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Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - Sibylle Röth
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Sibylle Röth:

Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - Taschenbuch

2011, ISBN: 3640856082

ID: 8872182124

[EAN: 9783640856084], Neubuch, [PU: GRIN Verlag Mrz 2011], This item is printed on demand - Print on Demand Neuware - Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, einseitig bedruckt, Note: -, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Hauptseminar: Politische Vermittlung gesellschaftlicher Interessen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bewertung von partikularen Interessen ist durchaus ambivalent. Sahen die einen in ihnendie Gefahr der Zersetzung der Gesellschaft, das Ende eines geordneten Staatsganzen, sowaren sie den anderen deren Grundlage.Jean-Jacques Rousseau sah in ihnen, wie schon im obrigen Zitat anklingt, eine Gefahr für dasGemeinwesen. Er erklärt Gruppeninteressen für illegitim, da sie die Bildung desGemeinwillens stören. Denn der Wille ist allgemein, oder er ist es nicht; er ist der desVolkskörpers oder nur der eines Teils. 2 Wenn aber Klüngel und kleine Zusammenschlüsse auf Kosten der Großen entstehen, so wird der Willejeder dieser Parteien ein allgemeiner hinsichtlich ihrer Mitglieder und ein gesonderter hinsichtlich desStaates; dann kann man sagen, daß es nicht mehr so viele Stimmen gibt wie Menschen, sondern nur soviele wie Parteien. Die Differenzen werden weniger zahlreich, und ergeben ein weniger allgemeinesResultat. Wenn schließlich eine dieser Parteien so groß ist, daß sie alle anderen übertrifft, so ist dasResultat nicht mehr eine Summe von kleinen Differenzen, sondern eine einzige Differenz; dann gibt eskeinen Gemeinwillen mehr, und die obsiegende Meinung ist nur noch eine Privatmeinung. 3Für Rousseau war es unabdingbar, dass sich die Bürger in einer Abstimmung in ihrer Rolleals Teil des Gemeinwesens betrachteten, nicht als Einzelwesen mit persönlichen Interessen.Später brachte ihm das die Interpretation als protototalitär ein.Auch James Madison sah in organisierten Gruppeninteressen zunächst eine große Gefahr fürdie Demokratie. Das öffentliche Wohl werde in den Konflikten rivalisierender Parteien missachtet; politischeEntscheidungen würden allzu häufig nicht im Einklang mit den Forderungen der Gerechtigkeit undunter Berücksichtigung der Rechte der Minderheiten getroffen, sondern aufgrund der größeren Machteiner eigensüchtigen Mehrheit. Da Madison aber keine Möglichkeit sieht, die Bildung solcher Fraktionen zu verhindern,strebt er nach der Zähmung der Auswirkungen. Dies soll durch das Repräsentativsystem unddie Größe des Staates garantiert werden.[.]==1 Rousseau, Jean-Jacques: Abhandlung über die Politische Ökonomie, in: ders.: Sozialphilosophische undPolitische Schriften, Düsseldorf 2001, S. 223-265, hier S. 231f.2 Ders.: Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts, in: ebd., S. 269-391, hier S. 289.3 Ebd., S. 291. 32 pp. Deutsch

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Gruppeninteressen und allgemeines Wohl (German Edition) - Sibylle Röth
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Sibylle Röth:

Gruppeninteressen und allgemeines Wohl (German Edition) - Taschenbuch

2007, ISBN: 3640856082

Paperback, [EAN: 9783640856084], GRIN Verlag, GRIN Verlag, Book, [PU: GRIN Verlag], GRIN Verlag, Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Hauptseminar: Politische Vermittlung gesellschaftlicher Interessen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bewertung von partikularen Interessen ist durchaus ambivalent. Sahen die einen in ihnen die Gefahr der Zersetzung der Gesellschaft, das Ende eines geordneten Staatsganzen, so waren sie den anderen deren Grundlage. Jean-Jacques Rousseau sah in ihnen, wie schon im obrigen Zitat anklingt, eine Gefahr für das Gemeinwesen. Er erklärt Gruppeninteressen für illegitim, da sie die Bildung des Gemeinwillens stören. „Denn der Wille ist allgemein, oder er ist es nicht; er ist der des Volkskörpers oder nur der eines Teils."2 „Wenn aber Klüngel und kleine Zusammenschlüsse auf Kosten der Großen entstehen, so wird der Wille jeder dieser Parteien ein allgemeiner hinsichtlich ihrer Mitglieder und ein gesonderter hinsichtlich des Staates; dann kann man sagen, daß es nicht mehr so viele Stimmen gibt wie Menschen, sondern nur so viele wie Parteien. Die Differenzen werden weniger zahlreich, und ergeben ein weniger allgemeines Resultat. Wenn schließlich eine dieser Parteien so groß ist, daß sie alle anderen übertrifft, so ist das Resultat nicht mehr eine Summe von kleinen Differenzen, sondern eine einzige Differenz; dann gibt es keinen Gemeinwillen mehr, und die obsiegende Meinung ist nur noch eine Privatmeinung."3 Für Rousseau war es unabdingbar, dass sich die Bürger in einer Abstimmung in ihrer Rolle als Teil des Gemeinwesens betrachteten, nicht als Einzelwesen mit persönlichen Interessen. Später brachte ihm das die Interpretation als protototalitär ein. Auch James Madison sah in organisierten Gruppeninteressen zunächst eine große Gefahr für die Demokratie. „Das öffentliche Wohl werde in den Konflikten rivalisierender Parteien missachtet; politische Entscheidungen würden allzu häufig, 11088, Ideologies & Doctrines, 16022841, Anarchism, 11089, Communism & Socialism, 5571265011, Conservatism & Liberalism, 10761, Democracy, 16022901, Fascism, 271628011, Nationalism, 11091, Radicalism, 16022911, Utopian, 5571255011, Politics & Government, 3377866011, Politics & Social Sciences, 1000, Subjects, 283155, Books

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Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - Sibylle Röth
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Sibylle Röth:
Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - neues Buch

2007

ISBN: 9783640856084

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Über den Beitrag der Interessenverbände zur Demokratie Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Hauptseminar: Politische Vermittlung gesellschaftlicher Interessen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bewertung von partikularen Interessen ist durchaus ambivalent. Sahen die einen in ihnen die Gefahr der Zersetzung der Gesellschaft, das Ende eines geordneten Staatsganzen, so waren sie den anderen deren Grundlage. Jean-Jacques Rousseau sah in ihnen, wie schon im obrigen Zitat anklingt, eine Gefahr für das Gemeinwesen. Er erklärt Gruppeninteressen für illegitim, da sie die Bildung des Gemeinwillens stören. "Denn der Wille ist allgemein, oder er ist es nicht; er ist der des Volkskörpers oder nur der eines Teils."2 "Wenn aber Klüngel und kleine Zusammenschlüsse auf Kosten der Großen entstehen, so wird der Wille jeder dieser Parteien ein allgemeiner hinsichtlich ihrer Mitglieder und ein gesonderter hinsichtlich des Staates; dann kann man sagen, daß es nicht mehr so viele Stimmen gibt wie Menschen, sondern nur so viele wie Parteien. Die Differenzen werden weniger zahlreich, und ergeben ein weniger allgemeines Resultat. Wenn schließlich eine dieser Parteien so groß ist, daß sie alle anderen übertrifft, so ist das Resultat nicht mehr eine Summe von kleinen Differenzen, sondern eine einzige Differenz; dann gibt es keinen Gemeinwillen mehr, und die obsiegende Meinung ist nur noch eine Privatmeinung."3 Für Rousseau war es unabdingbar, dass sich die Bürger in einer Abstimmung in ihrer Rolle als Teil des Gemeinwesens betrachteten, nicht als Einzelwesen mit persönlichen Interessen. Später brachte ihm das die Interpretation als protototalitär ein. Auch James Madison sah in organisierten Gruppeninteressen zunächst eine große Gefahr für die Demokratie. "Das öffentliche Wohl werde in den Konflikten rivalisierender Parteien missa Bücher / Fachbücher / Politikwissenschaft / Politisches System 978-3-640-85608-4, GRIN

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Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - Röth, Sibylle
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Röth, Sibylle:
Gruppeninteressen und allgemeines Wohl - Taschenbuch

2011, ISBN: 3640856082

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Gruppeninteressen Und Allgemeines Wohl - Taschenbuch

ISBN: 9783640856084

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Gruppeninteressen und allgemeines Wohl
Autor:

Röth, Sibylle

Titel:

Gruppeninteressen und allgemeines Wohl

ISBN-Nummer:

9783640856084

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Pol. Systeme - Politisches System Deutschlands, einseitig bedruckt, Note: -, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre), Veranstaltung: Hauptseminar: Politische Vermittlung gesellschaftlicher Interessen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bewertung von partikularen Interessen ist durchaus ambivalent. Sahen die einen in ihnendie Gefahr der Zersetzung der Gesellschaft, das Ende eines geordneten Staatsganzen, sowaren sie den anderen deren Grundlage.Jean-Jacques Rousseau sah in ihnen, wie schon im obrigen Zitat anklingt, eine Gefahr für dasGemeinwesen. Er erklärt Gruppeninteressen für illegitim, da sie die Bildung desGemeinwillens stören. "Denn der Wille ist allgemein, oder er ist es nicht; er ist der desVolkskörpers oder nur der eines Teils."2"Wenn aber Klüngel und kleine Zusammenschlüsse auf Kosten der Großen entstehen, so wird der Willejeder dieser Parteien ein allgemeiner hinsichtlich ihrer Mitglieder und ein gesonderter hinsichtlich desStaates; dann kann man sagen, daß es nicht mehr so viele Stimmen gibt wie Menschen, sondern nur soviele wie Parteien. Die Differenzen werden weniger zahlreich, und ergeben ein weniger allgemeinesResultat. Wenn schließlich eine dieser Parteien so groß ist, daß sie alle anderen übertrifft, so ist dasResultat nicht mehr eine Summe von kleinen Differenzen, sondern eine einzige Differenz; dann gibt eskeinen Gemeinwillen mehr, und die obsiegende Meinung ist nur noch eine Privatmeinung."3Für Rousseau war es unabdingbar, dass sich die Bürger in einer Abstimmung in ihrer Rolleals Teil des Gemeinwesens betrachteten, nicht als Einzelwesen mit persönlichen Interessen.Später brachte ihm das die Interpretation als protototalitär ein.Auch James Madison sah in organisierten Gruppeninteressen zunächst eine große Gefahr fürdie Demokratie."Das öffentliche Wohl werde in den Konflikten rivalisierender Parteien missachtet; politischeEntscheidungen würden allzu häufig nicht im Einklang mit den Forderungen der Gerechtigkeit undunter Berücksichtigung der Rechte der Minderheiten getroffen, sondern aufgrund der größeren Machteiner eigensüchtigen Mehrheit."Da Madison aber keine Möglichkeit sieht, die Bildung solcher Fraktionen zu verhindern,strebt er nach der Zähmung der Auswirkungen. Dies soll durch das Repräsentativsystem unddie Größe des Staates garantiert werden.[...]==1 Rousseau, Jean-Jacques: Abhandlung über die Politische Ökonomie, in: ders.: Sozialphilosophische undPolitische Schriften, Düsseldorf 2001, S. 223-265, hier S. 231f.2 Ders.: Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts, in: ebd., S. 269-391, hier S. 289.3 Ebd., S. 291.

Detailangaben zum Buch - Gruppeninteressen und allgemeines Wohl


EAN (ISBN-13): 9783640856084
ISBN (ISBN-10): 3640856082
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2011
Herausgeber: GRIN Verlag
60 Seiten
Gewicht: 0,098 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 09.09.2011 01:52:48
Buch zuletzt gefunden am 15.11.2016 11:52:05
ISBN/EAN: 9783640856084

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-640-85608-2, 978-3-640-85608-4

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