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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
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Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier:

Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - neues Buch

2010, ISBN: 9783921897584

[PU: Demosthenes-Verlag, Köln], DVD Video, ca. 61 Minuten + Begleitbuch, 44 Seiten Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - Für Multiplikatoren und Ehrenamtliche der Seniorenarbeit, des Gesundheitswesens und der Selbsthilfe Kurzbeschreibung Wie gehen Menschen in der dritten Lebensphase mit ihrem Stottern um? Was empfinden sie bei auftretenden Sprechblockaden? Wie waren ihre Sozialisationsbedingungen und die biografischen Erfahrungen? Was war früher anders und wie war früher das Bild des Stotternden in der Gesellschaft? Welche Hilfsangebote können ältere Stotternde heute in Anspruch nehmen und wie können sie ihr Stottern positiv verändern? Neben älteren Stotternden äußern sich Fachleute wie Therapeuten, Logopäden, Pädagogen und Ehrenamtliche aus der Stotterer-Selbsthilfe zu diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Stottern. Der Film entstand mit Unterstützung der Selbsthilfe-Senioreninitiative Initiative Morgentau. Er wendet sich an ältere Stotternde und an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit älteren Menschen zu tun haben. Film & Begleitbroschüre Der Film hat eine Länge von 61 Minuten und ist in sechs Kapitel eingeteilt: 1. Was ich fühle, wenn ich stottere. 2. Ich kenne einige ältere Stotternde, die im Rückzug leben. 3. Früher bin ich oft gehänselt worden. 4. Lass mich bitte ausreden! 5. Kommt für mich eine Therapie in Frage? 6. Experten in eigener Sache Zusätzlich ist dem Film eine 44-seitige Begleitbroschüre beigefügt. Wie kam es zu diesem Film? 2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären. Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-Literatur, geschweige denn Filme. Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern fuür mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran ändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Angaben zu den Filmautoren: Rudolf Gier-Seibert lebt in Münster. Nach seinem Abschluss an der Fachhochschule Münster für Sozialwesen arbeitet er seit den 90er Jahren als Filmemacher und Medienpädagoge. Mitbegründer der Filmproduktion mauritz_filmteam Udo Stier lebt und arbeitet in Münster. Nach seinem abgeschlossenen Lehramtsstudium in den Fächern Chemie und Sport arbeitete er in verschiedenen Berufen und ist seit zwölf Jahren als Altenpfleger tätig. Als Betroffener engagiert er sich seit 30 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe und leitet dort u.a. die Jugendseminare. Michael Kofort arbeitet in Münster und Köln. Nach seinem Studium der Sozialarbeit in Münster arbeitete er als Sozialarbeiter, Medienpädagoge und Filmemacher. Seit 2006 ist er als Verlagsmitarbeiter in der Informations- und Beratungsstelle Stottern in Köln tätig. Aus dem Inhalt der Broschüre: Inhaltsverzeichnis der Broschüre: Vorwort Stottern Eine kurze Einführung Das Stottern in meinem Leben Kerstin Weikert Akademische Sprachtherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Stottern ist eine Sache, die ich in mein Leben integriert habe und die mich nur noch wenig belastet. Ein Interview mit Helmut Hädrich Kommunikation mit stotternden Menschen Interview mit Angelika Schindler Akademische Sprach- und LRS Therapeutin dbs, Sprachheilpädagogin Bücherliste Adressen Vorwort zur Broschüre 2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären. Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber- literatur, geschweige denn Filme. Mir war sofort klar: Das ist absolutes Neuland. Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern für mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran verändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Besonders bedanken möchten wir uns bei Aktion Mensch für die großzügige Förderung. Unser Dank gilt außerdem allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, den Akteuren des Films und ganz besonders den Mitwirkenden der Initiative Morgentau und unserem Hauptdarsteller Jürgen Dorow aus Hamburg. Michael Kofort Textauszug aus der Broschüre: Das Stottern in meinem Leben Kerstin Weikert Das Stottern spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, sagt Katja, eine 25jährige Klientin, in der Therapie. Es hat alles, einfach alles beeinflusst. Meine Schullaufbahn, meine Berufswahl, meine Freunde und mein Familienleben. Die Angst zu stottern ist einfach riesig. Dabei wissen manche meiner Freunde gar nicht, dass ich stottere, meine Arbeitskollegen übrigens auch nicht. An manchen Tagen, wenn das Telefon im Büro klingelt, überlege ich ständig, wie ich es schaffen kann, nicht an den Apparat zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Stottern auf mein Leben mal keine Auswirkungen mehr hat. Vielleicht im Alter einmal, wenn alles gelaufen ist. Dann ist sowieso alles egal. Oder ich vereinsame total, denn wer will dann noch mit jemandem sprechen, der sich nicht richtig ausdrücken kann? Das ist ja jetzt schon schwierig genug. Welchen Einfluss hat das Stottern auf das Leben der Betroffenen? Gibt es Lebensabschnitte, die durch das Stottern besonders schwierig zu gestalten sind? Oder ist das Stottern nur ein kleiner Baustein im großen Ganzen? Aus Einzelfallstudien (Weikert 1996) und Berichten von Betroffenen ist bekannt, dass die Zeit von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also ungefähr zwischen dem 6. und 25. Lebensjahr, der Abschnitt mit der größten Belastungsrelevanz ist. Dies ist die Zeit, in der sich das Stottern ausbildet, und es ist die Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbstfindung. Stottern kann sich negativ auf verschiedene Lebensbereiche auswirken. Viele Betroffene leiden sehr unter den eingeschränkten kommunikativen Möglichkeiten. Insbesondere während der Schul- und Ausbildungszeiterleben sie häufig einen erhöhten kommunikativen Druck, dem sie sich nicht immer gewachsen fühlen. Später scheint sich die Belastung durch das Stottern abzuschwächen, und bei vielen tritt es in den Hintergrund. Studien zur Bedeutung des Stotterns im Alter und seinen Auswirkungen auf die Lebenssituation existieren nicht. Es ist ganz grundsätzlich und besonders aus wissenschaftlicher Sicht ausgesprochen schwierig, exakt zu erfassen, welche konkreten Auswirkungen das Stottern auf den Lebensstil, die Lebensplanung und das Leben insgesamt hat. Es bestehen zu viele Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren, und es handelt sich um ein Forschungsgebiet, in dem sich Fragen über Fragen häufen. Wer kann schon ermessen, welche Auswirkungen der Faktor Stottern auf etwas so Facettenreiches und Unergründliches wie das menschliche Leben hat? Und wen interessiert es, wer was in welchem Lebensabschnitt empfindet? Und dann auch noch im Alter, wenn das Leben seinem Ende zugeht? Die Betroffenen natürlich. Die Therapeuten weniger, denn ihre Zielgruppe sind die jungen Stotternden, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bis 50. Ein Alter, in dem sich noch etwas erreichen lässt. Ein Alter, in dem es sich noch lohnt, etwas zu unternehmen. Oder sind die älteren Stotternden die unterschätzte Klientengruppe? Müssen sie erst entdeckt werden? Die Stotterer-Selbsthilfebewegung ist in die Jahre gekommen, und ihre Bundesvereinigung feierte 2009 ihr 30-jähriges Bestehen. Auch die Mitglieder sind mit der Selbsthilfebewegung gealtert. Insider können auf den Bundestreffen und im Kieselstein beobachten, wer wieder einige graue Haare mehr bekommen hat und wessen Gesicht nicht mehr ganz so frisch strahlt wie noch vor fünf Jahren. Doch wie steht es mit dem Stottern? Wird es immer weniger? Hat es im Alter an Relevanz verloren, wie man vermuten kann, weil in den sprachtherapeutischen und logopädischen Praxen nur selten ältere Stotternde nach einer Therapie fragen? Die Generation 50+ ist hier so gut wie nicht vertreten. Menschen über 60 tauchen erst recht nicht auf. Oder verstärken sich die vorhandenen Probleme mit dem Alter, nehmen die Einsamkeit, die Isolation, die Verbitterung über verpasste Chancen zu? Tritt diese Altersgruppe deshalb nicht in Erscheinung? Sind ältere Stotternde überhaupt verbittert? Oder lächeln sie weise über ihre früheren Probleme und können nicht mehr nach vollziehen, warum ein paar Sprechunflüssigkeiten dermaßen große Auswirkungen auf ihr Befinden hatten und ihnen den Hals zuschnürten, als ob ihr Leben von ein paar Wörtern abhängen würde? Wie immer beim Stottern gibt es auch hierzu ganz unterschiedliche Erkenntnisse. Nur am Einzelfall lässt sich ablesen, welchen Stellenwert das Stottern im Leben einnimmt. Trotzdem tauchen bestimmte Lebensmuster immer wieder auf. Während manche Menschen ihre Sprechprobleme als Herausforderung annehmen können und ihr Sprechen zu einer persönlichen Stärke entwickeln, scheint für andere diese Lebensaufgabe so gut wie unlösbar. Zu diesen Mustern gehört, dass Stotternde nicht allein mit sich und ihrem Stottern leben, sondern in Koexistenz mit anderen, die an den Auswirkungen des Stotterns nicht unbeteiligt sind. Gemeinschaften setzen Normen auch sprecherische Normen. Sie geben Ziele und Lebensaufgaben vor und bewerten den Einzelnen anhand seines Verhaltens, seines Äußeren, seiner Fähigkeiten und natürlich seiner Sprechweise. Gemeinschaften können soziale Unterstützung bieten, sie aber auch verweigern und Menschen ausgrenzen. Merkmale wie das Stottern bedürfen immer des besonderen Schutzes der Gemeinschaft, denn sonst besteht die Gefahr der sozialen Ausgrenzung. Viele Stotternde empfinden sich als Grenzgänger. Sie müssen permanent die Balance halten zwischen dem Gefühl, anders zu sein, und dem dringlichen Wunsch, sich in der sozialen Gruppe der unauffällig Sprechenden unauffällig bewegen zu können. Ändert sich diese Sichtweise mit dem Alter, oder verstärkt sie sich eher? sich vieles relativiert. Das Leben hat einfach weniger Dramatik, man ist viel gelassener. Dr. Kerstin Weikert ist akademische Sprachtherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Sie war von 1990 bis 2004 an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln sowie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Lehre, Forschung und Therapiepraxis tätig. In dieser Zeit hat sie sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Stottern beschäftigt und Forschungs- und Therapieprojekte geleitet. Seit 2005 ist sie hauptberuflich in einer eigenen sprachtherapeutischen Praxis in Gummersbach tätig. www.sprachtherapie-gummersbach.de Ein Interview mit dem Protagonisten Jürgen Dorow. aus: Der Kieselstein, 6/2010 Du musst die Chancen nutzen, die sich im Leben bieten. Wie ist es zu Deiner Teilnahme am Filmprojekt gekommen? Was hat Dich gereizt bei den Filmaufnahmen mitzumachen? , [SC: 3.00], Neuware, gewerbliches Angebot, 22,5 x 18, [GW: 210g], [PU: Köln], 1.

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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier
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Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier:

Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - neues Buch

2010, ISBN: 9783921897584

[PU: Demosthenes-Verlag, Köln], DVD Video, ca. 61 Minuten + Begleitbuch, 44 Seiten Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - Für Multiplikatoren und Ehrenamtliche der Seniorenarbeit, des Gesundheitswesens und der Selbsthilfe Kurzbeschreibung Wie gehen Menschen in der dritten Lebensphase mit ihrem Stottern um? Was empfinden sie bei auftretenden Sprechblockaden? Wie waren ihre Sozialisationsbedingungen und die biografischen Erfahrungen? Was war früher anders und wie war früher das Bild des Stotternden in der Gesellschaft? Welche Hilfsangebote können ältere Stotternde heute in Anspruch nehmen und wie können sie ihr Stottern positiv verändern? Neben älteren Stotternden äußern sich Fachleute wie Therapeuten, Logopäden, Pädagogen und Ehrenamtliche aus der Stotterer-Selbsthilfe zu diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Stottern. Der Film entstand mit Unterstützung der Selbsthilfe-Senioreninitiative Initiative Morgentau. Er wendet sich an ältere Stotternde und an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit älteren Menschen zu tun haben. Film & Begleitbroschüre Der Film hat eine Länge von 61 Minuten und ist in sechs Kapitel eingeteilt: 1. Was ich fühle, wenn ich stottere. 2. Ich kenne einige ältere Stotternde, die im Rückzug leben. 3. Früher bin ich oft gehänselt worden. 4. Lass mich bitte ausreden! 5. Kommt für mich eine Therapie in Frage? 6. Experten in eigener Sache Zusätzlich ist dem Film eine 44-seitige Begleitbroschüre beigefügt. Wie kam es zu diesem Film? 2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären. Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-Literatur, geschweige denn Filme. Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern fuür mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran ändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Angaben zu den Filmautoren: Rudolf Gier-Seibert lebt in Münster. Nach seinem Abschluss an der Fachhochschule Münster für Sozialwesen arbeitet er seit den 90er Jahren als Filmemacher und Medienpädagoge. Mitbegründer der Filmproduktion mauritz_filmteam Udo Stier lebt und arbeitet in Münster. Nach seinem abgeschlossenen Lehramtsstudium in den Fächern Chemie und Sport arbeitete er in verschiedenen Berufen und ist seit zwölf Jahren als Altenpfleger tätig. Als Betroffener engagiert er sich seit 30 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe und leitet dort u.a. die Jugendseminare. Michael Kofort arbeitet in Münster und Köln. Nach seinem Studium der Sozialarbeit in Münster arbeitete er als Sozialarbeiter, Medienpädagoge und Filmemacher. Seit 2006 ist er als Verlagsmitarbeiter in der Informations- und Beratungsstelle Stottern in Köln tätig. Aus dem Inhalt der Broschüre: Inhaltsverzeichnis der Broschüre: Vorwort Stottern Eine kurze Einführung Das Stottern in meinem Leben Kerstin Weikert Akademische Sprachtherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Stottern ist eine Sache, die ich in mein Leben integriert habe und die mich nur noch wenig belastet. Ein Interview mit Helmut Hädrich Kommunikation mit stotternden Menschen Interview mit Angelika Schindler Akademische Sprach- und LRS Therapeutin dbs, Sprachheilpädagogin Bücherliste Adressen Vorwort zur Broschüre 2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären. Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber- literatur, geschweige denn Filme. Mir war sofort klar: Das ist absolutes Neuland. Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern für mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran verändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Besonders bedanken möchten wir uns bei Aktion Mensch für die großzügige Förderung. Unser Dank gilt außerdem allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, den Akteuren des Films und ganz besonders den Mitwirkenden der Initiative Morgentau und unserem Hauptdarsteller Jürgen Dorow aus Hamburg. Michael Kofort Textauszug aus der Broschüre: Das Stottern in meinem Leben Kerstin Weikert Das Stottern spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, sagt Katja, eine 25jährige Klientin, in der Therapie. Es hat alles, einfach alles beeinflusst. Meine Schullaufbahn, meine Berufswahl, meine Freunde und mein Familienleben. Die Angst zu stottern ist einfach riesig. Dabei wissen manche meiner Freunde gar nicht, dass ich stottere, meine Arbeitskollegen übrigens auch nicht. An manchen Tagen, wenn das Telefon im Büro klingelt, überlege ich ständig, wie ich es schaffen kann, nicht an den Apparat zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Stottern auf mein Leben mal keine Auswirkungen mehr hat. Vielleicht im Alter einmal, wenn alles gelaufen ist. Dann ist sowieso alles egal. Oder ich vereinsame total, denn wer will dann noch mit jemandem sprechen, der sich nicht richtig ausdrücken kann? Das ist ja jetzt schon schwierig genug. Welchen Einfluss hat das Stottern auf das Leben der Betroffenen? Gibt es Lebensabschnitte, die durch das Stottern besonders schwierig zu gestalten sind? Oder ist das Stottern nur ein kleiner Baustein im großen Ganzen? Aus Einzelfallstudien (Weikert 1996) und Berichten von Betroffenen ist bekannt, dass die Zeit von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also ungefähr zwischen dem 6. und 25. Lebensjahr, der Abschnitt mit der größten Belastungsrelevanz ist. Dies ist die Zeit, in der sich das Stottern ausbildet, und es ist die Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbstfindung. Stottern kann sich negativ auf verschiedene Lebensbereiche auswirken. Viele Betroffene leiden sehr unter den eingeschränkten kommunikativen Möglichkeiten. Insbesondere während der Schul- und Ausbildungszeiterleben sie häufig einen erhöhten kommunikativen Druck, dem sie sich nicht immer gewachsen fühlen. Später scheint sich die Belastung durch das Stottern abzuschwächen, und bei vielen tritt es in den Hintergrund. Studien zur Bedeutung des Stotterns im Alter und seinen Auswirkungen auf die Lebenssituation existieren nicht. Es ist ganz grundsätzlich und besonders aus wissenschaftlicher Sicht ausgesprochen schwierig, exakt zu erfassen, welche konkreten Auswirkungen das Stottern auf den Lebensstil, die Lebensplanung und das Leben insgesamt hat. Es bestehen zu viele Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren, und es handelt sich um ein Forschungsgebiet, in dem sich Fragen über Fragen häufen. Wer kann schon ermessen, welche Auswirkungen der Faktor Stottern auf etwas so Facettenreiches und Unergründliches wie das menschliche Leben hat? Und wen interessiert es, wer was in welchem Lebensabschnitt empfindet? Und dann auch noch im Alter, wenn das Leben seinem Ende zugeht? Die Betroffenen natürlich. Die Therapeuten weniger, denn ihre Zielgruppe sind die jungen Stotternden, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bis 50. Ein Alter, in dem sich noch etwas erreichen lässt. Ein Alter, in dem es sich noch lohnt, etwas zu unternehmen. Oder sind die älteren Stotternden die unterschätzte Klientengruppe? Müssen sie erst entdeckt werden? Die Stotterer-Selbsthilfebewegung ist in die Jahre gekommen, und ihre Bundesvereinigung feierte 2009 ihr 30-jähriges Bestehen. Auch die Mitglieder sind mit der Selbsthilfebewegung gealtert. Insider können auf den Bundestreffen und im Kieselstein beobachten, wer wieder einige graue Haare mehr bekommen hat und wessen Gesicht nicht mehr ganz so frisch strahlt wie noch vor fünf Jahren. Doch wie steht es mit dem Stottern? Wird es immer weniger? Hat es im Alter an Relevanz verloren, wie man vermuten kann, weil in den sprachtherapeutischen und logopädischen Praxen nur selten ältere Stotternde nach einer Therapie fragen? Die Generation 50+ ist hier so gut wie nicht vertreten. Menschen über 60 tauchen erst recht nicht auf. Oder verstärken sich die vorhandenen Probleme mit dem Alter, nehmen die Einsamkeit, die Isolation, die Verbitterung über verpasste Chancen zu? Tritt diese Altersgruppe deshalb nicht in Erscheinung? Sind ältere Stotternde überhaupt verbittert? Oder lächeln sie weise über ihre früheren Probleme und können nicht mehr nach vollziehen, warum ein paar Sprechunflüssigkeiten dermaßen große Auswirkungen auf ihr Befinden hatten und ihnen den Hals zuschnürten, als ob ihr Leben von ein paar Wörtern abhängen würde? Wie immer beim Stottern gibt es auch hierzu ganz unterschiedliche Erkenntnisse. Nur am Einzelfall lässt sich ablesen, welchen Stellenwert das Stottern im Leben einnimmt. Trotzdem tauchen bestimmte Lebensmuster immer wieder auf. Während manche Menschen ihre Sprechprobleme als Herausforderung annehmen können und ihr Sprechen zu einer persönlichen Stärke entwickeln, scheint für andere diese Lebensaufgabe so gut wie unlösbar. Zu diesen Mustern gehört, dass Stotternde nicht allein mit sich und ihrem Stottern leben, sondern in Koexistenz mit anderen, die an den Auswirkungen des Stotterns nicht unbeteiligt sind. Gemeinschaften setzen Normen auch sprecherische Normen. Sie geben Ziele und Lebensaufgaben vor und bewerten den Einzelnen anhand seines Verhaltens, seines Äußeren, seiner Fähigkeiten und natürlich seiner Sprechweise. Gemeinschaften können soziale Unterstützung bieten, sie aber auch verweigern und Menschen ausgrenzen. Merkmale wie das Stottern bedürfen immer des besonderen Schutzes der Gemeinschaft, denn sonst besteht die Gefahr der sozialen Ausgrenzung. Viele Stotternde empfinden sich als Grenzgänger. Sie müssen permanent die Balance halten zwischen dem Gefühl, anders zu sein, und dem dringlichen Wunsch, sich in der sozialen Gruppe der unauffällig Sprechenden unauffällig bewegen zu können. Ändert sich diese Sichtweise mit dem Alter, oder verstärkt sie sich eher? sich vieles relativiert. Das Leben hat einfach weniger Dramatik, man ist viel gelassener. Dr. Kerstin Weikert ist akademische Sprachtherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Sie war von 1990 bis 2004 an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln sowie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Lehre, Forschung und Therapiepraxis tätig. In dieser Zeit hat sie sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Stottern beschäftigt und Forschungs- und Therapieprojekte geleitet. Seit 2005 ist sie hauptberuflich in einer eigenen sprachtherapeutischen Praxis in Gummersbach tätig. www.sprachtherapie-gummersbach.de Ein Interview mit dem Protagonisten Jürgen Dorow. aus: Der Kieselstein, 6/2010 Du musst die Chancen nutzen, die sich im Leben bieten. Wie ist es zu Deiner Teilnahme am Filmprojekt gekommen? Was hat Dich gereizt bei den Filmaufnahmen mitzumachen? , Neuware, gewerbliches Angebot, 22,5 x 18, [GW: 210g], [PU: Köln], 1.

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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - neues Buch

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[PU: Demosthenes-Verlag, Köln], DVD Video, ca. 61 Minuten + Begleitbuch, 44 SeitenFrüher habe ich möglichst wenig gesprochen.- Ein Film über Stottern im Alter -Für Multiplikatoren und Ehrenamtliche der Seniorenarbeit, des Gesundheitswesens und der SelbsthilfeKurzbeschreibungWie gehen Menschen in der dritten Lebensphase mit ihrem Stottern um? Was empfinden sie bei auftretenden Sprechblockaden? Wie waren ihre Sozialisationsbedingungen und die biografischen Erfahrungen? Was war früher anders und wie war früher das Bild des Stotternden in der Gesellschaft? Welche Hilfsangebote können ältere Stotternde heute in Anspruch nehmen und wie können sie ihr Stottern positiv verändern? Neben älteren Stotternden äußern sich Fachleute wie Therapeuten, Logopäden, Pädagogen und Ehrenamtliche aus der Stotterer-Selbsthilfe zu diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Stottern.Der Film entstand mit Unterstützung der Selbsthilfe-Senioreninitiative Initiative Morgentau. Er wendet sich an ältere Stotternde und an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit älteren Menschen zu tun haben.Film & BegleitbroschüreDer Film hat eine Länge von 61 Minuten und ist in sechs Kapitel eingeteilt:1. Was ich fühle, wenn ich stottere.2. Ich kenne einige ältere Stotternde, die im Rückzug leben.3. Früher bin ich oft gehänselt worden.4. Lass mich bitte ausreden!5. Kommt für mich eine Therapie in Frage?6. Experten in eigener SacheZusätzlich ist dem Film eine 44-seitige Begleitbroschüre beigefügt.Wie kam es zu diesem Film?2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären.Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-Literatur, geschweige denn Filme.Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern fuür mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran ändern?Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden.Angaben zu den Filmautoren:Rudolf Gier-Seibert lebt in Münster.Nach seinem Abschluss an der Fachhochschule Münster für Sozialwesen arbeitet er seit den 90er Jahren als Filmemacher und Medienpädagoge. Mitbegründer der Filmproduktion mauritz_filmteamUdo Stier lebt und arbeitet in Münster.Nach seinem abgeschlossenen Lehramtsstudium in den Fächern Chemie und Sport arbeitete er in verschiedenen Berufen und ist seit zwölf Jahren als Altenpfleger tätig. Als Betroffener engagiert er sich seit 30 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe und leitet dort u.a. die Jugendseminare.Michael Kofort arbeitet in Münster und Köln.Nach seinem Studium der Sozialarbeit in Münster arbeitete er als Sozialarbeiter, Medienpädagoge und Filmemacher. Seit 2006 ist er als Verlagsmitarbeiter in der Informations- und Beratungsstelle Stottern in Köln tätig.Aus dem Inhalt der Broschüre:Inhaltsverzeichnis der Broschüre:VorwortStottern Eine kurze EinführungDas Stottern in meinem LebenKerstin WeikertAkademische Sprachtherapeutin und Kinder- undJugendlichenpsychotherapeutinStottern ist eine Sache, die ich in meinLeben integriert habe und die mich nurnoch wenig belastet.Ein Interview mit Helmut HädrichKommunikation mit stotternden MenschenInterview mit Angelika SchindlerAkademische Sprach- und LRS Therapeutin dbs,SprachheilpädagoginBücherlisteAdressenVorwort zur Broschüre2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die InitiativeMorgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeitüber die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären.Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant.Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-literatur, geschweige denn Filme. Mir war sofort klar: Das ist absolutes Neuland.Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen.Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern für mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran verändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Besonders bedanken möchten wir uns bei Aktion Mensch für die großzügige Förderung. Unser Dank gilt außerdem allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, den Akteuren des Films und ganz besonders den Mitwirkenden der Initiative Morgentau und unserem Hauptdarsteller Jürgen Dorow aus Hamburg.Michael KofortTextauszug aus der Broschüre:Das Stottern in meinem LebenKerstin WeikertDas Stottern spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, sagt Katja, eine 25jährige Klientin, in der Therapie. Es hat alles, einfach alles beeinflusst. Meine Schullaufbahn, meine Berufswahl, meine Freunde und mein Familienleben. Die Angst zu stottern ist einfach riesig. Dabei wissen manche meiner Freunde gar nicht, dass ich stottere, meine Arbeitskollegen übrigens auch nicht. An manchen Tagen, wenn das Telefon im Büro klingelt, überlege ich ständig, wie ich es schaffen kann, nicht an den Apparat zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Stottern auf mein Leben mal keine Auswirkungen mehr hat. Vielleicht im Alter einmal, wenn alles gelaufen ist. Dann ist sowieso alles egal. Oder ich vereinsame total, denn wer will dann noch mit jemandem sprechen, der sich nicht richtig ausdrücken kann? Das ist ja jetzt schon schwierig genug.Welchen Einfluss hat das Stottern auf das Leben der Betroffenen? Gibt es Lebensabschnitte, die durch das Stottern besonders schwierig zu gestalten sind? Oder ist das Stottern nur ein kleiner Baustein im großen Ganzen? Aus Einzelfallstudien (Weikert 1996) und Berichten von Betroffenen ist bekannt, dass die Zeit von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also ungefähr zwischen dem 6. und 25. Lebensjahr, der Abschnitt mit der größten Belastungsrelevanz ist. Dies ist die Zeit, in der sich das Stottern ausbildet, und es ist die Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbstfindung. Stottern kann sich negativ auf verschiedene Lebensbereiche auswirken. Viele Betroffene leiden sehr unter den eingeschränkten kommunikativen Möglichkeiten. Insbesondere während der Schul- und Ausbildungszeiterleben sie häufig einen erhöhten kommunikativen Druck, dem sie sich nicht immer gewachsen fühlen. Später scheint sich die Belastung durch das Stottern abzuschwächen, und bei vielen tritt es in den Hintergrund. Studien zur Bedeutung des Stotterns im Alter und seinen Auswirkungen auf die Lebenssituation existieren nicht. Es ist ganz grundsätzlich und besonders aus wissenschaftlicher Sicht ausgesprochen schwierig, exakt zu erfassen, welche konkreten Auswirkungen das Stottern auf den Lebensstil, die Lebensplanung und das Leben insgesamt hat. Es bestehen zu viele Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren, und es handelt sich um ein Forschungsgebiet, in dem sich Fragen über Fragen häufen. Wer kann schon ermessen, welche Auswirkungen der Faktor Stottern auf etwas so Facettenreiches und Unergründliches wie das menschliche Leben hat? Und wen interessiert es, wer was in welchem Lebensabschnitt empfindet? Und dann auch noch im Alter, wenn das Leben seinem Ende zugeht? Die Betroffenen natürlich. Die Therapeuten weniger, denn ihre Zielgruppe sind die jungenStotternden, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bis 50. Ein Alter, in dem sich noch etwas erreichen lässt. Ein Alter, in dem es sich noch lohnt, etwas zu unternehmen. Oder sind die älteren Stotternden die unterschätzte Klientengruppe? Müssen sie erst entdeckt werden?Die Stotterer-Selbsthilfebewegung ist in die Jahre gekommen, und ihre Bundesvereinigung feierte 2009 ihr 30-jähriges Bestehen. Auch die Mitglieder sind mit der Selbsthilfebewegung gealtert. Insider können auf den Bundestreffen und im Kieselstein beobachten, wer wieder einige graue Haare mehr bekommen hat und wessen Gesicht nicht mehr ganz so frisch strahlt wie noch vor fünf Jahren. Doch wie steht es mit dem Stottern? Wird es immer weniger? Hat es im Alter an Relevanz verloren, wie man vermuten kann, weil in den sprachtherapeutischen und logopädischen Praxen nur selten ältere Stotternde nach einer Therapie fragen? Die Generation 50+ ist hier so gut wie nicht vertreten. Menschen über 60 tauchen erst recht nicht auf. Oder verstärken sich die vorhandenen Probleme mit dem Alter, nehmen die Einsamkeit, die Isolation, die Verbitterung über verpasste Chancenzu? Tritt diese Altersgruppe deshalb nicht in Erscheinung? Sind ältere Stotternde überhaupt verbittert? Oder lächeln sie weise über ihre früheren Probleme und können nicht mehr nach vollziehen, warum ein paar Sprechunflüssigkeitendermaßen große Auswirkungen auf ihr Befinden hatten und ihnen den Hals zuschnürten, als ob ihr Leben von ein paar Wörtern abhängen würde?Wie immer beim Stottern gibt es auch hierzu ganz unterschiedliche Erkenntnisse. Nur am Einzelfall lässt sich ablesen, welchen Stellenwert das Stottern im Leben einnimmt. Trotzdem tauchen bestimmte Lebensmuster immer wieder auf. Während manche Menschen ihre Sprechprobleme als Herausforderung annehmen können und ihr Sprechen zu einer persönlichen Stärke entwickeln, scheint für andere diese Lebensaufgabe so gut wie unlösbar. Zu diesen Mustern gehört, dass Stotternde nicht allein mit sich und ihrem Stottern leben, sondern in Koexistenz mit anderen, die an den Auswirkungen des Stotterns nicht unbeteiligt sind. Gemeinschaften setzenNormen auch sprecherische Normen. Sie geben Ziele und Lebensaufgaben vor und bewerten den Einzelnen anhand seines Verhaltens, seines Äußeren, seiner Fähigkeiten und natürlich seiner Sprechweise. Gemeinschaften können soziale Unterstützung bieten, sie aber auch verweigern und Menschen ausgrenzen. Merkmale wie das Stottern bedürfen immer des besonderen Schutzes der Gemeinschaft, denn sonst besteht die Gefahr der sozialen Ausgrenzung. Viele Stotternde empfinden sich als Grenzgänger. Sie müssen permanent die Balance halten zwischen dem Gefühl, anders zu sein, und dem dringlichen Wunsch, sich in der sozialen Gruppe der unauffällig Sprechenden unauffällig bewegen zu können. Ändert sich diese Sichtweise mit dem Alter, oder verstärkt sie sich eher?In meinem Leben spielt das Stottern so gut wie keine Rolle mehr, sagt Gerhard, ein 65-jähriger Stotternder, der nie eine Therapie in Anspruch genommen hat. Ich bin auch so ganz gut zurechtgekommen. Das musste ich ja auch. In meiner Kindheit hat sich dafür keiner groß interessiert. Da gab es andere Probleme. Meine Eltern haben mit mir gelitten und ich mit ihnen, ich wollte ihnen keinePlattform. Ihre Probleme werden wahrgenommen, Therapien sind entwickelt und werden verbessert. Doch was ist mit denen, die vor 50, 60 oder 70 Jahren stotternde Kinder waren? Vorurteile, die selbst heute noch im Hinterkopf vieler Menschen existieren, galten damals als Tatsache. Das Kind hat eine nervöse Störung. Es will nur Aufmerksamkeit. Es denkt schneller, als es spricht. All das mussten sich Kinder und ihre Eltern anhören &− bis ins Alter. Stotternde Senioren haben bisher allerdings kaum Beachtung gefunden und noch weniger Hilfe. Dabei leiden auch sie unter den alltäglichen Einschränkungen , [SC: 3.00]

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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier
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Rudolf Gier-Seibert, Michael Kofort, Udo Stier:
Früher habe ich möglichst wenig gesprochen. - Ein Film über Stottern im Alter - - neues Buch

2010, ISBN: 9783921897584

[PU: Demosthenes-Verlag, Köln], DVD Video, ca. 61 Minuten + Begleitbuch, 44 SeitenFrüher habe ich möglichst wenig gesprochen.- Ein Film über Stottern im Alter -Für Multiplikatoren und Ehrenamtliche der Seniorenarbeit, des Gesundheitswesens und der SelbsthilfeKurzbeschreibungWie gehen Menschen in der dritten Lebensphase mit ihrem Stottern um? Was empfinden sie bei auftretenden Sprechblockaden? Wie waren ihre Sozialisationsbedingungen und die biografischen Erfahrungen? Was war früher anders und wie war früher das Bild des Stotternden in der Gesellschaft? Welche Hilfsangebote können ältere Stotternde heute in Anspruch nehmen und wie können sie ihr Stottern positiv verändern? Neben älteren Stotternden äußern sich Fachleute wie Therapeuten, Logopäden, Pädagogen und Ehrenamtliche aus der Stotterer-Selbsthilfe zu diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Stottern.Der Film entstand mit Unterstützung der Selbsthilfe-Senioreninitiative Initiative Morgentau. Er wendet sich an ältere Stotternde und an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit älteren Menschen zu tun haben.Film & BegleitbroschüreDer Film hat eine Länge von 61 Minuten und ist in sechs Kapitel eingeteilt:1. Was ich fühle, wenn ich stottere.2. Ich kenne einige ältere Stotternde, die im Rückzug leben.3. Früher bin ich oft gehänselt worden.4. Lass mich bitte ausreden!5. Kommt für mich eine Therapie in Frage?6. Experten in eigener SacheZusätzlich ist dem Film eine 44-seitige Begleitbroschüre beigefügt.Wie kam es zu diesem Film?2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die Initiative Morgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären.Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-Literatur, geschweige denn Filme.Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern fuür mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran ändern?Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden.Angaben zu den Filmautoren:Rudolf Gier-Seibert lebt in Münster.Nach seinem Abschluss an der Fachhochschule Münster für Sozialwesen arbeitet er seit den 90er Jahren als Filmemacher und Medienpädagoge. Mitbegründer der Filmproduktion mauritz_filmteamUdo Stier lebt und arbeitet in Münster.Nach seinem abgeschlossenen Lehramtsstudium in den Fächern Chemie und Sport arbeitete er in verschiedenen Berufen und ist seit zwölf Jahren als Altenpfleger tätig. Als Betroffener engagiert er sich seit 30 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe und leitet dort u.a. die Jugendseminare.Michael Kofort arbeitet in Münster und Köln.Nach seinem Studium der Sozialarbeit in Münster arbeitete er als Sozialarbeiter, Medienpädagoge und Filmemacher. Seit 2006 ist er als Verlagsmitarbeiter in der Informations- und Beratungsstelle Stottern in Köln tätig.Aus dem Inhalt der Broschüre:Inhaltsverzeichnis der Broschüre:VorwortStottern Eine kurze EinführungDas Stottern in meinem LebenKerstin WeikertAkademische Sprachtherapeutin und Kinder- undJugendlichenpsychotherapeutinStottern ist eine Sache, die ich in meinLeben integriert habe und die mich nurnoch wenig belastet.Ein Interview mit Helmut HädrichKommunikation mit stotternden MenschenInterview mit Angelika SchindlerAkademische Sprach- und LRS Therapeutin dbs,SprachheilpädagoginBücherlisteAdressenVorwort zur Broschüre2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die InitiativeMorgentau. Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeitüber die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären.Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema Stottern im Alter drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant.Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema Stottern im Alter so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-literatur, geschweige denn Filme. Mir war sofort klar: Das ist absolutes Neuland.Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen.Wie schon gesagt, zum Thema Stottern im Alter gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von Alter und Behinderung, zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination Alter & Behinderung kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern für mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran verändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Besonders bedanken möchten wir uns bei Aktion Mensch für die großzügige Förderung. Unser Dank gilt außerdem allen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, den Akteuren des Films und ganz besonders den Mitwirkenden der Initiative Morgentau und unserem Hauptdarsteller Jürgen Dorow aus Hamburg.Michael KofortTextauszug aus der Broschüre:Das Stottern in meinem LebenKerstin WeikertDas Stottern spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, sagt Katja, eine 25jährige Klientin, in der Therapie. Es hat alles, einfach alles beeinflusst. Meine Schullaufbahn, meine Berufswahl, meine Freunde und mein Familienleben. Die Angst zu stottern ist einfach riesig. Dabei wissen manche meiner Freunde gar nicht, dass ich stottere, meine Arbeitskollegen übrigens auch nicht. An manchen Tagen, wenn das Telefon im Büro klingelt, überlege ich ständig, wie ich es schaffen kann, nicht an den Apparat zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Stottern auf mein Leben mal keine Auswirkungen mehr hat. Vielleicht im Alter einmal, wenn alles gelaufen ist. Dann ist sowieso alles egal. Oder ich vereinsame total, denn wer will dann noch mit jemandem sprechen, der sich nicht richtig ausdrücken kann? Das ist ja jetzt schon schwierig genug.Welchen Einfluss hat das Stottern auf das Leben der Betroffenen? Gibt es Lebensabschnitte, die durch das Stottern besonders schwierig zu gestalten sind? Oder ist das Stottern nur ein kleiner Baustein im großen Ganzen? Aus Einzelfallstudien (Weikert 1996) und Berichten von Betroffenen ist bekannt, dass die Zeit von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also ungefähr zwischen dem 6. und 25. Lebensjahr, der Abschnitt mit der größten Belastungsrelevanz ist. Dies ist die Zeit, in der sich das Stottern ausbildet, und es ist die Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und der Selbstfindung. Stottern kann sich negativ auf verschiedene Lebensbereiche auswirken. Viele Betroffene leiden sehr unter den eingeschränkten kommunikativen Möglichkeiten. Insbesondere während der Schul- und Ausbildungszeiterleben sie häufig einen erhöhten kommunikativen Druck, dem sie sich nicht immer gewachsen fühlen. Später scheint sich die Belastung durch das Stottern abzuschwächen, und bei vielen tritt es in den Hintergrund. Studien zur Bedeutung des Stotterns im Alter und seinen Auswirkungen auf die Lebenssituation existieren nicht. Es ist ganz grundsätzlich und besonders aus wissenschaftlicher Sicht ausgesprochen schwierig, exakt zu erfassen, welche konkreten Auswirkungen das Stottern auf den Lebensstil, die Lebensplanung und das Leben insgesamt hat. Es bestehen zu viele Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren, und es handelt sich um ein Forschungsgebiet, in dem sich Fragen über Fragen häufen. Wer kann schon ermessen, welche Auswirkungen der Faktor Stottern auf etwas so Facettenreiches und Unergründliches wie das menschliche Leben hat? Und wen interessiert es, wer was in welchem Lebensabschnitt empfindet? Und dann auch noch im Alter, wenn das Leben seinem Ende zugeht? Die Betroffenen natürlich. Die Therapeuten weniger, denn ihre Zielgruppe sind die jungenStotternden, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen bis 50. Ein Alter, in dem sich noch etwas erreichen lässt. Ein Alter, in dem es sich noch lohnt, etwas zu unternehmen. Oder sind die älteren Stotternden die unterschätzte Klientengruppe? Müssen sie erst entdeckt werden?Die Stotterer-Selbsthilfebewegung ist in die Jahre gekommen, und ihre Bundesvereinigung feierte 2009 ihr 30-jähriges Bestehen. Auch die Mitglieder sind mit der Selbsthilfebewegung gealtert. Insider können auf den Bundestreffen und im Kieselstein beobachten, wer wieder einige graue Haare mehr bekommen hat und wessen Gesicht nicht mehr ganz so frisch strahlt wie noch vor fünf Jahren. Doch wie steht es mit dem Stottern? Wird es immer weniger? Hat es im Alter an Relevanz verloren, wie man vermuten kann, weil in den sprachtherapeutischen und logopädischen Praxen nur selten ältere Stotternde nach einer Therapie fragen? Die Generation 50+ ist hier so gut wie nicht vertreten. Menschen über 60 tauchen erst recht nicht auf. Oder verstärken sich die vorhandenen Probleme mit dem Alter, nehmen die Einsamkeit, die Isolation, die Verbitterung über verpasste Chancenzu? Tritt diese Altersgruppe deshalb nicht in Erscheinung? Sind ältere Stotternde überhaupt verbittert? Oder lächeln sie weise über ihre früheren Probleme und können nicht mehr nach vollziehen, warum ein paar Sprechunflüssigkeitendermaßen große Auswirkungen auf ihr Befinden hatten und ihnen den Hals zuschnürten, als ob ihr Leben von ein paar Wörtern abhängen würde?Wie immer beim Stottern gibt es auch hierzu ganz unterschiedliche Erkenntnisse. Nur am Einzelfall lässt sich ablesen, welchen Stellenwert das Stottern im Leben einnimmt. Trotzdem tauchen bestimmte Lebensmuster immer wieder auf. Während manche Menschen ihre Sprechprobleme als Herausforderung annehmen können und ihr Sprechen zu einer persönlichen Stärke entwickeln, scheint für andere diese Lebensaufgabe so gut wie unlösbar. Zu diesen Mustern gehört, dass Stotternde nicht allein mit sich und ihrem Stottern leben, sondern in Koexistenz mit anderen, die an den Auswirkungen des Stotterns nicht unbeteiligt sind. Gemeinschaften setzenNormen auch sprecherische Normen. Sie geben Ziele und Lebensaufgaben vor und bewerten den Einzelnen anhand seines Verhaltens, seines Äußeren, seiner Fähigkeiten und natürlich seiner Sprechweise. Gemeinschaften können soziale Unterstützung bieten, sie aber auch verweigern und Menschen ausgrenzen. Merkmale wie das Stottern bedürfen immer des besonderen Schutzes der Gemeinschaft, denn sonst besteht die Gefahr der sozialen Ausgrenzung. Viele Stotternde empfinden sich als Grenzgänger. Sie müssen permanent die Balance halten zwischen dem Gefühl, anders zu sein, und dem dringlichen Wunsch, sich in der sozialen Gruppe der unauffällig Sprechenden unauffällig bewegen zu können. Ändert sich diese Sichtweise mit dem Alter, oder verstärkt sie sich eher?In meinem Leben spielt das Stottern so gut wie keine Rolle mehr, sagt Gerhard, ein 65-jähriger Stotternder, der nie eine Therapie in Anspruch genommen hat. Ich bin auch so ganz gut zurechtgekommen. Das musste ich ja auch. In meiner Kindheit hat sich dafür keiner groß interessiert. Da gab es andere Probleme. Meine Eltern haben mit mir gelitten und ich mit ihnen, ich wollte ihnen keineilfe-Szene immer eine große Freude.Gibt es etwas, dasat eine nervöse Störung. Es will nur Aufmerksamkeit. Es denkt schneller, als es spricht. All das mussten sich Kinder und ihre Eltern anhören − und nichts davon ist wahr. Fakt ist, die Ursachen des Stotterns sind noch nicht endgültig geklärt. Es handelt sich dabei um eine Störung des Sprachfluss, die nichts mit der Persönlichkeit oder der Intelligenz des Betroffenen zu tun hat. Fakt ist auch, dass sich das Stottern bei vielen Kindern mit der Pubertät verliert. Doch manche müssen auch als Erwachsene mit dem Sprachfehler leben &&, [SC: 3.00]

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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen - Erstausgabe

2010, ISBN: 9783921897584

ID: 16169159

Ein Film über das Stottern im Alter, [ED: 1], DVD Video, Video, [PU: Stottern & Selbshilfe]

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Früher habe ich möglichst wenig gesprochen
Autor:

Gier-Seibert, Rudolf; Kofort, Michael; Stier, Udo

Titel:

Früher habe ich möglichst wenig gesprochen

ISBN-Nummer:

3921897580

"Früher habe ich möglichst wenig gesprochen." - Ein Film über Stottern im Alter - Für Multiplikatoren und Ehrenamtliche der Seniorenarbeit, des Gesundheitswesens und der Selbsthilfe "Früher habe ich möglichst wenig gesprochen." Diesen Satz haben wir einem Interview mit einem älteren Stotternden entnommen und zum Titel unseres Films gemacht, denn dieser Satz schlägt den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und weißt gleichzeitig auf Veränderung im Leben hin. Der Film über das Stottern im Alter wurde gerade fertig gestellt und ist ab sofort bei der Stotterer-Selbsthilfe NRW zu bekommen. Wie kam es zu diesem Film? 2005 gründeten ältere Stotternde innerhalb der Stotterer-Selbsthilfe die "Initiative Morgentau". Die Stotternden aus der Generation 50 Plus wollten ihre altersspezifischen Interessen besser umsetzen, Kontakte knüpfen, Seminare und Gesprächskreise abhalten und gemeinsam in der Freizeit etwas unternehmen. Darüber hinaus hatten sie das Ziel, die Gesellschaft durch Öffentlichkeitsarbeit über die besonderen Probleme von Stotternden aufzuklären. Bereits kurz nach Gründung der Initiative erhielt ich eine Anfrage, ob man nicht einen Film zum Thema "Stottern im Alter" drehen könnte. Ein inhaltliches Konzept gab es noch nicht, und Geld für die Umsetzung war auch noch nicht vorhanden. Aber die Idee, ein solches Projekt zu realisieren, fand ich von Anfang an sehr interessant. Nach ersten Recherchen stellte ich fest, dass es zum Thema "Stottern im Alter" so gut wie nichts gibt, weder wissenschaftliche Untersuchungen noch Ratgeber-Literatur, geschweige denn Filme. Dankenswerterweise brauchte ich keine große Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Stotterer-Selbsthilfe NRW e.V. ins Boot zu holen und als Projektträger zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit Udo Stier entstand ein Filmkonzept, das von AKTION MENSCH eine Förderung für einen Lehrfilm erhielt. Rudolf Gier-Seibert komplettierte das Filmteam, und Ende 2008 konnte die Produktion beginnen. Wie schon gesagt, zum Thema "Stottern im Alter" gab es nichts, worauf wir zurückgreifen konnten. Zunächst versuchten wir, uns über den Zusammenhang von "Alter und Behinderung", zu dem schon eher Literatur zu finden ist, dem eigentlichen Thema zu nähern. Aber auch dieser Weg war nicht unproblematisch, denn Stottern wird nach wie vor nicht als Behinderung im landläufigen Sinne gesehen. Außerdem denkt bei der Wortkombination "Alter & Behinderung" kaum jemand an Stotternde. Demgegenüber empfinden Stotternde ihr Handicap oft als echte Beeinträchtigung und stellen sich Fragen wie: Welche Bedeutung hatte das Stottern fuür mein Leben? Wäre es ohne Stottern anders verlaufen? In welcher Hinsicht belastet mich mein Stottern heute noch? Kann ich als älterer Mensch noch etwas daran ändern? Ausgehend von den besonderen Sozialisationsbedingungen und biografischen Erfahrungen der heute 55- bis 80-jährigen Stotternden geht der Film solchen Fragestellungen nach. Er gibt Einblicke in das Leben und die Welt älterer Stotternder und vermittelt Tipps zum Umgang mit dem Stottern und zur Kommunikation zwischen Stotternden und Nicht-Stotternden. Film & Begleitbroschüre Der Film hat eine Länge von 61 Minuten und ist in sechs Kapitel eingeteilt: 1. "Was ich fühle, wenn ich stottere." 2. "Ich kenne einige ältere Stotternde, die im Rückzug leben." 3. "Früher bin ich oft gehänselt worden." 4. "Lass¿ mich bitte ausreden!" 5. "Kommt für mich eine Therapie in Frage?" 6. "Experten in eigener Sache" Zusätzlich ist dem Film eine 44-seitige Begleitbroschüre mit folgenden Inhalten beigefügt: - Stottern - Eine kurze Einführung - Dr. Kerstin Weikert. Das Stottern in meinem Leben - "Stottern ist eine Sache, die ich in mein Leben integriert habe und die mich nur noch wenig belastet." Ein Interview mit Helmut Hädrich - Kommunikation mit stotternden Menschen. Ein Interview mit Angelika Schindler - Bücherliste und Adressen

Detailangaben zum Buch - Früher habe ich möglichst wenig gesprochen


EAN (ISBN-13): 9783921897584
ISBN (ISBN-10): 3921897580
Erscheinungsjahr: 2010
Herausgeber: Bundesverb. Stotterer-Sel
44 Seiten
Gewicht: 0,213 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 18.04.2008 20:01:08
Buch zuletzt gefunden am 20.11.2016 23:52:45
ISBN/EAN: 3921897580

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-921897-58-0, 978-3-921897-58-4

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