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Opferstrukturen in Max Frischs 'Andorra' - Christian Schartz
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Christian Schartz:

Opferstrukturen in Max Frischs 'Andorra' - neues Buch

6, ISBN: 9783656215653

ID: 166819783656215653

In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom 'Selbstbildnis'. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom 'Selbstbildnis'. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann einen breiten Bereich umfassen. Wie der Theologischen Realenzyklopädie zu entnehmen ist, finden sich zunächst semantische Abweichungen in verschiedenen Sprachen. Während beim Wort 'opfern' im Deutschen eher an 'Verlust, Verzicht, Aufgeben, Abgeben' gedacht wird, ist im englischen und im französischen Wort 'sacrifice' das Heilige noch enthalten (lat.: sacer: heilig). Im Deutschen wird dem Wort also eine profanere Bedeutung zugemessen, als im Englischen und Französischen, wo das Transzendente noch deutlich mitschwingt. Der Ursprung des Wortes ist in letzteren beiden Sprachen noch nicht verfälscht. Sie verweisen auf die heiligen Rituale, die mit Opfern einher gehen. Heute wird der Begriff 'Opfer' vermehrt ohne bewussten Zusammenhang zum Heiligen benutzt. Dabei wird lediglich der profane Tod eines Menschen berücksichtigt, ohne nach einem Sinnbezug zu Höherem zu suchen. Welchen Opferbegriff Frisch verfolgte, soll eine Untersuchung des von selbigem in Andorra klären. Die bisherigen Untersuchungen haben zumeist nur auf einen undeutlichen Opferbegriff zurückgegriffen, wobei nicht deutlich wurde, ob und inwiefern ein Sinnbezug zu Höherem hergestellt wird. Nicht immer gelang es, einen sinnvollen Zugang zum Stück zu erschlieBen. Das ist etwa bei Gerd Alfred Petermanns Aufsatz zu Andorra der Fall, in dem er schlussfolgert, dass das Stück 'als Ganzes zum plakativen Weihespiel' verkommt. Dieses fatale Fazit stellt nicht nur den Wert des Stücks in Frage, sondern ebenso den Aussagegehalt vie German, European, Opferstrukturen in Max Frischs 'Andorra'~~ Christian Schartz~~German~~European~~9783656215653, de, Opferstrukturen in Max Frischs 'Andorra', Christian Schartz, 9783656215653, GRIN Verlag, 06/13/2012, , , , GRIN Verlag, 06/13/2012

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Opferstrukturen in Max Frischs ´´Andorra - Christian Schartz
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Opferstrukturen in Max Frischs ´´Andorra - neues Buch

2012, ISBN: 9783656215653

ID: 125910613

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom Selbstbildnis. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann einen breiten Bereich umfassen. Wie der Theologischen Realenzyklopädie zu entnehmen ist, finden sich zunächst semantische Abweichungen in verschiedenen Sprachen. Während beim Wort opfern im Deutschen eher an Verlust, Verzicht, Aufgeben, Abgeben gedacht wird, ist im englischen und im französischen Wort sacrifice das Heilige noch enthalten (lat.: sacer: heilig). Im Deutschen wird dem Wort also eine profanere Bedeutung zugemessen, als im Englischen und Französischen, wo das Transzendente noch deutlich mitschwingt. Der Ursprung des Wortes ist in letzteren beiden Sprachen noch nicht verfälscht. Sie verweisen auf die heiligen Rituale, die mit Opfern einher gehen. Heute wird der Begriff Opfer vermehrt ohne bewussten Zusammenhang zum Heiligen benutzt. Dabei wird lediglich der profane Tod eines Menschen berücksichtigt, ohne nach einem Sinnbezug zu Höherem zu suchen. Welchen Opferbegriff Frisch verfolgte, soll eine Untersuchung des von selbigem in Andorra klären. Die bisherigen Untersuchungen haben zumeist nur auf einen undeutlichen Opferbegriff zurückgegriffen, wobei nicht deutlich wurde, ob und inwiefern ein Sinnbezug zu Höherem hergestellt wird. Nicht immer gelang es, einen sinnvollen Zugang zum Stück zu erschliessen. Das ist etwa bei Gerd Alfred Petermanns Aufsatz zu Andorra der Fall, in dem er schlussfolgert, dass das Stück als Ganzes zum plakativen Weihespiel verkommt. Dieses fatale Fazit stellt nicht nur den Wert des Stücks in Frage, sondern ebenso den Aussagegehalt vieler weiterer Andorra-Untersuchungen. Ob das Stück tatsächlich unweigerlich ins Leere stösst, wird anhand weiterer Lesarten, die den Opferbegriff einbeziehen, überprüft. Opferstrukturen in Max Frischs ´´Andorra eBook eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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Opferstrukturen in Max Frischs
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Opferstrukturen in Max Frischs "Andorra" - neues Buch

2012

ISBN: 9783656215653

ID: 726d2a3f433eb696e2a384d8f7d21193

Opferstrukturen in Max Frischs "Andorra" Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch, Abstract: In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom Selbstbildnis. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann einen breiten Bereich umfassen. Wie der Theologischen Realenzyklopädie zu entnehmen ist, finden sich zunächst semantische Abweichungen in verschiedenen Sprachen. Während beim Wort opfern im Deutschen eher an Verlust, Verzicht, Aufgeben, Abgeben gedacht wird, ist im englischen und im französischen Wort sacrifice das Heilige noch enthalten (lat.: sacer: heilig). Im Deutschen wird dem Wort also eine profanere Bedeutung zugemessen, als im Englischen und Französischen, wo das Transzendente noch deutlich mitschwingt. Der Ursprung des Wortes ist in letzteren beiden Sprachen noch nicht verfälscht. Sie verweisen auf die heiligen Rituale, die mit Opfern einher gehen. Heute wird der Begriff Opfer vermehrt ohne bewussten Zusammenhang zum Heiligen benutzt. Dabei wird lediglich der profane Tod eines Menschen berücksichtigt, ohne nach einem Sinnbezug zu Höherem zu suchen. Welchen Opferbegriff Frisch verfolgte, soll eine Untersuchung des von selbigem in Andorra klären. Die bisherigen Untersuchungen haben zumeist nur auf einen undeutlichen Opferbegriff zurückgegriffen, wobei nicht deutlich wurde, ob und inwiefern ein Sinnbezug zu Höherem hergestellt wird. Nicht immer gelang es, einen sinnvollen Zugang zum Stück zu erschließen. Das ist etwa bei Gerd Alfred Petermanns Aufsatz zu Andorra der Fall, in dem er schlussfolgert, dass das Stück als Ganzes zum plakativen Weihespiel verkommt. Dieses fatale Fazit stellt nicht nur den Wert des Stücks in Frage, sondern ebenso den Aussagegehalt vieler weiterer Andorra-Untersuchungen. Ob das Stück tatsächlich unweigerlich ins Leere stößt, wird anhand weiterer Lesarten, die den Opferbegriff einbeziehen, überprüft. eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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2012, ISBN: 9783656215653

ID: 23747805

In literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Andorra ist ist oftmals die Rede vom Selbstbildnis. In der Tat ist Andris Leidensweg von Bildnissen in mehrfacher Hinsicht geprägt. Die Literaturwissenschaft hat sich in den 50 Jahren seit der Uraufführung ausführlich mit den Selbst- und Fremdbildnissen der Andorraner und Andris auseinandergesetzt, woraus unterschiedliche Einschätzungen resultierten. Zentral ist aber auch der Opferbegriff, der sich als problematisch herausstellt. Er kann einen breiten Bereich umfassen. Wie der Theologischen Realenzyklopädie zu entnehmen ist, finden sich zunächst semantische Abweichungen in verschiedenen Sprachen. Während beim Wort opfern im Deutschen eher an Verlust, Verzicht, Aufgeben, Abgeben gedacht wird, ist im englischen und im französischen Wort sacrifice das Heilige noch enthalten (lat.: sacer: heilig). Im Deutschen wird dem Wort also eine profanere Bedeutung zugemessen, als im Englischen und Französischen, wo das Transzendente noch deutlich mitschwingt. Der Ursprung des Wortes ist in letzteren beiden Sprachen noch nicht verfälscht. Sie verweisen auf die heiligen Rituale, die mit Opfern einher gehen. Heute wird der Begriff Opfer vermehrt ohne bewussten Zusammenhang zum Heiligen benutzt. Dabei wird lediglich der profane Tod eines Menschen berücksichtigt, ohne nach einem Sinnbezug zu Höherem zu suchen. Welchen Opferbegriff Frisch verfolgte, soll eine Untersuchung des von selbigem in Andorra klären. Die bisherigen Untersuchungen haben zumeist nur auf einen undeutlichen Opferbegriff zurückgegriffen, wobei nicht deutlich wurde, ob und inwiefern ein Sinnbezug zu Höherem hergestellt wird. Nicht immer gelang es, einen sinnvollen Zugang zum Stück zu erschliessen. Das ist etwa bei Gerd Alfred Petermanns Aufsatz zu Andorra der Fall, in dem er schlussfolgert, dass das Stück als Ganzes zum plakativen Weihespiel verkommt. Dieses fatale Fazit stellt nicht nur den Wert des Stücks in Frage, sondern ebenso den Aussagegehalt vieler weiterer Andorra-Untersuchungen. Ob das Stück tatsächlich unweigerlich ins Leere stösst, wird anhand weiterer Lesarten, die den Opferbegriff einbeziehen, überprüft. Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Sprache: Deutsch eBook eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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Opferstrukturen in Max Frischs 'Andorra' - Erstausgabe

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Details zum Buch
Opferstrukturen in Max Frischs Andorra
Autor:

Schartz, Christian

Titel:

Opferstrukturen in Max Frischs Andorra

ISBN-Nummer:

9783656215653

Detailangaben zum Buch - Opferstrukturen in Max Frischs Andorra


EAN (ISBN-13): 9783656215653
ISBN (ISBN-10): 3656215650
Erscheinungsjahr: 2012
Herausgeber: GRIN Verlag

Buch in der Datenbank seit 12.11.2008 12:17:14
Buch zuletzt gefunden am 26.09.2016 01:27:52
ISBN/EAN: 9783656215653

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-656-21565-0, 978-3-656-21565-3

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