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Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer)
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Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer):

Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - signiertes Exemplar

2009, ISBN: 9783570550564

Taschenbuch, Gebundene Ausgabe, Erstausgabe, ID: 316952604

Düsseldorf, Schwann, 1988. Paperback. 180 pp.; 23 cm. - "Historisches Seminar, Band 11" Text in German. Very good. ISBN: 3590181702, Dorf, Schwann, 1988, Ffm., Eichborn (= Sammlung Historica - Tondokumente), 1990,. kl.4°, 6 Kompaktkassetten mit Tondokumenten (Gesamtspieldauer: 420 Min.) und illustr. 96seitiges Begleitbuch, in illustr. Plastik-Behältnis, tadelloses, sauberes Exemplar ohne Mängel (L - A), Ffm., Eichborn (= Sammlung Historica - Tondokumente), 1990, (Marbach, Deutsche Schillergesellschaft, 1983). . Die Klassiker in der Weimarer Republik, Das Goethejahr 1932, "Mein Kampf", Säuberung und "Gleichschaltung" der Literatur, Schiller-Ehrungen 1934, Hölderlin-Forschung, Die deutsche Schaubühne als völkische Erziehungsanstalt, Theaterkämpfe um Schillers Theater, Klassische Dichtung in der Schule, Deutsche Klassiker als Führer der Dichter, Gegenwelten: Eugen Gottlob Winkler, Gottfried Benn, Oskar Loerke, Widerstand und Innere Emigration... Mit ausführl. Personenregister. - Gutes Exemplar, (Marbach, Deutsche Schillergesellschaft, 1983)., Grin Verlag. Paperback. New. Paperback. 28 pages. Dimensions: 8.5in. x 5.5in. x 0.1in.Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Moderne Geschichte, Note: 1, 7, Friedrich-Schiller-Universitt Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Auseinandersetzung zwischen der KPD und der NSDAP war eine der wichtigsten und prgendsten Konfliktlinien der Weimarer Republik. Aber auch die starke Front systemoppositioneller Krfte, die die NSDAP und die KPD errichtet hatten, sowie die tiefe Feindschaft zwischen den beiden linken Arbeiterparteien zhlen zu den entscheidenden Konflikten, die die Weimarer Republik durch systemfeindliche Parlamentsmehrheiten, politische Kmpfe und nicht endende Gewalt mageblich schwchten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. 01. 1933 war die KPD die erste Partei, die die Hrte der neuen Machthaber zu spren bekam. Innerhalb des ersten Monats der NS-Regierung wurde die KPD in ihren legalen Strukturen ohne nennenswerten Widerstand verboten und aufgerieben. Dies erstaunt zunchst bei einer Partei, die sich in der Weimarer Republik vllig dem Kampf gegen den Faschismus verschrieben hatte. Um erklren zu knnen, wie die KPD die Machtergreifung wahrgenommen und auf sie reagiert hatte, ist es notwendig, sich nicht nur mit der Faschismustheorie zu beschftigen, sondern auch mit dem Verhltnis zwischen KPD und SPD sowie dem zwischen KPD und NSDAP in den letzten zwei Jahren der Weimarer Republik. Dadurch lsst sich zeigen, dass die Wahrnehmung der KPD-Funktionre und ihr politisches Verhalten geradezu von einer sehr stabilen Kontinuitt und Pfadabhngigkeit geprgt waren, die bis weit in das dritte Reich reichte. This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN., Grin Verlag, Grin Verlag Gmbh. Paperback. New. Paperback. 60 pages. Dimensions: 8.3in. x 5.8in. x 0.1in.Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1, 3, Technische Universitt Chemnitz, Veranstaltung: Europa und der Nationalsozialismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Als am 30. Januar 1933 Adolf Hitler die Macht an sich gerissen hatte, glaubten viele Kritiker seinerzeit, es wrde sich erneut um eine kurzweilige Regierungsperiode handeln, so wie bei seinen Vorgngern. Solche Stimmen ertnten nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch aus dem Ausland. Dabei hatte Hitler im Vorfeld hufig erklrt, dass die seine Macht, wenn er sie erlangt hatte, nicht freiwillig wieder aus der Hand geben werde. Mit dem sich konsolidierenden nationalsozialistischen Deutschland einerseits und der kommunistischen Sowjetunion andererseits, standen sich auf dem europischen Kontinent fortan zwei Mchte gegenber, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Die Ideologie des Nationalsozialismus war u. a. durch einen fanatischen Antimarxismus, Antibolschewismus und Antisemitismus geprgt. Bereits in den 20er Jahren des 20. Jh. erklrte Hitler seine auenpolitischen Absichten bezglich Russlands in seiner Programmschrift Mein Kampf. Der Osten sollte durch einen Krieg erobert und anschlieend rcksichtslos germanisiert werden, um Lebensraum fr deutsche Siedler zu schaffen. Diese Plne waren der sowjetischen Fhrung im Januar 1933 wohl bekannt, schlielich hatte Stalin Hitlers Werk ausfhrlich gelesen. Um so erstaunlicher scheint die Reaktion jener Jahre zu sein. Anstatt einer eindeutigen Distanzierung beider Regierungen, kam es zu einer Annherung der eigentlichen Todfeinde. Ende August 1939 beherrschte nur eine Schlagzeile die Weltpresse: der Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes. Im Mittelpunkt dieser Seminararbeit stehen die Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion im Zeitraum der Machtergreifung 1933 bis zum Unternehmen Barbarossa am 22. Juni 1941. Einen Schwerpunkt hierbei bildet der Hitl This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN., Grin Verlag Gmbh, Grin Verlag. Paperback. New. Paperback. 84 pages. Dimensions: 8.3in. x 5.8in. x 0.2in.Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: keine, Technische Universitt Dresden, 63 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Untersucht wird die Konzeption der nichtpolitischen Politik, wie sie in der Tschechien als Reaktion auf die Errichtung des Protektorats Bhmen-Mhren gefordert wurde. Diese Forderung grndete sich auf die Annahme, dass sich die tschechische Nation im Grodeutschen Reich in einer hnlichen Lage wie im Rahmen der Habsburger-Monarchie befinde und auf dieselben Methoden wie zu jener Zeit zurckgreifen msse. Im ersten Teil werden die mit der Errichtung des Protektorates verbundenen Entwicklungen im gesellschaftlichen Leben der Tschechen und deren politischen Folgen skizziert. Im zweiten Teil werden die Aufgaben, vor die sich die tschechische Nation infolge der Errichtung des Protektrorates gestellt sah, herausgearbeitet: die Bewahrung und Vertiefung der nationalen Identitt. Um dieses Ziel zu erreichen bzw. diese Aufgabe zu erfllen, sei es notwendig das Protektorat als gegeben anerzukennen und auf die nichtpolitische Politik zurckzugreifen. Die Grundlage der Analyse der Lage der Tschechen und der nichtpolitischen Politik ist der so genannte Realismus. Der dritte Teil bestimmt und analysiert den Begriff nichtpolitische Politik. Er ist erstens als Gegenbegriff zur politischen Politik bzw. Politik im bisherigen Sinne zu verstehen. Zweitens setzt sich der Begriff nichtpolitische Politik aus der konstruktiven Kleinarbeit fr die Nation und dem Bildungsprogramm zusammen. Hiermit soll aufgezeigt werden, dass Politik mehr als nur Kampf um Macht ist. Politik ist auch Arbeit und Bildung. Auch auerhalb der Politik im engeren Sinne liegende Bereiche sind fr das politische Leben wichtig. Die nichtpolitische Politik ist als Sorge um die Polis aufzufassen. Im vierten Teil wird die nichtpolitische Politik im Protektorat untersucht. Was sind ihre spezifisch This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN., Grin Verlag, Berlin, 1933. . Hetzschrift gegen die Kommunisten, verbunden mit dem Aufruf der Reichspropagandaleitung der NSDAP zur "Volksabstimmung" am 12. November 1933: "Am 12. November wird Deutschland aufstehen Mann für Mann und auf die Frage Adolf Hitlers mit einem einstimmigen Ja ... antworten..."., Berlin, 1933., Leipzig: Nationale Verlags-Gesellschaft M B H, 1933. 1st Edition . Hardcover. Good/No Jacket. Photographs. 426 Pp + Catalog At End. Quarter Morocco Over Green Boards With Publisher's Name In Gilt At Center, Spine With "Gaslera Geschichte Vii". Ink Notations Of Soldier Stationed In Germany, On First Few Pages, Mostly Endpapers, One Line At Top Of First Page Of Text., Nationale Verlags-Gesellschaft M B H, 1933, Hamburg, im Axel Springer Verlag,, 1947.. (14. - 18. Tsd.). OPbd., 338 S., 8°. * Auf dem Vorsatzblatt mit Blaustift persönliche Widmung "Re Corde Lux!" mit freundlichem Gruß Erich Ebermayer 1949. Voll SIGNIERT ! ** bestoßen, papierbedingte Bräunung. ANY QUESTIONS ?? Please don´t hesitate to ask for details !! ++ Visa & Mastercard accepted ++, 1947., 1 volume, please be aware of language, air mail shipment from Germany within 2-6 weeks, we deliver to any country - please ask us to enable delivery to your country!, Foxley Books, 2009-01-05. Paperback. Used:Good. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Ships Fast. 24*7 Customer Service., Foxley Books, 2009-01-05, Pantheon, 2008. 2008. Hardcover. 21,6 x 13,6 x 4,4 cm. Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen Mächten war irreparabler Schaden in ihren Kolonien zugefügt worden. Die Tage Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande als Kolonialmächte waren gezählt, und als die Welt von dem unglaublichen Genozid erfuhr, den das »Dritte Reich« verübt hatte, wurde die einst so zuversichtlich beanspruchte Überlegenheit der europäischen Zivilisation ein für alle Mal in Frage gestellt. Wie war das möglich? Menschen machen ihre eigene Geschichte. Auch der Ausgangspunkt für die Darstellung des nationalsozialistischen Reiches muss letztendlich immer der menschliche Wille sein - der individuelle wie der kollektive. Wenn wir die schrecklichen Taten des »Dritten Reiches« begreifen wollen, dann bleibt uns nichts anderes als der Versuch, die Täter zu begreifen. Wir müssen Adolf Hitler und seine Anhänger ernst nehmen. Wir müssen bestrebt sein, in ihre Denkweisen einzudringen und die dunklen Zwischenräume in ihrer Ideologie zu kartieren. Nicht umsonst war die Biografie - die individuelle wie die kollektive - von jeher eine der erhellendsten Möglichkeiten, das »Dritte Reich« zu studieren. Doch wenn der Satz »die Menschen machen ihre eigene Geschichte« stimmt, dann stimmt auch, was Karl Marx weiter schrieb: »aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.« Aber welche Umstände sind damit gemeint? Zur ziemlichen Überraschung aller, die Marx für einen simplifizierenden ökonomischen Deterministen hielten, ergänzte er seinen berühmten Aphorismus nicht mit einer Abhandlung über die Produktionsweise, sondern mit der Aussage, dass die »Tradition aller toten Geschlechter wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden« laste. Weltgeschichtliche Personen, »wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen«, beschwören »ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste« und entlehnen »ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen«. Hitler und seine Spießgesellen haben jedenfalls gewiss in einer derart selbstgestalteten Welt gelebt. Deshalb hat es auch seinen guten Grund, dass sich die jüngsten Schriften über das »Dritte Reich« so ausschließlich mit Politik und Ideologie befassen. Die Kulturkrise Europas im beginnenden 20. Jahrhundert, das Vakuum, das von den säkularisierenden Tendenzen des späten 19. Jahrhunderts hinterlassen wurde, die radikalisierenden Schrecken des Ersten Weltkriegs - all das bedarf der Aufmerksamkeit eines Historikers, wenn er ernsthaft die tieferen Motive des Nationalsozialismus ausloten will. Wie sonst sollten wir ein Regime begreifen, dessen zentrales Ziel die Vernichtung des europäischen Judentums war? Das damit einen Plan verfolgte, dem es scheinbar an jeglicher ökonomischer Logik mangelte? Das damit ein Projekt betrieb, welches unbegreiflich bleibt und überhaupt nur dann irgendwie fasslich wird, wenn man es als den Teil einer gewalttätigen Erlösungstheologie versteht? Die kulturelle und ideologische Richtung, die die Faschismusforschung einschlug, hat unseren Blick auf Hitler und sein Regime dauerhaft gewandelt. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass es vor gar nicht so langer Zeit Historiker gab, die Mein Kampf als historische Quelle ablehnten und es sinnvoller fanden, Hitler bloß als einen weiteren opportunistischen Imperialisten zu betrachten. Diese Zeiten sind vorbei. Dank des Wirkens zweier Historikergenerationen können wir heute wesentlich besser beurteilen, auf welche Weise die nationalsozialistische Ideologie das Denken und Handeln der NS-Führerschaft wie der deutschen Gesellschaft konditioniert hat. Doch während wir damit befasst waren, die ideologischen und politischen Kettfäden des NS-Regimes zu entwirren, blieben die Webfäden dieser Geschichte relativ unbeachtet. Am augenfälligsten ist die Tendenz, die Bedeutung der Wirtschaft herunterzuspielen oder gleich ganz zu ignorieren. Das war zwar sicher auch eine bewusste Abwehrreaktion, doch zu einem guten Teil beruht diese Marginalisierung der Wirtschaftsgeschichte auf einem hausgemachten Problem: Die statistische Terminologie, in die ein so großer Teil der Wirtschaftsgeschichte eingebettet ist, bleibt geisteswissenschaftlich gebildeten Forschern üblicherweise verschlossen; und es wurden von jeher viel zu geringe Anstrengungen beiderseits unternommen, um diese Kluft zu überbrücken. Letztendlich noch gravierender aber wirkte sich wahrscheinlich der Umstand aus, dass die sozioökonomische Analyse auch aus einem gewissen Verdruss heraus vernachlässigt wurde. Weil sich Historiker und Sozialwissenschaftler schon in den beiden ersten Generationen nach 1945 mit dem Konjunkturaufschwung im Nationalsozialismus oder mit der Geschichte der Kriegswirtschaft befasst hatten, war der Eindruck entstanden, dass es nun schlicht nichts Neues zu berichten gebe und alle großen Fragen bereits beantwortet seien. Damit blieb uns eine Historiografie, die sich in zwei unterschiedlichen Tempi bewegte. Während sich unser Blick auf die Rassenpolitik und die inneren Funktionsweisen der deutschen Gesellschaft im Nationalsozialismus im Laufe der letzten zwanzig Jahre wesentlich gewandelt hat, konnte das historische Wissen um die Wirtschaftsgeschichte des NS-Regimes relativ wenige Fortschritte verbuchen, ausgenommen in der Unternehmensgeschichte. Mit dem vorliegenden Buch soll der so lange überfällige Prozess einer intellektuellen Angleichung der beiden Tempi in Gang gesetzt werden. Zu diesem Zweck werde ich viele archivarische und statistische Nachweise, die seit sechzig Jahren größtenteils unhinterfragt geblieben sind, neu bewerten und nicht nur mit der jüngsten historischen Forschung über das »Dritte Reich« ins Zwiegespräch bringen, sondern auch mit den Erkenntnissen der Wirtschaftshistoriker, die sich mit der volkswirtschaftlichen Dynamik der Zwischenkriegsjahre befassten. Im Anschluss daran wollen wir beurteilen, welches neue Licht damit auf einige der zentralsten Fragen über die Geschichte des Hitlerregimes geworfen wird. Wie konnten die während der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 entstandenen Risse in der globalen Machtstruktur dem Hitlerregime einen derart dramatischen Einfluss auf der Weltbühne verschaffen? Welcher Zusammenhang bestand zwischen den außerordentlich imperialistischen Ambitionen Hitlers, seiner Bewegung und der spezifischen Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts befanden? Auf welche Weise haben die innenpolitischen und internationalen wirtschaftlichen Spannungen zu Hitlers Kriegstreiberei im Jahr 1939 und zu seinem rastlosen Drang beigetragen, den Krieg immer mehr auszuweiten? Wann und wie entwickelte das »Dritte Reich« die »Blitzkrieg-Strategie«, die weithin als das Markenzeichen seiner spektakulären Erfolge im Zweiten Weltkrieg gilt? Übersetzer Yvonne Badal Sprache deutsch Original-Titel The Wages of Destruction. The Making and Breaking of the Nazi Economy Maße 135 x 215 mm Einbandart gebunden Sachbuch Ratgeber Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ökonomie ISBN-10 3-570-55056-7 / 3570550567 ISBN-13 978-3-570-55056-4 / 9783570550564 Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen M&aum, Pantheon, 2008

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Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer)
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Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer):

Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - Taschenbuch

2009, ISBN: 9783570550564

Gebundene Ausgabe, ID: 598810614

Foxley Books, 2009-01-05. Paperback. Used:Good. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Ships Fast. 24*7 Customer Service., Foxley Books, 2009-01-05, Pantheon, 2008. 2008. Hardcover. 21,6 x 13,6 x 4,4 cm. Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen Mächten war irreparabler Schaden in ihren Kolonien zugefügt worden. Die Tage Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande als Kolonialmächte waren gezählt, und als die Welt von dem unglaublichen Genozid erfuhr, den das »Dritte Reich« verübt hatte, wurde die einst so zuversichtlich beanspruchte Überlegenheit der europäischen Zivilisation ein für alle Mal in Frage gestellt. Wie war das möglich? Menschen machen ihre eigene Geschichte. Auch der Ausgangspunkt für die Darstellung des nationalsozialistischen Reiches muss letztendlich immer der menschliche Wille sein - der individuelle wie der kollektive. Wenn wir die schrecklichen Taten des »Dritten Reiches« begreifen wollen, dann bleibt uns nichts anderes als der Versuch, die Täter zu begreifen. Wir müssen Adolf Hitler und seine Anhänger ernst nehmen. Wir müssen bestrebt sein, in ihre Denkweisen einzudringen und die dunklen Zwischenräume in ihrer Ideologie zu kartieren. Nicht umsonst war die Biografie - die individuelle wie die kollektive - von jeher eine der erhellendsten Möglichkeiten, das »Dritte Reich« zu studieren. Doch wenn der Satz »die Menschen machen ihre eigene Geschichte« stimmt, dann stimmt auch, was Karl Marx weiter schrieb: »aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.« Aber welche Umstände sind damit gemeint? Zur ziemlichen Überraschung aller, die Marx für einen simplifizierenden ökonomischen Deterministen hielten, ergänzte er seinen berühmten Aphorismus nicht mit einer Abhandlung über die Produktionsweise, sondern mit der Aussage, dass die »Tradition aller toten Geschlechter wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden« laste. Weltgeschichtliche Personen, »wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen«, beschwören »ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste« und entlehnen »ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen«. Hitler und seine Spießgesellen haben jedenfalls gewiss in einer derart selbstgestalteten Welt gelebt. Deshalb hat es auch seinen guten Grund, dass sich die jüngsten Schriften über das »Dritte Reich« so ausschließlich mit Politik und Ideologie befassen. Die Kulturkrise Europas im beginnenden 20. Jahrhundert, das Vakuum, das von den säkularisierenden Tendenzen des späten 19. Jahrhunderts hinterlassen wurde, die radikalisierenden Schrecken des Ersten Weltkriegs - all das bedarf der Aufmerksamkeit eines Historikers, wenn er ernsthaft die tieferen Motive des Nationalsozialismus ausloten will. Wie sonst sollten wir ein Regime begreifen, dessen zentrales Ziel die Vernichtung des europäischen Judentums war? Das damit einen Plan verfolgte, dem es scheinbar an jeglicher ökonomischer Logik mangelte? Das damit ein Projekt betrieb, welches unbegreiflich bleibt und überhaupt nur dann irgendwie fasslich wird, wenn man es als den Teil einer gewalttätigen Erlösungstheologie versteht? Die kulturelle und ideologische Richtung, die die Faschismusforschung einschlug, hat unseren Blick auf Hitler und sein Regime dauerhaft gewandelt. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass es vor gar nicht so langer Zeit Historiker gab, die Mein Kampf als historische Quelle ablehnten und es sinnvoller fanden, Hitler bloß als einen weiteren opportunistischen Imperialisten zu betrachten. Diese Zeiten sind vorbei. Dank des Wirkens zweier Historikergenerationen können wir heute wesentlich besser beurteilen, auf welche Weise die nationalsozialistische Ideologie das Denken und Handeln der NS-Führerschaft wie der deutschen Gesellschaft konditioniert hat. Doch während wir damit befasst waren, die ideologischen und politischen Kettfäden des NS-Regimes zu entwirren, blieben die Webfäden dieser Geschichte relativ unbeachtet. Am augenfälligsten ist die Tendenz, die Bedeutung der Wirtschaft herunterzuspielen oder gleich ganz zu ignorieren. Das war zwar sicher auch eine bewusste Abwehrreaktion, doch zu einem guten Teil beruht diese Marginalisierung der Wirtschaftsgeschichte auf einem hausgemachten Problem: Die statistische Terminologie, in die ein so großer Teil der Wirtschaftsgeschichte eingebettet ist, bleibt geisteswissenschaftlich gebildeten Forschern üblicherweise verschlossen; und es wurden von jeher viel zu geringe Anstrengungen beiderseits unternommen, um diese Kluft zu überbrücken. Letztendlich noch gravierender aber wirkte sich wahrscheinlich der Umstand aus, dass die sozioökonomische Analyse auch aus einem gewissen Verdruss heraus vernachlässigt wurde. Weil sich Historiker und Sozialwissenschaftler schon in den beiden ersten Generationen nach 1945 mit dem Konjunkturaufschwung im Nationalsozialismus oder mit der Geschichte der Kriegswirtschaft befasst hatten, war der Eindruck entstanden, dass es nun schlicht nichts Neues zu berichten gebe und alle großen Fragen bereits beantwortet seien. Damit blieb uns eine Historiografie, die sich in zwei unterschiedlichen Tempi bewegte. Während sich unser Blick auf die Rassenpolitik und die inneren Funktionsweisen der deutschen Gesellschaft im Nationalsozialismus im Laufe der letzten zwanzig Jahre wesentlich gewandelt hat, konnte das historische Wissen um die Wirtschaftsgeschichte des NS-Regimes relativ wenige Fortschritte verbuchen, ausgenommen in der Unternehmensgeschichte. Mit dem vorliegenden Buch soll der so lange überfällige Prozess einer intellektuellen Angleichung der beiden Tempi in Gang gesetzt werden. Zu diesem Zweck werde ich viele archivarische und statistische Nachweise, die seit sechzig Jahren größtenteils unhinterfragt geblieben sind, neu bewerten und nicht nur mit der jüngsten historischen Forschung über das »Dritte Reich« ins Zwiegespräch bringen, sondern auch mit den Erkenntnissen der Wirtschaftshistoriker, die sich mit der volkswirtschaftlichen Dynamik der Zwischenkriegsjahre befassten. Im Anschluss daran wollen wir beurteilen, welches neue Licht damit auf einige der zentralsten Fragen über die Geschichte des Hitlerregimes geworfen wird. Wie konnten die während der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 entstandenen Risse in der globalen Machtstruktur dem Hitlerregime einen derart dramatischen Einfluss auf der Weltbühne verschaffen? Welcher Zusammenhang bestand zwischen den außerordentlich imperialistischen Ambitionen Hitlers, seiner Bewegung und der spezifischen Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts befanden? Auf welche Weise haben die innenpolitischen und internationalen wirtschaftlichen Spannungen zu Hitlers Kriegstreiberei im Jahr 1939 und zu seinem rastlosen Drang beigetragen, den Krieg immer mehr auszuweiten? Wann und wie entwickelte das »Dritte Reich« die »Blitzkrieg-Strategie«, die weithin als das Markenzeichen seiner spektakulären Erfolge im Zweiten Weltkrieg gilt? Übersetzer Yvonne Badal Sprache deutsch Original-Titel The Wages of Destruction. The Making and Breaking of the Nazi Economy Maße 135 x 215 mm Einbandart gebunden Sachbuch Ratgeber Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ökonomie ISBN-10 3-570-55056-7 / 3570550567 ISBN-13 978-3-570-55056-4 / 9783570550564 Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen M&aum, Pantheon, 2008

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Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer)
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Ökonomie der Zerstörung: Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Adam Tooze (Autor), Yvonne Badal (Übersetzer) Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung d - gebunden oder broschiert

2008

ISBN: 9783570550564

ID: 699213999

Pantheon, 2008. 2008. Hardcover. 21,6 x 13,6 x 4,4 cm. Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen Mächten war irreparabler Schaden in ihren Kolonien zugefügt worden. Die Tage Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande als Kolonialmächte waren gezählt, und als die Welt von dem unglaublichen Genozid erfuhr, den das »Dritte Reich« verübt hatte, wurde die einst so zuversichtlich beanspruchte Überlegenheit der europäischen Zivilisation ein für alle Mal in Frage gestellt. Wie war das möglich? Menschen machen ihre eigene Geschichte. Auch der Ausgangspunkt für die Darstellung des nationalsozialistischen Reiches muss letztendlich immer der menschliche Wille sein - der individuelle wie der kollektive. Wenn wir die schrecklichen Taten des »Dritten Reiches« begreifen wollen, dann bleibt uns nichts anderes als der Versuch, die Täter zu begreifen. Wir müssen Adolf Hitler und seine Anhänger ernst nehmen. Wir müssen bestrebt sein, in ihre Denkweisen einzudringen und die dunklen Zwischenräume in ihrer Ideologie zu kartieren. Nicht umsonst war die Biografie - die individuelle wie die kollektive - von jeher eine der erhellendsten Möglichkeiten, das »Dritte Reich« zu studieren. Doch wenn der Satz »die Menschen machen ihre eigene Geschichte« stimmt, dann stimmt auch, was Karl Marx weiter schrieb: »aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.« Aber welche Umstände sind damit gemeint? Zur ziemlichen Überraschung aller, die Marx für einen simplifizierenden ökonomischen Deterministen hielten, ergänzte er seinen berühmten Aphorismus nicht mit einer Abhandlung über die Produktionsweise, sondern mit der Aussage, dass die »Tradition aller toten Geschlechter wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden« laste. Weltgeschichtliche Personen, »wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen«, beschwören »ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste« und entlehnen »ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen«. Hitler und seine Spießgesellen haben jedenfalls gewiss in einer derart selbstgestalteten Welt gelebt. Deshalb hat es auch seinen guten Grund, dass sich die jüngsten Schriften über das »Dritte Reich« so ausschließlich mit Politik und Ideologie befassen. Die Kulturkrise Europas im beginnenden 20. Jahrhundert, das Vakuum, das von den säkularisierenden Tendenzen des späten 19. Jahrhunderts hinterlassen wurde, die radikalisierenden Schrecken des Ersten Weltkriegs - all das bedarf der Aufmerksamkeit eines Historikers, wenn er ernsthaft die tieferen Motive des Nationalsozialismus ausloten will. Wie sonst sollten wir ein Regime begreifen, dessen zentrales Ziel die Vernichtung des europäischen Judentums war? Das damit einen Plan verfolgte, dem es scheinbar an jeglicher ökonomischer Logik mangelte? Das damit ein Projekt betrieb, welches unbegreiflich bleibt und überhaupt nur dann irgendwie fasslich wird, wenn man es als den Teil einer gewalttätigen Erlösungstheologie versteht? Die kulturelle und ideologische Richtung, die die Faschismusforschung einschlug, hat unseren Blick auf Hitler und sein Regime dauerhaft gewandelt. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass es vor gar nicht so langer Zeit Historiker gab, die Mein Kampf als historische Quelle ablehnten und es sinnvoller fanden, Hitler bloß als einen weiteren opportunistischen Imperialisten zu betrachten. Diese Zeiten sind vorbei. Dank des Wirkens zweier Historikergenerationen können wir heute wesentlich besser beurteilen, auf welche Weise die nationalsozialistische Ideologie das Denken und Handeln der NS-Führerschaft wie der deutschen Gesellschaft konditioniert hat. Doch während wir damit befasst waren, die ideologischen und politischen Kettfäden des NS-Regimes zu entwirren, blieben die Webfäden dieser Geschichte relativ unbeachtet. Am augenfälligsten ist die Tendenz, die Bedeutung der Wirtschaft herunterzuspielen oder gleich ganz zu ignorieren. Das war zwar sicher auch eine bewusste Abwehrreaktion, doch zu einem guten Teil beruht diese Marginalisierung der Wirtschaftsgeschichte auf einem hausgemachten Problem: Die statistische Terminologie, in die ein so großer Teil der Wirtschaftsgeschichte eingebettet ist, bleibt geisteswissenschaftlich gebildeten Forschern üblicherweise verschlossen; und es wurden von jeher viel zu geringe Anstrengungen beiderseits unternommen, um diese Kluft zu überbrücken. Letztendlich noch gravierender aber wirkte sich wahrscheinlich der Umstand aus, dass die sozioökonomische Analyse auch aus einem gewissen Verdruss heraus vernachlässigt wurde. Weil sich Historiker und Sozialwissenschaftler schon in den beiden ersten Generationen nach 1945 mit dem Konjunkturaufschwung im Nationalsozialismus oder mit der Geschichte der Kriegswirtschaft befasst hatten, war der Eindruck entstanden, dass es nun schlicht nichts Neues zu berichten gebe und alle großen Fragen bereits beantwortet seien. Damit blieb uns eine Historiografie, die sich in zwei unterschiedlichen Tempi bewegte. Während sich unser Blick auf die Rassenpolitik und die inneren Funktionsweisen der deutschen Gesellschaft im Nationalsozialismus im Laufe der letzten zwanzig Jahre wesentlich gewandelt hat, konnte das historische Wissen um die Wirtschaftsgeschichte des NS-Regimes relativ wenige Fortschritte verbuchen, ausgenommen in der Unternehmensgeschichte. Mit dem vorliegenden Buch soll der so lange überfällige Prozess einer intellektuellen Angleichung der beiden Tempi in Gang gesetzt werden. Zu diesem Zweck werde ich viele archivarische und statistische Nachweise, die seit sechzig Jahren größtenteils unhinterfragt geblieben sind, neu bewerten und nicht nur mit der jüngsten historischen Forschung über das »Dritte Reich« ins Zwiegespräch bringen, sondern auch mit den Erkenntnissen der Wirtschaftshistoriker, die sich mit der volkswirtschaftlichen Dynamik der Zwischenkriegsjahre befassten. Im Anschluss daran wollen wir beurteilen, welches neue Licht damit auf einige der zentralsten Fragen über die Geschichte des Hitlerregimes geworfen wird. Wie konnten die während der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1932 entstandenen Risse in der globalen Machtstruktur dem Hitlerregime einen derart dramatischen Einfluss auf der Weltbühne verschaffen? Welcher Zusammenhang bestand zwischen den außerordentlich imperialistischen Ambitionen Hitlers, seiner Bewegung und der spezifischen Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts befanden? Auf welche Weise haben die innenpolitischen und internationalen wirtschaftlichen Spannungen zu Hitlers Kriegstreiberei im Jahr 1939 und zu seinem rastlosen Drang beigetragen, den Krieg immer mehr auszuweiten? Wann und wie entwickelte das »Dritte Reich« die »Blitzkrieg-Strategie«, die weithin als das Markenzeichen seiner spektakulären Erfolge im Zweiten Weltkrieg gilt? Übersetzer Yvonne Badal Sprache deutsch Original-Titel The Wages of Destruction. The Making and Breaking of the Nazi Economy Maße 135 x 215 mm Einbandart gebunden Sachbuch Ratgeber Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ökonomie ISBN-10 3-570-55056-7 / 3570550567 ISBN-13 978-3-570-55056-4 / 9783570550564 Geschichte Politik 20. Jahrhundert bis 1945 20. Jahrhundert Drittes Reich Nationalsozialismus Drittes Reich SozialGeschichte Wirtschafts-Geschichte Nationalsozialismus Ideologie Ein Meilenstein der NS-Forschung - Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden. Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben. Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten. Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet. Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk. Adam Tooze hat sich mit seinen Veröffentlichungen zur deutschen Industriegeschichte einen Namen als Wirtschaftshistoriker gemacht. 2002 erhielt er für seine Arbeit den Philip Leverhulme Prize für Geschichte. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Debatte mit Götz Aly um dessen Buch "Hitlers Volksstaat" bekannt. Tooze lehrt neuere europäische Wirtschaftsgeschichte in Cambridge. Wie war das möglich? Im Jahr 1938 begannen die Machthaber des »Dritten Reiches« den zweiten blutigen Vernichtungsfeldzug Deutschlands im Laufe von kaum einer Generation. Zuerst schien es, als sei Hitlers Wehrmacht unaufhaltsam, besser vorbereitet und aggressiver als die Armee des Kaisers. Doch während Hitler von Sieg zu Sieg stürmte, mehrten sich auch seine Feinde. Zum zweiten Mal stieß Deutschland mit seinem Anspruch auf die Beherrschung des europäischen Kontinents gegen eine Mauer. Im Dezember 1941 befand sich das »Dritte Reich« nicht nur mit dem Britischen Empire und der Sowjetunion, sondern auch mit den Vereinigten Staaten im Krieg. Es sollte zwar noch drei schreckliche Jahre und fünf Monate dauern, doch der Untergang von Hitlers Regime kam, und er war weit verhängnisvoller als die Katastrophe, die das Kaiserreich ereilt hatte. Deutschland und weite Gebiete Ost- und Westeuropas lagen in Trümmern. Polen und die westliche Sowjetunion waren praktisch ausgeweidet. Frankreich und Italien schlingerten gefährlich nahe am Bürgerkrieg entlang. Den britischen, französischen und niederländischen M&aum, Pantheon, 2008

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Ökonomie der Zerstörung - Adam Tooze
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ISBN: 3570550567

Hardcover, [EAN: 9783570550564], Pantheon, Pantheon, Book, [PU: Pantheon], Pantheon, 927726, Subjects, 933484, Arts & Photography, 934986, Biographies & Memoirs, 935522, Business & Investing, 4142731, Calendars, 935948, Children's Books, 953666, Christian Books & Bibles, 13932641, Comics & Graphic Novels, 939082, Computers & Technology, 940804, Cookbooks, Food & Wine, 943356, Crafts, Hobbies & Home, 952366, Education & Reference, 15433408011, Erotica, 680096011, French Books (Livres en français), 942318, Gay & Lesbian, 942402, Health, Fitness & Dieting, 927728, History, 941378, Humour & Entertainment, 927730, Law, 927790, Literature & Fiction, 948300, Medical Books, 948808, Mystery, Thriller & Suspense, 950640, Parenting & Relationships, 5489589011, Politics & Social Sciences, 950756, Professional & Technical, 953420, Religion & Spirituality, 955190, Romance, 956280, Science & Math, 957368, Science Fiction & Fantasy, 943272, Self-Help, 959466, Sports & Outdoors, 959978, Teens, 15115321, Textbooks, 960696, Travel, 916520, Books

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[SR: 17542897], Hardcover, [EAN: 9783570550564], Book, 1000, Subjects, 1, Arts & Photography, 2, Biographies & Memoirs, 3, Business & Money, 3248857011, Calendars, 4, Children's Books, 12290, Christian Books & Bibles, 4366, Comics & Graphic Novels, 5, Computers & Technology, 6, Cookbooks, Food & Wine, 48, Crafts, Hobbies & Home, 8975347011, Education & Teaching, 173507, Engineering & Transportation, 301889, Gay & Lesbian, 10, Health, Fitness & Dieting, 9, History, 86, Humor & Entertainment, 10777, Law, 17, Literature & Fiction, 173514, Medical Books, 18, Mystery, Thriller & Suspense, 20, Parenting & Relationships, 3377866011, Politics & Social Sciences, 21, Reference, 22, Religion & Spirituality, 23, Romance, 75, Science & Math, 25, Science Fiction & Fantasy, 4736, Self-Help, 26, Sports & Outdoors, 28, Teen & Young Adult, 5267710011, Test Preparation, 27, Travel, 283155, Books, [PU: Bertelsmann, München]

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Details zum Buch
Ökonomie der Zerstörung
Autor:

Tooze, Adam

Titel:

Ökonomie der Zerstörung

ISBN-Nummer:

3570550567

<br />Ein Meilenstein der NS-Forschung<br /> <br />Adam Tooze entwirft in seiner fulminanten Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Wirtschaft eine neue Sicht auf die Geschichte des »Dritten Reichs« und den Zweiten Weltkrieg. Er weist nach, dass Hitlers Weg zur Macht, seine »Erfolge« vor 1939 und alle seine Entscheidungen während des Kriegs stets von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmt wurden.<br /> <br />Die Vorstellung, das »Dritte Reich« sei gleichsam ein unaufhaltsamer Panzer gewesen, angetrieben von einer heiß laufenden Wirtschaft, galt lange Zeit als eine zentrale Erklärung für den Verlauf der Geschichte des Nationalsozialismus. Doch diese Grundannahme ist falsch, wie Adam Tooze überzeugend zeigen kann. Deutschland war nie stark genug, um Europa zu beherrschen und England, die Sowjetunion oder gar die USA dauerhaft zu besiegen. Richtig jedoch ist, dass wirtschaftliche Überlegungen die nationalsozialistische Politik ab 1933 stark beeinflusst haben.<br />Hitlers Weltbild war nicht nur politisch und rassenbiologisch, sondern in hohem Maße auch ökonomisch geprägt. Deutschland sollte nicht nur eine militärische, sondern auch eine wirtschaftliche Supermacht werden, koste es, was es wolle. Dieser rücksichtslose Plan war von vornherein zum Scheitern verurteilt, doch vermochte er den halben Kontinent zu verwüsten und Millionen von Menschenleben zu vernichten.<br />Mit seinem Buch legt Adam Tooze eine Geschichte der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland vor, die einen neuen Blick auf das Herrschaftssystem des »Dritten Reichs« und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs eröffnet.<br /> <br />Die erste umfassende Wirtschaftsgeschichte des »Dritten Reichs«. Ein Standardwerk.<br /> <br />

Detailangaben zum Buch - Ökonomie der Zerstörung


EAN (ISBN-13): 9783570550564
ISBN (ISBN-10): 3570550567
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2008
Herausgeber: Pantheon
926 Seiten
Gewicht: 0,857 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 13.03.2008 23:28:24
Buch zuletzt gefunden am 17.11.2016 09:23:36
ISBN/EAN: 3570550567

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-570-55056-7, 978-3-570-55056-4

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