, die ihn über verschiedene Stationen bis nach Jerusalem führt und seinen Bewährungsweg als Ritter und Herrscher darstellt. Betrachtet man die einzelnen Stationen dieses Bewährungsweges genauer, so wird deutlich, dass jede dieser Stationen Besonderheiten aufweist, die wiederum auf eine spezifische Bedeutung innerhalb des gesamten Textes hinweisen. So ist beispielsweise Arimaspi die Station, in der Herzog Ernst am längsten verweilt und sich in dieser Zeit als ordentlicher Herrscher (mit eigenem Herzogtum, dem einheimischen Fürsten gleichgestellt) und Verteidiger seines Landes und Volkes in ruhmreichen Kämpfen gegen die Feinde desselben bewährt (die Kämpfe gegen die Platthufe, die Langohren, die Kraniche von Prechami und die Giganten). Die Besonderheit der ersten Station, Grippia, liegt demgegenüber in der Tatsache, dass sie zweimal besucht wird und dadurch vermutet werden kann, dass diese beiden Besuche unter verschiedenen Vorzeichen - Kreuzzug und aventiure - zu sehen sind. Dies umso mehr, als bereits der Prolog darauf hinweist, denn dort ist die Rede vom ´´guoten knehte´´ und vom ´´hohen muot´´, von ´´fremden rîchen´´ und davon, dass diese edle, ritterliche Gesinnung nur der verstehen und nachempfinden kann, der sich selbst der Herausforderung stellt, nämlich ad venturam, dem, was kommt. Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Fassung A) entstandene ... eBook ePUB 07.11.2006 eBooks, GRIN, .200

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Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882): Kreuzzug und Aventiure des Herzog Ernst im Reich der Kranichschnäbler Clarissa Höschel Au
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Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882): Kreuzzug und Aventiure des Herzog Ernst im Reich der Kranichschnäbler Clarissa Höschel Au - neues Buch

2001, ISBN: 9783638566643

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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Fassung A) entstandene Spielmannsepos bewegt sich vor dem historischen Hintergrund der Hegemoniekämpfe zwischen Staufern und Welfen und umfaßt die Themenbereiche 'Reichsgeschichte', 'der vorbildliche ritterliche Held' sowie den Orientbereich und die dort vermuteten 'seltsamen' Geschöpfe. Das Epos thematisiert zum einen den Konflikt zwischen Partikular- und Zentralgewalt, was auch den Grund für die Reise des Herzogs nach Jerusalem liefert,und gleichzeitig auch der Bezeichnung 'Staatsroman' seine Legitimation erteilt. Zum anderen wird der Krieg gegen die Heiden unter dem Zeichen des Kreuzes dargestellt, verknüpft mit Elementen der aventiure. Auf der strukturellen Ebene fällt auf, daß die Orientreise des Herzogs eingebettet ist in eine Vorgeschichte, die den bereits angesprochenen Konflikt darstellt, und eine Nachgeschichte, die die Rückkehr des Herzogs und die Wiederherstellung der durch den Konflikt gestörten Ordnung zum Thema hat. Dazwischen liegt die Reise des Herzogs, die ihn über verschiedene Stationen bis nach Jerusalem führt und seinen Bewährungsweg als Ritter und Herrscher darstellt. Betrachtet man die einzelnen Stationen dieses Bewährungsweges genauer, so wird deutlich, daß jede dieser Stationen Besonderheiten aufweist, die wiederum auf eine spezifische Bedeutung innerhalb des gesamten Textes hinweisen. So ist beispielsweise Arimaspi die Station, in der Herzog Ernst am längsten verweilt und sich in dieser Zeit als ordentlicher Herrscher (mit eigenem Herzogtum, dem einheimischen Fürsten gleichgestellt) und Verteidiger seines Landes und Volkes in ruhmreichen Kämpfen gegen die Feinde desselben bewährt (die Kämpfe gegen die Platthufe, die Langohren, die Kraniche von Prechami und die Giganten). Die Besonderheit der ersten Station, Grippia, liegt demgegenüber in der Tatsache, daß sie zweimal besucht wird und dadurch vermutet werden kann, daß diese beiden Besuche unter verschiedenen Vorzeichen - Kreuzzug und aventiure - zu sehen sind. Dies umso mehr, als bereits der Prolog darauf hinweist, denn dort ist die Rede vom 'guoten knehte' und vom 'hohen muot', von 'fremden rîchen' und davon, daß diese edle, ritterliche Gesinnung nur der verstehen und nachempfinden kann, der sich selbst der Herausforderung stellt, nämlich ad venturam, dem, was kommt. Digital Content>E-books>Literature>Literature>Lit Companions, GRIN Verlag GmbH Digital >16

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Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - neues Buch

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ID: 16179305

Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) ab 12.99 EURO Kreuzzug und Aventiure des Herzog Ernst im Reich der Kranichschnäbler. 1. Auflage Medien > Bücher, [PU: Grin-Verlag, München ]

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Clarissa Höschel:
Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882) - Erstausgabe

2006, ISBN: 9783638566643

ID: 21747283

Kreuzzug und Aventiure des Herzog Ernst im Reich der Kranichschnäbler, [ED: 1], Auflage, eBook Download (EPUB,PDF), eBooks, [PU: GRIN Verlag]

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Detailangaben zum Buch - Analyse der Grippia-Episode im Herzog Ernst B (V.2177-3882): Kreuzzug und Aventiure des Herzog Ernst im Reich der Kranichschnäbler Clarissa Höschel Au


EAN (ISBN-13): 9783638566643
ISBN (ISBN-10): 3638566641
Erscheinungsjahr: 2001
Herausgeber: GRIN Verlag GmbH Digital >16
Sprache: ger

Buch in der Datenbank seit 2007-01-01T06:12:04+01:00 (Berlin)
Detailseite zuletzt geändert am 2019-08-05T11:16:13+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 3638566641

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-638-56664-1, 978-3-638-56664-3


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